Dienstag, 29. Mai 2018

Vereinsfahrt zum Kulkwitzer See vom 30.5. bis 3.6.2018


Bereits bei der Jahreshauptversammlung war die Entscheidung gefallen, dass wir dieses Jahr nicht nochmals nach Thüringen zur Hohenwarte fahren wollten, sondern zum „Kulki“, wie der Kulkwitzer See in Taucherkreisen genannt wird.
Die Vorbereitungen nahmen – wie immer – einige Zeit und diversen eMail- und Telefonverkehr in Anspruch. Schließlich wollten einige mit dem Zelt, andere mit Wohnmobil anreisen und wieder andere vor Ort in Finnhütten, oder einer Pension unterkommen.
Letztendlich war es so, dass ich am 30. Mai bereits sehr früh losfahren sollte, um sicherzustellen, dass wir mit unseren unterschiedlichen Unterkünften möglichst nah beieinander stehen sollten.
Also hatte ich am heutigen Tag das Mobil bereits bis unters Dach gepackt und würde mich morgen sehr früh auf die Piste begeben, während Ruth am Nachmittag mit Bugs und Gudrun, die sie in Bad Homburg abholen würden, nachkommen wollte.
Und am heutigen 29.5. wollten wir uns noch mit unserer „Fitness-Mix-Gruppe“ zum Abendessen beim Italiener treffen. Fitness war zwar seit längerer Zeit aus gesundheitlichen Gründen bei unserer Trainerin Anette ausgefallen, aber zum Abendessen würde es bestimmt reichen .. ;o))


Mittwoch, 30.5.2018

Es war eine sehr gute Entscheidung, so früh loszufahren, denn ich komme gut und staufrei auch durch die Nadelöhre Gambacher Kreuz, Kirchheimer Dreieck und Hermsdorfer Kreuz und bin bereit gegen 14:30 Uhr vor den Toren des Campingplatzes. Bereits bei der Anmeldung kann ich klären, dass wir vier Finnhäuser nebeneinander und in der Nähe zum Wohnmobilstellplatz und einem Plätzchen für Michas Zelt haben. Während ich noch am Aufbauen bin, kommt schon Dave angefahren. Wir bauen fertig auf und stellen auch gleich unsere mitgebrachten Pavillons auf, die uns im Regenfall Unterschlupf geben sollen.
Per Telefon und Whatsapp erfahren wir, dass Andere noch kräftig im Stau stehen. So nach und nach tröpfeln aber alle herein, bis auf die, die ohnehin erst am Donnerstag kommen wollten.
Heute wird es nichts mehr mit einem Eingewöhnungs-Tauchgang, aber immerhin können wir uns schon bei Reini auf der Tauchbasis anmelden und die von mir vorbereitete Füll-Liste abgeben, die er gerne entgegen nimmt.
Wir speisen unsere mitgebrachten Reste und kommen überein, erst morgen einkaufen zu gehen. Den Abend verbringen wir klönend und vergorenen Apfelsaft zu uns nehmend. Da alle redlich müde sind, begeben wir uns zeitig zu Bett.

Donnerstag, 31.5.2018

Silja hat bereits die am Vorabend bestellten Brötchen abgeholt, so dass wir uns früh zum Essen setzen können. Dann bereden wir kurz, wer mit wem wohin tauchen möchte und dann machen wir den ersten Tauchgang des verlängerten Wochenendes. Zunächst sind wir etwas enttäuscht, denn die Sicht ist zwar gut, aber Fisch gibt es kaum zu sehen. Unter der Plattform, die wir gefunden haben, steht zwar ein nett anzuschauender Hecht, aber sonst ist es eher mau. Für den Nachmittag steht ein weitere Tauchgang an. Inzwischen ist auch Ludmilla mit ihrem Mann angekommen, dem es heute aber nicht so richtig gut geht. Also gehe ich mit Silja und Ludmilla tauchen und wir sehen ein paar mehr Fische und können uns richtig abkühlen, da die Temperatur ab 6 Metern abwärts deutlich frischer ist, als draußen.
Dann werden Spaghetti und Spirelli gekocht und wir kreieren dazu ein nettes Sößchen und frischen Salat.
Nach dem Abendessen sitzen wir wieder zusammen und erfreuen uns an unserem jüngsten Mitglied Theo, der einen hohen Unterhaltungswert besitzt.
Und auch heute wird es wieder nicht so richtig spät und der notwendige Schlaf entsprechend vorgezogen.

Freitag, 1.6.2018


Auch heute hat Silja bereits die Brötchen wieder abgeholt. Gefrühstückt und gespült ist schnell und inzwischen gehen die notwendigen Handlungen „schlafen, essen, spülen, tauchen, essen, spülen, tauchen“ schon recht locker von der Hand.
Zwischendurch ist Einkauf angesagt, denn wir wollen heute Abend grillen und da ist es gut, wenn das Fleisch und die Würstchen frisch vom Metzger, respektive ALDI kommen. Inzwischen haben wir uns eingetaucht und finden auch schon mal andere und mehr Fische. Unmittelbar am Einstieg zeigt sich ein Schwarm Karpfen und zwar sowohl Spiegel-, als auch Schuppenkarpfen und es gibt auch noch große Mengen an Graskarpfen, die sich allerdings in den, für Taucher nicht erlaubten, Badebereich zurückziehen. Wir bestaunen die von der Basis erstellten Gerüste, an denen sich Schwämme und Muschelkolonien angesiedelt haben und durch ihr Filtrieren für klares Wasser sorgen.
Zum Gegrillten gibt es Brot und Salat und wir sitzen, diesmal etwas länger, beisammen und babbeln dummes Zeug, was uns - wie immer - recht leicht fällt.

Samstag, 2.6.2018

Heute ist schon der letzte Tauchtag angebrochen, denn morgen wollen alle so schnell wie möglich und - wenn´s geht - ohne Stau nach Hause.
Aber heute werden nochmal alle Register gezogen und ich darf 3 mal ins Wasser, weil der 3. Tauchgang mein 3.000ster sein wird. Nachdem ich morgens mit Gudrun und Ludmilla unterwegs war, mache ich noch einen zweiten mit Ludmilla allein und den Jubiläumstauchgang schließlich mit Ruth und Silja - schön gemütlich und mit viel Fisch.
Im Anschluss beginnt schon die Trocknungsphase, bevor wir uns in Richtung "Zum grünen Zweig" begeben, wo wir einen Tisch für alle bestellt haben.
Zunächst sind wir irritiert, dass außer uns keine anderen Gäste da sind. Bei den übrigen Gaststätten, bei denen wir vorher nachgefragt hatten, war alles belegt, weil heute im Osten überall Jugendweihen stattfinden. Aber dann stellt sich heraus, dass der "Grüne Zweig" wohl extra für uns aufgemacht hat. Und auch geschmacklich passt hier alles und es wird ein nettes Essen.

Sonntag, 3.6.2018

Schnell haben wir am heutigen morgen gefrühstückt und gespült - und dann sind alle damit beschäftigt, ihren Kram zusammenzubringen und im Auto zu verstauen. Wir  machen wir noch ein Gruppenbild und dann verlassen nach und nach die Ratten das sinkende Schiff. 

Wir müssen noch die Schlüssel abgeben und die Kaution und das übrig gebliebene Duschgeld wieder abholen. Dann machen wir uns auf die Piste und kommen, trotz kleinem Zwischenstopp in Alsfeld, wo wir noch ein Eis essen und den Fortgang der Renovierungsarbeiten an meinem Elternhaus betrachten, noch bei Helligkeit Zuhause an, wo wir einen Teil der Aufräumungsarbeiten bereits heute vornehmen. Aber für morgen muss ja schließlich auch noch ein bisschen was zu tun übrig bleiben ...



Bundesjugendtreffen des VDST vom 28.5. bis 21.5.2018 (Helenesee)


