Dienstag, 25. Juni 2013

Kanutour zum Edersee vom 21. bis 23.6.2013







Es soll so etwas früher ja schon einmal gegeben haben – für uns aber war es ein Novum: eine Mehrtagestour zum Kanufahren. Alle möglichen Leute hatten im Vorfeld schon mal Interesse gezeigt, aber übrig geblieben waren zuletzt insgesamt 11 Personen, von denen allerdings 2 aus gesundheitlichen Gründen nicht paddeln konnten.

Die Woche vorher war die heißeste Woche des Jahres gewesen und wir hatten schon Befürchtungen, es könne auch jetzt so weitergehen. Gegen Sonnenschein an sich hätte keiner etwas einzuwenden gehabt. Und dann war es doch ganz anders:

Freitag, 21.6.2013

Ich bin schon extra früh von der Arbeit nach Hause gefahren, weil ich unsere Mobil noch ein wenig auf Vordermann bringen will und außerdem noch ein paar Sachen einkaufe, die wir für´s  Wochenende benötigen. Dann packe ich die Sachen ins Auto und schaue mir im Netz nochmals die Strecke an und, was es am See sonst noch zu entdecken gibt.
Mein Weib wollte heute auch früher nach Hause kommen, aber infolge eines Arztbesuchs verschiebt sich alles wieder ein wenig nach hinten. Ich hole zwar um ½ 5 Uhr die Kanus am Clubhaus ab, aber wir kommen erst gegen 19.00 Uhr auf die Piste.
Dafür führt uns das NAVI, das ich eigentlich gar nicht gebraucht hätte, dann auf eine Strecke, die ich bislang noch nicht kannte und allein dafür hat es sich schon gelohnt. Allerdings ist die Dame, die drinnen die Karte hin und her schiebt und Kommentare verteilt, teilweise etwas irritiert, weil sie offensichtlich nicht immer Blickkontakt mit ein paar Satelliten hat. Jedenfalls schwanken ihre Kilometerangaben, die wir streckenweise einhalten sollen, ziemlich. Aber um kurz nach 21.00 Uhr kommen wir an, melden uns beim Platzwart, dem wir bereits angekündigt sind und treffen in der Nähe des Eingangs auf Laila, Walter und Jürgen, die schon morgens losgefahren sind. Wir hängen uns noch an den Strom an und setzen uns dann zusammen, wo wir ein Tässchen Wein und Sekt zu uns nehmen, bevor wir müde zu Bett gehen.

Samstag, 22.6.2013

Wir sitzen gerade beim Frühstück, als der Rest der angekündigten Mannschaft per Vereinsbus ankommt. Sie beziehen ihre Zimmer und dann besprechen wir noch kurz die geplante Tour des Tages, bevor wir uns auf die wässrige Piste begeben. Marianne stürzt schon vorm Einstieg, weil sie auf ihren Badelatschen ausgerutscht ist und holt sich eine Beule am rechten Schienbein, die sie auf der Strecke mehrfach kühlt.
Wir paddeln um die Halbinsel Scheid und sind viel zu früh am verabredeten Strandbad, wo wir unsere Fußgänger Ruth und Helmut treffen wollten. Also fahren wir ein Stück weiter Richtung Nieder-Werbe. Schon während dieser Fahrt frischt der Wind erheblich auf und verdriftet uns kräftig.
Die Rückfahrt wird sehr anstrengend, weil ein heftiger Wind mit bis zu 8,5 Beauford ins Gesicht bläst und Teile unserer Mannschaft fast aussteigen lässt. Aber Walter nimmt sie ins Schlepp und zieht sie in ruhigere Zonen, wo wir ihn als Retter des Tages  feiern.
Als wir schließlich wieder auf dem Campingplatz sind, ist meine Schwester, die von unserer Tour weiß, zu Besuch gekommen. Wir gehen ein Ründchen schwimmen und sie verabschiedet sich relativ früh wieder. Anschließend speisen wir im platzeigenen Gasthaus gut und bürgerlich und legen uns, nachdem wir noch ein paar Tropfen guter Sachen zu uns genommen haben, zu Bett.

Sonntag, 23.6.2013

Der Morgen begrüßt uns mit einem kräftigen Schutt, der aber schnell wieder nachlässt. Wir sind kaum mit dem Frühstück fertig, als es sich wieder zuzieht und der Himmel bedrohlich schwarz wird. Die Erinnerung an den Sturm des letzten Tages und die Aussicht auf ein neuerliches Gegenan-Paddeln lässt uns zu dem Ergebnis kommen, dass wir heute auf diesen sportlichen Teil verzichten wollen. So packen wir die Boote wieder auf den Trailer und fahren mit den Autos zur Halbinsel Scheid, wo wir parken und zu Fuß den Anlegesteg der großen Dampfer auf dem Edersee erreichen, wo wir den „Edersee Star“ besteigen und die „One-Way-Tour“ zur Staumauer unternehmen. Dort steigen wir wieder aus, besichtigen die Staumauer und können Helmut gerade noch davon abhalten, in die nächste Ortschaft zu gehen um an einem Geldautomaten das Taschengeld aufzubessern. Dieser Abstecher hätte uns gut eine halbe Stunde gekostet. So helfen wir ihm mit Geld aus der eigenen Tasche aus und wandern über das Hirschgehege zum „Baumkronenweg“ (neudeutsch: „Tree-Top-Walk“), den wir dann auch intensiv in Augenschein nehmen. Dazwischen müssen wir noch einer zukünftigen Braut, die auf ihrem Junggesellinnen-abschied irgendwelche Sachen verkaufen muss, ein Päckchen Tempos abnehmen, weil uns der sonst noch vorhandene Schnaps und Gummibärchen, sowie Kaugummis nicht zusagen.
Der Baumwipfelpfad aber ist sein Geld wert: es gibt viel zu sehen, auf Täfelchen wird auf Besonderheiten in der Tier- und Pflanzenwelt der Region hingewiesen und die ganze Tour macht einfach Spaß.
Der Rückweg führt uns über Rehbach, wo wir an einer Fischräucherei noch ein Forellenbrötchen verspeisen und von wo aus wir dann per Personenfähre wieder nach Scheid übersetzen, wo wir uns zum letzten „Pipibox-Gang“ entschließen und anschließend wieder die Autos in Richtung Heimat besteigen.
Die allgemeine Tendenz, was die Begeisterung in der Truppe betrifft, ist positiv. Alle gehen davon aus, dass es sich um eine gelungen Veranstaltung gehandelt hat und dass man das getrost wiederholen könne …


© Peter Helbig                                                                                                   




                                                                                                                    

Dienstag, 11. Juni 2013

Tamariu im Mai 2013



Wie immer war die Vorbereitungszeit etwas stressig und wir hatten erst spät Zeit überhaupt zu packen. Schlimme  Nachrichten hatten uns vorab erreicht. Libor, der zusammen mit Heike eigentlich zur selben Zeit wie wir vor Ort sein wollte, hatte einen Herzinfarkt und dann im Krankenhaus auch noch einen Schlaganfall und war dadurch natürlich für den Urlaub ausgefallen. Und Ruths Vater war wegen einer Zyste ins Krankenhaus gekommen, die nur entfernt werden sollte. Aber die Untersuchung hatte ergeben, dass es sich tatsächlich um Krebs handelt.
Nochmal erschwerend kam hinzu, dass wir ursprünglich unsere Treppe unters Dach hatten abschleifen lassen wollen, was daran scheiterte, dass der Holzwurm hier schon heftig zugeschlagen hatte. Also wurde gleich die Treppe noch neu belegt, unterm Dach Regale eingebaut und in diesem Zug noch das Wohnzimmer mit einem neuen Boden versehen, was wiederum eine Renovierung des Wohnzimmers notwendig machte. Und zum guten Schluss hatte meine Schwester gebeten, ob ich nicht für ein Wochenende "Mama sitten" könnte, weil sie unvermutet ein Wochenende frei hatte, was sie zu einer Wanderung mit ihrem Gatten in der Eifel nutzen wollte. Da sie das dringend nötig hatte, war für mich der Besuch in Schönstadt selbstverständlich.
So  rückte der Tag unserer Fahrt in den Urlaub immer näher und es war noch nichts gepackt. So macht man das auch nicht, weswegen ich zwar die Tauchklamotten komplett dabei hatte - bis auf Ruths Unterzieher für den Trocki !!  Und das bei Mittelmeer-Temperaturen von 15 ° Celsius (unter Wasser).
Aber damit stecken wir ja schon mittendrin - und der Anfang fehlt...

