Dienstag, 9. September 2014

HTSV-Jugendfahrt zur Costa Brava 2014

Tamariu vom 29.8. bis 7.9.2014


Die Tour nach Tamariu mit der HTSV-Jugend findet nunmehr bereits seit mehreren Jahren statt, aber es bedarf doch trotzdem immer wieder eingehender Vorbereitung,
bis es endlich losgehen kann. So müssen die Unterkünfte und Kleinbusse gemietet werden, Essenspläne geschmiedet und Versicherungen abgeschlossen werden. Einmal ganz abgesehen davon, dass man sich natürlich Gedanken machen muss, was man – über das normale und eigene Equipment hinaus – noch zusätzlich mitnehmen muss. Diesmal nehmen wir auch erstmals mehrere eigene DTGs und Blei mit um die Basis zu entlasten. Laut Toms Aussage haben sie zwar im letzten Jahr 400 Kg Blei zusätzlich erworben, aber irgendwie habe er das Gefühl, das Zeug bekomme Beine.
Aber nun sind die letzten Vorbereitungen getroffen, letzte INFO-Mails geschrieben und alle Taschen gepackt und morgen kann´s  endlich losgehen.

Freitag, 29.8.2014

Ich habe heute schon einen Tag Urlaub genommen, damit nicht erst noch der Stress eines Arbeitstages zu der ohnehin schon anstrengenden Fahrt hinzukommt. Die Firma Hertz hat angerufen, dass wir die Fahrzeuge erst komplett um 3.00 Uhr zur Verfügung gestellt bekommen können. Vorher hätten wir auch nicht gekonnt. Zwischenzeitlich bringt Ruths Kollege Niels freundlicherweise Ruth in Hanau vorbei.
Die Autos werden inspiziert, kleinere Mängel dokumentiert und dann das Gepäck umgeladen. Verabredet sind wir mit dem Rest der Truppe um 16.30 Uhr in Langen hinter dem Hallenbad. Das Maut- und Spritgeld wird auf die Fahrzeugbesatzungen verteilt, die sich inzwischen gebildet haben. Als wir mit den 3 Fordbussen in Langen ankommen, sind doch schon ein paar von uns da. Der Rest trudelt langsam ein und wir packen schnell die Klamotten in die Autos. Die trauernden Hinterbliebenen verabschieden sich und wir machen uns gegen 17.15 Uhr auf die Piste. Von kleinen „Unebenheiten“  abgesehen kommen wir hervorragend voran und machen erst kurz hinter Freiburg einen Stopp, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen. Dann geht´s wieder los. Einer der beteiligten Busse will zur Unterhaltung beitragen und hält ein Blatt Papier ans Fenster. Diesen Moment nutzen die andern zwei Busse und fahren Richtung Mühlhausen davon, während der „Unterhaltungsbus“ weiter in Richtung Basel düst.
Die Anderen fahren gemütlich weiter und als wir schließlich kurz nach Lyon wieder eine Pause machen, dauert es nur ein paar Minuten, bis die Anderen uns wieder eingeholt haben. Von da an bleiben wir weitgehend beisammen und erreichen Tamariu in einer bisher noch nicht dagewesenen Zeit. Die Basis hat noch nicht einmal geöffnet, aber wir laden unsere Tauchklamotten am Strand aus und tragen sie in Richtung Stolli. Dann fahren wir zum Campingplatz und lassen uns unsere Häuschen zeigen. Es zeigt sich, dass wir gut untergebracht sein werden. Ein Teil macht sich gleich auf den Weg Richtung Einkauf, damit es mit dem späten Frühstück was wird. Am Nachmittag kommen zum ersten Tauchgang, der ein Lust- und Ausblei-Tauchgang sein soll.
Zum Abendessen gibt´s  dann schon wieder gute Sachen und alle fallen ziemlich zügig zu Bett.