Es sieht so aus, als würde das Jahr 2018 das tauch-reichste Jahr aller Zeiten. Jedenfalls für mich.
Bislang waren wir – im Februar – auf Bonaire. Dann war einen Moment Pause. Anschließend war ich für 14 Tage in Spanien. Anlass hierfür war das dort stattfindende Meeresbiologische Seminar. Dann wollten zunächst einige unserer Jugendlichen mit zum Bundesjugendtreffen in Brandenburg. Kurze Zeit darauf wird unsere Vereinsfahrt nach Kulkwitz in Sachsen stattfinden. Und dann, nur ein paar Tage später, fahre ich wieder für die Saison nach Tamariu, wo ich vermutlich auch wieder diverse Tauchgänge unternehmen werde.
Nachdem unsere Jugend aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mit nach Brandenburg konnte, habe ich mich entschlossen, die Tour alleine auf mich zu nehmen.
Also fuhr ich am 17.5. sehr frühzeitig los, weil laut Herrn Google (Maps) die Strecke doch immerhin 611 Kilometer betrug. Unser Navi, das immerhin nun auch schon etwas betagt ist, führte mich problemlos über ziemlich gefüllte Strecken. Trotz intensiven Lastwagenverkehrs kam ich aber ohne größere Staus zum Ziel und war, inklusive zweier kurzer Pausen, nach 6 ½ Stunden vor den Toren des Freizeitzentrums Helenesee.
Am vorgegebenen Eingang war keine Menschenseele zu entdecken und am Haupteingang wurde ich wieder zum ersten Eingang zurückgeschickt. Das Tor stand noch offen und so fuhr ich auf einen großen Parkplatz und machte mich zu Fuß auf den Weg, irgend jemanden zu treffen, der mir würde weiterhelfen können.
Schließlich traf ich auf Szolt, den Landesjugendwart von Brandenburg, dem ich auch gleich helfen konnte, die Tische und Bänke im Veranstaltungszelt aufzustellen.
Dann ging ich zurück zum Mobil und suchte mir einen Stellplatz neben einigen Bad Kreuznachern, die schon vor mir da waren. Dort fand ich auch einen Stromanschluss.
Und morgen würde dann der offizielle Teil beginnen.
Nach dem Frühstück machte ich erst einmal einen Rundgang über den riesigen Campingplatz und traf dann auf Anette und Burkard, die gerade mit Szolt und einem der Caddies, die unsere Tauchklamotten transportieren würden, unterwegs waren, um ebenfalls eine Rundtour über den Platz zu unternehmen. Hier bekam ich gleich noch eine Einweisung in die historischen Hintergründe des Anwesens und konnte das Vereinsheim vom Tauchclub Poseidon aus Eisenhüttenstadt besichtigen. So etwas bräuchten wir im atlantis eigentlich auch.

Nach und nach tröpfelten dann auch die übrigen Teilnehmer ein und ich hatte gleich Gelegenheit, die Mittaucher, die mich am Wochenende begleiten würden, kennenzulernen. Sie rekrutierten sich im Wesentlichen aus der Jugend von Bergedorf, Hannover und Bad Kreuznach.
Szolt hatte bei der Begrüßungsrede etwas von derzeitigen Sichtweiten „um 7 bis 8 Metern“ gesprochen, was sich leider nicht ganz bewahrheitete, besonders nachdem die ersten Tauchgruppen im Wasser waren (an der Tarierung muss teilweise noch kräftig gearbeitet werden...)
Und auch der Bestand an Fischen und Krebsen war eher mager. Aber – umso intensiver konnten wir uns der Tauchausbildung hingeben.
Was insgesamt als überaus positiv zu bewerten ist, war die Verpflegung, die von einem Caterer gestellt wurde, der sein Handwerk sehr gut verstand.
Neben dem Tauchen wurden, wie immer bei den Bundesjugendtreffen, viele andere Aktivitäten angeboten, die von der Jugend auch gern angenommen wurden.
So ging das Wochenende wieder sehr schnell herum und nach der Siegerehrung des Fotowettbewerbs waren die Tauchklamotten schon fast getrocknet. Wir saßen abends noch ein wenig beieinander und freuten uns darauf, dass wir uns in absehbarer Zeit mit Deeckes in Tamariu wieder treffen würden.
Am nächsten Morgen war das Gepäck rasch verstaut und ich machte noch schnell einen Abstecher nach Frankfurt an der „Odder“, wie mein Navi es auszudrücken pflegte. Dort musste ich noch tanken und dann brachte ich, wiederum recht zügig, von einem kleinen Stau am Kirchheimer Dreieck abgesehen, die 611 Kilometer in Richtung Heimat hinter mich, wo mich mein Weib gegen 16:30 Uhr freudig begrüßte.

Dienstag, 15. Mai 2018

Meeresbiologisches Seminar Tamariu 2018


Aufgekommen war das Thema, als wir auf Bonaire waren und Tina erzählte, dass es auch in diesem Jahr wieder ein meeresbiologisches Seminar in Tamariu geben würde. Und schnell fiel dann auch, nach Rücksprache mit meinem Weib, die Entscheidung, dass ich daran teilnehmen würde.
Aus Vereinfachungsgründen wollten wir es so machen, dass ich zu Tina in Reutlingen fahren wollte, um von dort aus dann mit einem Auto und der Möglichkeit, sich beim Fahren abzuwechseln, weiter gen Süden zu kommen.
Also packte ich zum angegebenen Termin meine Tauchklamotten und eine kleine Tasche mit Wäsche und fuhr freitags nachmittags in Richtung Süden (an Würzburg, Heilbronn und Stuttgart vorbei zu Wochenends-Rushhour-Zeiten . Kein Spaß, kann ich Euch sagen).
Entsprechend müde kam ich in Reutlingen an, wurde von Tina und ihrem „Kampfhund“ Argon begrüßt und wir gingen noch ein kleines Stück, damit der Hund müde werde und sich morgen auf der Fahrt nicht zu sehr aufregt.

Der Wecker klingelt zu unchristlicher Zeit (4:15 Uhr) und es gibt ein schnelles Frühstück und eine Tasse Kaffee, bevor es los geht. Die Klamotten sind noch gestern Abend verstaut worden, Argon ziert sich noch ein wenig, bevor es in sein Körbchen im Heck des Autos geht und dann führt uns Tinas Navi über Landstraßen bis nach Freiburg, bevor es auf die Autobahn geht. Es ist aber noch früh am Tag, nicht viel los und wir kommen zügig voran. Tina amüsiert sich über meine Freude an meinem "Bip and go-Gerät", dass uns die Fahrt durch die Maut-Stationen erleichtert, aber ich glaube, ihr gefällt es auch. Immerhin spart man sich dir Suche nach Kleingeld und muss nur langsam an die Schranke heranfahren, die sich wie durch Zauberhand öffnet.
Etwa alle 2 ½ Stunden wechseln wir uns beim Fahren ab und erreichen Tamariu gegen 18:15 Uhr, wo wir an der Basis gleich mit einem Feierabendbier freudig begrüßt werden.
Die nächste Woche dient dem Einleben, dem Ausbleien beim Tauchen und der Vorbereitung des Seminars. Ich habe im Crew-Appartement noch ein eigenes Zimmer bis zum Mittwoch, dem Tag, an dem zwei weitere Mitglieder des Teams für dieses Jahr, Steffi und Amelie, ankommen. Ab dann ziehe ich zu Freddy ins Zimmer. Hier ist das obere Bett eines Stockbetts frei. Ein bisschen wackelig, aber es funktioniert.
Tina wohnt mit Larissa und Andre und deren 2 Kindern Jannis und Helena im Appartement über der Tauchbasis.
Am kommenden Samstag tauchen nach und nach die Teilnehmer des Seminars auf, packen ihre Ausrüstung aus und bereiten sich mental auf das am Sonntag beginnende Seminar vor.
Angedacht ist jeweils eine Theorieeinheit und dann ein Tauchgang vom Boot, sowie eine Nachbesprechung und ein Nachmittags-Tauchgang in der Bucht.
Alle sind mit dem Gesehenen sehr zufrieden, auch wenn sich dieses Jahr noch keine Seepferdchen gezeigt haben (ein Gast will zwar eines gefunden haben (mit Foto belegt), aber keiner weiß, ob dieses Foto nicht noch aus dem letzten Jahr stammt, weil eine sofortige Nachsuche kein Ergebnis bringt!) Und wenn selbst Maria mit Seepferdchen-Scannerblick nichts findet, dürfen Zweifel angesagt sein.
Das Wasser ist momentan mit 15° Celsius noch eher frisch und die ersten Tage habe sogar ich noch eine Kopfhaube auf. Einige der Teilnehmer beschränken sich daher auf einen Tauchgang pro Tag.
Aber die Stimmung in der Truppe ist gut und alles Wissenswerte wird mit Sachverstand und auf humorvolle Art und Weise an uns herangetragen.
Mittwoch ist ein freier Tag, den wir aber dazu nutzen, ausnahmsweise mal Tauchen zu gehen und am Donnerstag findet im „Es Furio“ ein Wissens-Quiz statt, verbunden mit den „Montags-Malern“ und einigen Sonderaufgaben für bestimmte Personen. Abschluss ist der Song „Superperforator“ aus dem „Schuh des Manitou“, den Amelie, Tinu und ich am Vorabend eingeübt haben und der für Stimmung sorgt. Das darauf folgende Abendessen mit Tapas vorneweg und vorbestellten Speisen anschließend ist sehr gut und seinen Preis mehr als wert.
Am Freitag werden alsdann die letzten Tauchgänge durchgezogen und anschließend die Tauchklamotten getrocknet, weil es am Samstagmorgen wieder sehr früh in Richtung Heimat gehen soll.
Tatsächlich schaffen wir es, um 6:00 Uhr fertig zu packen, die auf der Basis verbliebenen Tauchklamotten einzuladen und um 6:30 Uhr auf der Piste zu sein.
Wieder kommen wir einigermaßen gut durch, aber durch die für Argon eingelegten Pinkelpausen ist es schließlich doch nach 21:00 Uhr, bis wir in Reutlingen ankommen.
Hier wird Argon nochmal gelüftet, weil er im Laufe des Tages etwas wenig Bewegung gehabt hat, dann trinken wir noch ein Bier und ich lege mich schlafen, weil ich am Sonntagmorgen früh raus will. Schließlich habe ich zwar täglich telefonisch Kontakt zu meinem Weib gehabt, aber jetzt habe ich Sehnsucht nach ihr.
Um 6:15 Uhr stehe ich auf, bekomme von Tina noch ein kleines Frühstück, verabschiede mich dann von ihr und meinem Freund Argon und dann komme ich an Stuttgart, Heilbronn und Würzburg dieses Mal ohne Rushhour vorbei und nach 2 Stunden und 50 Minuten treffe ich Zuhause ein, wo mich mein Weib freudig begrüßt. Heute ist Muttertag und wir begeben uns mittags nach Wetzlar, wie sich das gehört, speisen bei strömendem Regen noch in der Fischerhütte, bevor ich - nach immer noch regenreicher Heimfahrt - mein müdes Haupt auf mein eigenes Kissen bette und den Schlaf des Gerechten schlafe.

