Dienstag, 21. Juli 2015

Main in Flammen - Seligenstadt am 20.7.2015



Wir waren dem Aufruf von Thomas Hain vom Heimatbund Seligenstadt e.V. gefolgt,  der  die Vereine angeschrieben und um Beteiligung an einer Sonderaktion im Rahmen des Geleitsfestes 2015 gebeten hatte. Alle, die noch nicht im Main geschwommen wären und dies einmal mit Fackeln im Geleitzug durchführen wollten, sollten sich rechtzeitig einfinden. Auch für eine kleine Erfrischung sei gesorgt.
Nun waren wir zwar schon öfters im Main gewesen, nahmen aber die Einladung gerne an.
Ich hatte  die Mitteilung im Verein weitergereicht und es hatten sich auch ein paar gefunden, die sich die Tour antun wollten. Wir waren auch rechtzeitig da und konnten von Glück reden, dass wir in einer Seitenstraße unweit der Turnhalle, noch einen Parkplatz ergattern konnten. Das Parkdeck unmittelbar vor der Halle war bereits um 19:30 Uhr rappelvoll belegt.
Micha und seine Mannschaft fanden nur noch einen Parkplatz bei Aldi, das ein ganzes Stück zu Fuß weg war.
Unsere Anwesenheit wurde registriert und bevor es ans Umziehen ging, hatten wir schon eine Menge Leute getroffen, die wir zum Teil schon seeehr lange nicht mehr gesehen (und trotzdem noch erkannt) hatten. Die Wiedersehensfreude war groß und es gab viel zu erzählen.
Nach dem Umziehen wurden wir gegen 22:00 Uhr zum Einstieg gefahren und dort mit Bohlen bestückt. Soll heißen, jeder bekam ein Brett, auf dem Hölzer befestigt wurden, auf die dann die Fackeln gesteckt wurden. Der Einstieg gestaltete sich schwierig, weil der Zugang schmal, die Steine glitschig und die rund 60 Schwimmer teilweise etwas träge waren.
Aber schließlich waren alle mit den brennenden Fackeln auf ihren Brettern im Wasser und von der Festmeile her donnerten schon diverse Kanonenböller.
Die Gesamtstrecke belief sich auf ca. 800 Meter, die wir – gemächlich dahin treibend- hinter uns brachten. Begleitet wurde die gesamte Tour vom begeisterten Klatschen und Rufen der Zuschauermassen, die die gesamte Böschung des Mains bis zum Ausstieg bevölkerten. Für alle ein ganz besonderes Erlebnis.


Zurück in der Turnhalle mussten wir uns mit dem Duschen beeilen, weil wir noch das anstehende Feuerwerk betrachten wollten.  Da unsere weibliche Mittäterschaft beim Anziehen etwas lange brauchte, bekamen wir die ersten Böllerschüsse des Feuerwerks nur zu hören, konnten aber dem Rest noch ungestört beiwohnen. Auch dies war nochmal ein ganz besonderes Ereignis.
Danach verabschiedeten wir uns ziemlich zügig, wohl wissend, dass die Nacht wieder einmal sehr kurz sein würde …

 

 

 

Montag, 15. Juni 2015

Sippentreffen beim Hui Wäller am 13.6.2015

Den Termin hatten wir ja vorsichtshalber im letzten Jahr bereits festgeklopft, damit alle, die bisher beteiligt waren, sich rechtzeitig darauf einstellen konnten.
Unabhängig davon hatte auch ich mir den Termin am 13.6.2015 vermerkt, allerdings stand in meinem Kalender „14. und 15.6.2015“. Wie es hierzu gekommen ist, kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Als nun der Termin näher rückte, habe ich – pflichtbewusst wie ich bin – alle nochmals an den Termin 14.6.2015 erinnert. Dies hat bei einigen der Beteiligten zu Irritationen geführt, ließ sich aber durch eine Berichtigung, die ich, nachdem es bemerkt worden war, noch herausgab, korrigieren. Allerdings hatte ich bei der Berichtigung diejenigen, die ich – in Ermangelung einer Email-Adresse – per „gelber Post“ informiert hatte, vergessen. Dies waren aber zum größten Teil ohnehin solche, die noch nie an einer unserer Veranstaltungen teilgenommen hatten.
Erschwerend kam leider hinzu, dass Tante Ilse, die Schwester meines Schwiegervaters, kurz vor unserer Veranstaltung verstorben war. Ein Teil der Sippe war hierüber noch gar nicht informiert gewesen und sie waren – ob dieser Mitteilung – doch sehr betroffen.
Nach Kaffee und Kuchen, die wir noch im Lokal zu uns genommen hatten, setzten wir uns in den eigens dazu angebrachten Biergarten und nahmen das ein-, oder andere Getränk zu uns. Als die Sonne hinter dem Giebel vom „Hui Wäller“ verschwand und es kühl zu werden begann, begaben wir uns wieder hinein und ein Jeder bestellte sich ein leckeres Abendessen.
Zwischendurch stieß auch Hewwels Wolfgang noch zu uns, der gerade von einer Motorrad-Tour nach Bozen zurückgekommen war. Onkel Helmut, der inzwischen 91, aber noch recht rüstig ist, war vom Manfred zwischendurch wieder nach Hause gefahren worden. Heike, die im letzten Jahr dabei war, hatte sich leider kurzfristig abgemeldet, da sie wegen einer ärztlichen Behandlung, die sie zurzeit über sich ergehen lassen muss, nicht reisen durfte. Sie hat aber versichert, „im nächsten Jahr garantiert wieder dabei zu sein“.
Der Abend zog sich noch ein wenig hin. Es wurden Geschichten aus alten Zeiten erzählt und viel gelacht und nach und nach gingen die Teilnehmer wieder nach Hause. Wie üblich gehörten wir zu den letzten, die sich verabschiedeten. Das lag aber wohl daran, dass wir unser eigenes Bett mitgebracht hatten und auf dem Parkplatz im Mobil schlafen konnten.
Leider konnten wir am nächsten Morgen nicht am Frühstücks-Brunch teilnehmen, weil Ruth am Sonntag schon wieder zum Geburtstag ihrer ehemaligen Flamenco-Lehrerin, der guten Mary, die 80 geworden ist, eingeladen war. Der Sippentreff-Termin für´s  nächste Jahr steht aber schon wieder. Es ist Samstag, der 11.6.2016! 
Bitte vormerken … ;o)