Sonntag, 31.8.2014

Alex hat – wie immer – den Tauchplan für heute bereits gestern Abend erstellt. Dieser wird beim Frühstück verlesen, so dass jeder weiß, mit wem er heute unter Wasser kommt. Die Unruhe auf der Basis hält sich deswegen in erfreulich engen Grenzen und es kommen nach und nach alle aufs Boot und nur ich bin am Morgen mit Vicky und Lukas von Land aus unterwegs, weil die beiden gestern nicht ins Wasser gekommen sind. Wir machen auch einen gemütlichen Gang und erfahren dann, dass zwischenzeitlich im Riff Adlerrochen gesehen worden sind.
Am Nachmittag sind diese natürlich nicht mehr da, obwohl sowohl Tom, als auch Mary Stein und Bein schwören, sie hätten sie angefüttert .. ;o)  Immerhin macht auch der Nachmittagstauchgang vom Boot mit viel Fisch Spaß und zum Schluss machen wir noch einen gemütlichen Tauchgang mit Alex von Land aus.
Zum Abendessen gibt´s Wraps, die selbst zusammengestellt und gerollt werden sollen, was beim Ein- oder Anderen nicht ganz so problemlos gelingt. Und dann zieht sich die Jugend mit einem Betreuer zum Strand zurück und der Rest sitzt noch ein wenig vor der Hütte und erzählt von alten Zeiten.
Montag, 1. September 2014
Nach dem Frühstück gehen die Einen wieder zum Strand, die anderen machen Küchen- und Putzdienst und Ruth, Steffi und ich fahren zum Einkaufen. Nachdem wir Aldi, Lidl und Esclat abgeklappert haben, haben wir alles beisammen und kommen noch rechtzeitig zur Basis, obwohl wir keinen Hausschlüssel haben und Ruth bereits während des Ausladens zur Basis läuft um den Schlüssel zu holen. Unterwegs trifft sie allerdings Sabrina, die bereits auf dem Weg zum Küchendienst ist und so kommen wir pünktlich zum Umziehen und aufs Boot. Ich habe Julius als Tauchpartner, dem wir inzwischen ein bisschen Blei abgeschwatzt haben und auch die Handschuhe. Wir sehen viel Fisch, inklusive Muränen und einen großen Conger. Von diesem ist allerdings nur ein großer, grauer Bauch zu sehen. Und Julius weiß jetzt, wie Drachenköpfe aussehen.
Der Nachmittag vergeht mit vergeblicher Seepferdchensuche . Auf dem Heimweg verlieren wir noch Ruths Badeanzug, den ich aber auf dem Bürgersteig wiederfinde, nachdem ich mich natürlich umgehend auf die Suche  begeben habe.
Anschließend duschen wir, führen Buch und ich setze mich an den Bericht, während Ruth zum Kochen aufbricht, damit wir nicht Hungers sterben müssen.
Dienstag, 2.9. bis Freitag, 5. September 2014
In Folge der durchaus gedrängten Ereignisse komme ich in der Zwischenzeit nicht mehr zum Schreiben, so dass die obigen Protokolle reine Gedächtnisprotokolle sind. Es ist aber auch sehr viel passiert. Durch die jeweiligen Fußwege von und zum Campingplatz reduzieren sich die Freizeiten um Einiges. Hinzu kommt erschwerend, dass wegen des hohen Taucheraufkommens auf der Basis das erste Boot morgens bereits um 8.00 Uhr abfährt und somit für ein Frühstück für diese Gruppe keine Zeit bleibt. Am Dienstag beispielsweise ist dies für Ruth und mich der Fall. Nach diesem Tauchgang wollen wir eine Kleinigkeit frühstücken und dann einkaufen.  Aber als wir unsere Hütten erreichen, ist alles abgeschlossen. Und als wir vom Einkauf zurückkommen, sitzt nur Ralf vorm Haus und hat immer noch keinen Schlüssel. Also flitzt er los, den Schlüssel zu holen, während wir den kompletten Bus alleine ausladen. Just, als wir damit fertig sind, geht an der Knabenhütte die Tür auf und es zeigt sich, dass eine ganze Meute Jungs und Mädels in der Hütte saßen und uns quasi bei der Arbeit zugeschaut haben. Ich bin ziemlich sauer und spreche ein „Wort zum Sonntag“.