Ruth hat schon angekündigt, dass sie nächstes Jahr am meeresbiologischen Seminar ebenfalls teilnehmen wird. Ich freu´ mich jetzt schon drauf....


Mittwoch, 7. Februar 2018

Bonaire 2018


Lange war ich hier nicht mehr aktiv. Aber jetzt - der Countdown läuft - und in 3 Tagen geht´s in die Karibik.
In der Ecke waren wir noch nicht und nordöstlich hiervon (Cuba) ist schon 27 Jahre her. Also - mal sehen, was die Niederländischen Antillen und hier speziell Bonaire und dieser Teil der Karibik zu bieten haben.

Kralendijk - wir kommen ...









Im Vorfeld war´s - wie immer - etwas hektisch:
Im Januar zur c.m.t. nach Stuttgart (neues Mobil steht an!). 




Dann Jahreshauptversammlung unseres Vereins mit Neuwahlen.
Bisschen Kultur muss zwischendurch auch noch sein.
Der Besuch auf der BOOT in Düsseldorf ist jedes Jahr ein Pflichttermin (und für uns die Möglichkeit, unsere Freunde aus Tamariu zu sehen - und zwar fast die ganze Crew), sowie die BAT (Bundesausbildertagung des VDST).
Am folgenden Sonntag hatten wir noch einen interessanten "Schrauberkurs" beim Jogi, der unser tauchtechnisch theoretisches und praktisches Wissen ein wenig auf Vordermann brachte.
Tja, und dann kam meine Schwiegermutter noch ins Krankenhaus (gottlob geplant und nicht wirklich tragisch) und ich fuhr ein bisschen Taxi.
Die Klamotten für die Karibik mussten zusammengetragen und gepackt werden und außerdem wollten wir sicherstellen, dass wir bei unserer Rückkehr nicht Hungers sterben würden.
Schließlich fiel mir ein, dass ich ja auch wieder einmal einen Reisebericht erstellen könnte - und, siehe da, meinen Account gab´s tatsächlich noch.
Die Reiseunterlagen sind komplett, die Tauchtaschen gepackt. Eigentlich 
kann´s los gehen ...
Freitag, 9.2.2018
Noch ein Tag bis zum Abflug. Da ich unsere DTGs noch in den Kompressorraum bringen muss, wegen eines zwischenzeitlich stattfindenden TÜV-Termins, nehme ich nur ein kleines Frühstück zu mir. Außerdem muss ich noch bei unserer Hausbank vorbei, wo ich am Montag online noch einige Dollars bestellt habe. Auf dem Rückweg von beidem bringe ich mir ein zweites kleines Frühstückchen mit und bei dessen Verzehr passiert das Unaussprechliche: es macht "knack" und ein Teil meiner Brücke ist mir aus dem Gebiss gefallen. Panik!! Mein ständiger Zahnarzt sitzt in Frankfurt. Meine ehemalige Zahnärztin hier vor Ort hat schon Wochenende und ein zahnärztlicher Notdienst ist nicht zu erreichen (Anrufbeantworter). Ich finde schließlich eine Praxis in Büdingen, die um 14:00 Uhr wieder öffnet.
Pünktlich um 2 stehe ich auf der Matte und tatsächlich habe ich um 15:00 Uhr wieder alle Zähne im Mund. Nur essen darf ich 2 Stunden lang nix.
Aber immerhin besser, als ein Urlaub mit ohne Zähne ;o))
Als ich meinem Weib am Telefon erzähle, was mir passiert ist, gibt sie sich doch sehr mitfühlend. Ich bin getröstet und packe die letzten Kleinigkeiten, nachdem ich bereits bei KLM online eingecheckt habe.
Ursprünglich hat mein Weib gemeint, sie käme so zwischen 17 und 18:00 Uhr nach Hause. Letztendlich wird es aber 11:00 Uhr nachts und mein für den heutigen Abend eigentlich noch geplanter Haarschnitt fällt nun doch ins Wasser. Wir sitzen zwar noch einen Moment zusammen, aber die Nacht wird eh kurz und der Wecker weckt uns schließlich um 5:30 Uhr.
Entsprechend hellwach sehen wir aus, als wir in Richtung Mühlheim fahren, wo wir am Bahnhof das Gepäck ausladen und Ruth das Auto noch zu den Hofmanen fährt, wo es die nächsten 14 Tage stehen wird. Dann dauert es noch einen Moment, bis der Zug kommt und wir kommen rechtzeitig am Flughafen an. Dort geben wir unser Gepäck auf und gönnen uns noch einen Kaffee in einem der Flughafen-Cafés.
Uns ist bewusst, dass es mit der Zeit in Amsterdam nicht so großzügig sein wird. Das bewahrheitet sich dann auch. Erstmal fliegt unser Flieger in Frankfurt nicht ganz pünktlich los und dann bewegen wir uns im Laufschritt durch Schiphol, weil unser Gate E17 am anderen Ende des nicht gerade kleinen Geländes liegt. Außerdem müssen wir noch durch 3 Sicherheitsschleusen, wo wir jedes Mal wieder den Pass einlegen und fotografiert werden müssen. Schließlich kommen wir kurz vor Toresschluss am Gate an und werden noch gnädig im Flieger empfangen.
Die Trainingseinheit für heute glauben wir, hinter uns zu haben.
Aber jetzt ist es uns egal, weil wir auf dem Weg nach Bonaire sind – und nichts uns jetzt noch aufhalten kann. 
Wir machen noch einen kurzen technischen Zwischenstopp auf Aruba, wo wir zwar unser Gepäck im Flugzeug lassen können, dann aber in einer nicht enden wollenden Schlange quer über den gottlob nicht ganz so großen Flughafen von Aruba geschoben werden. Nach einer neuerlichen Sicherheitsschleuse, in der wir sogar die Schuhe noch ausziehen müssen (könnt´ ja ne Bombe drin sein !), geht es wieder in den inzwischen gereinigten  Flieger und jetzt sind es tatsächlich nur noch 30 Minuten, bis wir auf Bonaire landen. Sowohl Helga und Erwin, als auch Dani und Tina haben wir natürlich schon vorher begrüßt und erfahren jetzt erst, dass Tina am morgigen Tag Geburtstag hat.
Der Empfang des Gepäcks ist dann nochmal ein kleines Abenteuer. Das Gepäckband ist winzig (Größe etwa Kinderkarussell) und sehr viele Leute wollen möglichst als Erste ihre Koffer haben. Aber schließlich sind wir draußen, alles ist da und Elisabeth holt uns mit´m Taxi-Van ab und chauffiert uns zum Buddy Dive Resort, das für die nächsten 14 Tage uns Zuhause sein wird. Einchecken werden wir erst morgen.
Tom und Mary erwarten uns bereits, begrüßen uns freudig und haben auch ein Willkommensbier kalt gestellt, das wir noch zu uns nehmen. Dann stürzen wir zu Bett und den Rest verschieben wir auf den Sonntag.
Wir haben uns inzwischen gut eingelebt. Am ersten Morgen war es noch etwas ungewohnt. Das „Frühstückszimmer“ liegt direkt über den Basisräumen und wird – neben den Touris – von jeder Menge Geflügel besucht, die nur darauf warten, dass irgendwas von den Tischen abfällt. Und passt man nicht auf, so hüpfen sie auf die Teller und fressen sich satt. Nebenher kacken sie alles voll. Deshalb muss immer einer den Tisch bewachen, während der Rest sich mit Frühstück versorgt. Am ersten Morgen gibt es noch eine intensive Einweisung von Augusto, dem Chef der Basis, der drastisch klarlegt, was passiert, wenn man die 3 Grundregeln „don´t touch, don´t break, don´t bring“ missachtet. Böse, böse !!!
Dann checken wir an der Rezeption ein und erhalten noch weitere Zimmerschlüssel und dann ein Auto, das von außen noch sehr gut aussieht und von innen einer Rostlaube ähnelt. Man sieht sehr deutlich, was Salzwasser mit Autoblech macht.
Unseren ersten Tauchgang machen wir im Buddy´s Reef (Hausriff), wo Mary uns gleich mit den Seepferdchen bekannt macht. Ins Logbuch trage ich das auch gleich ein, neben: Muränen u.d.Ü. (und das Übliche…). Der mittägliche Tauchgang findet wiederum am Hausriff statt, nur diesmal Richtung Norden. Hier finden wir neben dem Üblichen ein Wrack, sowie einen großen Rotfeuerfisch und getüpfelte Schlangenaale.
Am Abend sitzen wir dann zusammen, nehmen das ein und andere Feierabendbier und lachen viel. So muss Urlaub sein!
Am nächsten Tag machen wir den ersten Tauchgang von Land aus Richtung Norden beim „Oil Slick“. Hier finden wir neben dem Üblichen eine Schildkröte, einen Bärenkrebs, sowie eine Seespinne.
Den zweiten Tauchgang machen wir bei „Andrea II“, wo wir – wiederum neben d.Ü. große und kleine Barrakudas, Schlangenaal und Putzergarnelen finden. Dani hat Probleme mit ihrem Rücken, so dass wir ihr für die nächsten Tauchgänge die Flasche zum Meer tragen. Mary macht – wie immer – viele Bilder, die wir abends auf dem Laptop betrachten.
Das Abendessen findet an der Strandbar statt. Wir haben einen Tisch für acht Personen reserviert. Zu trinken bekommen wir relativ zügig, aber bis das Essen kommt, dauert es fast 1 ½ Stunden, so dass wir fast verhungert sind.
Am nächsten Morgen fahren wir zu den „1.000 Steps“, die in Wahrheit lediglich 70 sind, aber schon eine sportliche Herausforderung darstellen. Als wir fertig und wieder oben sind, fängt es an zu regnen und wir fahren zurück bis zum Tauchplatz „Webers Joy“, wo es ein Haus mit Dach gibt, das wir aber nicht mehr benötigen, weil der Regen schon wieder aufgehört hat. Nach dem Tauchgang wirft eine Welle Dany um und verdreht ihr das Bein, was für sie sehr schmerzhaft ist und letztendlich dazu führt, dass sie am nächsten Morgen nicht mit zum Tauchen kann. Tom organisiert einen Termin in der Notaufnahme und wir machen zwischendurch wieder einen Tauchgang am Hausriff, wo neben dem obligaten Seepferdchen eine tiefenentspannte Schildkröte ein hervorragendes Fotomotiv darstellt. Und daneben – wie immer das Übliche – und Tarpune und ein großer Barrakuda nahe dem Ausstieg.Wieder ein Tauchgang, wie er sein soll.