Montag, 8. Juni 2015

Sundhäuser See vom 3.6. bis 7.6.2015

Nach längerer Vorbereitungszeit und einigen Verständigungsproblemen waren wir übereingekommen, die diesjährige Vereinsfahrt gemeinsam mit dem TSC Gelnhausen durchzuführen.
Wolf vom TSC Gelnhausen hatte uns dies bereits im letzten Jahr angeboten und sich freundlicherweise auch schon um die Reservierung von Stellplätzen bemüht. Dem Vernehmen nach hatten sich vom atlantis insgesamt 15 Personen – ganz überwiegend Camper – angemeldet. Das war doch immerhin schon mal eine Hausnummer …
Es hatte sich nun auch so langsam herauskristallisiert, dass die Verpflegung  überwiegend in Eigenregie stattfinden sollte und dass lediglich für den Feiertag (Fronleichnam) und den Samstag Gemeinschaftsverpflegung in Betracht gezogen werden sollte. Für Donnerstag sollte es Hot-Dogs geben und für Samstag war ursprünglich der gemeinschaftliche Verzehr eines größeren Spanferkels vorgesehen gewesen. Leider hatte sich gezeigt, dass der Spanferkel-Griller  gar nicht an dem Event teilnehmen würde.
Bei uns war es so, dass Ruth bereits am Sonntag vorher aus dienstlichen Gründen nach Bremen musste und erst am Dienstagabend gegen 22:30 Uhr wieder zurückkommen würde. Am Mittwoch sollte es dann schon sehr früh losgehen. Unsere Flaschen waren gerade beim TÜV und nicht rechtzeitig wieder da. Dafür hatte sich unser Holzwurm bereit erklärt, uns aus dem vereinseigenen Fundus zwei Flaschen zu reservieren und diese auch noch mitzubringen. Dies ersparte mir einen zusätzlichen Weg nach Offenbach, wofür ich ihm sehr dankbar war.
Da ich am Dienstagabend mit den Hammersbacher Mädels laufen wollte (Merke: In Hammersbach läuft was...), musste ich also unser Mobil weitgehend am Montag packen und die entsprechenden Vorbereitungen treffen (Kühlschrank vorkühlen und Wasser  und Sprit auftanken, Kaffeemaschine und Sonnenmilch ins Mobil bringen, sowie Bettwäsche austauschen etc.) Außerdem hatte ich für Dienstag noch ein Backhausbrot bestellt, damit wir nicht verhungern würden, aber am Mittwoch konnten wir ja auch noch frische Brötchen für unterwegs erwerben.
Aber schließlich war alles vorbereitet und es konnte losgehen:


Mittwoch, 3.6.2015


Wir kommen rechtzeitig aus den Federn, nagen noch eine Kleinigkeit und besorgen uns dann bei der Bäckerei unseres Vertrauens noch eine Wegzehrung. Den Kaffee haben wir ebenfalls vorbereitet, so dass wir für unterwegs verpflegt sind. Wir sind früh genug und haben zwar viel Verkehr, aber es läuft und so sind wir bereits um 12:30 Uhr  vor Ort – Zeit genug, noch ein paar fehlende Kleinigkeiten zu besorgen und uns Nordhausen wenigstens beim Durchfahren einmal zu betrachten. Und wir finden einen Stand, an dem es noch einmal Spargel gibt. Da der Verkäufer auch noch Erdbeeren und Kirschen im Angebot hat, schlagen wir auch hier noch zu. Als wir am See eintreffen, sind einige der Gelnhäuser schon da und wir werden sehr herzlich begrüßt. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und richten uns wohnlich ein, bevor wir uns bei der Basis anmelden.
Da wir nicht gemeinsam mit Gelnhausen angemeldet sind, richten wir ein eigenes „Vereinsblatt“ ein und tragen die Personen, von denen wir wissen, dass sie noch nachkommen, bereits ein. Dann trudelt unsere Mannschaft so nach und nach ein und der Rest des Tages ist mit dem Aufstellen diverser Zelt ausgefüllt. Es ist noch sehr frisch draußen und der Wind bläst in Böen stürmisch. Wir verzichten daher auf das Aufstellen unseres Pavillons, weil der sowieso gleich wieder fortgeflogen wäre. Dorian, Siljas und Michas Sohn,  hat sich gleich mit Elena angefreundet, die im übernächsten Zelt wohnt und altersmäßig gut zu ihm passt. Sie ist aber auch wirklich eine Niedliche. Nur mit Mühe ist er davon abzuhalten gleich zum Nachbarn umzuziehen. Wir bereiten unseren Spargel, die Kartoffeln und den erworbenen Schinken zu und essen genüsslich. Am Abend sitzen wir noch ein wenig beisammen und erzählen alte Geschichten.