An einem weiteren Morgen kommen morgens um 7.00 Uhr, just als Max zum Tauchen gehen möchte, 3 Mädels aus dem Knabenhaus, leise und verstohlen, aber Neptun hat´s natürlich trotzdem schon gesehen. Auch hier gibt es selbstverständlich eine - neuerliche – Ansage mit dem nachdrücklichen Hinweis, dass das auf keinen Fall geduldet werden kann und im Wiederholungsfall drastische Maßnahmen nach sich ziehen wird. Für diesen Abend ist der – bisher abends freigegebene - Strandgang gestrichen. Zwischendurch werden noch die SK Problemlösung und Orientierung angeboten und erfolgreich durchgeführt.
Ansonsten aber bewährt sich unsere bisherige Einteilung der Putz- und Küchendienste und es wird recht gut gelebt. Regelmäßig werden auch die Ausführenden hierfür reichlich gelobt.
Die Anzahl der Verletzungen hält sich in erfreulichen Grenzen. Hier hat mal einer Ohrenschmerzen, dort hat sich jemand den Finger beim Dosenöffnen ein bisschen geschnitten und eine Dritte hat Probleme beim Druckausgleich. Und auch die erkältungsbedingten Ausfälle bei den Tauchgängen sind kaum der Erwähnung wert.
Bereits am Abend des Donnerstages findet die allseits gefürchtete Tauchertaufe statt. Allerdings ist auch hier keine wirkliche Härte angesagt und selbst der Tauftrunk sieht nicht so erschreckend aus wie in Österreich. Die Zeremonie wird von einem interessierten Publikum – nicht nur aus der Basis – beobachtet. Anschließend geht´s schnell wieder zum Campingplatz, weil ja noch gekocht werden soll.
Und dann ist schon wieder Freitag – der letzte Tauchtag. Das Wetter lässt wieder eine Tour zur Grotte zu. Das Meerchen zeigt sich von seiner ruhigen Seite. Ententeich ist angesagt und die Jugend findet´s cool.
Zum Abschluss des Tages werden die Klamotten ausgewaschen und – soweit das möglich ist – getrocknet. Gepackt werden soll dann allerdings erst morgen früh.
Ruth hat Probleme mit ihrer Schulter und fühlt außerdem eine Erkältung im Anzug. Alle anderen  machen sich zum Abschluss nochmal auf den Weg zum Strand, wo Jan ein paar Fackeln angezündet hat und wir uns zusammensetzen und ein paar alte Geschichten zum Besten geben. Ich mache mich mit Dave frühzeitig wieder auf den Heimweg, weil der morgige Tag anstrengend zu werden verspricht.
Samstag, 6.9.2014
Der Wecker klingelt – wie immer – viel zu früh, aber bis um 11.00 Uhr müssen wir die Hütten geräumt haben, weil dann die Putzkolonne kommt. Die Rechnung haben wir bereits vorher erhalten und auch an der Rezeption erzählt, dass eine der Gemüseschalen eines Kühlschranks ein Loch hat, weil jemand diese auf eine heiße Herdplatte gestellt hat, die daraufhin ebenfalls nicht mehr schön aussieht. Der Concierge ist aber der Meinung, seine Mutter hätte gesagt, das sei schon in Ordnung. Wir wollten´ s ja aber wenigstens gesagt haben.
Bis alles wieder so aussieht, wie vor unserem Einzug und auch die Teller, Tassen, Töpfe und Bestecke an ihrem Platz sind, dauert es eine Weile. Zwischendurch werden schon die eigenen Flaschen von der Basis abgeholt und Tauchtaschen gepackt. Um 10 Minuten vor 11.00 Uhr ist aber alles fertig du wir können die Schlüssel abgeben. Alle begeben sich noch einmal zur Basis und wir verabschieden uns ordnungsgemäß mit einem dreifach donnernden „Caisson“. Die Crew der Basis bestätigt uns, dass wir uns brav und pflegeleicht verhalten hätten und im nächsten Jahr wiederkommen dürfen. Dann entern wir die Busse, fahren an der konkurrenzlos günstigen Tankstelle vorbei und tanken die Busse bis zum Stehkragen. Dann kann jeder im Supermarkt nochmal einkaufen, was er für die Heimfahrt braucht (natürlich nur Gesundes und keinen Süsskram … ;o)) und dann geht es endlich in Richtung Heimat.