Samstag, 19.5.2013

Ich hatte dem Wecker auf 8.00 Uhr gestellt, obwohl - wie  sich dann herausstellte - Ruth um 8.00 Uhr schon aus dem Hause wollte. Aber ich fand,  ausschlafen gehört vor so einer Fahrt einfach dazu. Die Brötchen hatte ich bereits am Freitag bestellt und ich brauchte sie nur abzuholen. Gefrühstückt war schnell und die restlichen Fressalien in der Kühlbox verstaut. Unser Nachbar Heini hatte 74sten Geburtstag und ich brachte ihm ein Fläschchen Sekt und unsere Schlüssel, als ich zum Gratulieren rüberging. Und um 10.00 Uhr schließlich kamen  wir  los. Wir fuhren über das Frankfurter Kreuz, weil mir gerade noch rechtzeitig eingefallen war, dass in Darmstadt Burggrabenfest war.
Bis auf einen kleinen Stau, den unser Navi elegant umkurvte, war die Strecke frei und wir kamen gut vom Fleck.
Einen Übernachtungsplatz fanden wir in einem Formel-1-Hotel, günstig, aber mit Toilette und  Dusche über den Gang. Auch gab es einen elektrischen Türöffner mit Code, der leider nur zwei Mal funktionierte. Auch die Dame von der Rezeption war zunächst machtlos, aber irgendwie brachten wir die Tür wieder auf und Ruth stellte einen Schuh dazwischen,  als sie nachts mal zum Klo musste.

Sonntag, 20.5.2013

Am nächsten Morgen nahmen wir noch ein einfaches Frühstück zu uns und waren früh wieder auf der Piste.
Unterwegs tankten wir nur halb voll,  weil die Spritpreise in Frankreich enorm waren. Und als wir kurz hinter Grenze in La Jonquera ankamen, waren wir über die hiesigen Preise angenehm überrascht und tankten voll bis zum Stehkragen.
Nachdem wir auch noch ein wenig Lebensmittel in La Bisbal eingekauft hatten, kamen wir schließlich ziemlich genau um 14.30 Uhr in Tamariu an, wo wir gleich von Tom und Mary liebevoll empfangen wurden. Ein bißchen kam es uns vor, als kämen wir nach Hause  ...
Kurz  darauf trafen auch Annika und Olli ein und noch ein Weilchen später Birgit und Heino. Von Mary hatten wir bereits den Schlüssel für`s Appartement bekommen und schnell war alles ausgeladen und die Zimmer bezogen. 

Montag, 21.5.2013

Wir  haben uns vorgenommen, das Ganze ruhig angehen zu lassen. Da die Bajuvaren schon da  sind, lassen wir diesen morgens den Vortritt. Schnell haben  wir aber dann unsere Gerätschaften zusammengebaut und machen einen schönen und gemütlichen Tauchgang.  Als  wir wieder zurück sind, steht Ralf, der bayrische Landesjugendwart, bereits am Ufer und erklärt, dass das nächste Schiff bereits um 1.00 Uhr geht.  Ruth und Olli steigen aus und ich mache  mit Valentin und Jan einen schönen Tauchgang bei "El Furio". Sie brauchen 25 Meter-Tauchgänge und just am tiefsten Punkt stossen wir auf eine große Muräne. Dann soll Valentin zurück führen, was - bis auf einen kleinen Lapsus gegen Ende - auch gut funktioniert. Alle haben rechtzeitig "Halbzeit" und "Reserve" angezeigt und genau da sind wir bereits an der Ankerleine angekommen. Dann  geht´s wieder nach Hause. Wir nehmen noch eine "Clara" am Strandcafé und dann wird das Abendessen opulent und Birgit hat vorgesorgt, als  gäbe es zum letzten Mal etwas zu essen.
Wir babbeln noch ein bißchen dummes  Zeug, was uns ja erfahrungsgemäß nicht schwer fällt und gehen dann aber frühzeitig zu Bett.

Dienstag, 21.5.2013
Da so viele Personen auf der Basis sind, hat die Stammmannschaft vorgeschlagen, dass wir morgens bereits um 8.30 Uhr einen Tauchgang machen und dann viel Zeit haben, zu frühstücken und den Rest des Tages zu verbringen. Die Ausfahrt führt zu El Furio und ich habe zwei der Bayern bei mir, denen ich ein paar Fische zeigen kann.
Ruth hat ihren 1.900sten Tauchgang, aber sie kommt völlig frustriert vom Tauchen zurück und würde am Liebsten das Ganze komplett sausen lassen, weil ihr Trocki sie immer weiter mit Luft vollgepumpt hat und das Tauchen eine einzige Katastrophe gewesen sei. Wir nehmen das Ventil komplett auseinander und fetten alles intensiv und dann sieht´s aus, als würde es funktionieren wollen.Am Nachmittag geht´s nach El Furio und es zeigt sich, dass die Prognose gestimmt hat: Alles im grünen Bereich.

Mittwoch, 22.5.2013
Wir machen morgens einen gemütlichen Tamariu Bucht-Tauchgang, Birgit, Ruth und Peter und finden  eingegrabene  Sepien und das ganze Kleingetier. Olli  ist noch krank und liegt darnieder. Wir hoffen, dass er demnächst wieder auf dem Damm ist. Er hat schon zentnerweise Tempos verbraten.
Am Nachmittag bin ich wieder in der Tamariu Bucht, Nachttauchgang mit Amelie und Nicole, viel Fisch, Pulpos und Sepien.

Donnerstag, 23.5.2013

Ruths Geburtstag.  Es gibt einen ganz speziellen Tauchgang, der von langer Hand und ganz geheim vorbereitet war, so geheim, dass selbst Tom zum Schluß nicht mehr wußte, wem er noch was erzählen durfte. So gibt es unterwegs eine Havarie des Bootes (ein vorgeblicher Kühlwasserschaden) auf dem Weg zum Brötchenriff und alle sollen über Bord springen und zur Basis zurücktauchen.
Auf dem Rückweg werden wir am "Altar" empfangen mit Übergabe einer Urkunde und einem Getränk, und anschließend findet die Unterwasser-Hochzeit von Kristin und Steffen,  die zwischenzeitlich auch eingetroffen sind, in aller Feierlichkeit statt.
Nachmittags erhalte ich einen Überraschungsanruf von Barbara, die gerade in Tamariu eingetroffen  ist.
Sie hat schon von uns und Jan so viel über Tamariu gehört, dass sie es sich endlich mal in echt ansehen will und weil ich bei der letzten mail, die ich an den Verein losgelassen habe, geschrieben hatte: ¨ Nach Diktat abgetaucht zum Stolli nach Tamariu¨, hat sie die Gelegenheit genutzt. Untergekommen  ist sie im Tamariu-Hotel, von dem sie auch sehr angetan ist.