Donnerstag, 4.6.2015


Das Frühstück war auf 8:30 terminiert, aber da in Thüringen kein Feiertag ist, fahren bereits seit 7:30 die Lastwagen nebenan vorbei und wir bedauern unsere Kempfs, die bestimmt meinen, die Lastwagen führen durch ihr Vorzelt. Susanne hat sich bereit erklärt die Brötchen zu holen und wir frühstücken gemütlich. Mir ist in der  Nach siedend heiß eingefallen, dass ich zwar sonst an alles gedacht habe, bis auf Ruths Unterzieher für den Trocki. Ruth ist zu Recht angefressen und begibt sich mit Silja in die Stadt um irgendwas zu finden, was sie unter dem Trockentauchanzug anziehen kann.
Zwischendurch bereden wir kurz, wer mit wem taucht und dann finden die ersten Gänge statt. Bereits am Tag vorher waren wir natürlich bereits am Steg und haben geschaut, wie die Sicht so ist. Dabei konnte einem bereits das Herz aufgehen. Und auch jetzt zeigt sich, dass der äußere Eindruck nicht getrogen hat. Sicht ohne Ende und richtig dicke Karpfen, Schleien und Krebse. Der Tag vergeht mir Briefing,tauchen und Nachbriefing und keinem ist es langweilig. Es steht zu befürchten, dass das verlängerte Wochenende wieder viel zu schnell vorbei geht.
Am Nachmittag erfolgt noch ein größerer Einkauf im gegenüber liegenden ALDI-NORD, weil es zum Grillen noch Fleisch und Grünzeug geben soll. Wir probieren noch einen günstigen Prosecco, der gar nicht schlecht ankommt.
Inzwischen sind noch Bekannte von Micha angekommen, die bei ihm Übungen machen wollen und insgesamt wird der Kreis noch ein bisschen größer.
Am Abend unternehmen wir noch einen Nachttauchgang, weil ja erfahrungsgemäß nächtens mehr los ist, als am Tag. Wenigstens aber mit anderen Beteiligten. Aber das Einzige, was sich geändert hat, sind die Horden an Krebsen, die jetzt draußen sind. Die Karpfen sind vollkommen verschwunden. Wahrscheinlich war ihnen tagsüber die Hektik im See zu groß.


Freitag, 5.6.2015


Heute sind wir ein wenig früher, weil  wir jetzt schon die Erfahrung gemacht haben, dass frühzeitig Lastwagen auf der Straße nebenan vorbei kommen und Lärm machen.
In der Nacht hat mich mein Weib geweckt und erzählt, ich würde schnarchen. Tatsächlich kam das Schnarchen aber aus dem Nachbarzelt und ich tippe auf Micha, aber beim Frühstück hören wir, es sei vermutlich Dorian gewesen, der den Lärm veranstaltet hat. Es lässt sich nicht bis ins Kleinste klären, da laut Siljas Aussage beide ziemlich schnarchen.
Der Rest des Tages verfährt nach vorgegebenem Muster und wir bringen zwischen-durch die abgeatmeten Flaschen wieder zum Füllen in die Basis. Hierbei leistet uns ein Bollerwagen, den unser Holzwurm vor geraumer Zeit bei der Firma „Berger“ erworben hat, gute Dienste. Neidische Blicke aus allen Zelten, an denen wir vorbei müssen, sind die Folge.
Die Taucherei nimmt ihren üblichen Fortgang und der Tag geht im Nu vorüber. Es ist nicht ganz einfach, die Jugend in das unvermeidliche Spülen nach dem Abendessen einzubeziehen, den essen wollen alle, nur wäre anschließend „chillen“ wesentlich angenehmer. Aber mit ein wenig Nachdruck funktioniert dann auch das.
Im Übrigen habe ich bereits am Anfang unseres Kurzurlaubs darum gebeten, dass die Teilnehmer am Bundesjugendtreffen am Schladitz-See einen kurzen Bericht über die dortigen Geschehnisse fertigen mögen. Die ersten drei Sätze sind relativ zügig formuliert, nur mit dem Fortgang hapert es noch ein bisschen, obwohl ich regelmäßig daran erinnere. Schließlich soll ja auch in diesem Jahr unsere Homepage wieder gefüllt werden.


Samstag, 6.6.2015


Gestern Abend haben wir verabredet, dass wir heute Morgen vor dem Frühstück zum Möwensee wollen, der ebenfalls noch zur Basis gehört und von dem wir schon viel Gutes gehört haben.  Dave wird dann die Brötchen mitbringen, so dass wir nach unserer Rückkehr gleich frühstücken können.
Wir packen alles in Michas Auto, nachdem wir vorsichtshalber eine Plane gegen zu viel Wasser untergelegt haben und fahren dann den beschriebenen Weg. Es dauert eine Weile, bis wir den richtigen Eingang gefunden haben und dann eine weitere Zeit, das mit Zahlenschloss gesicherte Tor zu öffnen. Aber dann finden wir eine Stelle, an der bereits ein paar Zelte stehen. Der Platz ist über und über mit Müll und leeren Flaschen beladen und es sieht nach einer heftigen Party aus. Ein paar zerzauste Köpfe schauen aus den Zelten und erklären uns, ein paar Meter weiter gebe es noch einige andere Zugänge. Die „paar Meter“ erweisen sich als ein paar hundert Meter, aber auch hier campieren einige Jugendliche. Nur sieht es hier nicht ganz so chaotisch aus. Wir fragen höflich, ob wir hier einsteigen können und – ja, wir dürfen.
Um es kurz zu machen – die Sicht ist gigantisch und es gibt reichlich Krebse. Fische sind leider eher Mangelware, aber es lohnt sich trotzdem, da man sich vorkommt, als ob man fliegt. Und es ist unterhalb von etwa 10 Metern ganz schön frisch (8 ° C).
Als wir wieder auftauchen, hat sich oben die DLRG eingenistet und sie haben schon einen Pavillon aufgebaut und größere Vorbereitungen für diverse Tauchgänge getroffen.
Wir fahren zu unserem Stellplatz zurück und frühstücken endlich lange und intensiv.
Am Nachmittag besucht uns Erwin mit seiner Frau, für den die Anreise hierher lediglich ca. eine halbe Stunde dauert, wohnt er doch inzwischen in Wüstheuterode. Er hat bereits seit 2013 nicht mehr getaucht und ich mache mit ihm einen ganz gemütlichen Tauchgang.
Für den Abend sind dann Nudeln mit Tomatensauce und Hasche´ vorbereitet, so dass wir zur Party von Kathi, die ihren TL** bestanden und zu einem Umtrunk geladen hat, zu spät kommen. Während wir dann aber abends unter unserem Pavillon sitzen und klönen, besucht sie uns noch und bringt eine Flasche Wein mit, die wir gemeinsam trinken.
Und morgen ist schon wieder Heimfahrt angesagt.