Bis zur Auffahrt auf die Autobahn bei Figueres läuft das auch wunderbar, aber schon bei der Auffahrt zeigt sich – hier ist´s vorbei und dann brauchen wir bis zur französischen Grenze fast 5 Stunden – nur Stop-and-Go. Was genau der Anlass hierfür ist, erfahren wir nicht. In La Jonquera verlassen wir nach einer Pipi-Pause die Autobahn und stauen uns über die Landstraße bis zur Grenze und dann – wieder auf der Autobahn – ist der Knoten geplatzt und wir kommen zügiger vom Fleck. Immerhin haben wir viel Zeit ein Hörbuch zu hören. Es heißt „Er ist wieder da“ und es handelt sich um eine bitterböse Satire auf eine fiktive Rückkehr von Adolf Hitler, perfekt nachgesprochen von Christoph Maria Herbst.
Aber um 18.00 Uhr waren wir eigentlich bereits in unserem Übernachtungshotel in der Nähe von Lyon angemeldet. Wir rufen dort an und teilen mit, dass wir als Stauopfer nicht rechtzeitig ankommen werden. Beruhigender Weise erfahren wir, dass das Hotel am Wochenende 24 Stunden geöffnet ist und wir kommen können, wann wir wollen.
Tatsächlich trudeln wir erst ziemlich erschöpft gegen 1.30 Uhr in der Nacht ein, verteilen nach der Anmeldung die Zimmerkarten und fallen dann in einen tiefen Schlaf, der am Morgen wieder durch den Wecker unliebsam gestört wird.
Sonntag, 7.9.2014
Frühstück gibt es heute keines. Jedenfalls nicht im Hotel. Um kurz nach 8.00 Uhr sind wir wieder auf der Piste und halten erst um 9.15 Uhr wieder auf einem Rastplatz, wo wir Bänke und einen Spielplatz belegen und ein umfangreiches Frühstück zu uns nehmen. Dann bleibt noch eine kurze Zeit für ein Tauchergericht und die Verteilung der Tauchpässe, bevor wir uns wieder „uff die Gass´“  begeben.  Heute hat Alex PS noch einige MP3-Dateien dabei, deren Inhalt von einem Känguru handeln und die derart skurril sind, dass mir das Lachen während der Fahrt Tränen in die Augen treibt.
Die Tour wird nochmal bei Saarbrücken unterbrochen, weil in einem der Busse nahezu eine Revolte (überwiegend initiiert vom stellvertretenden Landesjugendwart) ausgebrochen ist. Er und die übrige Jugend möchte in dem Delikatessengeschäft mit dem goldenen M“ eine letzte Mahlzeit vor der Ankunft einnehmen.
Das kostet uns zwar fast eine Stunde, wird aber offensichtlich von Allen in Kauf genommen. Mir gibt das gar nichts, weil ich die scheußlich lapprigen Brötchen nicht leiden kann. Dann geht´s  ohne weitere Unterbrechungen weiter und wir sind gegen 15.30 Uhr in Langen, wo einige bereits erwartet werden. Taschen und Gerätschaften werden aus- und umgeladen und einige fahren mit uns weiter nach Hanau, wo wir die Autos bei der Jet-Tankstelle an der Steinheimer Brücke wieder bis obenhin volltanken.
Dann bringen wir unsere Fahrzeuge zur Vermietung zurück und laden auch hier noch einmal um. Alex PS fährt mit uns nach Hause, weil seine Mutter bereits bei uns vor der Haustür steht. Ruth fährt mit den beiden weiter nach Wetzlar, um unser Autochen, das zur Reparatur in Wetzlar war, abzuholen und ich lade das Nötigste aus, hänge die nassen Tauchklamotten auf und stelle die erste von voraussichtlich noch einigen Waschmaschinen an. Dann setze ich mich an Abrechnung und Bericht und warte darauf, dass mein Weib wieder erscheint. Heute Abend passiert ansonsten nicht mehr viel und wir öffnen ein Fläschchen Saft, legen die Füße hoch und begeben uns nach dem Hessenquiz zu Bett, weil auch morgen früh der Wecker wieder viel zu früh zu klingeln droht…