Freitag, 24.5.2013
Der Vormittagstauchgang führt uns zum Brötchenriff,  wo ich mit Ruth einen sehr entspannten "Spaziergang" mit viel Fisch, Congern und Langusten unternehme. In dem Loch, in dem normalerweise der dickste Conger sitzt, befindet sich heute ein Riesen-Pulpo, der sich durch unsere Neugier stark gestört fühlt und sich weit nach hinten zurückzieht..
Nach unserer Rückkehr essen wir eine Kleinigkeit und besuchen dann in Gerona die Stadt und - als es zu regnen anfängt, die Kathetrale.  Vorher sehen wir  im Fluß ein interessantes Schauspiel. Die Karpfen haben offensichtlich Laichzeit und der Fluß scheint zu kochen, so düsen die Biester hin und her. Anschließend machen wir noch einen Spaziergang durch die Stadt bei strömendem Regen und nehmen zum Abschluß im Gasthaus "König" noch einen kleinen Imbiß.
.
Samstag, 25.5.2013

Am Morgen machen wir einen Tauchgang in der  Bucht und  mittags, weil es so schön war, gleich  nochmal:  Peter, Olli und Ruth - Tauchgang ohne Prüfung. Die Bayern fahren nach Hause. Eine der Taucherinnen ist  beim Packen ihrer Klamotten schrecklich müde. Sie erzählt uns, sie konnte abends dauernd nicht nach Hause, weil´s geregnet hat - und ganz  plötzlich war´s hell ...
Abends nehmen wir ein gemeinsames Abendessen im Can Cesar, nur James und Tracy fehlen, weil offensichtlich die Absprachen nicht ganz eindeutig waren. Das  bedauern wir sehr, hatten wir uns doch gefreut ihn endlich mal wieder zu sehen. Von der Wirtin werden wir inzwischen offensichtlich als Stammgäste angesehen und mit Küßchen begrüßt. Die Stimmung ist gehoben und es gibt viel zu lachen und viel zu erzählen. Wein und Tapas sind - wie immer - sehr gut und als wir endlich gehen, ist es schon ziemlich spät.

Sonntag, 26.5.2013

Verzweifelter Versuch Daves email-Adresse zu finden,  weil dieser heute Geburtstag hat. Aber das Internet spielt gerade mal nicht mit.. Dann mache ich einen Tauchgang mit Annika am Cala Nova.  Es  wird ein sehr entspannter Tauchgang mit viel Fisch und Krustengetier.
Anschließend fahren wir nach St.Marti d Empuries, das uns von Tom und Mary empfohlen worden ist. Es zieht wie Hechtsuppe, den vom Norden her blast der berühmt-berüchtigte Tramuntana, so dass im Golf von Rosas viele Weißmänner auf den Wellen herumtanzen.
Aber das Örtchen ist klein, überschaubar und sehenswert und wir bereuen nicht dort gewesen zu sein. Auf dem Rückweg besuchen wir Toroella de Montgri und wandeln auch hier noch ein wenig durch die Gässchen.
Abends sitzen wir Zuhause beisammen und nehmen noch einen Champagner, gucken Bilder und legen uns dann früh in´s  Bett.

Montag, 27.5.2013

Unser Tauchgang  beginnt  heute erst um 11.00 Uhr mit dem Boot. Ziel ist Cala Nova und Annika möchte Übungen machen. Gefunden wird eine Muräne und Conger, sowie eine Languste und die Übung mit Automat aus dem Mund nehmen und auf mich zutauchen und dann das zugehörige Weitertauchen mit Atmung aus meinem Gerät klappen hervorragend.
Den Nachmittag verbringen wir mit einem Besuch in dem Museum, das seinerzeit Dali seiner Frau Gala als Wohnhaus geschenkt hat und das mit hunderten seiner Werke gespickt ist. Im Garten stehen die von seinen Gemälden bekannten Elefanten mit den überlangen surrealistischen Beinen. An all seinen Werken erkennt man überdeutlich, dass ein Mangel an Selbstbewusstsein nicht das Seine gewesen sein kann.
Auf dm Rückweg fahren wir über Estartit, weil hier am frühen Abend "Los Habaneros" singen und spielen werden.
Zunächst  speisen wir in einem Tapas-Laden ein paar Kleinigkeiten, wohl bemerkend, dass dieses Essen ob der Preise an der Wandtafel kein ganz Günstiges werden wird. Die Preise bewegen sich nämlich ab  5,-- €  aufwärts (pro 100 Gramm, versteht sich). Aber das Mahl ist lecker und vielseitig und wir werden satt.
Anschließend begeben wir uns auf den Kirchplatz, wo auf der Bestuhlung schon eine Menge Leute Platz genommen hat und lauschen den Gesängen. Recht müde machen wir noch einen kleinen Gang die "Zeil"
und gehen dann zu den Autos zurück, bevor wir uns auf den Weg nach Hause machen.

Dienstag, 28.5.2013
Heute ist tauchfreier Tag. Wir stehen früh auf und fahren mit 2 Autos nach Barcelona. Treffen soll sein das Aquarium im alten Hafen (Port Vell). Wir wollen zwar im Konvoi fahren, aber an einer Peage müssen wir noch einmal zurücksetzen, weil wir in den verkehrten Parcour eingefahren sind, aber das andere Auto steht in einer längeren Schlange, was wir nicht wissen. Wir fahren daher zunächst langsam weiter und versuchen die Anderen zu kontaktieren, die wir aber nicht kriegen, weil alle Handys im Kofferraum waren. Schlussendlich klappt´s dann aber doch noch und wir verteilen uns wieder, weil Annika und Olli zunächst einkaufen wollen und der Rest erst eine Hafenrundfahrt machen möchte.
Es ist allerdings ziemlich windig und wir sind froh, als wir schließlich vom Hafen wegkommen, aber auch in den Ramblas werden wir sandgestrahlt. Hier laufen aber so viele schöne Leute herum, dass wir die äußeren, negativen Umstände gar nicht mitbekommen.
Wir kommen zur Kleinmarkthalle und haben an der Bar Pinoxtio einen Imbiß, bevor wir gestärkt die Hallen durchstreifen und uns an den kulinarischen Köstlichkeiten zumindest optisch ergötzen.
Der Weg führt uns dann weiter durch die Altstadt und als es bei der Kathedrale und dem Museum Frederic Marés gerade wieder beginnt zu regnen, wollen Olli und Annika in Richtung Hafen, während wir das Museum besuchen und auf zwei Etagen Jesus-Skulpturen und Marienbildnisse betrachten, bevor wir im Keller und auf zwei Etagen im oberen Bereich dann von einer wahren Vielfalt an unterschiedlichen Exponaten angenehm überrascht werden. Die Museumsleitung scheint zu wissen, dass das Angebot so vielfältig ist: Unsere Karten würden auch morgen noch gelten, wenn wir denn morgen noch da wären.
Wir entschließen uns auf dem Heimweg in Palamós noch eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen und landen hier schließlich in einer Tapas-Bar, die nicht von allen geliebt wird, wo wir aber auf die Schnelle abgefertigt werden und ein kühles Bier/Clara zu uns nehmen können.
Und endlich sind wir wieder zu Hause und der Abend klingt recht flott aus, weil wir doch alle redlich müde sind.