Sonntag, 7.6.2015


Wir bringen wieder das gemeinsame Frühstück und die anschließende Reinigung des Geschirrs hinter uns. Und dann beginnt das langwierige Packen, weil ja alles wieder an seinen angestammten Platz muss, sonst käme gar nicht alles unter. Nachdem auch die Zelte abgebaut und die eigenen Autos beladen sind, hätten wir ja gern unserem Holzwurm noch ein bisschen geholfen, denn er hat bei Weitem das meiste zu packen. Aber er hat da seinen ganz eigenen Plan. Schließlich ist aber auch hier alles unter Dach und Fach. Ich gehe zur Basis, rechne unsere Flaschenfüllungen ab und bezahle unseren Stellplatz und die Tauchgebühren für die 4 Tage. Bei der Überprüfung der Abrechnung zeigt sich, dass wir – inklusive unserer bereits mitgebrachten Flaschenfüllungen – insgesamt 153,4 m3 Pressluft veratmet haben. Ein stolzes Ergebnis. Wir verabschieden uns von den Gelnhäusern, die zum Teil noch bis morgen am See bleiben und machen dann auf dem Steg am See noch ein Abschlussfoto, das freundlicherweise von unserer Pauli geschossen wird. Wir haben schon Bedenken, der Steg könne kentern, da wir ja alle auf einer Seite stehen, aber das Ding ist kräftig gebaut und hält uns aus.
Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung Heimat und sind dankbar, dass es trotz des starken Rückreiseverkehr relativ zügig vom Fleck geht.
Allein auf der Höhe von Homberg/Efze steht auf der Gegenseite ein Rettungshubschrauber und dahinter laut Verkehrsdurchsage ein Stau von 10 bis 12 Kilometern Länge. Da es in unserer Richtung lediglich zwischen Kirchheim und Hattenbacher Dreieck, sowie ab Alsfeld/Pfefferhöhe staut, fahren wir in Kirchheim ab und beenden unsere Reise über Land (Niederaula, Alsfeld, Romrod Grünberg, Hungen).
Und in Nidda essen wir noch ein Eis, bevor wir die Zielgerade unter die Räder nehmen und gegen 16:30 Uhr wieder Zuhause aufschlagen.
Das Auspacken ist nur noch Routine und dann lassen wir das Wochenende geruhsam auslaufen…

© Peter Helbig

Montag, 11. Mai 2015

Antauchen des TSC atlantis am 9.5.2015






Den Termin hatten wir bereits bei der Jahreshauptver-sammlung festgelegt, damit sich alle darauf einstellen konnten. Trotzdem gab es diverse Ausfälle in Folge von Verschnupfungen und Verletzungen, sowie nicht abwendbaren Arbeitseinsätzen, so dass von allen Interessenten schließlich nur noch 5 Personen übrig blieben:  Micha, Elke, Dave, Max und Peter.
Und als Ort war schließlich der Baggersee in Diez auserkoren worden, weil die Sicht in Schönbach nach wie vor ausgegangen ist.
Zum angesagten Termin trafen wir also am Parkplatz in Diez nahezu zeitgleich ein, meldeten uns an und fuhren dann mit den zur Verfügung stehenden Flughafen-Trolleys zurück zum Parkplatz um die Ausrüstung zum See zu bringen.
Beim Blick in den See zeigte sich, dass der Ort gut gewählt war: Sicht gigantisch. Also begab ich mich nochmal zum Auto, hatte ich doch die Kamera mitgenommen in der Hoffnung, dass etwas zu sehen sein würde.
Dann machten wir uns gemütlich fertig und begaben uns in zwei Gruppen ins Wasser – die beiden Trockentaucher Dave und Micha als die eine, Elke, Max und ich als die zweite. Das passte so auch, weil Max seinen Unterzieher nicht dabei hatte und wir nahezu gleich ausgerüstet waren.
Mein letzter Besuch in Diez lag schon mehrere Jahre zurück und Elke war gerade erst dort gewesen und übernahm die Führung. Am Modell des Sees, das an der Füllstation aufgestellt ist, hatten wir uns die Gegebenheiten und Sehenswürdigkeiten bereits betrachtet und machten uns alsdann auf den Weg:
einem als Wegweiser dienenden Seil folgend kamen wir zunächst zu einer großen Röhre, die man durchtauchen kann und dann zu Herbie, dem VW-Käfer mit der Nummer 53 und zu in der Nähe senkrecht im Wasser stehenden Nadelbäumen, die mit Barschlaich behängt waren, wie Weihnachtsbäume mit Lametta.
Auf der Suche nach einem zweiten Käfer verschlechterte sich die Sicht durch eine Gruppe weiterer Taucher so  stark, dass wir uns in einer Richtung verloren, die nicht der Richtung zum Ausgang entsprach. Unser Tauchgang dauerte daher insgesamt 72 Minuten, die wir aber insgesamt genossen, da es – neben der guten Sicht – auch noch Krebse und Kaulquappen zu sehen gab.
Nach dem Tauchgang gab es noch einen kleinen Imbiss. Zum Abschluss ließ ich mir an der Füllstation mein Gerät wieder voll machen und begab mich in Richtung Heimat, da neben dem Training, das abends noch stattfand, auch noch eine Vorstandssitzung angesagt war.
Die gute Sicht im See werde ich aber wohl noch einige Zeit im Hinterkopf behalten. Bei solchen Gegebenheiten lohnt sich auch eine längere Anfahrt und ein nicht ganz so günstiger Preis (Einzelheiten siehe http://baggersee-diez.de)


                                                             © Peter Helbig




Freitag, 20. März 2015

Forstau vom 20. bis 28.3.2015


Im Januar hatte es bei uns terminlich noch nicht mit dem Ski fahren geklappt.
Jetzt aber war es soweit - das Wetter war zwar eigentlich zu warm, aber Ruth hatte per WebCam kontrolliert, ob in unserem Lieblingsort in der Steiermark noch Schnee liegt (auf´m Berg ja) und nun sollte es losgehen. Zwieslers in Forstau hatten freundlich geantwortet, sie würden sich freuen, dass wir wieder unseren Urlaub bei ihnen verbringen wollten und dann hatten sich die Vorbereitungen
noch ein bisschen hingezogen, aber jetzt ging´s los.