                                                                                                    © Peter Helbig

Donnerstag, 14. August 2014

HTSV-Jugendfahrt Österreich 2014 (13. - 17.8.)





Es war wieder einmal soweit – die Tauchsachen hatte ich bereits am Sonntag, die Technik und die übrigen Klamotten hatten wir gemeinsam am Montag gepackt, weil Ruths Vater am 12.8. Geburtstag hatte und wir morgens früher ´raus mussten, um abends nicht mit zwei Autos nach Wetzlar fahren zu müssen. Also ließ Ruth mich in Dörnigheim am Bahnhof raus und fuhr weiter nach Bad Homburg, wohin ich dann nach Dienst mit der S-Bahn fuhr. Und dann ging´s weiter zur Geburtstagsfeier – mit der Aussicht, am nächsten morgen früh raus zu müssen.
Mittwoch, 13.August 2014 

Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker und wir frühstücken nur eine Kleinigkeit und packen die Verpflegung für den heutigen Tag ein. Dann machen wir uns auf den Weg Richtung Autobahn, nicht ohne beim Bäcker nochmal anzuhalten und die entsprechenden Zutaten zur Verpflegung zu besorgen. Als wir kurz vor 9.00 Uhr in Langen ankommen, begrüßen wir zunächst die bereits Bekannten und stellen uns den Neulingen vor. Nachdem der Bus beladen ist, kommen wir gegen 9:20 Uhr los und bekommen von Max und Kathi erst einmal ein paar warme Worte zum Ablauf erzählt.
Wir sind redlich müde und ruhen erst einmal noch ein bisschen. Der Busfahrer   hält seine regulären und vorgeschriebenen Pausen ein und das Wetter spielt – jedenfalls bisher – einigermaßen mit. Dann fängt´s an zu regnen und als wir an Regensburg vorbeifahren, sind wir der Meinung, es hätte jetzt genug geregnet. Nur – das Wetter hält sich nicht dran und es regnet weiter. Die Tour wird nit einigen Spielchen kurzweilig gestaltet. In Bad Goisern machen wir eine letzte Zwangspause, weil Nico, unser Fahrer, nochmals Pause machen muss und nutzen die Gelegenheit, gleich das Trinkwasser und frisches Obst für´s Wochenende zu bunkern.
Am Grundlsee angekommen, stößt zunächst noch Melanie zu uns, die mit ihren Eltern im sonnigen Süden war und dann laden wir zunächst unsere Flaschen an der Tauchbasis aus, damit sie bis morgen früh wieder gefüllt werden und begeben uns dann zum Jugend- und Familiengästehaus, wo wir – wie immer – freundlich begrüßt werden. Es gibt Abendessen und die Zimmer werden zugeteilt und dann treffen wir uns nochmals zum allgemeinen Begrüßungsabend. Wir gehen relativ frühzeitig ins Bett, denn es stehen uns anstrengende Tage bevor, während unsere Jugend den Abend beim Werwolf-Spiel ausklingen lässt.

Donnerstag, 14. August 2014 
Nach dem Frühstück kommen wir pünktlich um 9:00 Uhr Richtung Tauchbasis los und haben die Tauchwiese quasi für uns allein, weil bei dem Sauwetter sonst keiner mehr kommt. Im Laufe des Tages wird´s  zwar ein bisschen schöner, aber so richtig berauschend ist das nicht. Wir spulen das bereits am Vorabend im Wesentlichen geplante Programm ab. Jeder, der ins Wasser will, kann dies auch und die angefragten Prüfungstauchgänge werden ebenfalls konsequent durchgezogen. Und bereits kurz nach 5 sind wir bereits wieder im Gästehaus und können uns vor dem Abendessen erst noch frisch machen. Wie angekündigt, gibt´s  dann um ½ 8 Uhr die Ausbilder- und Betreuer- besprechung und um 8.00 Uhr dann das kleine Abendprogramm.

Für morgen ist Gosausee angesagt und Vroni ist bereits informiert. Sie will sich ´was einfallen lassen wegen der Krapfen, weil morgen in Österreich Feiertag ist.