Mittwoch 29.5.2013
Als ich wach werde, giesst es gerade wieder einmal in Strömen. Annika weiß noch nicht, ob sie mit will und entscheidet sich später dagegen. Der Rest aber begibt sich zur Basis und hier fällt die Entscheidung für das "Never-come-back-Riff", das erst sehr tief beginnt.
Der Tauchgang ist insgesamt nur 31 Minuten lang, aber er führt auf insgesamt 38 Meter und es gibt, neben Pulpo und Muräne noch drei Langusten und jede Menge Schwarmfischen zu sehen (Mönchsfische und Fahnenbarsche). Die Sicht ist eher mau, aber auf dem Rückweg nach oben sehen wir jede Menge Salpen, so viele, wie ich noch nie im Leben gesehen habe.
Zuhause dusche ich mich wieder warm, lege mich einen Moment ab, werde dann aber geweckt und gefragt, ob ich denn nicht vielleicht einen Spaziergang von Calella über Llafranc und zurück machen wolle, während unsere Mädels einen Einkaufsbummel machen wollen.
So geschieht´s schließlich auch und Heino und ich sind um 1/2 4 Uhr wieder an der Behausung, weil dann der zweite Tauchgang stattfinden soll. Es sieht aber schon kohlpechrabenschwarz aus und Olli und ich beschließen den Tauchgang zugunsten des für heute Abend geplanten Nachttauchgangs auszusparen, da es schon wieder schüttet und zu allem Übel auch noch ein Gewitter auf uns herniedergeht.
Obwohl es draussen noch ziemlich feucht ist, wird der Nachttauchgang ein voller Erfolg: Alles, was sich tagsüber zwischen den Felsen, oder im Sand versteckt, rennt jetzt draussen rum und sucht nach Freßbarem - und so gibt es viel zu sehen.
Nachdem wir wieder Zuhause sind und sauber, sitzen wir noch einen Moment beisammen und babbeln und nehmen noch einen guten Tropfen zu uns.

Donnerstag, 30.5.2013

Der Morgen findet uns, nach dem Frühstück, wieder unternehmungslustig auf der Basis. Mary fragt, ob Calella-Riff für uns die Alternative wäre und wir sagen freudig zu, weil hier gute Chanchen auf Mondfisch besteht, den ich schon mal ankündige.
Annika möchte noch ein bißchen üben und wir besprechen das Notwendige auf der rund 25 Minuten währenden Fahrt. Am Riff strömt es kaum merklich aus südlicher Richtung und wir hangeln uns am Bojenseil nach unten und suchen uns dann im Strömungsschatten ein ruhiges Plätzchen, bevor wir uns die Wand entlang nach unten schleichen, wo wir viele schöne Gorgonien, Fischschwärme, eine Meerzitrone und viel Kleinzeug bewundern können.
Weil alles so schön geklappt hat, sitzen wir schließlich noch auf dem Felsen und probieren das Maskeausblasen. Ich mach´s vor und Annika macht nur einen Kleinfinger breit in die Maske und beim zweiten Mal ein bißchen mehr, verschluckt sich dann aber und zeigt heftig, dass sie nach oben will. So steigen wir (etwas zu schnell) auf und sind nach 18 Minuten als erste an Bord.
Die Anderen kommen nach insgesamt rund einer halben Stunde strahlend an Deck und berichten von einem Mondfisch (war ja angekündigt), der sich in der Nähe des Bojenseils über längere Zeiträume putzen ließ und sich durch die gaffenden Touri-Taucher gar nicht stören ließ.
Tja, so ist das: Mal verliert man - und mal gewinnen die Anderen. Na ja, Hauptsache, es ist nichts passiert.
Annika erzählt zwischendurch zwar, sie würde gerne noch an Übungen erledigen, was zu erledigen wäre, aber am Nachmittag will sie auch nicht mehr ins Wasser.

Freitag, 31.5.2013

Letzter Tauchtag! Wir sind erneut bei Cala Nova und machen noch einen letzten Tauchgang mit viel Fisch und Languste, aber Ruth meint, es wäre ihr insgesamt zu schnell gegangen. Mir kam´s  ganz gemütlich vor. Nach dem Tauchgang essen wir eine Kleinigkeit und machen mittags noch einen ganz langsamen Abschieds-Tauchgang, auf dem wir uns von Pulpos, Sepien, Knurrhähnen und dem ganzen Kleinkram verabschieden und der insgesamt 66 Minuten dauert. Danach ist´s aber auch ganz schön frisch.
Der Abend vergeht bereits mit Packen und  am

Samstag, dem 1.6.2013

müssen wir früh raus, weil das Appartement um 10.00 Uhr geräumt sein muss. Das schaffen wir auch locker und jeweils im Wechsel werden die Autos in die Gasse gefahren und bepackt. Dann machen wir uns auf den Weg zur Basis, packen hier die restlichen Tauchklamotten und transferieren sie mit dem Sackkarren zum Auto und bezahlen unsere Schulden. Bei dieser Gelegenheit stellen wir fest, dass die bayrische Tauchjugend bereits einen Teil unserer Tauchgänge mitbezahlt hat. Das finden wir zwar ausgesprochen großzügig, das wäre aber gar nicht nötig gewesen.
Na ja, wir werden uns angemessen bedanken.
Und dann kommt - wie immer -der Moment des  Abschieds, der uns immer mit Wehmut erfüllt, weil wir uns ja hier doch recht heimisch fühlen. Aber wir haben ja die Aussicht, dass wir uns spätestens  auf der BOOT wiedersehen - und vielleicht ja auch im Herbst nochmal...
Stolli erzählt uns, dass für unterwegs Fallwind mit Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde angesagt sei und die Prognose trifft ein. Uns betrifft es nicht so, aber wir sind froh, dass wir mit dem kleinen Auto unterwegs sind und nicht mit dem Mobil. Wir sehen einige heftig schaukelnde Wohnwagengespanne und Motorradfahrer, die es ziemlich beutelt.
Das geht so weiter bis ins Rhonetal - und dann wird´s besser. Wir fahren bis Dole und finden dort dank des Navis  das Eric-Hotel, das von einem Bilderbuch-Franzosen betrieben wird und der uns sehr freundlich bestätigt, dass für uns noch Platz frei sei.
Wir machen noch einen Spaziergang nach dem langen Sitzen und trinken dann im Foyer noch zwei schöne Bier, während wir auf einem großen Bildschirm einem Rugbyspiel zuschauen. Donnerwetter, das ist ein Spiel, das sicher nicht zu meinem Sport wird! Da ist ja Unterwasser-.Rugby ein leichtes dagegen.
Und dann begeben wir uns in unsere allseits verspiegelte "Hochzeits-Suite" und schlafen den Schlaf der Gerechten.