In den nächsten Tagen stellt sich eine gewisse Routine ein. Wir frühstücken gemütlich, machen uns dann fertig und Erwin und ich fahren zum „Drive-Through“, wo wir die Flaschen für den jeweiligen Tag vorbereiten, beziehungsweise einladen. Vorbereiten heißt, dass wir die Flaschen, die mit Nitrox gefüllt sind, checken und auf Banderolen beschriften. Unsere weiblichen Mitstreiter begeben sich inzwischen zur Basis und holen die Tauchklamotten, die wir in unsere fahrbaren Untersätze laden. Helga fährt in der Regel mit und bewacht die Wertsachen.Und dann fahren wir die Westküste hinauf oder hinab zu einem der vielen Tauchplätze, die mit gelb angestrichenen Steinen mit dem Namen des Tauchplatzes beschriftet sind. Der Gang ins Wasser ist nicht immer ganz einfach, da es teilweise keine befestigten Einstiege gibt und die Brandung auf dieser Seite der Insel zwar nicht gefährlich, aber doch deutlich spürbar ist. Dafür werden wir dann unter Wasser mit hervorragender Sicht und großem Fischreichtum entschädigt. Die Zeit vergeht schnell, aber da wir nicht tiefer als 30 Meter tauchen, brauchen wir uns keine Gedanken um eventuelle Dekozeiten zu machen.
Einzig unsere Fahrten zum Salt Pier sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Der erste Tauchgang dort war sehr schön, weil die Pfeiler der Pier schön bewachsen sind und Lebensraum für viele Schwarmfische darstellen. Aber beim nächsten Versuch liegt ein riesiger Tanker dort und wird gerade über ein riesiges Förderband mit Salz beladen. Während der Ladezeiten ist das Tauchen dort nicht erlaubt. Es gibt aber gottlob viele alternative Möglichkeiten. Tom hat eine App ausfindig gemacht, mit deren Hilfe man bereits am Frühstückstisch feststellen kann, ob der Tanker noch vor Ort liegt.
Zwischendurch machen wir auch Tagesausflüge zu weiteren sehenswerten Zielen auf der Insel: Mangrovenwald, Lagunen, Ostseite mit Wahnsinns-Brandung, Cadushys-Distillerie (mit Verkostung des Kaktuslikörs), Aussichtspunkte und so weiter …
Im Nu sind die Tage verflogen, deren Abende wir mit braunem und weißem Rum verbringen, nachdem wir festgestellt haben, wie gut das Zeug schmeckt. Dazu lernen wir ein neues Trinkritual kennen (Koontakt – Zentrale – Prost) und wir verbringen die Zeit mit netten Gesprächen.
Manchmal wird dabei sogar gelacht …
Und dann ist bereits der vorletzte Tag angebrochen. Wir machen ein letzten „Flachköpper“, weil´s dann ja zum Flieger geht, waschen die Gerätschaften mit Süßwasser aus und hängen sie zum Trocknen auf, in der Hoffnung, dass keine tropischer Regenguss sie erneut benetzt.
Am letzten Tag müssen wir bis 12 Uhr ausgecheckt haben, werden aber erst um 18 Uhr Richtung Flughafen abgeholt. Daher geht Helga frühzeitig los um die Handtücher, die wir noch nutzen dürfen, auf den Liegen zu verteilen. Dann nehmen wir noch einen letzten Longdrink zu uns und füttern Charly, den Hausleguan, mit Pommes. So was habe ich vorher auch noch nicht gesehen. Er nimmt die Kartoffelstäbchen tatsächlich vorsichtig aus der Hand.
Pünktlich erreichen wir schließlich den Flughafen und der Sicherheitscheck nimmt geraume Zeit in Anspruch. Obwohl wir der Sonne entgegenfliegen, zieht sich der Flug nach Amsterdam doch wieder ganz erbärmlich. Dort verabschieden wir uns von Helga, Erwin, Dani und Tina. Von hier aus geht es in unterschiedlichen Richtungen weiter. Dani Richtung Düsseldorf, Tina Richtung Stuttgart, Helga und Erwin Richtung München und Ruth und ich Richtung Frankfurt.
Eigentlich klappt alles auch ganz gut, nur mein Tauchgepäck läuft am Band nicht auf, so dass wir erst einen Nachforschungsauftrag auf den Weg bringen müssen (am nächsten Tag wird´s dann aber per UPS Zuhause vorbeigebracht).

Wir fahren mit der S-Bahn nach Mühlheim, wo unser Auto auf uns wartet und melden uns bei den Hofmanen zurück, die uns freundlicherweise mit Essbarem versorgt haben. Hier müssen wir natürlich erst mal die ersten Berichte von uns geben und fahren schließlich die letzten Kilometer nach Hause, wo wir als Erstes die Heizung hochdrehen, weil sich die hiesigen Temperaturen von den karibischen doch gravierend unterscheiden.

Und hier geht´s zu den Bildern: Bonaire 2018

Unsere Tauchplätze:
Buddy´s Reef
Oil Slick
Weber´s Joy
Andrea II
1000 Steps
Salt Pier
Bachelors Beach
Aquarius
Karpata
Hilma Hooker
Angel City
Something special
Hands off (auf Klein Bonaire)
Alice in Wonderland




Donnerstag, 8. Juni 2017

Osterschwimmen in Aschaffenburg

Es gab einen Hinweis, dass es in Aschaffenburg eine Veranstaltung „Osterschwimmen“ der Wasserwacht Aschaffenburg gibt. Wir dachten, dies sei eine gute Möglichkeit für eine weitere Aktivität unseres Vereins. Also habe ich den Link zur Anmeldung mal herumgeschickt. Und - siehe da – es waren keine Hundertschaften, die Interesse zeigten, aber immerhin hatten sich zunächst 9 Mitglieder angemeldet, von denen dann allerdings 3 krankheitsbedingt ausgefallen sind.
Am Termin trafen wir uns dann (zu unterschiedlichen Zeiten) am Clubhaus der Wasserwacht, meldeten uns an und hatten dann noch etwas Zeit, bis es losging. Mit dem Bus städtischen Bus, der bis zur Halskrause mit Teilnehmern und „Mitwanderern“ voll war, wurden wir zum Einstieg gefahren – und dann ging´s los.
Wir mussten zunächst den Main zügig queren, da auch am heutigen Samstag Dickschiffe unterwegs waren, die uns hätten gefährlich werden können. Und dann ging es am Ufer entlang flussab in Richtung Floßhafen mit der Marina von Aschaffenburg, an deren einem Steg wir mit heißem Tee und bereits geschälten Ostereiern, die uns komplett in den Mund gesteckt wurden, versorgt worden sind.
Und dann ging es weiter, bis wir wieder auf die von links kommende Fahrrinne stießen, die es erneut zügig zu queren galt. Hier mussten wir erst noch zwei hoch beladene Schiffe vorbeilassen, bevor es hinüberging, aber dann war es auch nicht mehr weit bis zum Ausstieg, an dem wir von einer interessierten Menge in Empfang genommen und einem Hühner-Nudelsüppchen versorgt wurden.
Bevor wir uns wieder im Hallenbad umziehen konnten, mussten wir uns von zwei Mädels mit einem Wasserschlauch (und kaltem Wasser!!) dekontaminieren lassen, durften dann aber im Hallenbad warm duschen.