Freitag, 15.August 2014
Unser Wecker sollte um 7:15 Uhr wecken. Er lässt uns aber im Stich und ich wache zum Glück um 7:20 Uhr auf. Da wir heute bereits um 8:30 Uhr losfahren wollen, müssen wir uns etwas sputen, weil wir auch noch die Tauchklamotten packen müssen, die wir gestern Abend zum „Trocknen“ aufgehängt haben. Aber es klappt sehr gut, weil wir zügig frühstücken und ich dann bereits vorab zum Packen gehe.
Der Himmel zeigt sich von seiner guten Seite und verwöhnt uns mit einem tollen Blau, nur von ein paar Wölkchen bedeckt. Aber für den Nachmittag ist´s  bereits wieder anders angesagt. Die Flaschen sind schnell an der Basis eingeladen und wir fahren über den Koppenpass um zu schauen, ob genügend, oder gar zu viel, Wasser in der Traun ist für das Flussschwimmen am Sonntag. Es sieht sehr gut aus.
Das Ausladen klappt mit der, inzwischen schon reichlich geübten, Kette hervorragend und nach mehreren Gängen haben wir alles zum Tauchplatz unterhalb der Seealp geschleppt. Wir melden uns bei Vroni an, die uns auffordert, im nächsten Jahr zwei Tage vor unserem Besuch Bescheid zu sagen, weil sie keine Gelegenheit mehr gehabt hat, für Krapfen zu sorgen, denn es ist ja Feiertag. Immerhin hat sie drei große Nusskuchen gebacken, so dass wir nicht leer ausgehen müssen. Und genug Milch hat sie ohnehin.
Wir verteilen uns auf der Wiese, die sehr feucht und mit Kuhfladen übersät ist.
Und dann spulen wir wieder das vorbereitete Programm ab, so dass jeder, der will, ins Wasser kommt. Das klappt auch bis zum Nachmittag ganz gut.Dann beginnt der angekündigte Regen und wir brechen die Veranstaltung ab. Dadurch kommen wir zeitig in den Bus und haben Gelegenheit, wie jedes Jahr im Tunnel bei Hallstatt den zum Weltkulturerbe gehörenden Wasserfall mit einer „LaOla“ zu würdigen ... ;o)
Wir laden unsere Flaschen wieder bei der Basis zum Füllen ab und fahren zur Herberge, wo wir vor dem Abendessen noch Zeit genug haben, unsere Körper von „Blut, Schweiß und Tränen“ zu reinigen.
Pünktlich um 19:30 Uhr ist wieder Ausbilder-Betreuer-Treffen.Um 20:00 Uhr werden die Ergebnisse der Besprechung bekanntgegeben und dann schreiben die Einen Prüfung, die Anderen Bericht und die Dritten legen sich zu Bett, oder spielen wieder „Werwolf“.