Sonntag, 2.6.2013,

Als wir zum Frühstück kommen, ist der Raum schon ziemlich voll. Wir finden aber noch ein Tschchen für zwei - und der Rest, der jetzt noch kommt, muß warten, bis wieder was frei wird.
Dann machen wir uns auf den Weg. Heute soll´s  wieder schön werden, aber das nutzt uns nicht viel, weil wir ja im Auto sitzen müssen. Immerhin können wir die schöne Landschaft geniessen. Wir stellen fest, dass auch hier die Flüsse infolge der letzten Regenfälle alle ziemlich hoch sind. In Deutschland soll´s  ja genauso sein, hat mir Frau Mutter am Telefon bereits erzählt.
Wir queren die Grenze und wollen an unserer Stammtanke beim Mecces noch einen Kaffee trinken, aber die Mannschaft ist sehr schlecht organisiert, so dass wir nach einer Viertelstunde die Segel streichen und uns wieder auf den Weg begeben.
Bei Karlsruhe staut´s  nochmal ein Viertelstündchen, weil hier zwei aufeinandergefahren sind, aber dann läuft´s wieder und schließlich sind wir gegen 15.30 Uhr Zuhause, wo wir erst mal beginnen, Ruths Hautürschlüssel zu suchen, von dem wir genau wissen, das irgendwas Besonderes damit los war und er deswegen nicht da liegt, wo er sonst seinen Platz hat (Ich finde ihn schließlich in der Remise... ).
Ich  werfe schon mal die erste Maschine Wäsche an und dann lassen wir den Rest des Tages einigermassen gemütlich ausklingen, wohl wissend, dass ab morgen wieder der Ernst des Lebens beginnt.


© Peter Helbig

Montag, 6. Mai 2013

Anpaddeln auf der Kinzig am 4.5.2013








Das Treffen war angesetzt für 8.30 Uhr am Samstagmorgen und das Wetter war als heiter bis wolkig vorhergesagt. Südlich einer Linie, die von Lorsch in Richtung Fulda verlaufen sollte, war Regen angesagt, aber das aktuelle Wetter hatte den entsprechenden Bericht wohl nicht gelesen. Es regnete nämlich auch bei uns.Immerhin standen aber 11 Personen und ein "Seehund" (Caesar) auf der Matte, die sich sportlich betätigen wollten. Vorher war aber noch ein Problem aus dem Weg zu räumen. So war der Schlüssel zur „Müll-Sammelstelle“, auf dem der Vereinsbus geparkt war, nicht vorhanden. Das hieß aber, dass ich leider Roland aus dem Bett klingeln musste, der aber auch nicht weiterhelfen konnte, weil ein weiterer Schlüssel nach seiner Kenntnis nicht vorhanden war. Schließlich konnte aber Toni helfen, weil er doch noch über einen weiteren Schlüssel verfügte.
Zwischenzeitlich waren die Boote bereits vorbereitet und Paddel und Rettungswesten verteilt und dann konnte es losgehen.
Schnell waren wir auf dem Gelände der Ski- und Kanugesellschaft 1925 e.V. angekommen, hatten die Boote abgeladen und zu Wasser gelassen. Dann wurden die Beteiligten auf die Boote verteilt und zwar dergestalt, dass jeweils ein Routinier mit einem Anfänger auf einem Boot zusammen kam.
Der erste Teil der Fahrt führte flussaufwärts bis zum Wehr, vor dem ein Angler versuchte, die Fische zu überlisten. Und dann machten wir – wiederum auf dem Gelände des Kanu-Clubs – eine kleine Pause, bevor wir im zweiten Teil in Richtung Main fuhren.

Aufmerksame Leser der letzten SCW-News werden sich erinnern, dass dort von einem aggressiven Schwan die Rede war, der die Kanuten daran gehindert hatte, den Main zu befahren. Siehe da – dieser Schwan war auch heuer wieder hier - und nicht weniger aggressiv. Schnell hatten wir auch festgestellt, dass man ihm gar nicht böse sein konnte, weil er nur sein Weibchen, das auf der rechten Landzunge auf den Eiern saß, vor Übeltätern schützen wollte. Insofern hätten wir ihn ja beruhigen können, weil wir ja nur ganz harmlos vorbeifahren wollten. So aber wurde er bald wahnsinnig und weil wir mit insgesamt 5 Booten unterwegs waren, wusste er schließlich gar nicht mehr, auf wen er sich mit seinen Attacken konzentrieren sollte.
Wir fuhren letztendlich noch den Main hinan bis zur Steinheimer Brücke und ließen uns dann gemächlich zurücktreiben, nicht ohne erneut vom Schwanenmann attackiert zu werden.
Zurück auf dem Vereinsgelände wurden dann die Kanus wieder gesäubert und auf den  Trailer geladen. Und dann ging es diesmal gleich nach Hause, ohne erst noch irgendwo einzukehren. Das werden wir dann bei der nächsten Tour nachholen.

Und als schließlich die Boote wieder im Container verstaut waren, brach die Sonne durch und für den Rest des Tages gab es nur noch schönes Wetter.

                                                                                                © Peter Helbig





Donnerstag, 2. Mai 2013

Hallenbad Mühlheim am 21.4.2013 - Trainings-Center für Neulinge




Gebucht war das Ganze ja schon vor ungefähr 1 ½ Monaten. Dann habe ich eine e-mail rausgeschickt, damit jeder, der sich angesprochen fühlte, sich seelisch und moralisch, sowie ausrüstungsmäßig auf das Bevorstehende vorbereiten konnte. Wie immer kamen die Rückmeldungen eher sporadisch, aber als es schließlich so weit war, standen doch immerhin insgesamt 19 Personen auf der Matte, sprich: vor dem Eingang des Hallenbades in Mühlheim. Gedacht war das alles mehr für die Jugend, die noch nicht die nötige Routine für´s Freigewässer hat und sich erst mal mit Gerätschaften, Anzügen und Blei vertraut machen sollte. Natürlich waren zu diesem Zweck auch Betreuer und/oder Eltern mit geladen. Nur würde es für diese an diesem Tag naturgemäß kein spezielles Training geben. Schnell waren die Gerätschaften im Vorraum des Hallenbades niedergelegt und wir konnten uns in den Sammelumkleiden – getrennt nach Männlein und Weiblein – fertigmachen. Wie üblich war das Hallenbad gut beheizt und nachdem sich die Probanden in die Anzüge gezwängt hatten, schickten wir sie erst einmal zwecks Abkühlung ins Wasser. Die Gerätschaften (Flaschen, Jackets und Automaten) hatten sie natürlich unter Aufsicht bereits mehrfach zusammen und wieder auseinandergebaut – und dann wurde es ernst. Die Unterwasserzeichen wurden nochmals abgefragt und die Besonderheiten bezüglich des Auftauchens mit und ohne Automat erneut erläutert. Tja, und dann waren wir rund 2 ½ Stunden gut beschäftigt, die vorher erläuterten Übungen bei jedem Einzelnen durchzuziehen und zu wiederholen. Dabei kam natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Es wurden Übungen eingebaut wie – Purzelbaum vor- und rückwärts, Schrauben, Haie fangen, Kringel blasen und so weiter. Schnell war die Zeit herum und die Gerätschaften wieder herausgeschleppt. Der erste Versuch in Mühlheim in der Sport-Union noch eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen, scheiterte daran, dass die Köchinnen erst gegen 17.00 Uhr wieder da sein würden. Also zückten rund 50 % der Anwesenden ihr Smartphone und suchten in der näheren Umgebung nach weiteren Möglichkeiten der Einkehr. Die Wahl fiel schließlich, auf Anraten unseres „Holzwurms“, auf die „Hesse- Wirtschaft“ in Offenbach, wo wir unter freiem Himmel sitzen konnten, obwohl es ein bisschen windig war. Wir hatten noch viel Spaß, es gab lecker Essen und im Anschluss holten sich die Kinners noch ein Eis im nahe gelegenen Ring-Center am Odenwaldring. Dann machte sich ein Teil bereits auf den Heimweg, während der zweite Teil sich noch in Richtung Nautilus begab um die leer gewordenen Flaschen wieder ordnungsgemäß mit Luft zu füllen.
Der allgemeine Tenor war – „Es war wieder einmal eine gelungene Veranstaltung“. Und: Unsere Kids sind jetzt fit für die ersten Freigewässertauchgänge.