Anschließend ging es noch in die Germanenstraße zum „Team-Food“-Restaurant, wo wir ein Mittagessen zu uns nahmen, bevor die Siegerehrung (Schnellster, jüngster, ältester, am weitesten angereister Teilnehmer, am schönsten dekoriertes „Begleitfahrzeug“, größte Gruppe etc.) stattfand.
Dazu erhielt jeder Teilnehmer eine Medaille und die Gruppen eine Urkunde.
 Die Begeisterung in der Truppe war groß und der Trend ging dahin, im nächsten Jahr wieder an dieser Veranstaltung teilnehmen zu wollen. 


Vereinsfahrt zum Hohenwarte-Stausee vom 24. bis 28.5.2017

Weil im letzten Jahr die Begeisterung so groß war, hatten wir dieses Jahr für die Vereinsfahrt nochmal den Hohenwarte-Stausee als Tauch-Destination gewählt. Und immerhin hatten sich 15 Personen angemeldet. Da im letzten Jahr auf dem Campingplatz fast nichts los war, war ich davon ausgegangen, dass dies am verlängerten Wochenende in diesem Jahr genauso sein würde.
Weit gefehlt – als ich dann doch noch reservieren wollte, war der Campingplatz komplett belegt. Also habe ich dann beim Wassersportzentrum nachgefragt und – siehe da – hier konnten wir alle gemeinsam mit Faltwohnwagen, Wohnmobil und Zelten stehen. Und einige hatten ja dort auch schon ihre Unterkunft gebucht!
Wir wollten eigentlich am Mittwoch, dem 24.5.2017, schon viel früher los, aber Ruth hatte noch einen Arzttermin und kam erst gegen 19:15 Uhr Zuhause an.
Mittwoch, 24.5.17
 Da ich aber bereits alles vorbereitet habe, kommen wir dann auch zügig los. Ohne größere Staus fahren wir über Fulda, Gersfeld, Suhl und Saalfeld in Richtung Hohenwarte und kommen gegen 23:20 Uhr an. Kempfs sind schon vor Ort und haben bereits aufgebaut und Bugs und Gudrun seien ebenfalls bereits da, liegen aber bereits im Bett. Wir stellen unser Mobil im Hof ab und gehen frühzeitig ebenfalls in die Falle.
 Donnerstag, 25.5.17
 Mit Samson sprechen wir ab, dass wir den ersten Tauchgang in der Bucht machen wollen und betrachten uns die Sicht von oben mal vom Strand aus. Sehr einladend sieht es nicht aus und wir erinnern uns mit Schrecken an das letzte Jahr, wo die Sicht innerhalb der Maske sehr gut war. Sonst – na ja…
Angenehm überrascht aber sind wir, als wir dann wirklich ins Wasser kommen und auch noch die ersten großen Zander sichten. Da es aber recht frisch ist, hält sich die Dauer der Tauchgänge noch in Grenzen. Immerhin machen wir am Nachmittag noch einen zweiten Tauchgang.
  Für den Abend ist Spanferkel angesagt. Da die Zentrums-Crew offensichtlich noch keine große Routine mit dem Grillen von Spanferkeln hat, gibt es erst gegen 20:30 Uhr was zwischen die Zähne. Dafür schmeckt das gezapfte Bier recht gut. Dann wird es recht frisch und die Feuerschale wird in Gang gesetzt. Lagerfeuer können sie gut!
 Freitag, 26.5.17
 Nach dem gemeinsamen Frühstück bei strahlendem Sonnenschein bereiten wir den ersten Bootstauchgang vor, der heute zum Hermannsfelsen führen soll. Hier befindet sich eine Steilwand und ich mache einen Tauchgang mit Andreas und Micha. Andreas hat anfangs etwas Probleme mit dem Druckausgleich, die sich aber geben. Wir stellen fest, dass die Sicht unterhalb von 5-6 Metern recht gut ist. Dort wird es dann aber auch gleich viel kühler. Immerhin dauert unser Gang über 40 Minuten. Nur mit den Fischen hapert es etwas. Das können wir auch einem Angler bestätigen, der von Bord seines Bootes ein Würmchen badet, uns fragt, was es wo zu sehen gäbe und schon davon ausgeht, dass sein Echolot/Fishfinder defekt ist.

Zurück an Land hängen wir die Klamotten auf und ein Teil begibt sich auf Einkaufsfahrt, weil morgen gekocht werden soll.
Für heute Abend habe ich im Restaurant „Saalestrand“ einen Tisch für 15 Personen bestellt. 


Wir kommen rechtzeitig und hungrig an und werden auch freundlichst bedient. Das Essen ist gut und reichlich und wir haben viel Spaß. Nachdem wir wohl gesättigt wieder am Zentrum des Wassersports angekommen sind, sitzen wir noch ein wenig zusammen und tun das, was wir am besten können: dumm Zeuch babbeln.
 Samstag, 27.5.17
 Das Wetter spielt an diesem Wochenende richtig gut mit. Wieder haben wir ein gemütliches Frühstück und machen uns dann für den weiteren Bootstauchgang fertig. Heute geht es zu C3, schräg gegenüber vom Campingplatz. Die Sonne scheint ins Wasser und auch hier ist die Sicht recht gut. Aber außer ein paar Rotfedern finde ich nur noch zwei tote Aale und einen toten Barsch. Der kleine Fisch, den ich ansonsten noch sehe, ist etwa so lang wie mein Zeigefinger und will erst noch ein Barsch werden. Immerhin dauert auch dieser Tauchgang wieder über 40 Minuten.
Es wird eine neuerliche Einkaufstour geplant, weil das Hackfleisch für die Sauce zu den Nudeln besorgt werden müssen und einige müssen noch zum Geldautomaten, weil im Zentrum nur bar gezahlt werden kann. Zwischenzeitlich treffen wir bereits Vorbereitungen für das Abendessen (Wasser kochen für die Nudeln, Sauce für´s Hackfleisch vorbereiten).
Und als das Fleisch dann endlich kommt, geht Alles recht schnell und wir sitzen rund um die Tische und lassen es uns gut gehen. Zum Nachtisch ist noch Obstsalat vorbereitet und zwischendurch springen ¾ der Mannschaft auf, weil heute das Endspiel Eintracht Frankfurt gegen BVB Dortmund stattfindet und man dies auf dem Fernseher verfolgen will. Den Eintracht-Fans steht das Ergebnis ins Gesicht geschrieben, als sie zurückkommen. Hier schweigt ob des Ergebnisses des Sängers Höflichkeit.
Der Stimmung tut dies indes beim Rest keinen Abbruch und wir sitzen wieder lange beisammen, beobachten den Sternenhimmel und philosophieren (oder schreibt man heute: filosofieren??) über den großen Wagen, Venus und Mars, Orion, Snickers und andere Planeten, bis den ersten die Augen zufallen und sich ins Bett begeben.
Sonntag, 28.5.17
Wie immer, gemeinsames Frühstück bei Sonnenschein. Dann heute kein Tauchgang, sondern gemeinschaftliches Packen und – weil es so heiß ist – abschließend noch ein Abkühlungsbad im See, Bezahlung und Verabschiedung und dann geht´s bei 28 ° Celsius in Richtung Heimat, wo die zuhause gebliebenen Pflänzchen sehnsüchtig auf Atzung/Wasserung warten.
Und – insgesamt die Erkenntnis, dass auch die diesjährige Vereinsfahrt wieder ein Erfolg war.