Samstag, 16.August 2014

Die Prozedur „Aufstehen-Frühstücken-Packen“ ist jetzt gut eingeübt und klappt problemlos. Allerdings regnet es noch immer. Und es stellt sich noch ein anderes Problem: Leonie hat sich eine saftige Erkältung eingefangen. Gestern Abend schon ging es los – Frieren, Kopfweh, Unwohlsein. In diesem Zustand kann sie unmöglich mit zum Wolfgangsee , dem heutigen Tauchziel. Schweren Herzens und geplagt von schlechtem Gewissen gegenüber deren Eltern beschließt Ruth, die Krankenwache zu übernehmen und im Jugendgästehaus zu bleiben. Dort sitzt sie jetzt und  denkt an Peters Jubiläumstauchgang, den Max den beiden extra gemeinsam ermöglicht hatte. Eigentlich sollte in diesem Fall die Betreuerin aus dem eigenen Verein eine solche Aufgabe übernehmen, aber die hat heute schon Anderes vor. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen, der Krimi ist ausgelesen. Leonie sieht schon viel besser aus und sitzt im Bett. Sie hat zwar noch nichts gegessen, aber getrunken und will auch bald aufstehen. Daraus wird leider nichts – es fehlt ihr der Antrieb und so fällt auch der Spaziergang zum See bei Sonne aus. Letztere zeigt sich nämlich inzwischen.
Der Rest der Mannschaft ist mit gemischten Gefühlen zum Wolfgangsee gefahren, weil auch dort, insbesondere nachmittags, schon wieder Gewitter angesagt ist. Als wir am See ankommen ist die Wiese zwar nass, aber von oben ist´s im Moment ruhig. Also breiten wir uns auf der Wiese aus, die heute mal nicht von Kuhfladen übersät ist und ziehen unser Programm durch. Die Sicht ist durchaus nett und es gibt auch viel Fisch zu sehen. Teils nur so groß wie Fischfutter, teils auch ein bisschen größer. Es werden sogar große Döbel gesichtet.
Ich mache meine drei Tauchgänge und bin zwischendurch noch TLvD.
Gegen Nachmittag kommt nochmals kurzfristig ein richtiger Regenguss auf, so dass wir unsere Zelte abbrechen, auf dem Rückweg noch ein bisschen einkaufen und dann zeitig im Gästehaus einlaufen, wo wir heute nur kurz die Klamotten aufhängen und keine Flaschen mehr zum Füllen geben müssen, weil´s  morgen ja schon wieder nach Hause geht.
Nach dem guten und reichlichen Abendessen treffen sich die Täuflinge, denen zwischenzeitlich bekanntgegeben wurde, dass sie solche sind, um 19.15 Uhr vor der Herberge und werden mit dem üblichen Brimborium zum Taufplatz geleitet, wo sie nach Neptun rufen. Nach mehrmaligem erfolglosen Locken biegt dann tatsächlich ein Kanu um die Ecke. Darin befinden sich Neptunia (die Schwester von Neptun), sowie deren „Schlampen“, die die „Taufzeremonie“, die in Folge der kühlen Temperatur gottlob recht kurz ausfällt, durchziehen. Zum Schluss landen alle im Wasser und versuchen sich von den Ingredienzien der Taufe (Tauchtrank, Mehl, Ketchup, Ei etc.) zu reinigen. Dies gelingt allerdings, so viel kann ich aus dem reichen Schatz meiner Erfahrungen sagen, erst nach einer intensiven heißen Dusche. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass einige der Täuflinge mit einem weniger schrecklichen Trank getauft werden, weil sie sich seit Jahren um den Erhalt der Seen, die klare Sicht und die ordnungsgemäße Ausbildung (ohne „Mulm“) bemühen und auch sich selbst weitergebildet haben.
Bei der anschließenden Nachbesprechung in der Herberge gibt es noch ein paar Hinweise auf den Ablauf des kommenden Tages mit dem beabsichtigten Flussschwimmen in der Traun. Und dann sollte eigentlich gegen 22.00 Uhr Nachtruhe eintreten. Aber um 0:30 Uhr muss noch einmal eine Delegation Betreuer ein Zimmer im zweiten Stock aufmischen, wo sie mit unschuldigsten Mienen empfangen werden („Wir haben doch gar nichts gemacht und nur auf dem Bett gesessen!“). Von unten hörte es sich allerdings an, als sei oben eine Büffelherde durchs Zimmer geheizt. Jedenfalls ist danach endlich Ruhe…
Sonntag, 17. August 2014
Heute geht´s  wieder um 8:30 Uhr los. Nachdem die Lunchpakete für die Heimfahrt zubereitet sind, wird der Bus beladen und wir fahren wieder über den Koppenpass zum Einstieg an der Koppenbrüller Höhle, wo wir uns umziehen und uns dann in Gruppen auf den Weg den Fluss hinab begeben. Trotz des relativ hohen Wasserstandes haben wir auch einige Untiefen zu überwinden, aber letztendlich kommen alle heil unten an und werden von der „Rettungstruppe“, die bereits ein Seil quer über den Fluss gespannt hat, in Empfang genommen und sicher zum Ufer begleitet.
Der Himmel meint es heute noch einmal gut mit uns und einige Sonnenstrahlen trocknen uns schnell. Dann wird der Bus geentert und wir begeben uns auf eine lange und staugeplagte Heimfahrt. Beginn ist pünktlich 12:00 Uhr mittags. Während der Fahrt haben wir reichlich Zeit, das verlängerte Wochenende Revue passieren zu lassen und im Rahmen des Tauchgerichts werden alle großen und kleinen Sünden mit „drakonischen Strafen“ (kleinere sportliche Übungen: Kniebeugen, Liegestütze, Entengang durch den Bus) geahndet. In Langen kommen wir leider erst gegen 23:45 Uhr an, so dass es sich noch bis 1:30 Uhr zieht, bis wir endlich im Bett liegen.
Und um 5:20 Uhr klingelt schon wieder mein Wecker und eine viel zu kurze Nacht findet ihr unrühmliches Ende.
                                
                                                                          © Peter Helbig

 





Sonntag, 20. Juli 2014

Kanutour auf der Fänkischen Saale am 19.7.2014





Von der Roßmühle nach Gemünden (17 Kilometer)
Als wir um kurz vor ½ 9 Uhr an der Skihütte ankommen, hängt der Trailer bereits am Haken des Vereinsbusses und es müssen nur noch die letzten Feinarbeiten zur Vorbereitung durchgeführt werden. So langsam tröpfeln auch die restlichen Teilnehmer der Tour ein und bereits um ¼ vor 9 Uhr kommen wir los.
Da Ruth und ich abends noch einen Termin haben und ohnehin noch tanken müssen, separieren wir uns und fahren nach Hanau, wo wir volltanken und dann in der Nähe von Aschaffenburg in einen ersten Stau, bedingt durch ein – inzwischen ausgebranntes – Fahrzeug geraten. Ab Weibersbrunn fahren wir dann Landstraße und werden hier nur noch durch landwirtschaftliche Fahrzeuge und Sonntagsfahrer ausgebremst.
Letztendlich kommen wir fast zeitgleich mit den anderen am Zielort „Roßmühle“ an, entladen den Trailer und Angelika und ich bringen das Gespann zum Zielort in Gemünden, um dann postwendend wieder zur Roßmühle zurückzufahren.
Und dann geht´s los. Inzwischen herrschen 28 ½° C und der Schweiß fließt in Strömen. Aber die Strecke ist sehr idyllisch und kaum befahren. Auch verkehrstechnisch ist nicht viel los. Kein Vergleich mit der Lahn.
Am Sportplatz von Weickersgrüben findet sich in der Ehrentribüne ein Schattenplatz, wo wir eine Rast einlegen und dann die Boote eine längere Strecke um ein nicht befahrbares Wehr umtragen. Nach Bardos Erinnerung seien auf der ganzen Strecke nur 2 Umtragungen nötig, was sich aber als nicht ganz richtig herausstellt. Insgesamt sind es dann fünf, was allerdings nicht so schlimm ist, weil 2 weitere davon einfach nur ein Treppchen hinauf und ein weiteres hinab bedeuten. Schweißtreibend ist es trotzdem.
Am letzten Wehr bin ich dann so aufgeheizt, das ich erste einmal komplett ins Gewässer hopse und mir Kopf und Körper ein wenig abkühle. Und schon geht es mir wesentlich besser und auch die Bremsen belästigen mich nicht mehr andauernd. Ich hatte nämlich schon angekündigt, dass ich nach Abschluss der Fahrt eine Leichenzählung in meinem Boot durchführen wollte. Schließlich war ich auf der ganzen Fahrt nahezu der Einzige, an dem sie dauernd herumgenagt haben.
Am Ziel angekommen, wird der Trailer beladen und wir machen uns wieder auf den Weg zur Roßmühle, diesmal mit einer Abkürzung über Land, die ein wenig kürzer und – vor Allem- nicht so kurvenreich ist. Entsprechend schneller sind wir zurück und Ruth und ich machen uns auf den Heimweg, weil wir heute Abend noch in Sachen Kultur unterwegs sind, während die Übrigen in der Roßmühle noch ein Abendessen zu sich nehmen wollen.
Insgesamt war es wieder eine sehr gelungene, wenn auch Schweiß treibende, Tour auf einer landschaftlich überaus reizvollen Strecke.