© Peter Helbig

Mittwoch, 9. Januar 2013

Wieder mal die Fageralm (Forstau 2013)


Forstau vom 6.1. bis 12.1.2013

 






Wir sind mit Kleinschmidte um ¼ vor 6 Uhr verabredet und stehen daher bereits um 20 vor 5 Uhr auf. Den größten Teil des Gepäcks haben wir bereits gestern Abend verstaut und den Rest verstauen wir parallel zum Frühstück. Lena meldet sich um kurz vor ½ 6 und sagt Bescheid, dass sie gerade erst auf die Autobahn gefahren sind. Das heißt, sie werden erst gegen 6 Uhr an der Tankstelle sein, an der wir verabredet sind. Als wir bereits 10 Minuten an unserer Tankstelle warten, fällt uns ein, dass Kleinschmidte sich eventuell dran erinnern könnten, dass wir uns schon mal an der Autobahnraststätte Langenbergheim getroffen haben. Eine kurze telefonische Rücksprache bestätigt unseren Verdacht – und schon sind wir auf der Piste und treffen uns am nächsten Rastplatz, der Pfingstweide, um uns zu begrüßen. Und dann geht´s  schnell weiter. Gegen 8.15 Uhr wird´s hell und nach einigen technischen Zwischenstopps kommen wir in Forstau an und nehmen erst mal an der Talstation ein Skiwasser und eine Goulaschsuppe. Anschließend fahren wir zu unserer Unterkunft, die wir auf Anhieb finden und werden dort herzlich begrüßt. Nach der Hausführung gibt es noch einen Schnaps auf´s Haus und dann sitzen wir in unserer schönen Küche und versuchen uns ins Internet einzuklinken. Nachdem ich schließlich das Passwort richtig eingegeben habe, klappt das auch und ich kann Geburtstagsgrüße loswerden. Dann beginnt Katja, das Abendessen zuzubereiten und nach dem Essen ist noch ein Besuch in Schladming angesagt, weil wir ja ansonsten fast den ganzen Tag im Auto gesessen haben.

Der Besuch in Schladming wird sehr kurz, weil es in Strömen gießt. Wir wandern daher nur einmal die Hauptstraße hinauf und hinab und machen dann noch einen kurzen Abstecher zur Planei, wo am Ende der Strecke und innerhalb der Sitzreihen wunderschöne Oldtimer stehen, deren Besitzer zum großen Teil drin sitzen und frieren. Uns geht´s nicht besser und deshalb fahren wir schnell wieder in unser warmes Feriendomizil. Und morgen ist Skifahren angesagt…

Montag, 7.1.2013

Gefrühstückt wird um 8, weil wir unser jüngstes Team-Mitglied um ¾ 10 Uhr zum Vorfahren (Neudeutsch: Casting, oder so) abliefern müssen, weil der in dieser Woche nochmals einen Skikurs absolviert. Ruth hat eine eklige Erkältung und bleibt, mehr der Vernunft, als der eigenen Neigung gehorchend, Zuhause. Die Reste der Sippe fahren zum Lift. Und noch immer regnet es in Strömen. Bis wir zum zweiten Lift kommen. Da nieselt es noch ein wenig , aber die Sitze des Lifts sind nur oberflächlich gefegt und bis wir weiter oben sind, sind wir schon ziemlich durchnässt. Erschwerend kommt hinzu, dass auf der Piste nahezu nichts zu sehen ist. Es ist neblig und die Sichtweite mag gerade einmal über 50 Meter hinausgehen. Also fahren wir sehr vorsichtig im Nichts herum und machen pünktlich um 12 Uhr Mittagspause auf der Zeferer-Alm. Als alte Bekannte werden wir sehr herzlich empfangen und essen eine mehr oder weniger große Kleinigkeit. Und Lena ist, weil sie ja vorher nur Würstl mit Pommes gegessen hat, noch eine „kleine“ Portion Kaiserschmarrn. Vom Rest bekomme ich noch ein Stückchen und Thomas wird auch noch satt(er) davon. Weil es uns wegen der fehelenden Sicht langsam zu gefährlich wird, fahren wir schließlich gegen 2 wieder bergab und ich mache mich zu unserer Behausung um nach meinem Weib zu sehen. Sie schläft noch und erklärt, sie habe bis 1 Uhr fest geschlafen und dann fernsehen wollen, wobei sie aber schon wieder eingeschlafen sei.

Mit den Anderen habe ich ausgemacht, dass sie, wenn sie mit Skifahren fertig sind, Bescheid sagen und dass wir dann gemeinsam einkaufen gehen. Gegen 4 Uhr ruft also Thomas an und wir treffen uns alle beim Hofer in Radstadt, wo man den Eindruck hat, es gebe heute zum letzten Mal etwas zum Einkaufen. Schließlich aber sind wir durch, fahren nach Hause, laden aus und nach dem Abendessen sitzen wir noch lange beisammen und spielen das beliebte Spiel „Schwarzer Peter“, das bei uns aber anders heißt, weil ich mich immer gegen die Verunglimpfung meiner Person verwahren muss. Weiterhin gibt es noch ein neues Spiel, das sich mit Eisenbahnbau in Amerika beschäftigt und unsere Geografie-Kenntnisse über Amerika drastisch erweitert. Sehr spät legen wir uns schlafen und sind am

Dienstag,  8.1.2013

entsprechend müde. Trotzdem wird zeitig gefrühstückt und pünktlich sind wir wieder auf der Piste. Diesmal ist mein Weib dabei. Ihr geht es besser und auch das Wetter hat sich gut gemacht. Als wir den ersten Lift hinter uns haben, staut es vor dem nächsten. In der Nacht sollen zwei Bäume umgefallen sein, die per Hubschrauber (!) beseitigt werden. Und weiterhin bläst der Hubschrauber mit seinen Rotoren den Schnee von den bruchgefährdeten Bäumen. Die Skifahrer schauen, soweit möglich, interessiert zu. Wir allerdings fahren in der Zwischenzeit von der ersten Station 4 Mal ins Tal ab, wobei die Abfahrt eklig ist, weil der Schnee zum Einen zusammengefahren, zum Zweiten ziemlich versulzt und drittens elend nass ist. So sind wir schon fast müde, als endlich der Lift auf den Rest des Berges hochfährt. Und hier wird es dann richtig schön, weil sogar die Sonne mal durch die Wolken lugt. Wieder machen wir unsere Mittagspause bei Zeferers und wieder ist das Essen sehr gut. Zum Abschluß nimmt Lena wieder den Kaiserschmarrn, von dem diesmal ich den Rest bekomme und weil das Essen so fett war, müssen wir anschließend noch einen guten Zirbenschnaps zu uns nehmen – den für die guten Freunde aus der Rumflasche.

Ruth fährt zum Abschluss direkt zum Haus, während Katja und ich die Autos holen und unsere Anderen wollen auch unmittelbar zum Haus fahren.

Als wir unten ankommen, ist Ruth bereits da und erklärt, sie habe das Wort Schneekugel neu erfunden. Zur Erklärung verkündet sie, dass die Abfahrt zum Haus sehr eng ist und sie immer schneller geworden sei. Das versuchte sie zu bremsen, indem sie seitlich aus Spur herausfuhr, was allerdings fatal war, weil sie dann im Tiefschnee landete. Sie war jedenfalls ziemlich kaputt.