Mittwoch, 15. Februar 2017

Bathala 2017

Ob der Bericht nach dem Urlaub immer noch Bathala 2017 heißen wird, wird sich noch zeigen, weil… aber fangen wir doch einfach vorne an:
Ich hatte es ja gleich gesagt, aber auf mich hört ja immer keiner.  Ruth war, nachdem sie einen Tag Zuhause geblieben war, weil es ihr erkältungstechnisch schlecht ging, am nächsten Tag gleich wieder zur Arbeit gegangen. Also – donnerstags krank, Freitag wegen schlechten Gewissens an der Arbeit, Wochenende krank im Bett!! Montags drauf zum Arzt, der sie für mindestens eine Woche krank schrieb, mit dem Hinweis, sie möge am dann darauf folgenden Montag nochmals heftig überlegen, ob es klug sei, gleich wieder arbeiten zu gehen. Zwischendurch gab es diverse Veranstaltungen, für die wir angemeldet waren und die, zumindest für mein Weib, wegen Krankheit ausfallen mussten.
Auch war dies kein ganz günstiges Vergnügen, weil wir die Karten hierfür bereits lange vorher besorgt hatten. (CMT-Stuttgart, BOOT Düsseldorf, „Rosa-Wölkchen-Sitzung“, Chamäleon-Reiseveranstaltung in Neu-Isenburg). Und schließlich wollten wir ja am 6.2. nach Bathala.
Schlussendlich war Ruth dann – immer noch nicht ganz gesund – am Donnerstag wieder zur Arbeit gegangen, am Wochenende waren wir noch einmal bei meinen Schwiegereltern zu Besuch und Montagmorgen standen wir dann frühzeitig auf, frühstückten noch die letzten Essensreste Zuhause und brachten  unser Auto zum Rainer nach Mühlheim, der jetzt 14 Tage Zeit hatte, die fällige Inspektion vorzunehmen. Er fuhr uns noch schnell zum Mühlheimer Bahnhof, von wo aus wir mit der S-Bahn zum Flughafen fuhren. Unterwegs hatten wir noch ein angeregtes Gespräch mit einem 90jährigen, der aus dem Altersheim zur Rentenaufbesserungsanstalt, sprich: Kasino Bad Homburg, fuhr, wo er, wie er sagte, mit einem totsicheren System seine Rente aufpeppen wollte.
Wir jedenfalls fuhren zum Flughafen weiter, checkten ein und verbrachten die restliche Zeit bis zum Abflug erst mit einem Kaffee bei McDonalds und dann vor dem Gate, von wo aus unser Flug aufgerufen werden würde.
Der Flug war ok und ich schaute mir mehrere Filmchen an, die sehr zu meiner Erheiterung beitrugen.
In Dubai schließlich trafen wir Tom und Mary und vertrieben uns die Zeit bis zum Weiterflug nach Male, ohne ein Begrüßungsbier zu trinken, weil sie am Heineken-Stand 15 $ für ein kleines Bier wollten. Dann hatten wir nochmals rund 5 Stunden bis nach Male und dann ging das Elend eigentlich erst los:
Wir wurden sehr freundlich empfangen und man bedeutete uns, wir sollten in die Lounge gehen, von wo wir weiterbefördert würden. Dort eröffnete man uns, Bathala habe ein massives Problem mit der Stromversorgung, aber man habe uns kostenfrei upgegrated nach Medhufushi, das wesentlich teurer und zudem komfortabler sei. Zudem würden wir nicht per Speedboat, sondern per Wasserflugzeug transferiert.
Auf unsere Frage, ob denn ein Bathala entsprechendes Hausriff vorhanden sei, bekamen wir mitgeteilt, dieses sei „weiter entfernt“. Daraufhin wollten wir kein  Upgrate, bekamen aber zur Kenntnis, es gäbe derzeit keine andere Möglichkeit. Also flogen wir nach Medhufushi, allerdings ohne einen Aufpreis für Übergepäck zu bezahlen, weil bei maledivischen Flügen nur jeweils 25 Kilo pro Person frei sind. Wir aber hatten ja Speedboat gebucht und da sind 30 Kilo pro Nase frei.
Beim Feierabendbier an der Strandbar erfuhren wir dann, dass wir nicht die einzigen Gestrandeten waren, sondern dass es noch Andere gab, die ebenfalls nicht ihre ursprüngliche Destination erreicht hatten. Und nun hatten wir schon bei der hiesigen Tauchbasis interveniert und angefragt, was denn wohl der tatsächliche Grund für die unterschiedlichen Angaben bezüglich der  Verlagerung unseres Reiseziels sei. Giorgio, der hiesige Chef, hatte inzwischen auch schon versucht, nachzuforschen, blieb aber bei Problemen mit der Stromversorgung und Überbuchung in Bathala. Mary hatte inzwischen schon mit dem Reisebüro elektronisch Kontakt aufgenommen und die Situation geschildert. Und als wir jetzt nach dem ersten Mittagessen am (Süßwasser!!- )Pool vorbei kamen, hörten wir durch Zufall, dass es vier weitere Personen gab, denen man am Morgen angeboten hatte, sie nach Bathala zu transferieren, die das aber gar nicht wollten.

Eine erneute Rücksprache mit Giorgio und der für das Resort zuständigen  Frau Ema ergab schließlich, dass wir voraussichtlich morgen früh nach Bathala überführt werden könnten, was uns schließlich möglicherweise doch noch zu einem Happy End würde bringen können. Es bleibt abzuwarten…


Am Abend saßen wir schließlich an der sehr netten Hotelbar, tranken das ein- oder andere Bier und waren der Überzeugung, die Insel sei ja ganz nett, wenn sie nur ein Hausriff hätte.
Mittwoch, 8.2.2017
Der Morgen brachte uns Ernüchterung. So schnell würde es wohl mit unserem Transfer wohl doch noch nicht funktionieren. Immerhin waren sowohl Giorgio, als auch Frau Ema sehr bemüht, die Angelegenheit in unserem Interesse zu klären. Und als letzte der Auskünfte hörten wir schließlich, dass es wohl der 11.2. werden würde, der uns letztendlich nach Bathala bringen würde. Immerhin konnten wir nun unsere Koffer auspacken und entschlossen uns, wenn wir schon mal hier waren, auch tauchen zu gehen.
Wir checkten also mittags um 4 ein und bekamen je ein Körbchen für die Klamotten und eine Einweisung in die Besonderheiten der Basis, die sich aber nur unwesentlich von dem uns Bekannten unterschied. Der Rest des Tages verging mit viel Schlaf, Erholung und weiterer Genesung, die insbesondere mein Weib dringend nötig hatte. Und abends saßen wir wieder gemütlich beim Bier zusammen.
Donnerstag, 9.2.2017
Nach einem nicht zu opulenten Frühstück trafen wir uns mit den übrigen Tauchern um 8:30 Uhr an der Basis und brauchten nur noch unsere Körbchen an die Crew des Schiffes zu übergeben und selbst die Flaschen wurden ohne unsere Hilfe zum Boot gebracht. Hier wurde der Sauerstoffgehalt des Inhalts gecheckt (hier wird mit Nitrox getaucht!) und es gab noch eine Einweisung. Die Fahrt zum Tauchplatz „Triple Rocks“ dauerte etwa 25 Minuten, dann sprang Steffen ins Wasser um die Lage zu prüfen und dann durften auch wir hinein. Er hatte zwar etwas von „Sicht rund 20 Meter“ erzählt, aber 20 Meter hatte ich in ganz anderer Erinnerung.




Immerhin stimmte die zweite Aussage: wenig Strömung! So machten wir einen gemütlichen Tauchgang und meldeten uns gleich für den Nachmittagstauchgang wieder an. Der ging nach „Simply the Best“, was wir im Nachhinein so nicht bestätigen wollten. Die Sicht war sogar ausgesprochen mau, aber es gab wenigstens sonst was zu sehen. Da uns für morgen Mittag die Mitteilung zugesagt war, wann wir denn endlich nach Bathala gebracht würden, meldeten wir für den nächsten Tag nur den Morgen-Tauchgang an.
Freitag, 10.2.2017
Gestern waren wir ein wenig zu spät zum Frühstück gekommen. Also standen wir heute noch ein Viertelstündchen früher auf, damit wir wenigsten in Ruhe unseren Kaffee fertig trinken konnten und trafen dann wieder pünktlich an der Basis ein. Heute ging es zur „Shark Tongue“, einem Platz  am Außenriff, mit der Aussicht auf klareres Wasser. Und so war es schließlich auch. Bei mäßiger Strömung machten wir einen sehr schönen Tauchgang und die vorher angesagten 20 Meter Sicht entsprachen wesentlich eher meiner Vorstellung. Und da wir heute Mittag nicht mehr tauchen gehen wollten, gönnten wir uns bereits vor dem Mittagessen ein Dekobier.


Nach dem Essen trockneten wir in Ruhe unsere Klamotten und verbrachten den Nachmittag auf der Liege am Strand und mit viel Ruhe, sowie einem Mittagsschläfchen. Gegen Abend erhielten wir dann die Mitteilung („Rohrpost“ vor der Haustür), dass wir am 11.2. nach Bathala überführt würden. Da hätten wir ja locker noch einen Nachmittags-Tauchgang anhängen können. Den Abend verbrachten wir wieder an der Bar mit einigen Bierchen und dem Lösen von „Schwarzen Geschichten“.



Samstag, 11.2.2017
Ein wenig länger schlafen können wir heute schon und es gibt auch ein ordentliches  Frühstück.
Schnell sind auch die Tauchtaschen fertig gepackt und wir begleichen unsere Rechnung an der Rezeption. Da wir Zuhause bereits (fast) alles bezahlt haben, beschränkt sich unsere Schuld auf 2,40 € pro Nase. Das sind die Kosten für die „Tank-Fee“ (80 Cent pro Flasche für 3 Tauchgänge). Da Ruth noch nicht den Rest der Insel gesehen hat, wandern wir noch beim „SPA“ vorbei. Sie hat sich in der Nacht den Rücken verlegen und lässt sich jetzt noch eine halbe Stunde lang den Rücken massieren.
Dann marschieren wir ein letztes Mal zum Mittagessen und die Guys kommen viel früher, als vorhergesagt, zum Abholen der Gepäckstücke vorbei. Ein weiteres letztes Mal sitzen wir in der Bar und warten auf den Aufruf das Flugzeug zu besteigen, das jetzt schon da ist. Dann sitzen wir mit einigen anderen Aspiranten im Flieger, erhalten eine kurze Sicherheitseinweisung und es geht los.

Die mit uns fliegende chinesische Gruppe schläft überwiegend während des Fluges und nach einem weiteren Stopp, bei dem wir noch einige Passagiere aufnehmen, fliegen wir weiter nach Male.
Dort werden wir umgehend zum International Airport transferiert und landen dann mit unserem Gepäck in der tiefgekühlten Lounge, die wir schon kennen. Und dann zieht sich´s wieder.
Zwischenzeitlich trifft aber noch ein weiterer Fluggast ein, der sich als der Manager  von Bathala entpuppt und der sich mit Interesse die Geschichte unserer Odyssee anhört. Auch er kann aber nicht genau beschreiben, was bei uns sooo schief gegangen ist. Immerhin erklärt er, wir seien jetzt auf einem guten Weg und alles werde glatt gehen.
Gegen 17:00 Uhr schließlich werden wir zum Speedboat gebracht und etwa eine Stunde später machen wir vor Bathala fest, erhalten den Begrüßungstrunk und können unseren Bungalow beziehen. Das Abendessen ist wieder hervorragend und beim ersten Bier treffe ich meine ehemalige Kollegin Annett Schlimbach mit ihrem Freund Patrick, die ebenfalls hier Urlaub machen. Was für ein netter Zufall. Die Taucherwelt ist doch sehr klein.
Sonntag, 12.2.2017
Den heutigen Tag können wir relativ kurz halten. Wir sind endlich da! Den ersten Tauchgang  machen wir von Einstieg E5, wo Ruth gleich einen neuen Freund findet: einen Schiffshalter, der sich beim Einstieg an ihren Oberschenkel heftet und sie für den Rest des Tauchgangs begleitet. Sonst sehen wir noch Haie, Muräne mit Putzer, Schildkröte mit Muräne, Stachelmakrelen und beim Ausstieg, nachdem der Schiffshalter endlich losgelassen hat, noch einen Schwarm Kalmare auf dem Riffdach. Den zweiten Tauchgang machen wir von E2, dem Jetty, wo man über eine Leiter ins Wasser kommt, wenn man nicht springen will. Hier fallen wir gleich in einen riesigen Schwarm Sardinen, der wunderbare Formationen vorführt – und das bei strahlendem Sonnenschein und entsprechender Beleuchtung. Dazu kommt, dass die Sicht sehr schön ist und wir Makrelenschwärme und Rotfeuerfische sehen.



Wir entscheiden daher, hier auch noch einen Nachttauchgang drauf zu setzen. Hier brauchen wir uns nicht viel zu bewegen, sondern haken uns in die Führungsleine ein und verbringen eine gute Stunde mit Haien, Schnappern und großen Makrelen. Insgesamt ein sehr schöner Tag. Für morgen ist dann Manta Point angesagt. Wir freuen uns drauf.
Montag, 13.2.2017
Heute ist wieder früh aufstehen angesagt. Aber ein ordentliches Frühstück muss schon sein, weil unsere Tour den ganzen Tag dauert. Pünktlich geht es los und die Fahrt allein dauert schon 2 Stunden und 15 Minuten.


Wir erhalten eine Einweisung und diverse Ermahnungen: nicht auf den Manta Point aufsteigen, die Tiere nicht anfassen usw. Dann tauchen wir ab und siehe da, die Mantas sind bereits vor Ort und lassen sich durch die rundum liegenden Taucher gar nicht irritieren. Die Zeit verfliegt im Nu und nach einer Stunde Oberflächenpause machen wir an derselben Stelle einen zweiten Tauchgang, bei dem wir unsere Manta-Freunde wieder sehen und dazu Oktopusse und wieder Taucher ohne Ende. Auf dem Rückweg geht es heftig gegen die Welle an und der Motor wird ganz schön heiß. Wir haben schon Bedenken, ob das Boot morgen fahren wird.
Beim Dekobier erfahren wir, dass meine Ex-Kollegin Annett heute Geburtstag hat und dass sie sehr froh war, dass wir mitgefahren sind, sonst wäre Manta Point heute nicht angefahren worden.
Dienstag, 14.2.2017
Heute sind nur  zwei Tauchgänge angesagt. Wir stehen wieder um halb acht Uhr auf und frühstücken gemütlich. Es ist immer noch viel Zeit, die Tauchklamotten vor die Basis zu stellen, damit alles rechtzeitig zum Boot gebracht wird. Die Tour geht nach Mathala Maanga Kann Tila und ist nur 5 Fahr-Minuten entfernt. Wie immer gibt es ein Briefing und dann springt Charl ins Wasser, um die Lage zu peilen. Es ist mittlere Strömung angesagt und es gibt wie immer viel zu sehen.

Nach dem Mittagessen legen wir uns einen Moment ab und machen dann unseren zweiten Tauchgang am Hausriff (E6 nach E1). Als wir hochkommen, ist die Sicht weg. Quasi ein Sandsturm unter Wasser. Es hatte sich schon vorher durch ständig schlechter werdende Sicht angedeutet. Wir tasten uns über den schmalen Pfad übers Riffdach und gelangen sicher zum Ufer. Dann gibt’s Abendessen und danach das übliche Deko-Bierchen.
Mittwoch, 15.2.2017
Den ersten Tauchgang machen wir nach dem, wie immer opulenten, Frühstück am Bathala Tila. Dieses  liegt direkt im Kanal und hat damit einiges an Strömung aufzuweisen. Andererseits ist auch die Sicht genial und alle großen Jäger sind unterwegs: Haie, Makrelen, große Schnapper, Thunfische, Adlerrochen und viele Schwärme bunter Fische.
Nach der Rückkehr ziehen wir uns gar nicht erst großartig um, sondern lassen uns neue Flaschen geben, um gleich wieder ans Hausriff zu gehen. Diesmal springen wir bei E3 hinein und begeben uns Richtung E2. Auf dem Riffdach zieht es heftig und Ruth beutelt es kräftig. Und selbst, als ich ihr zu Hilfe eile, haben wir gemeinsam schwer zu ackern, bis wir schließlich den Einstieg erreicht haben. Dafür werden wir mit einem sehr schönen Tauchgang belohnt.
Am Nachmittag machen wir einen weiteren Gang von E5 nach E6, der sich wesentlich einfacher gestaltet. Und auch hier erleben wir wieder einiges: ein großer Schwarm Fledermausfische  begleitet uns über weite Strecken und wir finden eine riesige Languste und den Fetzenfisch direkt am Ausstieg, dessen Standort uns Kathi verraten hat. Für morgen ist dann ein weiteres Highlight angesagt. Die Morgentour des nächsten Tages wird zum Fishhead gehen.
Donnerstag, 16.2.2017
„Fishhead“ ist erfahrungsgemäß strömig und – siehe da – auch heute. Beim Briefing wird ausdrücklich darauf hingewiesen, man möge sich diszipliniert verhalten und in einer Reihe bleiben, sonst sehen nur zwei Leute was – und sonst keiner. Natürlich klappt das nicht gleich so, aber als schließlich alle in einer Reihe in der Strömung hängen, kommen die Haie auch näher und lassen sich bestaunen. Teilweise sind sie mit 2, oder 3 Schiffshaltern „beladen“ und ihnen macht die Strömung überhaupt nichts aus. Nach ca. 45 Minuten brauche ich nur noch loszulassen und es weht mich von dannen. Gemeinsam steigen wir im Blauwasser auf und werden ordnungsgemäß von unserem Boot aufgefischt. Nahezu unmittelbar nach unserer Rückkehr machen wir noch einen Hausriff-Tauchgang von E5 nach E6, wo wir den Fetzenfisch wieder finden und außerdem, wie immer, Haie, Makrelen, Muränen und zum Abschluss einen Steinfisch, den Annett uns netterweise zeigt.

Sie hat ihn auch nur entdeckt, weil er sich bewegt hat, just als sie hinschaute. Maria gelingen einige hervorragende Aufnahmen.
Der dritte Tauchgang des Tages beginnt gegen ½ 5 Uhr und führt in die Dämmerung hinein. Wir steigen in E4 ein und erreichen irgendwann E6. Dabei werden wir über weite Strecken von einem großen Schwarm Fledermausfischen begleitet, die sich von ihrer besten Seite zeigen und sich auch gerne ablichten lassen. Neben den üblichen Verdächtigen finden sich noch 1ein großer Drücker, der zum Foto posiert und viele Putzergarnelen. Der Abend klingt harmonisch beim Deko-Bier am Strand mit einigen „Black-Stories“ aus.
Freitag, 17.2.2017
Nach dem Frühstück fahren wir mit Boot 2 zum Medu Tila, das nur ca. 10 Minuten entfernt ist. Hier gibt es wieder rudelweise Haie, sowie Schwärme von Schnappern und Makrelen zu bestaunen und die Sicht ist schlichtweg genial. Wieder machen wir nach der Heimfahrt gleich im Anschluss noch einen Hausriff-Tauchgang von E6 nach E5, nachdem wir uns vom fachkundigen Personal diverse Meinungen bezüglich der vorherrschenden Strömungen eingeholt haben. Aber schließlich passt alles und wir finden schlafende Haie und einen fotogenen Oktopus. Dann müssen wir feststellen, dass ein Schwarm verfressener Makrelen den Glasfischschwarm, den wir seit Tagen unter einem Überhang beobachteten, heftig reduziert haben. Sie sind auch nach wie vor zugange und lassen sich durch unsere Anwesenheit überhaupt nicht stören.




Den letzten Tauchgang des Tages legen wir wieder auf ca. 16:30 Uhr. Wir begeben uns von E4 nach E5 und finden wieder Haie, Drücker und Muränen. Mit leicht tränenden Augen besuchen wir den kläglichen Rest an Glasfischen und hoffen nur, dass diese uns noch ein wenig erhalten bleiben.
Nach dem Ausstieg versorgen wir die Ausrüstung, machen uns selbst frisch und begeben uns dann erst zum Strand (Deko-Bier) und dann zum Abendessen, das wie immer üppig ausfällt.
Samstag, 18.2.2017
Die erste Tour des heutigen Tages führt uns zum Kandu Tila, das nur wenige Minuten von Bathala entfernt ist. Wir haben einen tollen Blick auf die Insel mit ihrer riesigen Rauchwolke, die dem nach wie vor defekten Generator entströmt. Deswegen haben wir auch den größten Teil des Tages keinen Strom, was uns im Allgemeinen nicht viel ausmacht, es sei denn, wir müssten unsere Gerätschaften, wie Lampen, Kamerabatterien, Handys, Laptops etc. nachladen. Und wenn Du gerade beim Schreiben bist, ist es auch schon mal blöd, wenn es rundherum plötzlich dunkel wird.
Aber beim Tauchgang am Kandu Tila werden wir dafür mit einer hervorragenden Sicht belohnt, die den Blick freigibt auf große Schwärme an Fischen aller Art, sowie schwadronierende Haie und viel Kleinzeug. Wirklich alles sehr schön.
Zurück Zuhause hängen wir gleich wieder einen Hausriff-Tauchgang an – wir sind schließlich nicht zum Spaß hier. Dabei springen wir bei E1 hinein und finden den Schaukelfisch. Dann will eine Schildkröte fast auf meinem Kopf landen und ansonsten Haie auf Patrouille, Thunfische und Adlerrochen. Alles, was das Herz begehrt eben. Dann tut es auch keinen Abbruch, dass zwischendrin die Gegenströmung so stark wird, dass wir umkehren und wieder bei E1 aussteigen. Ein toller Tauchgang!!

Und weil das so schön war, machen wir unseren Nachmittags-Tauchgang nochmal von E1 aus, diesmal aber in Richtung E6, und auch hier finden wir wieder wunderschöne Sachen. Auf den letzten 100 Metern begleitet uns ein riesiger Sardinenschwarm, der mit immer neuen Schwenks und Spiralen zu unserer Begeisterung beiträgt. Man fragt sich, warum man überhaupt Bootsausfahrten macht, wo es doch hier am Hausriff schon alles zu sehen gibt. Dann steigen wir aus, versorgen das Gerödel, machen uns selbst frisch und landfein und begeben uns Richtung Abendessen.
Sonntag, 19.2.2017

Wie immer haben wir bereits vor dem Frühstück unsere Tauchkörbe bereitgestellt, damit sie aufs Boot überführt werden können. Heute wollen wir Boot 1 nutzen, um zum Maaya Tila zur fahren, während Tom und Mary nochmals die Gelegenheit nutzen wollen, zum Manta Point mitzufahren. Die beiden kommen auch nach dem Frühstück pünktlich los, während Flo zu uns kommt und zunächst mitteilt, unser Boot werde sich um circa 20 Minuten verspäten. Sie hätten zunächst nach Eleidhoo gemusst. Kurze Zeit darauf kommt er erneut vorbei und erklärt, die heutige Morgenausfahrt müsse komplett ausfallen. Es sei bei dem Schiff ein Schlauch geplatzt, oder explodiert, oder so. Also beschließen wir einen Hausriff-Tauchgang zu unternehmen und zwar von E3 nach E1. Hagen möchte sich bei uns dranhängen, wogegen wir nichts einzuwenden haben. Der Einstieg bei E3 gestaltet sich wesentlich einfacher, als beim letzten Mal und den Teil von E3 nach E2 haben wir es etwas eilig, weil hier die Strömung noch recht heftig ist. Aber dann wird es angenehm ruhig und wir sehen wieder jede Menge. Zwei kleine Adlerrochen können wir aus der Nähe beobachten und mehrere Muränen bekommen wir ebenfalls zu Gesicht. Dazu – wie immer – Schwärme aller Art und beim E1 finden wir nicht nur den uns schon bekannten braunen Schaukelfisch, sondern Ruth entdeckt auch das kleinere, hell mit dunklen Tupfern dekorierte kleinere Exemplar. So beschließen wir diesen Tauchgang zufrieden nach 50 Minuten. Am Nachmittag wollen wir gegen 14:00 Uhr einen zweiten Tauchgang machen. Aber nachdem Mittagessen sitze ich schon am Rechner, um den Bericht zu aktualisieren und nachdem Ruth, die sich noch einen Kaffee holen wollte, zurückkehrt, berichtet sie, um ½ 3 Uhr gebe es noch eine Bootstour, zu der sie sich jetzt eintragen wolle. Mal sehen, ob´s klappt.
Tatsächlich – wir machen nochmal eine schöne Tour und genießen die Ausfahrt, die klare Sicht unter Wasser und die Rückfahrt, immer bedenkend, dass es einige Zeit dauern wird, bis wir unserem geliebten Meerchen wieder nahe sein werden. Nach der Rückkehr beobachten wir unsere Entsättigungszeiten und – siehe da – wir können uns noch einen letzten kleinen „Flachköpper“ leisten. Also springen wir gegen 17:30 Uhr nochmal bei E5 hinein und bleiben aber im Flachbereich und auch nur insgesamt 35 Minuten. Es sieht aus, als hätten sich viele Schwärme extra nochmal versammelt, uns zu verabschieden. Auch treffen wir noch zwei Oktopusse beim Liebesspiel, das sich von uns nicht weiter stören lässt. Dann haben wir auch noch diesen letzten Tauchgang hinter uns, spülen die Klamotten aus und hängen sie auf, bevor wir zum Abendessen schreiten.
Obwohl wir redlich müde sind, sitzen wir wie immer noch mit unseren Freunden am Strand und trinken noch ein Deko-Bierchen (oder zwei … ;o))).



Montag, 20.2.2017
Ein wenig länger können wir heute noch ausschlafen. Nach dem Frühstück beginnt das große Packen der (inzwischen weitgehend getrockneten) Tauchklamotten und dann zieht sich der Tag wieder ziemlich, weil wir erst am Nachmittag abgeholt und nach Male verbracht werden sollen. Ich lese meine lustige Lektüre weiter und Ruth macht nochmals eine ausgiebige Inselrunde, von der sie ein paar schöne Fotos mit zurück bringt. Endlich ist es soweit, die letzten Trinkgelder sind verteilt und wir fahren mit dem Dhoni nach Elaidhoo, von wo aus wir ins Wassertaxi der TMA (Trans Maldivian Airways) verfrachtet werden. Nach knapp 35 Minuten landen wir in Male und ab da zieht sich´s wieder. Wir packen unser Gepäck auf einen Trolley und setzen uns in den Außenbereich eines Cafés, trinken einen ebensolchen und warten, zusammen mit Hagen, der mit uns bis Frankfurt fliegen wird. Eine etwas auffällig gekleidete junge Frau steht bei unserem Gepäck und gibt seltsame Zeichen an irgendwelche Komplizen, die wir als Vorzeichen eines bevorstehenden Diebstahls deuten und unser Gepäck näher an uns heranholen. Auch mache ich ihr auf Deutsch klar, dass ich sehr schnelle laufen kann. Das versteht sie zwar nicht sprachlich, entnimmt aber offensichtlich meiner Mimik, wie´s gemeint ist. Sobald wie möglich checken wir ein und suchen uns – nach einem Besuch des Duty Free Bereichs einen Sitzplatz, denn unser Flug geht erst um 22:55 Uhr.
In Dubai angekommen hätten wir regulär nur eine knappe Stunde Aufenthalt, aber durch einen Defekt am regulären Flieger (wir kriegen einen anderen) kommt es doch wieder zu einer Verzögerung von fast einer Stunde. Aber dann geht es los und jetzt gibt es kein Halten mehr. Frankfurt – wir kommen!
Zwar dauert es dann doch wieder ein bisschen, bis wir unser Gepäck haben, aber dann düsen wir per S-Bahn nach Mühlheim, holen unseren frisch gewarteten Audi ab, kaufen noch ein paar Lebensmittel ein und legen uns nach unserer Ankunft Zuhause erst mal 2 Stündchen aufs Ohr…