Freitag, 20.3.2015

Wir wollen früh los und stehen bereits um 6:00 Uhr auf. Gepackt ist alles und muss nur noch ins Auto. Bei unserer Nachbarin hatten wir es gar nicht geschafft, unseren Briefkastenschlüssel
unterzubringen, aber heute morgen schaut sie bereits aus dem Fenster, weil sie einen Termin beim Arzt hat und da traue ich mich und bringe den Schlüssel noch schnell hin.
Beim Bäcker holen wir noch ein kleines Frühstückchen und sind um 1/2 8 Uhr auf der Piste.
Es läuft hervorragend. Der Verkehr ist zwar dicht, aber es läuft wie geschmiert. In Vaterstetten machen wir noch eine Pipipause und erwerben die Vignette, was ich bisher versäumt hatte.
In Radstadt kaufen wir noch eine Kleinigkeit bei Billa ein und sind um kurz nach zwei Uhr in Forstau. Während der ganzen Fahrt haben wir im Radio gehört, wie viel Millionen Menschen herumstehen und die angekündigte Sonnenfinsternis betrachten, aber wir haben nicht viel davon mitbekommen. Wir beziehen unser Zimmer und fahren dann nochmal nach Schladming, weil das Wetter so schön ist. Nach einem schönen Spaziergang fahren wir zurück und wollen noch Skipässe besorgen und einen Skikurs klar machen. Aber der Skipass-Kiosk ist schon zu und für einen Skikurs sind zu wenig Leute da. Wir werden registriert und sollen am Sonntag nochmal fragen. Wir beabsichtigen, so lange heimlich zu üben. Es gibt ein kleines Abendessen und wir setzen uns noch in die Gaststube, trinken  ein Bier und ich schreibe Bericht. All zu spät wollen wir nicht ins Bett - 
und morgen soll´s  ja wieder ernst werden.

Samstag, 21.3.2015

Nach langer und erholsamer Nacht (gestern waren wir ganz schön fertig) stehen wir um 1/2 8 Uhr auf.
Nachdem ich geduscht habe und Ruth jetzt ins Bad ist, erinnere ich mich, dass ich gestern die Änderungen an meinem Bericht noch gar nicht gespeichert habe. Ich bin mit diesem Gerät noch nicht so vertraut. Also schaue ich nochmal nach. Aber das Gerät fragt nachdem Booten ganz brav, ob ich denn die Änderungen speichern will und wo ich´s hinsetzen möchte. Brav, brav,.. ;o)
So muss das sein. Um kurz nach 8 gehen wir frühstücken und dann wollen wir mal sehen, was der Tag so bringt.
Die Gerätschaften sind schnell im Auto verstaut und Parkplätze sind an der Talstation auch noch reichlich vorhanden. Der Preis für 8 Tage Skipass für 2 Personen haut uns mit insgesamt € 527,-- fast aus den Latschen. Aber dann quälen wir uns in die Skischuhe, deren Schließmechanismus uns fast verzweifeln lässt, aber dann geht es los. Ruth hatte schon Bedenken, bevor wir in den Sessellift gestiegen sind, aber wir schaffen alles ganz locker. Dann kommt das erste kleine Teilstück zur Weiterfahrt nach oben und hier habe auch ich Bedenken. Aber dann sind wir schon fast eingefahren und bezwingen im Laufe des Tages auch die Fahrt zur Goliathschaukel und kommen sogar problemlos zurück.
Zwischendurch nehmen wir eine Jause bei der Zefferer-Alm, wo uns die Chefin noch erkennt und uns mit Kartoffel- und Leberknödelsuppe in gewohnter Qualität verwöhnt.
Da wir noch nicht wieder die richtige Kondition haben, lassen wir es heute ruhig angehen und machen uns frühzeitig auf die letzte Abfahrt. Ich bin schon ganz stolz, ohne Sturz über den Tag gekommen zu sein, aber auf dem letzten Teilstück zerlegt es mich doch noch ziemlich. Hat aber gar nicht weh getan .. ;o)
Zuhause räumen wir aus, ruhen einen Moment und fahren dann nochmal nach Schladming einkaufen und von da aus über die Ramsau nach Eben und zurück nach Radstadt, wo wir noch ein Stück die Stadtmauern umrunden.
Wieder Zuhause speisen wir zu Abend, ich schreibe Bericht und nachher wollen wir uns noch an ein Handout setzen, das wir für ein Seminar entwerfen wollen.
Bereits jetzt sind wir uns darüber klar, dass der heutige Abend nicht lang wird ...

Sonntag, 22.3.2015

In der Nacht hat es geschneit - und es schneit nach wie vor. Aber es ist ein nasser Schnee, der - zumindest im Tal - wohl nicht liegen bleiben wird. Wir haben für unsere Verhältnisse sehr lange geschlafen. Offenbar war das nötig. Weil wir am Abend bereits geduscht haben, sind wir heute früher auf der Piste.Erstaunlicherweise haben wir beide keinen Muskelkater, merken aber wohl, dass wir gestern intensiv was getan haben. Der Neuschnee ist sehr pappig und obwohl die Pistenraupen gute Vorarbeit geleistet haben, wird alles wieder sehr schnell zusammengefahren und im Verlauf des Tages wird es immer anstrengender, zu fahren und zu lenken und die Kraft lässt rapide nach. Mittagspause haben wir heute auf der Premhütte gemacht. Es gab ein Erbswurstsüppchen und einmal Eier mit Speck und Brot und beides war sehr lecker. Am Nachmittag fahren wir nochmal hinauf zur Goliathschaukel, aber es wird immer unsichtiger und der Schnee immer unbefahrbarer, so dass wir uns auf die unteren Hänge beschränken. Immerhin waren wir heute fast eine Stunde länger auf der Piste, als gestern, merken aber auch heute wieder, dass wir intensiv etwas getan haben. Zum Abschluss fragen wir nochmal in der Skischule Resch nach, Ob sich noch jemand für einen Skikurs gefunden hat. Das ist zwar nicht der Fall, aber wir einigen uns darauf, dass wir zwei halbe Tage für 90,-- € pro Person nehmen und vereinbaren ein Treffen für 10 Uhr morgen früh.
Zuhause versorgen wir die Klamotten und ruhen ein wenig. Ruth liest und ich säge angeblich 3 ha Wald ab. Kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.
Anschließend kriege ich die Haare geschnitten, wir duschen und essen zu Abend. Und dann schreibe ich Bericht und wir geniessen den Zweigelt, den wir beim Billa erworben haben. Da wir im Fernsehen zunächst ein Interview mit dem berühmten (?)Regisseur Michael Haneke sehen und anschließend eines seiner Werke, eine Neufassung von Wolfgang Amadeus Mozarts "Cosi fan tutte" gezeigt wird, zieht sich der Abend länger als geplant und wir schlafen erst gegen 1/2 12 Uhr ein.

Montag, 23.3.2015

Heute können wir uns ein wenig Zeit lassen, da wir erst um 10.00 Uhr "Unterricht" haben. Unser Skilehrer heißt Lukas und ist ein ganz junger Mann. Wir fahren erst einmal hinauf und er beäugt uns argwöhnisch. Wir glauben, er rechnet mit dem Schlimmsten, steigt er doch beim ersten Schlepplift aus den Skiern, lässt den Lift anhalten und will uns auf den Bügel helfen. Wir machen ihm aber klar, dass wir bereits heimlich geübt haben und je länger er mit uns arbeitet, desto entspannter wird das Ganze. Wir lassen uns aber auch gerne belehren und von ihm ein paar Tricks zeigen, von denen wir zwar bereits gehört, die wir aber erfolgreich wieder verdrängt haben. Und durch die Übungen, die wir machen, bekommen wir wieder etwas mehr Sicherheit, insbesondere in dem heute noch etwas sulziger gewordenen Schnee. Als er uns um 12 Uhr bis nach unten geleitet hat und für heute entlässt, zeigt er sich recht zufrieden - und wir sind es auch.
Wir fahren wieder hinauf und nehmen, heute auf der Lechner-Alm, wiederum das übliche Skiwasser und diesmal ein Nudel- beziehungsweise Gulaschsüppchen. Hierdurch gestärkt machen wir uns um 1 Uhr wieder auf die Piste und testen das morgendliche Programm nochmals durch. Der heutige Tag ist aber auch wirklich optimal: der Nebel, beziehungsweise die Wolken, durch die wir beim ersten Anstieg noch durch mussten, haben sich komplett verzogen und es ist ein Tag wie aus dem Bilderbuch: Kaiserwetter. Wir wiederholen daher die letzte Abfahrt von der Goliathschaukel nochmal, weil´s  so schön war und begeben uns auf den sulzigen Weg ins Tal, den wir aber, dank der guten Vorarbeit unseres Skilehrers, problemlos leisten.
Wir bringen unsere Klamotten nach Hause und versorgen sie und fahren dann zum Einkaufen nach Radstadt, wo wir bei Aldi Süd, der hier Hofer heißt, ein paar kleine Notwendigkeiten einkaufen. Zurück Zuhause essen wir zu Abend, ruhen ein Momentchen und duschen. Dann schreibe ich Bericht und um 1/2 8 Uhr haben wir noch ein Date mit der Mutter unserer Wirtin Maria, die eine etwa einstündige Laternenwanderung über den Brunnenweg Forstaus anbietet. Wir wollen uns überraschen lassen.Angeboten wird diese Wanderung für alle, aber außer uns kommt niemand. Gitti will aber auch nur mit uns die Tour unternehmen, besorgt aus ihrem Fundus drei schöne Laternen, die sie entzündet - und los geht´s. Als erstes besichtigen wir eine wunderschöne Kapelle, in der die Apsis aus  Gestein aus Lourdes geformt ist.


 Dann wandern wir am Bach entlang und hier rächt sich, dass ich die falschen Schuhe angezogen habe - meine normalen Halbschuhe ohne Profil, obwohl ich eigentlich auch meine Wanderschuhe mit nach Österreich genommen habe. Jetzt ist der Weg teilweise vereist und ich schleudere ganz schön herum. Immerhin ist der Weg wunderschön beleuchtet. Der Bach ist mit LED-Beleuchtung in Szene gesetzt und ein Felshang, der teilweise mit Eiszapfen überzogen ist, ist wunderschön beleuchtet. 

Wir sind etwa 1 1/2 Stunden unterwegs und das letzte Teilstück führt über das Gelände unserer Wirtsleute, das leider auch von deren Kühen intensiv genutzt und mit Stoffwechsel-Endprodukten übersät ist. Die Wahl besteht zwischen einsinken in tiefem Schnee, oder ausrutschen auf Kuhfladen. Aber schließlich ist es geschafft. Gitti bedankt sich bei uns - und wir uns bei ihr und den anstrengenden Teil der Veranstaltung verbuchen wir unter zusätzlicher Trainingseinheit. Und heute gibt´s auch kein "Cosi fan tutte".

Dienstag, 24.3.2015

Wieder können wir uns etwas Zeit lassen, weil wir erst um 10 wieder Skischule haben. Wir sind pünktlich und Lukas auch. Wir fahren gleich bis fast ganz oben und machen wieder diverse Übungen, die uns insgesamt wieder mehr Sicherheit geben und unsere Technik verbessern. Lukas zeigt sich sehr zufrieden mit uns, führt uns zum Abschluß wieder sicher bis unten und verabschiedet sich. Ihm hat´s Spaß gemacht und uns auch. Wir nutzen schnell die Örtlichkeiten und fahren dann gleich wieder hinauf und diesmal bis ganz oben. Hatte ich bereits erwähnt, dass auch heute wieder Kaiserwetter herrscht?
Wir fahren ab zur Zefferer-Alm, wo wir ganz familiär begrüßt werden und uns zu einem hessischen Pärchen an den Tisch setzen, mit dem und den Wirtsleuten wir sehr viel Spaß haben.

Den Nachmittag verbringen wir mit dem Üben dessen, was wir gelernt haben und freuen uns daran, wie gut´s  jetzt schon klappt. Und abgesehen davon, dass wir einmal aus dem Bügel des Schlepplifts fallen, weil sich ein Teil des Bügels in meinem Rucksack verfangen hat und wir deswegen den Halt verlieren. Aber - nix Ernstliches passiert.
Wir fahren nach Hause, versorgen den Kram, ziehen uns um und fahren in Richtung Winkl-Alm, weil Gitti gestern Abend erzählt hat, dass man in dieser Richtung noch fast 12 Kilometer in die Tauern hineinfahren könne. Die Strecke ist auch sehr nett, aber irgendwann verhindert eine Schranke unsere Weiterfahrt und so drehen wir um und fahren Richtung Oberberg, von wo aus wir einen wunderbaren Ausblick in Richtung Dachstein haben.
Nach unserer Rückkunft können wir ziemlich unmittelbar in die Sauna, die für heute Abend angesagt ist. Außer uns sind keine weiteren Interessenten vorhanden und so können wir ganz gemütlich zwei Saunagänge durchziehen. Danach speisen wir zu Abend und hören betroffen im Fernsehen von einem Absturz einer deutschen Maschine in den südfranzösischen Alpen, bei dem 150 Personen um´s Leben gekommen sind. Es folgt ein Sonderbericht hierüber, aber bei dem Versuch, die Gründe für den Absturz zu ergründen, gibt es momentan nur Spekulationen.

Mittwoch, 25.3.2015

Ruth hat gestern bereits geklagt, dass ihr rechter großer Zeh sehr weh tut. Er sieht auch wirklich knallrot aus. Also fällt heute das Ski fahren aus und wir lassen uns von Magdalena die Adresse eines Arztes in Radstadt geben. Sie druckt das Ganze sogar perfekt aus und beschreibt den Weg so gut, dass es der Adresse gar nicht bedurft hätte. Ruth kommt auch ganz schnell dran und bekommt ein Rezept. Die Medikamente besorgen wir in der Apotheke am Marktplatz und kaufen dann bei Billa und Hofer noch Lebensnotwendigkeiten ein. Gestern haben wir uns erkundigt, wie man zum Roßbrand, einem Fernsehturm, kommt. Der Weg dorthin ist sehr schön, die Aussicht großartig, aber die letzten Kilometer sind gesperrt. Da Ruth nicht weit laufen will und kann, fahren wir weiter in Richtung Schladming, von wo aus wir ein kurzes Stück der Talbachklamm laufen wollen, die als malerisch beschrieben ist. Ich biege aber im Kreisel einen Weg zu früh ab und so beschließen wir, erst noch Hochwurzen, Unter- und Obertal zu besuchen. Aber auch hier setzt ein Verbotsschild unserem Forscherdrang Richtung "Wildes Wasser" ein Ende und so finden wir in der Waldhäusel-Alm einen Unterschlupf, in dem wir formidabel zu Mittag speisen. Auf dem Weg zurück sehen wir zwei richtige Hirsche und eine "Hirschkuh", die aber ebenfalls sehr malerisch aussieht. 
Den Abschluss machen dann doch noch in der Talbachklamm. Hier steht zwar, der Weg sei im Winter gefährlich und teilweise nicht befestigt, aber das Stück, das wir betreten, ist einfach nur schön - und aus jedem Knopfloch läuft Wasser...
Zurück in der Unterkunft lassen wir uns von Magdalena eine Schüssel geben, damit Ruth ihren Fuss baden kann. Und für morgen hat sie bereits angekündigt: Es geht wieder auf die Piste.
Hoffen wir das Beste, lieber Leser ... ;o)

Donnerstag, 26.3.2015

Heute sind wir wieder frühzeitig auf der Piste. Ruths Zeh sieht zwar immer noch nicht schön aus, aber ihr Drang zum Skiing ist ungebrochen und sie beißt die Zähne zusammen. Wir sind gut unterwegs und die Verhältnisse sind heute gar nicht schlecht. Unser Mittagsmahl nehmen wir auf der Unterberg-Alm ein, wo wir zunächst draußen sitzen, dann aber fluchtartig nach innen gehen, weil wir direkt unter einem Lautsprecher sitzen, der uns mit dem Frankfurter Sender "Harmony FM" beschallt. Die Musik ist zwar schön, aber es ist einfach zu laut.
Den Nachmittag verbringen wir wieder auf der Piste und schnell ist es so weit, dass wir wieder in Richtung Unterkunft düsen. Der letzte Teil der Talabfahrt ist immer eine Katastrophe, weil hier der Schnee schon sehr sulzig und zusammengefahren ist.
Den Abend verbringen wir Zuhause und schauen einen schrecklichen Krimi an, der so richtig mitten aus dem Leben ist. Und endlich dürfen wir schlafen.

Freitag, 27.3.2015

Wir haben gestern Abend beschlossen, einmal über den Tellerrand Forstaus hinauszuschauen und fragen beim Frühstück bei Magdalena nach, ob sie uns für fähig hält, den Hauser-Kaibling zu befahren. Sie versichert sich bei Erwin rück und meint dann, die beiden Skigegenden seien nicht miteinander vergleichbar. Wir versuchen es dennoch und fahren erst fälschlicherweise zum Sommerlift, der zwar unterwegs ist, offensichtlich aber gerade für einen Umzug genutzt wird. Also ziehe ich die Schuhe wieder aus (Ruth lässt sie aus gegebenem Anlass an) und wir fahren zum Winterlift, der nicht weit entfernt ist. In sehr komfortablen Sessellifts fahren wir nach oben und versuchen die erste Abfahrt, aber hier ist der Schnee wie auf der Fageralm bei der Talabfahrt. Wir quälen uns hinab und versuchen´s noch ein Stückchen höher. Aber hier ist´s  auch nicht viel besser, so dass wir uns entschliessen, reumütig auf "unsere" Fageralm zurückzufahren. Die Entscheidung ist Klasse, zeigt sich unsere Alm doch nochmal von ihrer besten Seite. Hinzu kommt, dass es in der Nacht nochmal geschneit hat und der Nachmittag vergeht im Flug mit wunderschönen Abfahrten. Als wir die letzte Abfahrt herunterfahren, sind die Lifte oben schon geschlossen. Wir fahren nochmal direkt nach Radstadt und besorgen noch ein paar Kleinigkeiten für die Rückfahrt und für unseren Freund Wolfgang, bei dem wir morgen zur Geburtstagsfeier eingeladen sind. Wir bezahlen bereits jetzt, weil wir morgen frühzeitig auf die Piste wollen. Per Karte geht nicht und so muss ich Banking betreiben, was nicht so einfach ist, weil mein Konto noch nicht für Auslandsüberweisungen freigeschaltet ist. Aber schließlich schaffe ich auch das.
Der Abend vergeht mit Packen und als wir fertig sind, verwöhnen wir uns noch mit einem Prosecco, den wir ebenfalls in Radstadt erworben haben. Die letzte Nacht wird nochmal richtig erholsam.