Weil ihre Skibrille Wasser gezogen hatte, sie bei der voran beschriebenen Heimfahrt eine Riefe in die Skier gefahren hatte und zwei unserer jüngeren Reisbegleiter Druckstellen an den Füssen hatten, müssen wir nochmals zur Firma Rettensteiner, die von uns aus unergründlichen, mitnichten aber despektierlich gemeinten Gründen „Rottenmeier“ genannt wird, um all diesen Schwierigkeiten abzuhelfen.

Nach unserer Rückkehr essen wir den gestern erworbenen Fleischkäse und Ruth und ich begeben uns wieder in die Sauna, während Kleinschmidts nochmal nach Schladming wollen, weil wir uns ja im Laufe des Tages so wenig bewegt haben. Dann setze ich mich an den Rechner und schreibe die zwei Tage von gestern auf heute nieder, weil ich – aus oben erwähnten Gründen - gestern nicht über gestern schreiben konnte.
Heute müssen wir dann aber mal ein bisschen früher ins Bett.
Trotzdem wird wieder ein bisschen „Schwarzer Trudbert“ gespielt und wir haben wieder viel Spaß. Erstaunlicherweise verlieren oftmals dieselben.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Wieder weckt der Wecker um 7.30 Uhr. Meinem Weib geht es schlechter als gestern. Offenbar war die Sauna nicht das Mittel der Wahl. Sie ist ziemlich schwach und entschließt sich, heute lieber doch nochmal auszusetzen.
Nach dem Frühstück hole ich also die reparierten und gewachsten Ski bei „Rottenmeiers“ ab und treffe mich dann wieder mit dem Rest der Sippe am Skilift. Thomas hatte die vermeintlichen Ski für Lena eingepackt. Aber am Parkplatz  zeigt sich,
dass es doch nicht die richtigen waren. Also fährt er nochmal zur Unterkunft zurück. Es hat bisher sonst noch keiner die Verwechslung bemerkt. Als wir losfahren wollen, werden gerade die Ausbildungsgruppen auf die Erwachsenen verteilt. Ich verweigere, weil ich mir das nicht so zutraue, aber als ich direkt vor dem Lift stehe, steht ein kleines Mädel direkt neben mir und auf meine Frage, ob sie denn schon fahren könne, erklärt sie, sie führe schon länger. Also nehme ich sie doch mit. Wir führen ein nettes Gespräch auf unserem Weg bergan und ich erfahre von ihr, dass sie nicht nur auch aus Deutschland, sondern auch aus Hessen, genauer aus Hofheim, komme.
Vor dem zweiten Lift trennen sich unsere Wege aber, weil weiter oben bereits ihre Gruppe wartet und sie war nur zu spät heute früh.
Wir Übrigen fahren gemeinsam bergan bis oben und genießen die wunderbare Aussicht.

Heute ist ein richtig schöner Tag und ich bedauere, dass Ruth nicht dabei sein kann. Wir fahren diverse Touren und ich bemerke zum ersten Mal so richtig, wie sich im Verlaufe des Tages bei diesen Temperaturen die Qualität des Schnees frappierend verändert. Gegen 14.00 Uhr bringen mich unsere Kameraden noch bis zur Heideggalm und fahren dann noch ein bisschen weiter. Ich bringe das letzte und für mich anstrengendste Stück Abfahrt hinter mich. Der letzte Teil ist inzwischen ziemlich verharscht und fährt sich gar nicht mehr schön. Aber schließlich komme ich unten an und ziehe die Skischuhe aus. Einer der schönsten Momente des Tages, wie ich meine.
Zurück Zuhause stelle ich fest, dass mein Weib, trotz eingeschaltetem Fernseher, doch wieder eingeschlafen ist. Ich ziehe mich schnell und koche ihr noch einen Tee.
Anschließend setze ich mich zu ihr und schlafe ebenfalls sofort ein.

Um ½ 4 Uhr kommen die Anderen und teilen mit, dass sie jetzt noch ein wenig einkaufen wollen. Ruth und ich hatten bereits besprochen, was für sie noch zu holen ist – und dann fahren wir nach Schladming zum Hofer und sind auch relativ schnell mit dem Einkauf durch. Dann wird zu Abend gegessen und während die Anderen erneut nach Schladming fahren, sitzen Ruth und ich in der Küche, sie auf der Couch und ich am Tisch, haben unsere Rechner vor uns und sie spielt ein bisschen, während ich die Erlebnisse des heutigen Tages den Annalen einverleibe.  Ob es heute Abend doch nochmal zum Spiel kommt, werden wir entscheiden, wenn die Übrigen zurückkommen.



Donnerstag, 10. Januar 2013

Der Wecker tut, was er soll und ich dusche heute Morgen, weil es gestern dafür nicht mehr gereicht hat. Dann decken Katja und ich den Frühstückstisch, obwohl das eigentlich heute die Kinners übernehmen wollten. Die schlafen aber noch. Ruth geht´s immer noch nicht so schön und sie entscheidet sich, heute noch einen Bett-Tag hinter sich zu bringen, damit sie dann morgen gänzlich gesundet ist und wieder Ski fahren kann. Ich sage ihr, dass ich dann auch wieder ein bisschen früher zurückkomme und dann machen wir uns auf den Weg. Die Fahrten haben inzwischen schon wieder ein wenig Routine bekommen, aber das Wetter spielt heute noch mal richtig mit, obwohl Schnee angesagt ist. Immer wieder werden Sonnenlöcher sichtbar. Nicht ganz klar ist, ob Marc heute schon sein Rennen fahren muss, oder morgen. Thomas fragt bei einer der Skilehrerinnen nach und erfährt, dass die ganz Kleinen heute schon fahren, weil sie bereits am Sonntag mit dem Kurs begonnen haben und alle, die erst am Montag ihren Kurs angefangen haben, rennen freitags.
Ohnehin ist nicht ganz klar, ob Marc überhaupt Zuschauer haben will.
Gegen 12.00 Uhr fahren wir auf unsere Stamm-Alm und essen – wie immer – zünftig zu Mittag. Katja nimmt einen Topfenstrudel, Lena die üblichen Würstl mit Pommes, Thomas die Leberknödelsuppn und ich einen Bauerntoast. Alles – ebenfalls wie immer – hervorragend und weil´s so schön war, teilen sich Thomas und Lena noch einen Germknödel. Schließlich gibt Hilde, die Wirtin, noch ein Schnapserl aus, weil sie es, wie sie sagt, Thomas schon an den Augen abgelesen hat. Aber dann wird gleich wieder alles abtrainiert. Wir durchfahren ziemlich alle Abfahrten der Fageralm und gegen 14.00 Uhr mache ich mich dann, von den Anderen noch bis zur Heideggalm begleitet, auf den Weg zu meinem Weib um wenigsten noch ein bisschen Zeit mit ihr zu verbringen.
Als cshließlich die Anderen vom Skifahren zurückkommen, fahren wir alle nochmal nach Schladming, weil Marc einen Pullover der Ski-WM 2013 gesehen hat, den er unbedingt haben möchte. Im Internet war er, wie bereits gesagt, nicht zu finden, aber vor Ort werden wir fündig. Dann machen wir noch einen kurzen Gang zur WM-Arena, wo lastwagenweise Schnee angekarrt wird um den Boden auf ein bestimmtes Niveau zu heben. Direkt nebenan im „Platzhirsch“ geht die Post ab und die laute Musik ist kaum zu ertragen. So fahren wir wieder nach Hause, speisen zu Abend und Lena macht zum Nachtisch Kaiserschmarrn aus der Tube. Ich bekomme nichts davon ab, weil ich mich in die Sauna verdrücke. Als ich zurückkomme, beginnen die Anderen zu spielen und ich setze mich noch kurz an diesen Bericht …