Samstag, 28.3.2015

Wir frühstücken heute bereits um 7.30 Uhr, packen unsere Rest ins Auto, verabschieden uns herzlich von unseren Wirtsleuten und nehmen erfreut zur Kenntnis, dass wir gern nächstes Jahr wieder kommen dürfen. Im Tal kaufen wir in der Bäckerei noch zwei Stückchen als Wegzehrung und dann geht´s auf die Autobahn, wo wir bei herrlichem Wetter wunderbar durchkommen und die Leute, die auf der Gegenseite in den Süden wollen und im Stau stehen, überhaupt nicht beneiden.
Nach sehr guten 6 1/2 Stunden treffen wir Zuhause ein und haben sogar noch Zeit, das Auto leer zu räumen und die erste Maschine Wäsche auf den Weg zu bringen, bevor wir zur Glauburg und zum Keltenmuseum fahren, wo wir heute zu einer Führung durch´s Museum mit der Putzfrau eingeladen sind. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.










Freitag, 2. Januar 2015

Silvesterschwimmen in Mainz, Mittwoch, den 31.12.2014



Im letzten Jahr hatte uns die Veranstaltung so gut gefallen, dass wir uns entschlossen hatten, dies im laufenden Jahr wieder zu tun. Der einzige Wermutstropfen war der, dass man so früh aufstehen musste, damit man rechtzeitig in Mainz war (Treffpunkt dort: neue Feuerwache 2, Kaiser-Karl-Ring 38, Mainz-Neustadt, 8.30 Uhr).
Nachdem wir im Vorfeld im Netz nichts finden konnten, hatte ich mich also mit unserem Kampfgefährten Andreas in Verbindung gesetzt, der mir die Einladung in Kopie hat zukommen lassen. Ein Anmeldeformular war zwar avisiert, lag aber nicht bei.
So hatte ich dann den Event im Verein kundgetan und ein paar Wagemutige waren auch erschienen.Die neue Feuerwache war auch noch ein wenig besser geeignet, als die im Vorjahr und es war lediglich zu bemängeln, dass die Anzahl der vorhandenen Toiletten sich auf eine pro Geschlecht beschränkte, was zu Warteschlangen führte.

Ansonsten war alles gut vorbereitet und die Hallen beheizt. Auch der Transfer zum Startplatz war gewohnt gut organisiert. Dann zog sich´s noch ein bisschen, bis der Bürgermeister, der Veranstalter und der Pfarrer ihre Grußworte gesprochen hatten und schließlich durften alle auf´s Schiff, obwohl die Anzahl auf 150 Personen begrenzt war.
Zwei kleinere Gruppen stiegen von den Rheinterrassen aus in die Fluten.

Im letzten Jahr hatte das mit dem Startschuss nicht so richtig geklappt und der Bürgermeister musste letztendlich laut „Peng“ rufen, um die Veranstaltung zu starten, aber heuer lief alles wie am Schnürchen.Die Stimmung in der Truppe war gut und wir kamen gut vom Fleck. Einzig unsere Lena, bei der wir bereits geargwöhnt hatten, dass der Anzug vielleicht ein wenig zu groß sein könnte, musste relativ schnell wieder aus dem Wasser. Aber der Rest meisterte die rund 1,7 Kilometer lange Strecke ohne Probleme.
Am Ausstieg gab´s  bereits einen heißen Tee und eine warme Dusche und dann ging´s wieder zur Feuerwache zurück. Dort konnten wir nochmals heiß duschen und uns anschließend in Richtung Rathaus begeben, wo der Empfang stattfand. Micha und Manuela machten sich indes auf die Suche nach Lena, die – infolge einer Überreaktion der DLRG, bei der wir sie „abgegeben“ hatten – ins Krankenhaus eingeliefert worden und die noch nicht wieder aufgetaucht war. (Man hatte bei einer Temperaturmessung im Ohr eine Körpertemperatur von 34°C festgestellt, nicht bedenkend, dass sie gerade ins Wasser gesprungen war und dabei vermutlich kaltes Rheinwasser ins Ohr bekommen hatte).
So konnte der Teil der Mannschaft, der sich im Rathaus aufhielt,  ein Gläschen Wein, oder Apfelsaft, alternativ Wasser, genießen und dazu eine würzige Kartoffelsuppe mit Fleischwursteinlage schlürfen, während Lena, sowie Manuela und Michaela darben mussten. Schlussendlich fand aber wieder eine Familienzusammenführung statt und wir fuhren in Richtung Heimat, wo wir das frühe Aufstehen mit einem ausgiebigen Mittagsschläfchen kompensieren konnten.
Unsere Melanie, die beim letzten Mal die gesamte Sache noch von außen betrachtet hatte, fand aber die Veranstaltung so cool, dass sie sich jetzt schon darüber im Klaren war: Das machen wir nächstes Jahr wieder … ;o))


                                                                          © Peter Helbig
Das offizielle Video  zur Veranstaltung findest Du hier (Achtung: Werbung vorab!):
http://www.newsplay.de/video/allgemeine-zeitung/Rheinland-Pfalz/Vermischtes/video-Mainz-Silvesterschwimmen-im-Rhein-THK-Eric-Gerhard-DLRG-Video-Annett-Kretzschmar-814309.html