Freitag, 11. Januar 2013


Der Tag beginnt wie bisher. Allerdings ist es etwas kälter geworden und im Tal hat es etwas geschneit. Meine erste Frage gilt meinem Weib. Sie sagt, es gehe ihr heute schon sehr gut – und sie wie werde auf jeden Fall Ski fahren gehen. Also wird, wie gewohnt, gefrühstückt und die übrigen Vorbereitung getroffen. Ruths Skischuhe bestücke ich wieder mit den beheizbaren Sohlen und dann geht´s los. Am Morgen sind noch ein paar blaue Flecken am Himmel zu sehen, aber im Verlauf des Tages zieht es sich doch ziemlich zu und es beginnt zu schneien. Wir sind heute früher als sonst auf der Zeferer-Alm, weil wir um 13.00 Uhr beim Skirennen zuschauen wollen, bei dem unser Jüngster mitrennt. Ich erkläre heute einen Kaiserschmarrn zu meinem Hauptgericht, während ich für Ruth, die erst mal die Sanitäre besucht, eine Nudelsuppe bestelle. Pünktlich zum Rennbeginn stehen wir in der Nähe der Premhütte am Start und feuern die Athleten an. Weil´s dann schon wieder kalte Füße und Finger gibt, begeben wir uns wieder auf die Piste. Da aber oben die Sicht immer schlechter wird, verlegen wir den Ort unserer Aktivitäten auf den Bereich zwischen der Heidegg-Alm und dem Vorder-Fager. Hier wird dann auch der Verkehr dichter, weil wir natürlich nicht die Einzigen sind, die auf diese Idee gekommen sind. Bei einem Zwischenstopp, bei dem ich hinter unserer Gruppe her fahren und dann bremsen will, komme ich mit den Skien in den Tiefschnee und es haut mich erbärmlich hin. Während Lena, meine Großnichte, gleich anfängt zu lachen, kommt von ihrer Mutter nur: „Sag´ schnell, dass Du Dir nicht weh getan hast, damit wir lachen können!“ Nette Verwandtschaft, oder??
Die Anderen fahren dann bereits bergab, weil die Siegerehrung um 15.00 Uhr beginnt.
Ruth und ich machen noch eine weitere Tour, weil sie ja bis jetzt noch nicht viel auf den Ski gestanden hat. Wir kommen aber noch zu Marcs Ehrung zu Recht. Er ist Zweiter geworden und erhält eine Silbermedaille.

Nebenbei müssen wir uns noch über ein bisschen asoziales Pack ärgern, kommen aber zu dem Ergebnis, dass deren Gehabe unter unserem Niveau liegt.Wieder Zuhause sitzen wir ein wenig zusammen, betrachten mit Hilfe von Lenas App auf ihrem Smartphone unsere Tour-Tracks von gestern und staunen, was moderne Technik heute so alles möglich macht.
Nachdem alle geduscht und sich mehr oder weniger gestylt haben, fahren wir zum Rainerbauern, weil unsere liebe Nati allesamt zum Essen eingeladen hat und das nötige Kleingeld gleich mitgeliefert hat. Herzlichen Dank nach Hause an dieser Stelle.



Die Stimmung ist gut bis gehoben, bis ein junger Mann an unseren Tisch tritt, sich als Fahrer eines Busses der Firma Brandstetter vorstellt und fragt, ob uns der Audi gehört, der vor dem Haus steht. Nachdem wir bejaht haben, teilt er mit, er hätte das Fahrzeug leicht touchiert, weil er sich auf seine Einweiser verlassen habe. Der Schaden wird besichtigt und Marc kommt von draußen zurück und seinem Gesichtsausdruck ist zu entnehmen, dass das Auto einen Totalschaden davongetragen haben muss. Die Stimmung ist urplötzlich im Keller und auch die Nachschau durch die Erwachsenen, die feststellen, dass lediglich die Motorhaube betroffen ist und das Licht noch funktioniert und weitere Schäden zumindest momentan nicht sichtbar sind, kann daran nichts ändern. Also werden die Adressen und anderen Daten ausgetauscht und dann fahren wir nach Hause und schreiben per mail eine Mitteilung an die Versicherung.
Und dann gehen wir frustriert ins Bett.

Samstag, 12.1.2013

Der letzte Skitag ist angebrochen. Wir frühstücken und machen uns wieder auf die Piste. Mein Weib hat schon am Morgen erklärt, dass wir heute fahren bis zum bitteren Ende, weil sie ja etwas nachzuholen hat. Begleitet werden wir heute vom Vizemeister des gestrigen Tages, der gleich zeigen muss, was er kann und sowohl Ruth, als auch mich fahrerisch schneidet. Auf meinen zarten Hinweis, er möge dies bitte tunlichst unterlassen, reagiert er heftig, was uns dazu veranlasst uns ein wenig zu separieren. So nehmen wir zwar leider nicht das letzte Mittagessen gemeinsam ein, sehen uns aber ab und an auf der Piste und winken uns freundlich zu. Und als es abends in Richtung Heimat geht, ist gottlob alles schon wieder vergessen.
Wir kaufen nochmals gemeinsam für Zuhause ein und fahren anschließend zu unserer Behausung um zu Abend zu speisen. Bei der Rückkehr werden wir von den Eigentümern des Hauses erwartet und mit einem Schnapserl begrüßt. Es gibt einen wunderbar milden Zirbenschnaps und wir unterhalten uns ein wenig. Auf deren Fragen können wir nur bestätigen, dass wir sehr gut untergebracht waren und uns sehr wohlgefühlt haben.
Laut Aussage der Hausherrin dürfen wir auch im nächsten Jahr gerne wiederkommen.

Sonntag, 13.1.2013

Nach dem Frühstück wird schnell zusammengeräumt und gespült, während der männliche Teil der Bevölkerung bereits die ersten Gepäckstücke im Auto verstaut. Dann kommt noch der unangenehmere Teil der Veranstaltung, nämlich die Bezahlung. Wobei der unangenehme Teil nur auf unserer Seite liegt, weil die Eigner des Hauses sich ja eher freuen. Aber sie haben´s ja auch verdient und insgesamt gesehen, war es ja sogar eher günstig, dank der Pauschale.
Wir fahren dann noch bei der Kassa der Talstation vorbei, weil unsere Verwandtschaft es gestern nicht mehr rechtzeitig geschafft hat, die Skipässe abzugeben – und dann machen wir uns auf den Weg, tanken in Hallein (kurz vor der Grenze) nochmal den Tank bis obenhin voll und begeben uns auf den Heimweg. Wir kommen auch gut durch, bis auf zwei kleinere Pinkelpausen und sind gegen 16.30 Uhr Zuhause, wo wir das Auto ausräumen, nachdem wir die Heizung hochgestellt haben. Anschließend heize ich noch unseren Kachelherd an und als der richtig schön bollert, gehen wir noch eine Kleinigkeit essen. Letztendlich müssen wir nach Ostheim, weil unsere Stammkneipe in Oberau infolge Urlaubs leider geschlossen ist. Aber hier sind die Speisen  ungarisch und schmecken auch noch. Und dann fahren wir wieder nach Hause und lassen den Urlaub gelinde ausklingen.



© Peter Helbig

Und hier die Bilder: