Sonntag, 28. März 2010

Breckenridge - Colorado vom 1. bis 12.2. 2010

Roland hat alles prima vorbereitet. Der letzte Akt vor dem Abflug ist unser Treffen am 31.1.2010, bei dem wir (Roland, Jutta, Sascha, Rainer und ich) uns zum Vorabend-Eincheck zum Flughafen begeben. Während der Fahrt erläutert Roland, dass er uns schon komplett online eingecheckt hat – und dafür sämtliche Informationen, die er bereits vorher einmal in mühevoller Kleinarbeit eingegeben hat, jetzt nochmals eingeben muss.

Aber dafür klappt jetzt alles relativ reibungslos. Wir halten vor Abflug-C, laden komplett aus und bringen dann gemeinsam uns Gepäck zum Counter, wo eine nette, junge Dame uns zuvorkommend bedient.

Dann fahren wir wieder nach Hause, packen letzte Reste ins Handgepäck und legen uns schlafen im Bewusstsein, dass es morgen endlich los geht.


Montag, 1.2.2010



Um ¼ vor 7 ist die Nacht zu Ende. Wir stehen auf, putzen Zähne und duschen noch mal.

Dann gibt es ein opulentes Frühstück, weil wir nicht genau wissen, wann es wieder etwas geben wird. Ich melde mich noch in Alsfeld ab und dann fahren wir nach Mühlheim, wo wir erst unser Auto bei den Hofmännern abstellen, den Schlüssel abliefern und uns zum S-Bahnhof begeben, nachdem wir festgestellt haben, dass ich den Laptop vergessen habe. Also – Bilder speichern, Post abrufen und Bericht schreiben auf Juttas Laptop.

In der S-Bahn treffen wir Rainer, der mit uns gemeinsam zum Flughafen fährt und dort werden wir vom Rest in Empfang genommen. Die Stimmung in der Truppe ist gut. Bei Reiners Check-in dauert es ein wenig, weil ein junger Mann mit St.-Pauli-Mütze und Marktschreierhemd sich lange Zeit mit den Counter-Beamten unterhält. Aber schließlich ist auch das erledigt und wir begeben uns auf die „long and winding road“ zum Abflug, wo wir für horrendes Geld noch ein wenig Wasser erwerben, weil der Einstieg in die Maschine sich verzögert. Und als wir schließlich drin sitzen, verzögert sich der Abflug nochmals, weil es inzwischen heftig zu schneien begonnen hat und die Maschine komplett enteist werden muss.

In dieser Zeit schaue ich mir schon mal über das Bord-Entertainment „Wickie und die starken Männer“ an und schließlich geht es los.

Wir fliegen quasi mit der Zeit und haben nahezu Tageslicht bis zu unserer Ankunft. Unterwegs ist die Sicht teilweise nicht so schön, aber über Neufundland können wir dann bis zum Boden durchschauen und die gigantische Landschaft begutachten. Gut 1 ½ Stunden fliegen wir über naturbelassene Landschaft, ohne irgendeines Anzeichens menschlicher Ansiedlung, oder auch nur Anwesenheit ansichtig zu werden.

Wir treffen in Denver ein, werden professionell durchgecheckt (einschließlich Fingerabdrücke und Foto) und stellen dann fest, dass alles Gepäck, bis auf Helgas Skischuhe, ordnungsgemäß angekommen sind.

Sie schreibt eine Verlustmitteilung und reicht diese beim Counter ein, während der Rest, bis auf Ruth, die bei ihr bleibt, sich bereits um die Autos bemüht.

Die Fahrt an Denver vorbei zieht sich nochmals. In frisco kaufen wir im Supermarkt noch ein und als wir ziemlich müde am Bestimmungsort ankommen, sind alle ziemlich geschlaucht. Wir räumen nur einen kleinen Teil aus, trinken noch ein Bier, oder zwei und legen uns dann ins Bett, um gegen 7.00 Uhr Ortszeit wieder aufstehen zu wollen.


Dienstag, 2.2.2010



Als wir zum Fenster hinausschauen, sehen wir blauen Himmel. Es verspricht ein schöner Tag zu werden. Das Frühstück verfliegt schnell und wieder sind alle guter Laune. Helga erhält den ersten Anruf auf Festnetz und alle sind der Meinung, beim nächsten Gespräch könne sie auch das Telefon benutzen – weil sie sehr laut spricht.

Dann macht sich die erste Gruppe gleich auf den Weg zur Piste, während der Rest erst einmal mit Helga Leih-Skischuhe besorgt. Und dann fahren auch wir zum Parkplatz, ziehen unsere Skischuhe an und gehen das kleine Stück bis zu den Gondeln, die uns zu ersten Platz hinauftragen. Und dann fahren wir mit dem Sessellift zu den einzelnen Peaks und fahren wunderschöne (blaue) Abfahrten hinab, während die Freaks und Routiniers sich den schwärzeren Touren zuwenden. Roland macht uns den Skilehrer – und das macht er auch sehr gut, weil wir innerhalb relativ kurzer Zeit wieder zu einer gewissen Sicherheit zurückfinden.

Um 1.00 Uhr treffen wir uns alle am Vista House und fahren dann noch ein paar Abfahrten, bevor wir uns in Richtung Heimat begeben. Dort stellen wir fest, dass uns Whirlpool nicht beheizt ist, was Roland sofort reklamiert. Auch die Spülmaschine überreden wir, zu tun, was zu tun ist und dann setze ich mich hin und schreibe noch ein wenig Bericht. Und wenn der zweite Teil unserer Truppe zurückkommt, müssen wir noch einkaufen, weil es heute Abend Spaghetti geben soll.

Nach dem Essen kommt die Mitteilung der Lufthansa per Telefon, dass sich Helgas verlorener Koffer auf dem Weg zu uns befindet. Dann ruft der Spediteur an und will wissen, wo genau er denn hin muss. Wir trinken solange von unserem neu erworbenen Rotwein und babbeln ein bisschen dummes Zeug. Zum Abschluss sind nur noch Reiner, Ruth, Helga und ich übrig. Alle anderen haben sich schon müde zu Bett begeben. Aber wir sind froh, als der gute Mann endlich da ist, weil zwischendurch auch noch sein Truck heiß gelaufen war und wir schon mit dem schlimmsten gerechnet hatten. Aber es ist alles in Ordnung, Helga ist happy und wir können endlich ins Bett.


Mittwoch, 3.2.2010



Als ich um ¼ nach 7 Uhr hinaufgehe, ist der Frühstückstisch bereits gedeckt. Wir frühstücken und beratschlagen dabei, wo denn die heutige Tour hingehen solle. Roland befragt das Netz und die Entscheidung fällt auf Vail, weil man da schön parken kann und nicht so weit gehen muss. Ruth und mir ist das alles relativ egal, weil wir ja noch so wenig von hier kennen.

Die Distanz beträgt etwa 35 Miles und vorher bringen wir noch die von Helga geliehenen Skischuhe wieder zurück. Dann geht´s mit der Gondel hinauf und wir befahren die diversen schönen Pisten, rasten mittags am Bells Camp, einem auf alt getrimmten Hüttchen, das nach Helgas Aussage vor zwei Jahren noch gar nicht da war und fahren dann noch ein bisschen weiter.

Während der letzten Abfahrt verlieren wir den Rest der Crew – sie sind einfach schneller und wir wissen nicht genau, wo es hingehen sollte, aber wir finden unseren Weg auch allein bis ganz unten und – siehe da – sie sind auch gerade angekommen und wollten schon nach uns telefonieren.

Wir fahren nach Hause zurück, das erste Fahrzeug kauft noch ein wenig Tee und Vogelfutter ein, während wir mit dem zweiten Auto direkt nach Hause fahren, wo die anderen kurz darauf ebenfalls wieder eintreffen. Während Roland und Helga gleich in den Pool hopsen, beginnen Ruth und Inge, das Abendessen vorzubereiten, während ich Bericht schreibe und dann auch baden gehe.

Der Abend wird recht lustig – wir probieren den Veterano und den Whiskey aus, nachdem der Rotwein alle ist und viele lustige Sprüche wechseln die Seiten. Leicht angetüdelt begeben wir uns ins Bett und schlafen fast durch.


Donnerstag, 4.2.2010



Der Wetterbericht gestern Abend klang nicht so recht überzeugend, aber heute morgen sieht der Himmel so übel nicht aus, so dass die Entscheidung für Keystone fällt. Der Rest kennt ohnehin diesen Fleck nur mit schlechtem Wetter, aber die Fahrt dorthin lässt uns noch viel Sicht auf die gigantische Umgebung, den Dillon Lake und an dessen Ufer stehende, wunderschöne Häuser zulässt.

Auf dem „free parking place“ finden wir auch noch zwei Parkplätze unmittelbar nebeneinander und in unmittelbarer Nähe zum Eingang in Richtung Gondel. Unterwegs werden wir von freundlichen Bediensteten mit Landkarten der Umgebung und Süßigkeiten verwöhnt und dann stellt Jutta fest, dass man zu den Gondeln gar nicht mehr so weit laufen muss, wie bisher.

Auf dem Weg nach oben sind wir der Meinung, dass die Abfahrten doch ganz schön steil aussehen, aber wir schaffen die Touren, die wir im Verlauf des Tages fahren, doch mit einiger Bravour, nachdem ich nur morgens im Stehen einmal umgefallen bin. Auch Ruth ist anfangs der Meinung, es sei nicht ihr Tag, aber nachdem wir warm gefahren sind, klappt´s.

Mittag machen wir in einem riesigen Laden, der aus massiven Baumstämmen für die Ewigkeit gefertigt erscheint. Es ist ganz schön was los, aber die Stimmung ist gut.

Roland fährt heute nicht viel, weil er heute derjenige ist, dem es nicht so gut geht. Aber gegen Mittag sind wir so gut eingefahren, das wir noch mehrmals hinaufgondeln und wieder abfahren, weil´s so schön ist. Das Schneetreiben wird inzwischen noch stärker und gegen ½ 4 Uhr sind wir zur Abfahrt bereit.

Zurück fahren wir nicht über den Pass, weil wir Schneeglätte befürchten. Das erste Auto kauft noch im Supermarkt ein, währen unser Auto ein Stückchen weiter fährt, weil ich die Ausfahrt verpasst habe. Die Schneeskulpturen in Breckenridge fallen heute auch wegen des Schnees aus, so dass wir diesen Besuch auf eine späteren Zeitpunkt verschieben.

Nach der Rückkunft fängt ein Teil gleich mit der Zubereitung des Resteessens an, während ich zusammen mit Jutta und Roland kurz in den Pool hopse um dann den Bericht weiter zu schreiben.

Es wird ein sehr gutes Abendessen und danach sitzen wir noch ein wenig beisammen. Jutta möchte gerne was spielen und Ruth holt sowohl ein Kartenspiel, als auch das mitgebrachte Yatzi, aber es findet sich kein Partner, der teilnehmen will. So halten wir uns mühsam wach bis 5 vor 10 Uhr und legen uns zufrieden und müde ins Bett.


Freitag, 5.2.2010



Aus Verzweiflung haben wir uns entschlossen, keinen Wetterbericht mehr anzuschauen, aber schließlich versucht Roland zunächst über´s Fernsehen an Informationen zu kommen. Das funktioniert aber nicht und deshalb schauen wir im Computer nach. Roland stellt fest: Ab heute überall schlecht! Aber ein Blick aus dem Fenster zeigt – noch ist´s schön. Also entschließen wir uns für Breckenridge, weil man dann kurzfristig reagieren kann, wenn´s schlechter werden sollte. Für den größten Teil des Tages haben wir aber Glück und fahren schöne Abfahrten. Und zum Abschluß passiert trotzdem noch etwas. Im Nachhinein stellen wir fest, dass es wohl an mangelnder Kommunikation gehängt haben muss, weil der eine Teil der Mannschaft zum Abschluss am Parkplatz wartet, während der andere Teil am Peak 8 steht, bis wir uns per Telefon unterrichten und wieder zu einander finden. Aufkommende Diskussionen werden schnell abgekürzt und man beschließt gemeinsam zukünftig genauer auf einander zu hören.

Wir begeben uns zu den Eisskulpturen, betrachten diese eingehend und fahren dann nach Hause, laden die Autos aus und dann schreibe ich ein bisschen Bericht, wir trinken einen Kaffee und der zweite Teil fährt noch mal zum Supermarkt, um die Steaks und ein paar Zutaten für das Abendessen zu besorgen.

Reiner bereitet die Steaks zu. Es handelt sich um riesige Exemplare, die auch hervorragend schmecken. Die Bratkartoffeln sind noch nicht so richtig durch und wir kommen zum Ergebnis, dass es morgen wieder ein Restessen geben muss.

Dann sitzen wir wieder beisammen und jeder erzählt ein paar intime Einzelheiten aus seinem Privatleben. Die unterschiedlichen Gewohn- und Gepflogenheiten tragen allgemein zur Erheiterung bei. Aber natürlich wird nicht nur dummes Zeug geschwätzt, sondern auch aus dem Berufsleben und der großen Politik berichtet – und so ist es bereits 11 Uhr, bis wir müde ins Bett fallen.


Samstag, 6.2.2010



Wie immer berichtet der Wetterbericht, es gäbe schlechtes Wetter mit viel Schnee, aber diesmal lassen wir uns nicht davon abhalten, sondern fahren nach Beaver Creek. Schon unterwegs zeigt sich, dass die Meteorologen sich nicht vertan haben, aber es sind trotzdem reichlich Touris unterwegs. Teilweise fühlen wir uns in österreichische Verhältnisse versetzt, so sehr sind die Gondeln belegt. Aber die Amis sind erstaunlich diszipliniert, was das Anstehen betrifft und so geht es trotzdem recht zügig voran. Das Gelände ist sehr weitläufig und wir befahren viele verschiedene Pisten, die auch vom Schwierigkeitsgrad sehr unterschiedlich sind – insbesondere für uns Neue.

Die Mittagspause verbringen wir im „Spruce Saddle“, wo ein gewaltiger Andrang herrscht, aber schließlich finden wir doch einen gemeinsamen Tisch um unser Mittagsmahl einzunehmen. Inzwischen hat es sich richtig eingeschneit, so dass die Nachmittagsabfahrten sich in Grenzen halten. Um ¼ nach 2 Uhr bereits treffen wir uns wieder, nachdem Ruth und ich einen kurzen Gang durch Beaver Creek gemacht haben und über die vielen Messingfiguren erstaunt sind. Ein kunstsinniges Völkchen offensichtlich. Und die Bürgersteige sind beheizt !!!

Dann geht es im Schneetreiben zurück und endlich zur „Mall“, wo Teile der Bevölkerung bereits seit Tagen hin wollen.

Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten ein, Ruth hat noch eine schöne Hose gefunden, die leider nicht passt und schließlich fahren wir nach Hause, wo der erste Teil bereits das Hackfleisch für die Frikadellen durchgeknetet hat. Es macht sich auch bereits allenthalben wieder ein Hungergefühl breit. Aber weil die Frikadellen noch ein bisschen Zeit brauchen, wird in zwei Abteilungen der Whirlpool besucht. Ich schreibe zwischendurch wieder Bericht, bereite dann die Salatsauce und springe auch noch mal in den Pool.

Der Abend vergeht erneut in zwangloser Unterhaltung.


Sonntag, 7.2.2010



Der Wetterbericht hat Recht behalten. Am morgen sieht es zwar noch recht nett aus, aber auf unserem Weg in Richtung Denver beginnt es zu schneien und zwar ziemlich heftig. Wir quälen uns in der Kolonne in Richtung Nordosten und staunen, wie viele Fahrzeuge uns heute entgegenkommen. Die wollen wohl alle zum Skilaufen nach Breckenridge. Reiner kämpft zunächst mit dem Navi, aber schließlich finden wir zwei Parkplätze unmittelbar hinter dem Capitol, das heute leider geschlossen ist.

Wir wandeln ein Stück in Richtung Innenstadt und betrachten viele schöne Schaufenster, gespickt mit allem, was schön, verrückt und/oder teuer ist und fahren dann ortsauswärts, um die „Mall zu machen“.

Auch hier finden wir zügig zwei direkt nebeneinander liegende Parkplätze. In einem neben dem Eingang liegenden Pizzashop essen wir eine Kleinigkeit und verteilen uns dann über das Anwesen, weil ein jeder etwas anderes zu erwerben wünscht. Wir haben unsere $ vergessen, sind aber auch nur auf der Suche nach einem Mini-USB-Kabel, alternativ einem Card-Reader für XD-Karten, weil unsere Camera so gut wie voll ist. Mit beidem werden wir aber nicht fündig, obwohl ich auch ausserhalb der „Mall“ suche. Wir kommen zum Ergebnis, dass Roland schlussendlich alle Bilder von allen sammeln wird um eine CD zu brennen, auf der jeder alle Bilder hat.

Dann düsen wir – immer noch bei Schneetreiben – in Richtung Heimat und während Roland mit den Mädels (bis auf Ruth) „eine weitere Mall macht“, geht der Rest das einkaufen, was wir an Lebensnotwendigem brauchen (das Bier geht – unter anderem – dem Ende entgegen) und fährt anschließend zurück, wo wir feststellen, dass offensichtlich der Fehler an einem Ventilator, der Helga nächtens am Schlafen gehindert hat, vom Service bereits behoben ist. Inge steht plötzlich erschrocken vor ihrem Zimmer und sagt:“Hört Euch das mal an! Was kann das denn sein?“ Aus dem Zimmer ertönt ein lautes Vogelgezwitscher. Wir machen uns Gedanken, dass die Handwerker da gewesen sind und möglicherweise ein Fenster offengelassen haben. Ich fasse mir ein Herz und öffne vorsichtig die Tür: allgemeines Gelächter! Rainer hat den Wecker, der auf dem Sims stand, angeschaltet und dieser ist in der Lage in unterschiedlichen Lauten zu wecken. Jetzt war es gerade mal der Vogel ... ;o))

Darauf springen wir wieder kurz in den Pool, essen eine Kleinigkeit und machen uns dann auf den Weg nach Breckenridge, wo Ruth ein Paar Handschuhe erwerben will und der Rest den Ort zu besichtigen sucht. Wir gehen in einen Laden, in dem wunderschöne Hüte verkauft werden und kaufen ein paar T-Shirts in einem Geschäft, in dem neben dem Chef ein kleiner Hund der beste Verkäufer ist. Die Stimmung ist gut und der Hund macht Männchen, spricht: „Ich liebe Dich“, stellt sich tot und gibt – natürlich – Pfötchen. Ein Verkaufsgenie – ganz sicher. Schließlich fahren wir wieder nach Hausen und dann geht´s endlich wieder ins Bett.


Montag, 8.2.2010



Das Wetter sieht auch heute wieder gar nicht so schlecht aus, aber es ist ja bereits gestern die Entscheidung gefallen: Wir fahren nach Beaver Creek.

Unterwegs sieht es zwar noch mal so aus, als würde es nicht so schön, aber im Verlauf des Tages wird es wunderschön. Die Pisten sind ordnungsgemäß präpariert und wir durchkurven das riesige Skigebiet nach allen Regeln der Kunst. Ruth und ich bekommen immer mehr Sicherheit und haben am fahren viel Spaß. Wir verschieben deshalb die Mittagspause auf 13.00 Uhr und nehmen unsere mitgebrachten Kleinigkeiten wieder im „Scrutch Saddle“. Heute ist es erfreulicherweise nicht mehr so voll und wir finden im Nu einen Tisch für alle.

Und nach dem Essen geht es wieder auf die Piste und schneller, als man denken kann, ist es schon wieder Zeit zum Nachhause fahren.

Wieder erscheint uns der Rückweg schneller, als der Hinweg. Wir tanken noch für 20,00 $, während die Mannschaft des zweiten Fahrzeugs fehlende Lebensmittel einkauft – und dann werden die Vorbereitungen für das Abendessen getroffen (es gibt heute Waffeln – und vorher einen Gemüseeintopf), während ich wieder Bericht schreibe und dann einen Sprung in den Pool wage, während Nachbars Hund, der gestern mit Resten angefüttert wurde, schon wieder mit blinkendem Halsband vor der Tür sitzt, uns freundlich wedelnd anschaut und darauf wartet, dass er wieder etwas kriegt.


Dienstag, 9.2.2010



Wir sitzen kaum am Frühstückstisch, da zeigt sich, dass der Wetterbericht wieder einmal Recht behält. Die Berge sind bereits von der Sonne beschienen und nur im Tal ist es noch schattig. Schnell sind die Fahrzeuge beladen und am Ortsausgang von Breckenridge in Richtung Beaver Creek herrschen ./. 6 ° Fahrenheid. Ich weiß nicht genau, wie viel das ist, aber es ist sehr frisch draußen. Wir sind froh, dass die Autos nachts in der beheizten Garage stehen. Was für ein Luxus !!

Je näher wir Beaver Creek kommen, desto höher steigt die Sonne und desto blauer wird der Himmel. Im Verlaufe des Tages legen wir viele Kilometer zurück. Wie viele genau, können wir nicht genau festhalten, aber es ist reichlich. Die Mittagspause verbringen wir wieder im Spruce Saddle und am Mittag geht’s weiter. Um 4 Uhr sind wir unten am Café verabredet. Ein Teil sitzt bereits frühzeitig dort, aber Ruth und ich fahren noch mal hinauf und dann hinab, weil’s so schön läuft und als wir zurückkommen, hat ein Teil bereits den Champagner auf Kosten des Hauses genossen, weil der Laden gerade 20 Jahre alt wird und dann tauchen auch – gerade mit uns – Jutta und Helga von ihrem Exkurs auf und wir sind wieder komplett und begeben uns in Richtung Heimat, nicht ohne unsere gestern geschriebenen kostenlosen Karten an die nette Dame zu geben, die diese kostenlos nach Germany transferieren will.

Zuhause machen wir wahr, was bereits im Verlaufe des Tages besprochen worden war: Die Buben machen heute das Abendessen, während sich die Mädels ziemlich unmittelbar in den Pool begeben.

Und dann sehen wir einem geruhsamen Abend und einem formidablen Abendessen entgegen.

Nach dem Abendessen sitzen wir zum ersten Mal alle zusammen im Wohnzimmer. Alle sind müde und die Unterhaltung plätschert ein wenig dahin. Der eine oder andere döst zwischendurch ein und relativ früh gehen alle zu Bett.


Mittwoch, 10.2.2010



Der letzte Skitag ist angebrochen. Wie immer sitzen wir am Frühstückstisch und schauen in alle Himmelsrichtung zu den Bergen um Mitteilung über das Wetter zu erhalten. Aber gestern ist bereits die Entscheidung für Keystone gefallen und so starten wir nach dem Frühstück in Richtung Keystone-Pass. Es zeigt sich, dass dies eine gute Entscheidung war, denn im Verlaufe des Tages tauchen zwar immer wieder ein paar Wölkchen auf, aber ganz überwiegend ist der Himmel strahlend blau und die Pisten sind traumhaft präpariert. Roland, der die ganzen Tage mit den Anderen gefahren ist, hat sich heute den Einen zugewandt und dafür hat Rainer sich unserer Gruppe, den Anderen, angeschlossen. Roland scheint heute viel vorzuhaben, denn er schießt allen voran vorneweg.

Heute fahren wir mindestens gefühlte 100 Kilometer und bereits in der Mittagspause, die wir an der „Pink-Floyd-Hütte“ verbringen, macht sich erste Müdigkeit breit.

Aber die Anderen sind noch guten Mutes und so fahren wir noch diverse Male mit den Gondeln bergauf und wedelnd wieder hinab. Als Treffpunkt ist schließlich das Café am Ende der Brücke und wir kommen ein paar Minuten zu spät, weil wir alle Fahrten, einschließlich der steilen letzten, bis zum Ende ausgekostet haben.

Wieder fahren wir in zwei Fahrzeugen und mit unterschiedlichen Zielen in Richtung Heimat. Helga hat noch einen Auftrag, einige Hormone zu erwerben. Sie fährt also mit uns, die noch Einkäufe tätigen sollen, einschließlich des Erwerbs von Hähnchenteilen und des übrigen Abendessens, was wir mit Bravour erledigen. Lediglich Helgas Medizin finden wir, trotz Nachsuche in diversen Läden, nicht. Trotzdem sind wir noch früher zu Hause als die zweite Gruppe, die „noch mal ´ne Mall“ gemacht haben.

Dafür sind wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen fast fertige, als die Anderen kommen und haben zum Teil sogar bereits den Besuch im Pool hinter uns gebracht.

Und dann geht es mit Riesenschritten vorwärts: das Abendessen ist vollendet, wir haben gespeist und heute ist der Tag der Vorbereitung auf die Abreise. Will heißen, heute müssen die Koffer und Taschen wieder gepackt werden.

Und morgen müssen wir das Haus bis um 10.00 Uhr verlassen haben.


Donnerstag, 11.2.2010 und Heimreise



Jetzt, wo alles schon eine gewisse Routine bekommen hat, müssen wir wieder fort. Von der Zeit her klappt alles wie am Schnürchen. Nach dem Frühstück, das wir schnell hinter uns bringen, sind die Autos im Nu gepackt. Als ich unseren prall gefüllten Skisack in die Garage bringen will, breche ich mir fast noch die Haxen, weil an der Stelle, an der ich eine weitere Stufe vermute, plötzlich keine mehr ist. Aber, Gott sei Dank, es wird nur ein blauer Fleck. Unser Findelhund, Miss Elli, hat außer einem bisschen Speck nur die Broccoli aus dem Rest unserer Beilagen gefressen – und viel mehr ist an Verpflegung nicht übrig geblieben. Lediglich Wasser, Apfelsaft und ein paar Salzbrezeln nehmen wir als Wegzehrung mit. Das Wetter spielt wieder schön mit und wir fragen uns, wo wir denn heute zum Skifahren hingefahren wären. Auf der Fahrt nach Denver machen wir einen kurzen Tankstopp und besuchen dabei noch einen Infostand dort, wo es Bighorns geben soll. Und auf der Weiterfahrt sehen wir tatsächlich eines der Biester (Ruth sogar zwei) im Hang stehen.

Ein Stückchen weiter liegt ein verendetes Elchkalb am Straßenrand und die Krähen sind schon dabei, den Weg wieder frei zu machen. Dann machen wir noch einen kurzen Zwischenstopp auf dem Gipfel des Berges, auf dem Buffalo Bill seine letzte Ruhestätte neben seiner Frau gefunden hat und erfreuen uns an dem Rundumblick (Hintergrund die blauen Berge der Rocky Mountains, Vordergrund der Blick auf das Hochplateau des Tafelberges und die Aussicht auf Denver). Man kommt sich plötzlich recht klein vor.

Und dann besuchen wir auf dem Weg zum Flughafen noch die "Great Outdoor World" – und so etwas habe ich noch nie gesehen. Auf einer Fläche, die bei uns nur riesige Baumärkte haben, gibt es hier alles, was mit Jagd, Angeln, Camping und Freizeit zu tun hat. Und das alles nicht nur einfach dahin gestellt, sondern in Gruppen sortiert und mit ausgestopften Tieren (Bären, Bisons, Wasserbüffeln, Wölfen, Löwen, Elefantenköpfen, Kleintieren und Geflügeln) garniert.

Man glaubt kaum, dass es für all dies einen Markt gibt, aber offensichtlich ist das so – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten halt.

Und dann kommen wir zum Flughafen. Meine Bedenken, der Sprit könne nicht reichen, zerstreut sich. Wir geben die Fahrzeuge wieder ab und Roland klärt, dass wir nicht plötzlich noch über 600,-- $ bezahlen sollen. Im BURGERKING müssen wir noch eine Burger essen, weil man das wohl hier machen muss und dann machen wir noch einen kleinen Rundgang um die Galerie, bevor wir uns durchleuchten lassen und dann wieder etwas Freizeit haben, bevor es in der Flieger geht, der mit nur rund 20 Minuten Verspätung abfliegt. Und dann zieht es sich wieder. Die Mannschaft ist sehr freundlich und insbesondere unser Steward, H.P.Schiffer, eigentlich eine Stewardess, gefangen im Körper eines Stewards, ist überaus freundlich und man merkt ihm kaum an, dass er dem schönen Geschlechte nahe steht. Die Nacht zieht sich und ich habe schon lange nicht mehr so viele Filme gesehen, wie hier an Bord.

Aber schließlich, als wir die Vorhänge an den Fenstern wieder hoch ziehen, ist es schon hell. Wir erfahren, dass es in Frankfurt etwa 0 ° Celsius sind und dass es schneit. Das führt dazu, dass wir noch einen kleinen Schlenker fliegen, aber dann setzen wir auf, wandern über den Flughafen und holen unser Siebensachen bei der Gepäckausgabe ab, verabschieden uns von dem Teil unserer Mannschaft, der abgeholt wird und fahren zusammen mit Reiner mit der S-Bahn nach Mühlheim, wo wir aussteigen und Reiner, der in Hanau abgeholt wird, alleine weiterfahren lassen.

Ich hole unser Auto bei den Hofmännern ab, während Ruth das Gepäck bewacht. Dann fahren wir nach Hause, drehen die Heizung hoch, bevor wir einkaufen – und als wir zurückkommen, wird uns bewusst, dass wieder eine schöne und interessante Reise zu Ende gegangen ist.


© Peter Helbig


Und hier gehts zu den Bildern:

Colorado 2010

P.S.:

Die Rechnungsführerin brachte in der Nachschrift noch folgende Verbrauchswerte:

Rotwein: 2 x 4 L

Wasser: 20 x 2 L

Bier 11 Packs à 12 Fl. : 132 Fl. (seeehr klein, light und mit vieeeel Kohlensäure)

O-saft 7 Packs à 1,89 L : 13,23 L

A-saft 1/2 Gallon + 4 x 2,89 L : 13,45 L

Cola/Limo : 7 x 2 L

Eier : 114 St.

Bacon 3 x 3 lb : 4.086 gr.

Kartoffeln 2 x 10 lb : 9.080 gr.


Sonntag, 21. März 2010

Dublin 2010 - Eine Reise nach Dublin zum St.-Patricks-Day

Beim letzten Mal in Dublin war es so schön, dass bereits damals der Gedanke reifte, man müsse hier nochmals hin. Und damals war es Anfang März – und ziemlich kalt gewesen. Diesmal klang der Wetterbericht gar nicht schlecht und auch der Flieger musste gar nicht enteist werden ….
Aber ich greife bereits vor. Also – jetzt mal der Reihe nach:

Oktober 2009:
Die Planung steht und wir buchen per Internet den Flug bei Ryanair und über booking.com be-reits unser „Stammhotel“, das George-Frederic-Handel-Hotel, in dem wir bereits beim letzten Mal nächtigten und wo die Tapeten mit Händels Noten gespickt waren.

Dezember 2009:
Im Dezember ereilt uns die Schreckensnachricht, dass unsere Buchung storniert werden müsse. Offensichtlich ist der Laden pleite. Aber – booking.com ist clever und bucht uns gleich eine Straße weiter in ein anderes Hotel (das direkt an der Strecke der Parade am St.-Patricks-Day liegt) und außerdem noch ein bisschen günstiger ist. Wir nehmen dies billigend in Kauf.

Und jetzt geht´s erst richtig los:

Dienstag, 16.3.2010:

Noch wesentlich früher als beim letzten Mal ist die Nacht bereits um 3.30 Uhr zu Ende. Wir duschen und nehmen noch ein Tässchen Kaffee zu uns und dann kommen pünktlich unsere Reisebegleiter Renate und Wolfgang. Wir parken die Autos um und dann machen wir uns auf den Weg nach Frankfurt-Hahn, wo unser Flieger auf uns wartet. Wir nehmen diesmal den direkten Weg und machen keinen Abstecher über Limburg, finden einen uns genehmen Parkplatz und checken pünktlich ein. Es reicht sogar für ein weiteres Tässchen Kaffee, auch wenn ich dann vom Rest gedrängt werde, mein Stückchen jetzt schnellstens zu verschlingen – wir müssen trotzdem noch warten, weil´s mit dem Boarding nicht so recht voran gehen will.
Aber dann fliegen wir los und bei der Landung hören wir die Ryanair-typische Fanfare „Just another flight in time“.
Wir wandern das lange Stück durch den Flughafen, chartern uns ein Taxi und lassen uns zu unserem Hotel fahren, wo wir unser Gepäck abgeben. Die Zimmer sind noch nicht bezugsfähig, also erwandern wir uns ein neues Stückchen Dublin – man glaubt kaum, dass es noch Ecken gibt, an denen wir nicht waren ;o))
Wolfgang, der – wie immer – gut vorbereitet ist, hat im Netz gefunden, dass heute im St.-Stephens-Park Live-Music mit traditionellem Tanz stattfindet und wir machen einen kleinen Umweg, bis wir schließlich dort ankommen. Es ist eine große Bühne aufgebaut und eine junge Frau moderiert die Veranstaltung sehr professionell. Für besondere Leistungen vor der Bühne werden Freikarten für diverse Veranstaltungen vergeben und das Publikum gibt auch noch das Letzte. Die Stimmung schlägt donnernde Wogen und wir werden von irischen Meistern des Volkstanzes in die Geheimnisse dieser Tänze theoretisch und praktisch eingeführt.
Und dann beginnt die Jagd auf Nahrung, was sich heute überaus schwierig gestaltet, weil sämtliche Kneipen bis zum Anschlag gefüllt sind. Aber schließlich finden wir noch ein Plätzchen in einem Lokal, wo es sogar noch ein Guinness auf Kosten des Hauses gibt, weil die Zubereitung der Mahlzeit letztendlich länger als ½ Stunde in Anspruch nimmt. Wir haben uns nicht beschwert !
Unser Versuch ein wenig irische, handgemachte Musik zu hören, scheitert schließlich daran, dass man buchstäblich in keinen Laden mehr hineinkommt, aber auch auf der Straße stehen die Leute herum, unterhalten sich und sind guter Laune. Und als wir, aufgrund unserer langen Anreise doch rechtschaffen müde, ins Bett fallen, ist noch lang keine Ruhe und bereits am frühen Morgen, direkt nachdem die letzten Gäste von der Strasse und unter unseren Schlafzimmerfenstern verschwunden sind, kommt die Stadtreinigung und entsorgt die gestern angefallenen Scherben. Direkt im Anschluss werden – begleitet von lautem Geklapper – die Metallgitter zur Absperrung auf der Strasse aufgebaut.




Mittwoch, 17.3.2010


Bereits am Vortag hat uns die Concierge darauf hingewiesen, dass heute Ausnahmezustand herrscht und deshalb Frühstück nur bis 8.30 Uhr ausgegeben wird. Auch gibt es ausschließlich „Full-Irish-Breakfast“, wobei wir für Ruth wenigstens herausschlagen können, dass sie kein Ei zu essen braucht. Eine Gruppe junger Männer kommt unserer Meinung nach eigentlich zu spät zum Frühstück, aber auch sie bekommen noch Atzung.
Dann machen wir uns nochmals auf den Weg, weil wir befürchten heute noch lange genug stehen zu müssen. Unser Weg führt uns wieder einmal zu Molly Malone und dann durch die Fussgängerzone, wo jede Menge Kleinkünstler und Marketender versuchen ihre Kunst, oder Ware an den Mann, oder die Frau zu bringen. Wer will, kann sich für kleines Geld abwaschbare Tattoos (Kleeblätter, Harfen, Guinnessgläser, oder ähnliches) auf die Backe malen lassen. Wir wollen nicht !
Aber uns fasziniert ein Marionettenspieler, der mit seiner Puppe wunderbar umgehen kann und der mit deren „Lebendigkeit“ die Kinder erschreckt.
Und dann wandeln wir zurück zu dem Ort des Geschehens und finden an der Absperrung unmittelbar vor unserem Hotel einen freien Platz, den wir belegen und dann etwas über zwei Stunden warten, bis endlich die Parade beginnt. Aber das, was dann geboten wird, entschädigt für die lange Wartezeit. Überaus fantasievoll und farbenfroh werden hier Kostüme, Figuren und Kombinationen dargeboten, die immer wieder von Musikkapellen im Vorbeimarsch unterbrochen werden. Und das alles ohne Zuhilfenahme von Traktoren, oder Fahrgerätschaften, sondern entweder geschoben, gezogen, oder per Fahrradantrieb bewegt. Umweltschutz wird hier offensichtlich groß geschrieben. Und wieder staunen wir: während der gesamten Parade wird nirgendwo Alkohol ausgeschenkt. Und als wir anschließend noch den Park erneut besuchen, stellen wir fest, dass die Polizei sämtliche Seitenausgänge gesperrt hat und der Park nur durch zwei Eingänge zugänglich ist. Die Polizisten kontrollieren jugendliche Parkbesucher und deren Rucksäcke und Getränkeflaschen auf alkoholische Inhalte. Wir sind erneut beeindruckt.
Auch heute gestaltet sich die Jagd auf Essbares etwas schwieriger, aber auch diesmal werden wir satt. Schließlich ergattern wir uns gar im Lokal unseres Hotels einige Plätze und haben wieder einmal Gelegenheit, das Balzverhalten der Jugend zu beobachten. Diesmal sind insbesondere einige deutsche Jungs an der Angelegenheit beteiligt und wir haben mehrfach Gelegenheit festzustellen, dass Nico offensichtlich derjenige ist, der hier das Rennen zu machen versucht - und scheinbar auch Chancen hat. Aber schließlich verabschieden sich die Mädels, die ansonsten recht zugänglich waren und die Buben müssen sich dem Trunke hingeben.
Auch heute bleibt unser Versuch Nachtruhe zu finden, lange Zeit unerfüllt – obwohl wir im zweiten Stock wohnen und der Lärm eher in Bodennähe stattfindet. Aber schließlich übermannt uns der Schlaf und – eine kurze Nacht wird es ohnehin, weil wir bereits um 6.00 Uhr aufstehen müssen.
Ausgecheckt haben wir bereits am Vorabend und für 7.00 Uhr ein Taxi zum Flughafen ordern lassen.

Donnerstag, 18.3.2010

Wir stehen pünktlich um 5 vor 7 Uhr an der Rezeption, aber das Taxi kummt net, kummt net. Der Hotelier, der eigentlich mit Aufräumarbeiten beschäftigt ist, schaut nochmals nach unserer Buchung und – siehe da – die Dame, die gestern unsere Order bezüglich des Taxis entgegengenommen hat, hat statt 7.00 Uhr 10.00 Uhr geschrieben. Da hätten wir noch ein Weilchen warten können. Auf die neuerliche telefonische Order kommt aber gleich ein Taxi um die Ecke. Der Fahrer macht zwar mit uns noch eine Stadtbesichtigung, aber wir kommen dennoch rechtzeitig zum Flughafen, wo wir uns auf den langen Fussweg zu unserem Gate 103 machen, das wir aber rechtzeitig erreichen. Ein paar der Kumpane, die wir gestern Abend noch im Lokal gesehen haben, finden wir auch hier wieder. Einige scheinen sogar auf dem Flughafen übernachtet zu haben. Sie liegen noch auf den Sitzen und sehen noch nicht wieder richtig frisch aus. Für eine Wäsche hat es auch noch nicht gereicht. Die abwaschbaren Tattoos sehen auf einigen Backen noch recht frisch aus.
Wir begeben uns zum Flieger, haben einen ruhigen Rückflug bei sehr guter Sicht nach unten und als wir in Frankfurt-Hahn landen, hören wir erneut die „Just in time“-Fanfare von Ryanair.
Und auf dem Weg zur Passkontrolle erscheint auf einer Anzeige ein Hinweis, dass auch der Flieger von Porto in Kürze erwartet wird.

Einhellig sind wir der Meinung:
Das wird eines der nächsten Ziele für eine Kurzreise ...

Und hier geht´s zu den Bildern :
Dublin 2010


© Peter

Dienstag, 20. Oktober 2009

HTSV-Jugendfahrt 2009 nach Tamariu




Diesmal fiel das Ganze schon viel leichter, weil wir die Gegebenheiten vor Ort nun schon kannten und auch mit der Crew von der Basis vertraut waren. Trotzdem war auch hier der Aufwand groß, bis alles so organisiert war, dass wir auch zufrieden sein konnten. Und insbesondere die Organisation der Busse nahm etliches an Zeit in Anspruch, weil wir diesmal – selbst organisiert – mit drei Kleinbussen fahren wollten, damit wir für den Fall der (Regen-)fälle vor Ort mobil bleiben. Es ist erstaunlich schwer, überhaupt an die richtigen Busschen zu kommen. Wir wollten ja auch keine Kleinlastwagen, sondern richtige Autos. Tamariu ist ja sonst ein ziemlich kleines Nest, in dem um diese Jahreszeit die Bürgersteige schon fast hochgeklappt sind. Die Kultur wohnt weiter außerhalb (jedenfalls die historische).

Es sind zwar gutes Wetter und Sonnenschein gebucht, aber man kann ja nie wissen…

Ein Alternativprogramm haben wir uns wenigstens bereits in den Köpfen zurecht gezimmert.

Erstaunlich ist bereits jetzt, dass außer der Mannschaft, die sich offiziell über die HTSV-Jugend angemeldet hat, weiterhin eine große Menge anderer zur selben Zeit vor Ort sein will: Ein Paar auf Hochzeitsreise, die bereits jetzt schon unten sind und uns erwarten, einige weitere, die ebenfalls bereits Tamariu angesteuert haben und Erwin mit Frau, Kind und Schwiegermutter, die vorab schon ein Hotelzimmer gebucht haben wollten, obwohl sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind.

Wenn alle mittauchen wollen, wird´s ganz schön eng auf dem Boot. Aber uns bleibt ja die Hausbucht mit den (versprochenen) 8 Seepferdchen… ;o))

Seit Mittwoch haben wir schon letzte Vorbereitungen getroffen, Mappen für die Fahrer der Busse zusammengestellt mit Listen, Plänen, sowie Sprit- und Mautgeld. Dann habe ich schon die Tauchklamotten gepackt, damit´s am Freitag nicht so hektisch wird (immerhin fangen auch noch die Ferien an) und schließlich brauchen wir dann nur noch die Verpflegung für unterwegs fertig zu machen (Brot und Wurst/Käse, Obst, Kaffee – es wird ganz schön lang … ).

Und dann ist´s so weit:


Freitag, 9.10.2009


Nachdem alles gepackt und im Auto verstaut ist, legen wir uns noch ein halbes Stündchen auf´s Ohr und werden gerade noch rechtzeitig wach. Beim REWE holen wir noch ein Reisbrot für Ruth und was zu knabbern für uns beide für unterwegs und fahren anschließend nach Hanau zur Firma Hertz um die zwei gebuchten 9-Sitzer abzuholen. Es handelt sich um zwei sehr gut ausgestattete Fahrzeuge und ich fahre noch nach Offenbach um unsere Barvorräte aufzustocken, weil die Frankfurter Filiale der Sparkasse mir nur jeweils 500,-- € pro Tag gegeben hat, wir aber allein schon für die Hinfahrt nahezu 250,-- € pro Fahrzeug brauchen (Maut und Sprit). Und essen und trinken müssen wir ja auch noch (Unterkunft und Tauchen sind bereits vorab gezahlt).

Pünktlich um kurz vor ½ 5 Uhr treffen wir in Langen ein, wo bereits ein Teil der Truppe mit Gepäck und guter Laune auf uns wartet.

Schnell sind die zwei weiteren Fahrzeuge gepackt – wir haben ja viel Platz und dann warten wir auf Kristian, der uns noch verabschieden und mit T-Shirts versorgen will, die speziell für diese Fahrt bedruckt worden sind. Aber Kristian hatte es so verstanden, dass wir uns um 17.00 Uhr treffen wollten und meinte demzufolge, es reicht, wenn er um ¼ nach 5 Uhr dort eintrifft und kommt um kurz vor ½ 6 Uhr, während Teile unserer Jugend bereits hungrig ist und zum Türken stürmt um Döner zu holen. Nach mehrfachen Telefonaten kommen wir jetzt doch schlussendlich noch zusammen und können bereits kurz vor 18.00 Uhr schließlich fahren.

Den ersten Stopp machen wir, nachdem wir uns an Karlsruhe vorbeigestaut haben, direkt hinter der deutschen Grenze und kommen dann zügig durch Frankreich, wobei wir doch die eine oder andere Pause einlegen, teils um uns nur zu erleichtern, oder aber auch um mal ein Brot zu essen, oder einen Kaffee zu trinken. Die Intervalle zwischen den Etappen werden dabei kürzer, je müder die Fahrer werden, aber relativ spät am morgen wird es hell und dann fällt auch die Fahrerei wieder leichter. Unterwegs hat es mal ergiebig geregnet und auch bei der Ankunft ist der Himmel noch grau in grau. Wir gehen zunächst zur Basis und begrüßen die Crew. Dann ist Hunger angesagt und Andrew und Matthias, die bereits vor Ort sind, haben Frühstück vorbereitet und nach dem Frühstück kommt auch der Vertreter der Hauseigentümer und weist uns – zusammen mit Ade – in die übrigen Appartements ein, wo wir uns ein Momentchen auf´s Ohr legen, bevor wir wieder zu Basis gehen um unseren ersten Checktauchgang zu machen. Das Ausbleien funktioniert problemlos und einen Großteil unserer Freunde finden wir auch gleich wieder. Die versprochenen Seepferdchen heben wir uns für morgen auf.

Libor und Heike treffe ich unter Wasser und als ich auftauche, steht inzwischen auch Erwin am Ufer um uns zu begrüßen. Er bekommt tatsächlich ein Appartement – und zwar in unmittelbarer Nähe zur Basis, was uns ein bisschen neidisch macht.

Und danach gehen wir zur Wohnung zurück, wo ich mich dusche und anschließend mit dem Bericht beginne, während Niklas und Ruth die Küche säubern, was leider ziemlich nötig ist. Um 8.00 Uhr soll es Abendessen geben. Wir lassen uns überraschen.

Als es tatsächlich etwas zu essen gibt, ist es schon etwas später, aber dann ist relativ schnell Ruhe, weil die Mannschaft doch – dem Himmel sei Dank – auch geschafft ist.

Und ich schlafe durch wie ein Stein.


Sonntag, 11.10.2009


Der Wecker weckt – wie immer mit : "Jetzt ist Sommer" -, aber es ist noch relativ kühl draußen und die Mannschaft sitzt sogar schon am Frühstückstisch. Gedeckt ist im Vorgarten, malerisch mit Blick auf den gegenüberliegenden Parkplatz. Eingeborene sind offensichtlich noch nicht auf – es ist recht ruhig.

Nach dem Frühstück geht es unmittelbar zur Basis, weil das Tauchschiff pünktlich um 9.30 Uhr in See stechen soll. Die Abfahrt verzögert sich aber noch um wenige Minuten (Bundesbahn-Jargon) aus betriebstechnischen Gründen, weil Erwins Flasche nicht tut, was sie soll und deshalb Ade, weil sie hilft, auch zu spät kommt.

Aber dann stoßen wir ab und begeben uns zum Finger-Riff, wo ich mit Laura und Isa einen gemütlichen Tauchgang begehe, bei dem es viel zu sehen gibt: Leoparden-Nacktschnecken, sehr schöner Bewuchs, Gelbstriemen, Brassen- und Barrakuda-Schwärme, die Meerzitrone und viel Kleinzeug. Die Sicht ist hervorragend und alles kommt gesund und munter wieder oben an. Die Strömung hält sich in engen Grenzen und nach der Ankunft zuhause sind einige dabei, die eigentlich nur die Flasche wechseln und gleich wieder ins Wasser springen wollen. Mit Mühe halten wir sie davon ab.

Aber natürlich finden auch am Nachmittag wieder Tauchgänge statt und wir suchen die Seepferdchen. Ich bin zunächst mit Alex unterwegs und wir finden zwar kein Seepferdchen, obwohl ich von Maria weiß, wo es sitzen soll, aber eine Grasnadel, worüber ich schon ganz stolz bin. Als wir zurück sind, wartet bereits Björn auf mich und Ruth hängt sich mit dran. Wir tauchen zu dem Fleck, wo das eine Seepferdchen sitzen soll, und wir finden Tom, der allein mit Kamera unterwegs ist und andeutet, wo es sich befinden müsste. Weil er es aber nicht gesehen hat, taucht er weiter. Wir schauen intensiv weiter und schließlich entdecke ich es – hervorragend als Algenbüschel getarnt.

Wir kommen zur Basis zurück. Es ist bereits 17.45 Uhr und wir müssen uns beeilen, weil wir noch mit Libor und Heike zusammen Doc Oli abholen wollen und außerdem Klaus und Elke mit zum Flughafen wollen. Für sie ist heute der Urlaub zu Ende.

Unser „Stammlokal“ hat zu und deswegen fahren wir in Richtung Gerona los, in der Hoffnung etwas zu essen zu finden. In La Bisbal werden wir fündig und schlingen auf die Schnelle eine Pizza hinab, weil die Zeit ja nicht stehen bleibt. Wir liefern Elke und Klaus am Terminal ab und parken erst einmal das Auto. Dann verabschieden wir die beiden und warten dann auf Oli, dessen Flieger Verspätung hat, weil sie zwei Passagiere zu viel an Bord hatten, die eigentlich nach Danzig wollen.

In der Zwischenzeit zeigt uns ein ebenfalls deutsches Ehepaar mit Kind, was man mit einem Sony-Ericsson-Handy machen kann (Face-Warp), nämlich Gesichter verzerren. Wir lachen uns kaputt und beschließen, die Teilnehmerlisten der nächsten Seminare optisch ein wenig aufzupeppen.

Olli kommt schließlich an. Nachdem wir mitgekriegt haben, dass der Flieger gelandet ist, hole ich schon mal das Auto, um die Prozedur abzukürzen, aber ich muss drei Runden kreiseln, bis er tatsächlich mit Ruth neben der Fahrbahn steht. Wir packen schnell alles ein und kommen tatsächlich um kurz vor 11.00 Uhr wieder in Tamariu an.

Es gibt zwar noch viel zu bereden, aber schließlich stürzen wir todmüde ins Bett und schlafen den Schlaf der Gerechten.

Morgen warten neue Taten auf uns...


Montag, 12.10.2009


Es spielt sich ein, dass wir in der Regel drei Ausfahrten haben, wobei noch einige andere Gäste da sind, die ebenfalls Platz auf dem Schiff beanspruchen. Aber es geht – wie immer hier – alles ganz entspannt und in Absprache mit der Basisleitung vonstatten. Wir bereiten bereits abends die entsprechenden Tauchlisten vor, die von der Basis auch so übernommen werden, wenn sich nicht irgendwelche Teilnehmer es sich anders überlegt haben. Aber auch das geht ganz problemlos. Wir handhaben es so, dass jeder einen Tauchgang vom Boot macht und dann in der Bucht tauchen kann, sooft er will. Und von dieser Möglichkeit wird reger Gebrauch gemacht. Dabei ist immer sichergestellt, dass nach den Regeln des VDST getaucht wird.


Dienstag, 13.10.2009


Und so vergeht ein Tag zwar nicht wie der andere, weil ja immer wieder neue Geschichten geschehen, andere Viecher, äh – Fische, gesehen werden und jeder will von den versprochenen 8 – in Worten: acht – Seepferdchen so viele wie irgend möglich sehen. Libor, der ja nun schon einige Zeit da ist, bestätigt, dass es reichlich zu sehen gibt. Heute geht unsere Ausfahrt zum „Brötchenriff“ El Furio, das so heißt, weil es bei grobem Hinsehen auf der Karte aussieht, wie ein Weck. Hier gibt es große Einsiedlerkrebse, Conger, Muränen, große Drachenköpfe und Gabeldorsche zu entdecken. Und dann geht´s wieder nach Hause. Zwischendurch müssen wir auch einkaufen und begeben uns zu diesem Zweck nach Palafrugell, wo wir bereits den LIDL kennen. Der ist auch gut sortiert und zum Teil ist die Beschriftung der Ware auch in deutscher Sprache, wenn uns nicht gar der Name aus der eigenen Werbung geläufig ist.


Mittwoch, 14.10.2009


Auch heute führt unsere Ausfahrt wieder nach „El Furio“. Noch ist die Tour möglich. Der Wetterbericht sagt voraus, dass 6 bis 8 Beaufort blasen sollen, was weitere Ausfahrt in der Ferne entschwinden lässt. Aber heute geht´s noch und so schauen wir nach, ob die Conger, die wir gestern entdeckt haben, noch an der selben Stelle sitzen. Sie tun´s , und zwar in guter Nachbarschaft zu den Einsiedlerkrebsen, die wir schon vom letzten Mal her kennen.

Den zweiten und dritten Tauchgang machen wir dann in der Bucht – und auch hier ist, wie eigentlich immer, viel zu sehen.

Es hat sich aber doch schon eine kräftige See aufgebaut und wir befürchten das Schlimmste. Auch mit der Sicht geht es kräftig bergab.

Immerhin hat Jan heute seinen 200sten Tauchgang, den er gemeinsam mit Max, Ruth, Olli und mir begeht. Wir haben viel Spaß und sehen wieder das Seepferd „Zorro“, dass sich ab und an schon mal versteckt.


Donnerstag, 15.10.2009


Heute ist es soweit. Draußen hat es sich so aufgebaut, dass eine Ausfahrt nicht machbar ist. Wahrscheinlich hätten wir sogar Spaß an Wind und Welle, wahrscheinlich wäre auch der Tauchgang noch schön. Aber letztendlich muss man ja doch wieder hinauf auf´s Schiff – und da sind einige doch ein bisschen überfordert. Und hier verlassen wir uns ganz auf das Urteil der erfahrenen Basiscrew. Und was anderes bliebe uns wohl auch nicht übrig .. ;o))

Immerhin hat Jan heute Geburtstag. Er wird beglückwünscht – und weil Max seinen 114ten Tauchgang gemacht hat, legen sich die zwei noch eine Extra-Flasche an die Biegung des Rohres in der Bucht mit dem Vermerk : „Bitte liegen lassen – please, leave it here“ und machen einen 114 Minuten langen Tauchgang auf 11,4 Meter (von dem sie dann ziemlich durchgefroren zurückkehren).

Die Mädels backen einen Fertigkuchen mit Sahne und Ruth, Olli und ich sind gerade beim Einkaufen, als uns ein Notruf erreicht. Wir mögen nochmals Sahne mitbringen, weil eine der angehenden Hausfrauen die Sahne zu Butter geschlagen hat.

Nach dem Abendessen kommt der interessante Teil: Jan wird von uns mit dem Füllhorn unserer Geschenke überschüttet (Outdoor-Programm: "How to shit in the woods"), der Torten unserer Mädels, die er prompt aufteilt und an alle verteilt, einem Folklore-Tänzchen von Ruth und Heike, die extra ihre Flamenco-Klamotten mitgebracht haben, sowie der Diavorführung durch Libor, der die Dias, die er im Mai hier aufgenommen hat, einem breiten Publikum vorführt – mit Stollis Projektor.

Dazu gibt es zum Anstoßen "Kindersekt" und Ade, die zur Diavorführung extra gekommen ist, ist von der Flamenco-Vorführung so begeistert, dass sie vorschlägt, am nächsten Tag nochmals ein Tänzchen vor der Basis vorzuführen, während Tom oder Mary das Ganze für Werbezwecke im Bild festhalten sollen.

Wir babbeln noch ein bisschen dummes Zeug – darin sind wir ja groß – und legen uns schließlich müde zu Bett.


Freitag, 16.10.2009


Heute geht´s ein wenig später zur Basis. Wir machen unsere Tauchgänge und im Anschluss findet eine Tauchertaufe in sehr abgespeckter Form statt, die aber von allen Seiten – einschließlich interessierter Touristen – mit Freude beäugt wird.

Zwischendurch posieren Ruth und Heike bereits am Kai, was ebenfalls interessiert zur Kenntnis genommen wird.

Mit der Vorführung vor der Basis dauert es ein bisschen, weil die Musikanlage im Innern der Basis zwar schöne Musik bringt, die aber von außen nur sehr verhalten zu vernehmen ist. Dafür hört man das Klappern der Kastagnetten um so deutlicher.

Und auch hier wird von allen Seiten heftigst applaudiert.

Einige unserer Mitstreiter möchten gerne so etwas nachmachen, wie Jan und Max es gestern vorgemacht haben, aber wir wollen dies doch lieber als Geburtstagsgeschenk betrachten und nicht zur Allgemeinübung werden lassen.

Sonst hätte auch Ruth einen Tauchgang auf 33,3 Meter für 33,3 Minuten machen müssen, weil ich bei Eintragung der statistischen Zahlen feststelle, dass sie just an diesem Tag ihren 333sten Tauchgang in Spanien gemacht hat.


Samstag, 17.10.2009


Es ist zwar allgemein freigestellt, dass heute nochmals getaucht werden könnte, wenn denn sichergestellt wäre, dass die Appartements pünktlich um zwölf Uhr geräumt wären, aber vernünftigerweise macht keiner davon Gebrauch.

Auch so gibt es genügend zu tun und wir teilen uns intern so ein, dass ich zunächst auf der Basis unsere Tauchklamotten packe, während Ruth die rechtzeitige und reinliche Räumung der Appartements überwacht. Bei dieser Gelegenheit stellen wir fest, dass wir noch über unglaubliche Mengen an Lebensmittel verfügen. Deshalb wird für die Heimfahrt ein Nudelsalat gefertigt, der mit einem Teil dieser Reste gespickt wird.

Relativ pünktlich kommt der Vertreter der Appartementseigentümer und macht eine eher laxe Abnahme der Räumlichkeiten. Beanstandungen gibt es keine und wir bekommen anstandslos unsere Kaution zurück.

Dann begibt sich die komplette Mannschaft zur Basis, weil wir uns von der Crew verabschieden wollen. Letzte Bilder werden gemacht, gegenseitige Schmeicheleien ausgetauscht und wir nehmen erfreut zur Kenntnis, dass wir auch im nächsten Jahr wiederkommen dürfen, weil wir so lieb und pflegeleicht sind. Das hört man doch gern … ;o))

Bevor wir zum Mittagessen gehen, besteht für jeden nochmals die Möglichkeit im Intermarché einkaufen zu gehen, wovon allgemein Gebrauch gemacht wird. Wir haben zwar genügend Lebensmittel, aber für die Süßigkeiten und andere Getränke als Wasser oder Saft ist jeder selbst zuständig.

Dann fahren wir zunächst Manfreds Frau zum Busbahnhof, während der Rest sich bereits zu unserer "Stammkneipe" Can Cesar begibt, wo das Mittagessen bereits auf uns wartet. Neben braven Patatas (katalanischen Bratkartoffeln) gibt es Fleischbällchen, katalanische Kroketten und Calamares a la Romana und vorher bereits Toastbrot mit Olivenöl und Tomaten und von allem sehr reichlich. Keiner bleibt hungrig und nachdem wir einen sehr fairen Preis für das Ganze bezahlt haben, werden die Autos geentert und wir machen uns auf den Weg, nicht ohne uns erst einmal wieder zusammentelefonieren zu müssen, weil das ausgemachte Treffen "am Kreisel" für spanische Verhältnisse nicht eindeutig genug war, weil – Kreisel gibt es hier an jeder Ecke.

In La Jonquera tanken wir ein letztes Mal die Fahrzeuge voll, weil der Preis hier wesentlich günstiger ist, als in Frankreich und Deutschland und dann machen wir uns auf den langen und anstrengenden Weg nach Hause, begleitet von dem bereits angekündigten heftigen Wind (8 bis 10 Beaufort), der uns mehrfach fast von der Straße bläst.

Bis zum späten Abend sind die Etappen noch relativ lang, aber je weiter die Nacht fortschreitet, desto kürzer werden diese.


Sonntag, 18.10.2009


Wir legen regelmäßige Pausen ein und stellen fest, es wird ziemlich frisch auf der Route de Soleil (Tiefstwerte 0,5 ° Celsius), wobei unser Auto bei 4 ° Celsius eine seltsame Meldung mit "!" zur Kenntnis gibt ("Temperatura esterna bassa"), dann aber gar nicht mehr anzeigt, wie kalt es denn eigentlich wirklich ist.

Bei Mühlhausen kommen wir nicht direkt auf die Autobahn in Richtung Karlsruhe, sondern müssen erstmal in Richtung Basel, was ein Auto etwas zu wörtlich nimmt und weiter düst bis Basel. Aber dank Handy finden wir wieder zusammen…

Und zu guter Letzt fängt es auch noch an zu regnen, aber da sind wir bereits in Deutschland. Am Rasthof Mahlberg machen wir einen letzten längeren Stopp, die Abholer werden bereits per Handy auf unser Kommen vorbereitet und bei Baden-Baden machen wir noch einen kurzen Abstecher ins Gelände, weil die Autobahn gesperrt ist.

Und schließlich treffen wir uns in Langen an der Shell-Tankstelle, wo wir auftragsgemäß die Autos wieder volltanken, um anschließend ein Punktlandung hinzulegen und - genau wie angekündigt – um 8.00 Uhr auf dem Parkplatz des Hallenbades einzulaufen, wo wir bereits erwartet werden. Die Klamotten werden umgeladen, die letzten Lebensmittel verteilt, tränenreich Abschied genommen und dann bringen Ruth und ich die gemieteten Busse wieder nach Hanau und begeben uns nach Hause, wo eine ziemlich ausgekühlte Wohnung uns erwartet.

Wir werfen die Heizung an und legen uns dann erst einmal zu Bett um neue Energien für´s Auspacken zu schöpfen.


© Peter Helbig


Statistische Nachlese:


Es wurden insgesamt 287 Tauchgänge gemacht, das sind durchschnittlich 41 Stück pro Tag. Kein Mensch kann uns nachsagen, wir hätten uns auf die faule Haut gelegt … ;o))



Dienstag, 8. September 2009

Nobbes´ L´Estartit-Tour 2009

vom 28.8. bis 6.9.2009

Im Vorfeld war bereits alles geklärt. Nobbes hat in seiner unnachahmlichen Weise bereits den Zeitplan und die Sitzordnung im Bus, Tauchgangsplanung und sämtliche anderen Modalitäten herumgemailt, so dass jeder Bescheid wusste, wann, wo und warum er sich rechtzeitig einzufinden und in den Bus einzusteigen habe.
Da wir die letzten Zusteiger waren und die Busfahrer aber auch nicht zur Hauptverkehrszeit nach Frankfurt hinein und wieder rausfahren sollten, hatten wir ausgemacht, dass der Bus uns auf der Raststätte Gräfenhausen aufgreifen solle. Wir, das waren diesmal Silja und Micha, Tru und Stefan, Ruth und ich. Die übrigen hatten sich bereits bringen lassen und nur wir standen mit dem Auto da, aber Tru erklärte sich bereit mich erst mit seinem Wagen zur anderen Rasthofseite zu fahren, damit wir auf der Rückfahrt nicht erst mit dem Bus große Umwege fahren müssen. Erst dann würde Trus Sohn wieder mit dem Auto nach Frankfurt düsen.
Die Aktion war rechtzeitig abgeschlossen und kurze Zeit später kam Gimmlers Bus, wir packten schnell unsere Habseligkeiten in den Bauch des Gefährts, bis auf das, was oben gebraucht wurde (Fressalien, Trinkerei, Schmusedeckchen und –kissen) und nach kurzer Begrüßung ging es auch schon weiter. Bereits kurz darauf wurden – was wir von den bei uns mit der Jugend durchgeführten Fahrten überhaupt nicht gewohnt sind - die ersten Flaschen Gerstenkaltschale und diverse homöopathisch/medizinische Dosierungen von gebrannten Früchten (Becherovka und „Uffgesetzte“) gereicht und die Stimmung war gut. Schnell hatten sich alle diejenigen, die sich schon lange nicht mehr gesehen hatten, begrüßt und die letzten Neuigkeiten ausgetauscht und – ich will es kurz machen – nach insgesamt 15 Stunden bei insgesamt 4 Pausen a´ je ½ Stunde trafen wir müde, gerädert und mit müden Knochen im Hotel ein, wo bereits ein opulentes Frühstück auf uns wartete. Daraufhin hatte Nobbes bereits die Zimmereinteilung fertig. Wir brachten die Tauchklamotten in die dafür bestimmte Unterkunft und unser restliches Gepäck auf´s Zimmer und machten dann mit Silja und Micha einen ersten Orientierungsgang durch den Ort. Danach gab es eine kurze Mittagspause mit entsprechendem –schläfchen und anschließend duschten wir und warteten auf 17.00 Uhr, wo uns Nobbes den Hafen, die Füllstation und unser Schiff zeigen wird und Ruth ein wenig über das maritime Leben unter der Meeresoberfläche erzählen wird.
Und jetzt kann der Urlaub richtig beginnen !


Sonntag, 30.8.2009

Wir frühstücken wieder gut und stellen dann unsere Tauchklamotten zum Abtransport in den Hafen bereit. Auf dem Weg zum Hafen werfen wir einen Blick ins Wasser. Dort ist die Sicht eher ausgegangen. Auf dem Schiff gestaltet sich die Vorbereitung auf den Tauchgang noch etwas ungeübt. Das wird sich aber erfahrungsgemäß im Verlaufe der Woche einspielen. Weil bis gestern auch der Tramuntania heftig geweht hat (Stärke 6 bis 7) , ist auch die Welle noch hoch, so dass wir auf dem Weg zum Tauchplatz kräftig durchgeschüttelt werden. Aber wir finden einen Platz unter Land und lassen uns ins Wasser fallen und dort gibt´s schon richtig viel zu sehen. Ruth taucht mit Birgit und Stefan mit mir und wir befinden uns in einer offenen Vierergruppe. Hier wird schon viel von dem geboten, was das Mittelmeerchen zu zeigen hat: Muränen, Zackis, Brassen, Pulpos und so weiter und wir machen einen gemütlichen, gut einstündigen Spaziergang unter Wasser.
Anschließend geht´s wieder zum Hafen. Wir essen eine Kleinigkeit und legen uns nochmal ´ne Weile auf´s Ohr, weil die Nacht doch nicht so ruhig war, wie erwartet.
Und der Anlauf zum zweiten Tauchgang geht schon wesentlich routinierter. Flugs sind wir vor den Medas, Martin erzählt uns etwas über den Tauchplatz und bevorstehende Strömung. Und dann lassen wir uns ins Wasser fallen und kämpfen im ersten Teil des Tauchgangs auch tatsächlich gegen die Strömung an, werden dabei aber kräftig belohnt durch den Blick auf dicke Zackis, sogar auf der Jagd, Brassenschwärme, Drachenköpfe und viel Kleinzeug in mit Gorgonien bewachsenen Wänden. Nach 45 Minuten haben wir die Ausstiegsboje erreicht, tauchen gemütlich aus und begeben uns dann noch langsam und gegen die leichte Strömung zum Tauchboot zurück.
Beim Deko-Bier bei Felix meint Nobbes schließlich sich entschuldigen zu müssen, weil es so anstrengend war, aber die einhellige Meinung meiner Crew ist: Der Tauchgang war einfach Klasse.
Während Ruth sich noch mit Michael zum Tauchshop begibt, weil Micha´s Schlauch am Atemregler geplatzt ist, setze ich mich an den Rechner und tippe wieder einen Teil meines Berichts hinein, damit nichts vergessen geht. Anschließend machen wir uns zum Abendessen, verbringen einen gemütlichen Abend und schon ist der erste Tauchtag herum.
Wie die Zeit vergeht...



Montag, 31.8.2009

Kaum ist der erste Tauchtag vorbei, schon kehrt eine gewisse Routine ein: Die Leute erscheinen pünktlich am Schiff, Flaschen, Automaten und sonstige Gerätschaften werden vorbereitet, beziehungsweise angelegt – und kaum sticht das Schiff in See, sind wir bereits so gut wie fertig. Das Meerchen zeigt sich zwar noch nicht von seiner besten Seite und der Käpt´n muss noch gegen die hohe See anmanövrieren, aber sobald wir unseren Platz erreicht haben, wird´s relativ ruhig – abgesehen von einer kurzfristigen Tsunami-Warnung, bei der wir meinen, das Schiff wolle die Eskimorolle üben. Aber unter Wasser – alles , wie´s sein soll - Fische, Pulpos, Krabbeltiere etc. vom Feinsten und alle sind der Meinung, so könne dies bleiben, insbesondere, weil auch die Temperatur noch gut mitspielt.
Nach dem Tauchgang bringen wir nur unsere Gerätschaften, sofern sie nicht ohnehin an Bord verbleiben, auf´s Zimmer und treffen uns alsbald direkt bei „Felix“, der „In-Kneipe“ auf der Zeil, wo man sich halt nach dem Tauchgang trifft um einen Cafe solo, Cafe Americano, eine „Clara“, oder eine Cola, oder ähnliches zu sich zu nehmen. Dann geht´s noch ein Sekündchen auf´s Zimmer zum Ruhen und dann wird bereits zum nächsten Tauchgang gepfiffen.
Und so wird das jetzt bleiben: Frühstücken, tauchen, essen, tauchen, schlafen, essen, tauchen u.s.w.
Nach dem zweiten Tauchgang der obligatorische Gang zu Felix – und jetzt gibt´s auch schon die ersten „Canas“, oder „Jarras“ (kleine, oder große Biere) und dabei werden die Erlebnisse des Tages zum Besten gegeben, oder Erfahrungen ausgetauscht.

Dienstag, 1.9.2009

Im Prinzip verläuft der heutige Tag wie bisher, nur mit dem Unterschied, dass Purelisa heute Geburtstag hat, wie im übrigen heute vor einem Jahr genauso (ganz erstaunlich, oder ??). Wir haben aus diesem Grund ein schönes Handtuch erworben und ihren Namen darauf sticken lassen, sowie eine Karte von allen unterschreiben lassen und einen
„L´ Estartit- Lolli“ dazu gelegt und das Ganze zum Abendessen bei einem dreifach kräftigen „Caisson“ überreicht. Dafür gab´s dann Sekt und – wie immer . ein hervorragendes Abendessen. Und danach, der Abend ist schon fortgeschritten, gehen unsere Mädels nochmal einkaufen, oder bummeln und ich setze mich an den Bericht, damit wir auf dem Laufenden bleiben.
Und ich überlege, ob ich tatsächlich nochmal ins Örtchen soll, oder ob ich mich gleich hinlege. Müde genug wäre ich ja. Aber die Pflicht ruft ... ;o)))


Mittwoch, 2.9.2009

Heute haben wir das volle Programm. Zunächst war es so geplant, dass wir den ersten Tauchgang unternehmen und dann mit dem Bus nach Tamariu fahren, weil wir ja im Herbst mit der Jugend noch einmal dort sind und mit der Basis noch Klärungsbedarf besteht, was die Unterkünfte betrifft. Dann aber erfahren wir, dass heute beide Tauchfahrten zu den Medas gehen, weswegen wir unseren Plan umwerfen und ich in Tamariu anrufe um unser Kommen um einen Tag zu verschieben. Telefonisch erhalte ich aber nur eine Ansage und spreche eine kurze Nachricht nach dem Pfeifton und wir machen zwei sehr schöne Tauchgänge. Und dann ist auch noch der Nachttauchgang angesagt. Er führt uns nach El Falaguer, wo wir bereits schon einmal waren. Ich bekomme als Tauchpartner Martina und Claus, zwei Taucher aus Viernheim, die sich für diesen Tauchgang bei uns angeschlossen haben – und wir sehen viele Pulpos, die Martina sich ganz besonders gewünscht hatte. Danach machen wir uns nochmals landfein, nehmen eine oder zwei Gerstenkaltschalen und zum Abschluss einen Absacker und danach geht es mir gar nicht gut und ich verbringe eine vergleichsweise unruhige Nacht.

Donnerstag, 3.9.2009

Trotz vorbezeichneter unruhiger Nacht sitze ich morgens beim Frühstück und gehe es trotzdem etwas ruhiger an. Kein O-Saft und nichts, was den beunruhigten Magen in Wallung bringen könnte. Aber das Tauchen funktioniert wieder gut und danach duschen wir kurz (Ruth ist liegen geblieben. Ihr Stirnhöhle wollte heute morgen noch nicht richtig mitspielen), und dann fahren Birgit, Silja, Ruth und ich nach Tamariu. Wir genießen die Fahrt durch die schöne Landschaft und erzählen wenig von dem, was man hier auch ohne tauchen unternehmen kann. Und dann finden wir in Tamariu einen Parkplatz, der bewacht ist und wo sich der Preis seit Mai von 2,-- € pro Tag auf 2,40 € erhöht hat.
Maria entdeckt uns als erste und dann kommt noch Tom hinzu, während wir Ade in der Basis finden, wo sie gerade theoretischen Unterricht abhält. Die Begrüßung ist von beiden Seiten überaus herzlich und auch Birgit und Silja sind gleich integriert.
Zunächst bestellen wir uns direkt nebenan eine Kleinigkeit zu essen und dann stößt noch Ade zu uns und wir können die Gegebenheiten für den Oktober klären. Sie beschreibt uns unser voraussichtliches Domizil für den Herbst und dann machen wir uns wieder auf den Heimweg, nicht ohne erst noch eine Hose für mich besorgt zu haben. Erst fahren wir noch zu meinem Lieblingsleuchtturm „Sant Sebastian“ und dann nach Palafrugell, wo meine Damen noch ein bisschen bummeln wollen. Ich halte zunächst tapfer mit, fühle mich aber insgesamt noch nicht wieder so richtig hergestellt und setze mich demzufolge auf den Marktplatz, trinke einen „Americano“ und harre meiner Mädels. Als sie schließlich kommen, wollen sie natürlich auch noch was trinken und dann Süßigkeiten einkaufen, wo die Chefin der Xocolateria versucht uns über den Tisch zu ziehen. Hat aber nicht geklappt.
Und dann fahren wir in Richtung Heimat, wo ich mich vorm Abendessen noch eine Sekunde hinlege und sofort einschlafe. Nach dem Abendessen auch nochmal ein Viertelstündchen und als wir zu Felix gehen, wo heute Abend Sangria for free gereicht wird, geht es mir schon viel besser. Es gibt viel zu erzählen und viel zu lachen und der Abend verläuft viel besser, als der gestrige.
Gestern Abend sind bereits die Busfahrer eingelaufen, die uns am Wochenende nach Hause kutschieren werden. Ein Pärchen, Nadine und Günter (ohne „h“, so viel Zeit muss sein), und Günter möchte morgen schnuppertauchen. Wir bereiten ihn theoretisch bereits vor.

Freitag, 4.9.2009

Als wir zum Frühstück kommen, sind, neben Nobbes, Nadine und Günter auch schon da. Wir frühstücken gemütlich und erzählen Günter auf dem Weg zum Hafen noch ein paar Kleinigkeiten. Ruth und ich werden heute gemeinsam tauchen, so dass ich im Vorfeld mit Günter bereits mal kurz reinspringen kann. Er hält sich auch tapfer, will dann aber wieder zügig auf´s Schiff. Ruth zieht schnell ihre Klamotten an und dann machen wir ganz gemütlich einen Unterwasserspaziergang, den ersten, den wir in diesem Urlaub ganz allein für uns machen. Auch mal wieder sehr schön – und es gibt viel zu sehen.
Dann ist alles wieder wie bisher – rauskommen, heimfahren, Felix, Päuschen und dann geht´s Ruth nicht so richtig schön. Wir machen zwar noch den zweiten Tauchgang, diesmal zusammen mit Stefan, sehen dabei wieder richtig viel mit Muränen und Zackis und allem, was dazu gehört. Und von der vorher beschriebenen Bojenleine, die wir, wie versprochen, auf 12 Metern Tiefe finden, kommen wir – ohne vorher über der Wasserlinie nach der Richtung schauen zu müssen – das Boot, wo Ruth zügig an Deck steigt um, unmittelbar nach dem Ablegen der Ausrüstung, die Fische zu füttern. Und als wir Zuhause ankommen, legt sie sich unverzüglich zu Bett. Zum für 7.15 Uhr terminierten Gruppenfoto erscheint sie nicht. Auch nicht zum Abendessen und schon gar nicht zur Taufe, wo sie von allen vermisst wird.

Die Taufe findet im Übrigen bei Serafin statt. Draußen regnet es, als wir ankommen und das ganze Vordach ist belegt, so dass wir uns hineinsetzen, nicht ohne Serafin Bescheid zu sagen, dass wir jegliche größere Sauerei unterlassen werden. Einige Kleinigkeiten sind vorbereitet und Nobbes hat bereits wieder gedichtet. Die Stimmung in der Truppe ist gut und selbst Neptun und eine der Schlampen werden getauft, beziehungsweise müssen kleinere Aufgaben bewältigen. Und natürlich haben wir das Geschenk für Nobbes´ Frau Sina vergessen, weswegen ich dann nochmals ins Hotel laufe um es zu holen.
Unter viel Lachen vergeht der Abend im Flug, aber als ich nach Hause komme, liegt mein Weib immer noch auf der Nase und es geht ihr noch nicht wirklich besser.

Samstag, 5.9.2009

Für die morgendliche Tauchausfahrt waren eigentlich nur Ruth, Stefan und ich eingetragen, aber Ruth ist nach wie vor malad. Sie schaut zwar mal beim Frühstück vorbei, legt sich aber unmittelbar wieder hin. So sind Stefan und ich die Einzigen, die sich – neben diversen polnischen und französischen Mittauchern, auf den Weg begeben.
Martin erklärt bereits unterwegs, es sei ziemlich windig, aber man wolle mal seh´n. Und dann liegen wir vor La Vacka, der Kapitän hat den Motor bereits ausgemacht und wir beobachten das Meer. Und dann lässt er den Motor wieder an und wir fahren zurück nach Hause, weil auch die anderen Basen ihre Tauchgänge gecancelt haben, wie wir über Funk in Erfahrung bringen. Dies versetzt uns aber in die Lage die Tauchklamotten rechtzeitig zu packen und auch die restlichen Koffer zu beladen, in Jörgos´ Zimmer zu bringen und zu duschen, weil ja die übrigen Zimmer rechtzeitig zu räumen sind.
Ruth legt sich in Zimmer 106 und „bewacht“ schlafend die Koffer und ich setze mich zu Jörgos ins Foyer, wo wir die diversen digitalen Bilder austauschen. Die anderen gehen dann zum essen und ich führe meinen Bericht weiter. Nachher werde ich uns noch ein Baguette und ein Wasser besorgen – na, und dann wird´s nicht mehr lang dauern, bis sich unsere Schritte in Richtung Heimat bewegen.
Zwischendurch schaue ich immer mal wieder nach meinem Weib und irgendwann bin ich selbst so erschöpft, dass ich – zwischen all dem anderen Gerödel – noch ein Plätzchen finde, wo ich mein müdes Haupt einen Moment hinbetten kann. Ich schlafe auch sofort ein und irgendwann kommt auch noch Philippa hinzu, die einen weiteren, letzten Platz belegt. Jedenfalls kann jetzt keiner mehr unbemerkt irgendwas aus dem Zimmer holen. Und immer wieder schauen ein paar Gesichter herein und fragen, wie es uns geht. Kurz vor der Abfahrt holen Ruth, der es inzwischen zumindest so gut geht, dass sie sich auf den Beinen halten kann, und ich noch Brot und Wurst und dann packen wir den Bus und es geht, nachdem wir uns von der Basis- und Hotel-Crew verabschiedet haben, los.
Zunächst düsen wir über die Autobahn nach Lloret de Mar, wo wir noch ein Stündchen Zeit haben, bis die übrigen Touris anrollen. Hier stehen wir auf einem riesigen Parkplatz mit diversen anderen Bussen und Gabi, unsere Fahrerin, füttert fremdländische Katzen mit einheimischer Wurst. Und Nobbes hat einen Tafelwein erworben, den wir uns in von ihm zur Verfügung gestellten Plastikbechern zu Gemüte führen. Hoffentlich keiner aus "Chateau Migraine" ... ;o)))
Dann kommen die Touris, die bereits mit uns in den Süden gefahren waren – und man fragt sich, warum die überhaupt hier waren, so schlecht gelaunt, wie die sind. Über Alles haben sie ´was zu mosern. Aber Günter, unser zweiter Fahrer, scheint Erfahrung mit so was zu haben und weiß sie gekonnt und diplomatisch zu nehmen. Und recht pünktlich um 8.00 (sprich: 20.00 Uhr) kommen wir los.
Unterwegs machen wir die obligatorischen Pinkelpäuschen, es gibt auch wieder Kaffee und Würstchen und schließlich machen wir unsere letzte – und damit Frühstückspause – bereits in Deutschland mit Blick auf den Schwarzwald.
Günter kündigt an, dass wir gegen 11.00 Uhr in Gräfenhausen sein werden. Auf den letzten Kilometern verabschieden wir uns vom Rest der uns inzwischen recht lieb gewordenen Gesellschaft und dann steigt Nobbes mit aus um sicherzustellen, dass wir auch wirklich fortkommen … ;o))
Die inzwischen benachrichtigten Abholer stehen bereits bereit – und auch unser Autochen ist noch da. Flugs ist alles da hineingepackt – und schon ist wieder ein Urlaub um.



© Peter Helbig

Freitag, 21. August 2009

HTSV-Jugendbergseefahrt 2009

Diesmal sollte es anders sein als bisher.

Bisher waren wir immer nachts losgefahren und morgens rechtzeitig zum Frühstück in der Jugendherberge aufgetaucht. Dann mussten erst die Flaschen gefüllt werden – und mit etwas Glück konnten wir nachmittags unseren ersten Tauchgang machen.
Und diesmal war als Abfahrtstermin Samstagmorgen angedacht, damit wir abends am Grundlsee ankommen, die Flaschen zum Füllen abgeben und uns an den gedeckten Abendbrottisch setzen können. Mal seh´n, ob die Planung so aufgeht?

Samstag, 15.8.2009

Wir sind zeitig aufgestanden und kommen auch vor der Zeit an, aber der Bus ist bereits vor uns da und wir werden von allen Seiten freudig und freundlich begrüßt. Wir machen uns mit unserem Busfahrer Niko bekannt, der seinen Sohn Erwin mitgebracht hat, der uns auch auf unserer Fahrt begleiten wird.
Fleißige Hände haben bereits begonnen, Tauchklamotten, Flaschen und alles, was sonst noch so dazu gehört, zu verstauen und so kommen wir einigermaßen pünktlich fort. Allerdings werden wir zum ersten Mal kurz hinter Aschaffenburg gebremst, wo offensichtlich ein Unfall stattgefunden hat und wir müssen abwarten, bis die Polizei durch ist. Aber dann geht es zügig weiter und wir werden nur noch durch Nikos Zwangspausen gebremst, die er regelmäßig einhalten muss.
Auf der Höhe von Salzburg erweist es sich, dass wir voraussichtlich etwas später als geplant eintreffen werden und wir informieren die Herbergsleitung entsprechend per Telefon. Immerhin ist sichergestellt, dass wir noch ein Abendessen bekommen. Bevor wir den Bus ausladen, wird also erst gespeist und dann die Zimmereinteilung vollzogen. In der Zwischenzeit werden die Flaschen in den Anhänger der Tauchbasis gepackt, weil wir ja morgen früh zum tauchen in Richtung "Rostiger Anker" wollen. Im Anschluss daran finden noch einige Spielchen statt, bevor wir rechtschaffen müde ins Bett fallen.

Sonntag, 16.8.2009

Früh müssen wir ´raus, weil Sonntag ist und wir befürchten müssen, dass am Tauchplatz die Hölle los sein wird. Der Wettergott spielt mit: Wir haben blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Schnell ist die Taucheinteilung gemacht und dann werden die ersten Blubberblasen ins Bergseewasser entlassen. Wir haben ein Sonnensegel mitgebracht und auch Markus hat seine Strandmuschel dabei. Aber es gibt auch ein paar Sonnenanbeter, die sich unmittelbar der Strahlung unseres Zentralgestirns aussetzen.
Es wird fleißig getaucht und so ist der Tag schnell um und wir lassen zum Abschluss die Flaschen wieder füllen, weil wir morgen zum Wolfgangsee fahren wollen. Das Abendessen ist wieder reichlich und es gibt lecker Nachtisch.
Der Abend wird von Niklas, Tobi und Robert gestaltet, die erst einmal genügend Feuerholz sammeln lassen, dann ein professionelles Lagerfeuer entfachen und anschließend bei Gitarrenmusik, Bongogetrommel und Gesang (mit etwas wenig Licht) loslegen.

Montag, 17.8.2009

Auch heute wieder ist die Nacht, wie eigentlich immer, zu kurz. Aber auch heute herrscht wieder eitel Sonnenschein und lässt uns auf einen erholsamen Tauchtag hoffen. Conny hat heute Geburtstag und er wird mit einem Ständchen beglückwünscht und es wird ihm ein dreifach donnerndes "Caisson" zuteil. Eigentlich wollen wir über Hallstatt fahren um zu sehen, ob am Mittwoch genügend Wasser für unser geplantes Flussschwimmen in der Traun ist, aber wir erfahren, dass ein Teil der Strasse auf dem Koppenpass abgerutscht ist und man zwar mit dem PKW, nicht aber mit dem Bus dort durchfahren kann. Also geht es außen herum über St. Agatha und wir heben uns die Nachschau für morgen auf, wenn wir zum Gosausee fahren.
Auch am Wolfgangsee vergeht die Zeit wieder wie im Flug. Alle, die dies wollen, kommen ins Wasser und es wird nicht nur getaucht, sondern auch geschwommen.
Rechtzeitig machen wir uns auf den Heimweg und kommen, nachdem wir auch heute die Flaschen wieder zum Füllen an der Basis abgegeben haben, rechtzeitig zum Abendessen im Jugend- und Familiengästehaus Grundlsee an.

Dienstag, 18.8.2009

Heute ist Robert die "Festsau". Im Auftrag seiner Mutter haben wir von der Herbergsleitung zwei Geburtstagskuchen backen lassen, die aber beim Frühstück nur angekratzt werden. Ich lasse sie daher nach dem Frühstück in der Küche wieder kalt stellen und wir werden heute Abend nochmals darauf zurückkommen. Auch Robert wird besungen und "caissoniert" und nachdem die Klamotten wieder im Bus verstaut sind, geht´s ab in Richtung Gosausee. Traditionsgemäß wird im Konsum in Gosau wieder eingekauft und auch unsere Wasservorräte wieder aufgefüllt.
Dann folgt zunächst die verbale Einweisung in die Entladevorgänge, die am Gosausee blitzartig erfolgen müssen, weil – wie immer – zu wenig Parkraum zur Verfügung steht. Als der Bus bereits leer ist und die ersten sich schon mit Flaschen, Taschen und Blei bepackt auf dem Weg zum Lagerplatz befinden, passiert noch ein Malheur: Unser Niklas tritt, ohne näher nach hinten zu schauen, nach links auf die Strasse und ein Autofahrer versucht, ebenfalls ohne genau auf die Gruppe zu achten, rechts an einem stehenden Fahrzeug vorbei zu fahren. Das Auto und Niklas treffen sich und Niklas geht zu Boden. Die Reifenspuren sind auf seinem Fuß zu erkennen, aber unser Doc Oli diagnostiziert mit sicherem Blick, dass wohl nichts Ernsthaftes passiert sei. Sicherheitshalber fährt Ruth mit Niklas und dem "Unglücksfahrer" ins Krankenhaus nach Bad Ischl, aber auch die röntgenologische Untersuchung zeigt: Gottseidank nix kaputt !!
So kommt Ruth doch noch zu einem Tauchgang im Gosausee, der zwischenzeitlich vom Rest schon fleißig betaucht worden ist.
Und alle bekommen bei Vroni, die wir bereits am Vortag telefonisch über unser Kommen informiert haben, auf der Alm traditionell einen Krapfen und ein Getränk nach Wahl.
Vroni freut sich besonders, dass Conny, der jetzt schon seit Jahren nicht mehr da war, dabei ist und seinen Sohn vorstellt. Und Jimmy, der der Sprache der Eingeborenen noch nicht so richtig mächtig ist, flüstert Conny zu : "Übersetzen – bitte !"
Auf dem Rückweg fahren wir über Hallstatt, durchfahren den Tunnel und begrüßen den "gigantischen Wasserfall" in der Tunnelmitte mit einer La-Ola-Welle und entsprechenden Begeisterungsstürmen und stellen anschließend fest, dass für das morgige Flussschwimmen genügend Wasser vorhanden ist.
Nach dem Abendessen verbleibt nicht viel Zeit: Neptun ist angesagt und damit die allseits gefürchtete Tauchertaufe für all diejenigen, die erstmals irgendetwas angestellt haben.. ;o))
Neptun und die Schlampen kommen, malerisch zurechtgemacht, per Kanu und alle, auch die umstehenden "Katastrophentouristen" bekommen ihren Senf weg.
Alte Haudegen bemerken, dass die Behandlung beileibe nicht mehr so rabiat ist, wie früher. Und selbst Neptun befiehlt nicht mehr nur, sondern fragt ganz höflich: "Würdest Du bitte mal hervortreten ?" Wie die Zeiten sich ändern…
Nachdem alle wieder sauber sind, setzen wir uns noch zusammen, klönen ein wenig und warten darauf, Kathi, die am Mittwoch Geburtstag hat, zu gratulieren.
Und dann begeben sich die ganz Müden ins Bett und die anderen sitzen noch ein wenig beisammen.

Mittwoch, 19.8.2009

Eigentlich haben wir heute viel Zeit, weil wir erst um 10.00 Uhr los wollen. Aber dann zeigt sich, dass auch der großzügige Zeitrahmen noch zu eng gefasst ist. Es kommt der Stubendurchgang, der belegt, dass hier und da noch Nachbearbeitungsbedarf besteht – und dann … fehlt ein Zimmerschlüssel !!
Es werden das Haus, die Tauchklamotten und der Bus auf den Kopf gestellt – der Schlüssel ist fort! Versuche zur Rekonstruktion der Situationen schlagen fehl, aber letztendlich ertönt ein Schrei: "Der Schlüssel ist da !!". Er fand sich letztendlich im Rucksack eines der jugendlichen Mitstreiter, Herr N.R. aus W. (Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt).
Mit einiger Verspätung kommen wir los, fahren wieder über St. Agatha und Hallstatt zum Einstieg bei der Koppenbrüller Höhle, teilen die Schwimmgruppen ein und stürzen uns in die Fluten der Traun, was wiederum zur Abkühlung führt, weil auch wieder Afrika angesagt ist.
Es zeigt sich, dass wir doch einige Ausfälle zu verzeichnen haben, weil insgesamt lediglich 22 Personen sich auf den Weg flussabwärts begeben. Aber so haben wir aber genügend Personal, das uns am Ausstieg aus dem Wasser helfen kann.
Wir ziehen uns um und verabschieden Doc Oli und Sylvia, die mit ihm bis Salzburg fährt, von wo aus er sich dann nach Hause begibt und Sylvia noch einen Besuch machen möchte.
Wir machen uns, nachdem alles wieder ordnungsgemäß geladen ist, ebenfalls auf den Heimweg, der aufgrund der Tatsache, dass zwischenzeitlich das Tauchergericht tagt und die großen und kleinen Vergehen mit kleinen sportlichen Übungen geahndet werden, sehr kurzweilig verläuft. Anschließend werden noch die Geschenke verteilt, die uns die liebe Elke vom TC Nautilus mit auf den Weg gegeben hat (Speziell bearbeitete Pfefferminzbonbons mit Jugendbergseefahrt-Emblem. Die weiteren Toblerone-Grundlsee-Spezial-Anfertigungen haben wir bereits als Gastgeschenke an die Jugendherbergsdamen verteilt, wo sie sehr gut angekommen sind – vielen Dank an Elke auch an dieser Stelle).
Dann gibt´s noch mal einen kurzen Zwischenstopp bei dem Delikatessen-Restaurant, das seinen Gästen Krönchen verschenkt und dann zieht sich der Rest doch nochmals, weil – wie immer – bei Würzburg Stau angesagt ist.
Aber gegen 22.30 Uhr nähern wir uns mit Riesenschritten Langen, wo bereits ungeduldige Eltern und Angehörige warten um ihre schon fast verloren Geglaubten wieder in die Arme zu schließen.
Der Termin für die Bergseefahrt 2010 steht bereits (7. bis 11.7.2010) und einige Stimmen werden schon jetzt laut, die sich einen Platz für diese Tour reservieren wollen. Die entsprechende Ausschreibung wird aber – wie immer – erst gegen Ende des Jahres ´rauskommen.
Aber bis dahin fließt ja noch einiges an Wasser den Main hinab….

Kleine Nachlese zu statistischen Zwecken:
Während unserer Jugendbergseefahrt 2009 sind insgesamt 104 Tauchgänge gemacht worden. Zu diesem Zweck wurde mit insgesamt 49 Flaschen getaucht.
Insgesamt sind hierfür 148 Füllungen vorgenommen worden und es wurden insgesamt 298.200 Liter Luft veratmet.

Stolze Leistung, oder ??


© Peter Helbig


Und hier geht´s zu den Bildern

Dienstag, 11. August 2009

SCW-Kanutour auf der Lahn 2009

Anlässlich der letzten Jahreshauptversammlung des SCW hatte sich kein hauptamtlicher Kanuwart gefunden. Unabhängig davon hatte sich aber eine Handvoll aktiver Mitglieder dazu bereit erklärt im Verlaufe des Jahres die eine oder andere Kanutour auf die Beine zu stellen, "damit die Boote nicht einrosten".
Nachdem im Juni bereits einmal ein Termin in die Hose gegangen war, weil potenzielle Teilnehmer nicht unter einen Hut gebracht werden konnten, haben wir schließlich während der Einweihungsfeier der Skihütte einen Termin festgeklopft, der schließlich auf Sonntag, den 9.8.2009, fiel.
So treffen sich also zu – jedenfalls für Sonntagmorgen – nachtschlafender Zeit um 8.00 Uhr neun Unentwegte, bestehend aus (Ladies first): Laila, Jutta, Ruth und Gerlinde, sowie (last but not least): Roland, Bardo, Walter, Benno und Peter.
Roland fährt den vereinseigenen Bus aus dem Unterstand und wir hängen den Trailer mit den Booten an, verstauen die notwendigen Utensilien, wie Paddel und Rettungswesten, überprüfen die Abspannung der Zurrgurte und machen uns bereits gegen 8.30 Uhr auf den langen, gewundenen und steinigen Weg über den Taunus in Richtung Lahn. Während der Fahrt vertrauen wir weitgehend Rolands Navigationsgerät (von ihm zärtlich "Susi" genannt und gehätschelt, weil sie nach seiner Aussage die einzige Frau sei, deren Sprache man per Knopfdruck ausschalten könne).
Und bereits nach knapp einer Stunde sind wir in Löhnberg, der von uns auserkorenen Einstiegsstelle, bei der man problemlos ans Wasser kommt und die komfortablerweise noch ein Dixi vorhält, wo letztmalig für eine längere Strecke eine "Stoffwechsel-Endproduktsentsorgung" vorgenommen werden kann.
Schnell sind dann die Boote zu Wasser gelassen und Roland hilft hierbei noch mit, obwohl er, nach eigener Aussage, nicht wasserdicht ist und anschließend bereits mit dem Gespann in Richtung Ausstieg fährt, wo er uns wieder in Empfang nehmen will.

Wir queren die Lahn in Richtung erster Schleuse und Laila und Walter bemerken sogleich, dass ihr Boot nicht ganz dicht ist. Im Bereich von Lailas Füssen leckt es und die Überlegung, dieses Boot gleich wieder aus dem Wasser zu nehmen, wird abgetan mit dem Entschluss, dem Sinken des Bootes durch regelmäßiges Ausschöpfen beziehungsweise Auswringen von bereitgelegten Handtüchern Einhalt zu gebieten.
Bardo und Peter bedienen die erste Schleuse, die wir nahezu allein benutzen und dann geht die Fahrt weiter in Richtung Weilburger Tunnelschleuse, die wir jetzt nicht mehr alleine nutzen, weil sich hier bereits eine große Ansammlung von Booten eingefunden hat. In der Schleuse, die aus zwei hintereinander liegenden Kammern besteht, die insgesamt einen Höhenunterschied von fast vier Metern ausgleichen, könnte man nahezu trockenen Fußes von vorne nach hinten durchlaufen, so viele Boote liegen darin. Die Stimmung in der Truppe ist gut. Launige Sprüche fliegen von vorne nach hinten und zurück und es wird viel gelacht. Die Schleusentore werden hier von einer jungen Frau und einem noch jüngeren Knaben bedient, die von den Schleusenliegern heftig angefeuert werden. Nachdem sie die Schleusentore wieder geöffnet haben, zerstreut sich die Masse der Boote wieder auf dem dahinter liegenden Flussteil und es geht erst richtig los mit viel Natur und weniger Straßenverkehr.
Würde nicht ab und zu ein Zug, oder eine "Rolling Disco" vorbeifahren, könnte man meinen, man sei wirklich weit ab jeglicher Zivilisation.
Eines unserer Boote – mit einer reinen Damenmannschaft besetzt – ist mit der Einhaltung der Richtung noch nicht recht vertraut und sie erhalten, nach einigen Besuchen von uferseitigen Bäumen und Büschen, einen Crashkurs im "Paddeln und Lenken" und – siehe da – gleich wird´s viel besser.
Etwa auf der Hälfte der Strecke, neben dem Campingplatz bei Kirschhofen, legen wir an und machen eine wohlverdiente Pause. Wir verzehren unsere mitgebrachten Stullen und Gerlinde verteilt selbst gekaufte und bereits geschälte Möhrchen, die so gut für die Augen sind.
Nach einer knappen halben Stunde werden die Boote wieder bestiegen, diesmal in etwas geänderter Besetzung und Ruth und Peter übernehmen Lailas und Walters "Leckboot", damit auch sie einmal in den Genuss des Wringens kommen (Laila hat schon einen Muskelkater vom vielen "Würgen").
Die Gegend wird noch ein wenig einsamer und auch die Anzahl der begleitenden Fremdboote wird geringer. Eine weitere Schleuse ist zu bezwingen, aber schließlich kommt Fürfurt in Sicht, wo sich vor dem Ausstieg noch mal eine große Ansammlung von Booten eingefunden hat und wo auch Roland uns bereits von weitem zuwinkt. Er hat sich am linken Ufer einen schönen Platz für seinen Klappsessel gesucht und hilft gleich beim Anlegen, Aussteigen und "Kranen" der Boote. Das Auto und den Trailer musste er weitab vom Ausstieg parken, weil am Anleger so viel los war und der Eigentümer des anliegenden Grundstücks ihn "weggebissen" hat.
Während Roland das Auto holt, nutzt Peter die Gelegenheit sich in der Lahn ein wenig abzukühlen. Und zum Beladen des Trailers dürfen wir dann aber wieder anfahren und nachdem die Boote wieder ordnungsgemäß verstaut sind und während Roland das Gespann zu dem Parkplatz beim Dorfgemeinschaftshaus fährt, begeben wir uns zu Willi, der in der Nähe des Ausstiegs ein Lokal mit Biergarten betreibt (Slogan: "Wo ein Willi ist, ist auch ein Bier" – ein Spruch, der inzwischen schon fast zum geflügelten Wort avanciert ist).
Die Hungrigen bestellen sich ein lecker Essen, aber ein paar von uns dürfen nicht, weil sie entweder nachher zum Chinesen müssen, oder noch Zuhause kochen wollen. Wir bewundern an einem der Nachbartische einen Jungen, der gezielt und offensichtlich mit viel Erfolg mit Hilfe einer Fliegenklatsche jede Menge Mücken erschlägt – bei uns sind gar keine. Bis das Essen kommt. Jetzt sind alle Überlebenden bei uns und wir müssen uns mit dem Essen beeilen, sonst wird es uns von unglaublichen Mengen von Fliegen geneidet und weggefressen.

Auch bei Willi wird vor dem Nachhauseweg nochmals von der Möglichkeit des Besuchs der keramischen Abteilung Gebrauch gemacht und dann zeigt uns Susi wieder den Weg in Richtung Heimat – allerdings nicht ganz bis nach Hause, weil zwischenzeitlich die Batterie leer ist. Aber zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns bereits in Gefilden, in denen wir uns auskennen. Und nachdem es in Karben noch einen kurzen Zwischenstopp an der Eisdiele gegeben hat, kommen wir gesund und müde wieder an der Skihütte an, wo die Truppe zum Abschluss und nach dem Versorgen von Auto und Trailer noch einen Absacker zu sich nimmt um dann, gut gelaunt und abgearbeitet, den Heimweg anzutreten.
Und Gerlinde, die zum ersten Mal an einer solchen Tour teilgenommen hat, erklärt glaubhaft, es sei eine rundherum gelungene Veranstaltung gewesen.

Wir können dies nur bestätigen… ;o))

Freitag, 10. Juli 2009

So war das mit Neptuns Schatz...

Eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen bedeutet viel Arbeit und so begannen die ersten Vorbereitungen bereits im vergangenen Jahr. Jetzt waren die letzten Vorbereitungen getroffen, Alles nahezu perfekt organisiert und es wurde Ernst.
Das Aufbau-Team traf sich bereits am Freitagabend, stellte Zelte und Biertischgarnituren auf, obwohl es ja bei Jugendveranstaltungen gar kein Bier gibt und dann ging es zum See, wo der Parcours vorbereitet wurde. Im Anschluss brachten noch einige Unentwegte die Praxis ihres Nachttauch-Seminars zum Abschluss. Dass bei diesem Tauchgang ein Wels frei schwimmend und diverse große Hechte bei ihrer Ansitzjagd beobachtet werden konnten, wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Am Samstagmorgen, noch vor dem Frühstück, machten sich Kathi und Jan auf den Weg den Rest des "Neptun-Parcours" fertig zu stellen.
Die Übrigen begaben sich nach dem Frühstück ebenfalls zum See und trafen die letzten Vorbereitung über Wasser. Und dann strömten die Massen herbei, bewaffnet mit Tellern, Gläsern und Bestecken (jedenfalls ein paar davon) und dem entsprechenden Hunger und Durst. Dank der guten Vorbereitung war der Grill bereits "angeschmissen" und Würstchen, Steaks, Salate und Kuchen standen bereit.
Neptun und seine zwei Schlampen erläuterten den vorbereiteten UW Parcours und dann begaben sich die ersten Teams auf den Weg um die teils schwierigen Fragen zu beantworten, beziehungsweise Aufgaben zu lösen, die bei den per Kompass anzusteuernden Punkten zu finden waren. So waren zum Beispiel Knoten zu knüpfen, Luftballons aus einem Behältnis in ein anderes zu überführen und ein Bild zu zeichnen – alles frei schwebend und wie immer gut austariert.
Und am Ende des Wegs lag nicht das Haus am See, sondern Neptuns Schatzkiste, aus der man sich dann etwas herausnehmen konnte.
Über Wasser gab es außer Verpflegung auch noch einen Informationsstand, betreut von Lisa und Melanie.
Dort konnte man unter anderem Artikel über die HTSV-Jugend lesen
und sich vielfältige Informationen auch aus dem überfachlichen Bereich über
die Jugendarbeit beschaffen.
Es wurde viel gefeiert, besprochen, gebadet und organisiert und gegen Abend fuhren die Einen nach Hause und die Anderen zurück zum Campingplatz am Heisterberger Weiher, wo erneut gegrillt wurde und der Abend schließlich bei Spielen und Unterhaltung am Lagerfeuer ausklang.
Und als am nächsten Morgen nach dem Frühstück und dem Abbau der Zelte, sowie dem Spülen des Geschirrs und Reinigen des Platzes alles wieder in den Fahrzeugen verstaut war, verabschiedete man sich und war der festen Überzeugung:
Beim nächsten Jugendgrillen werden wir wieder dabei sein, ob nun Neptun erneut einen Schatz verloren haben wird, oder die Veranstaltung wieder "Chill-Grill & Dive", oder wie auch immer heißen mag.
Dem Jugendteam und allen anderen, die in den Erfolg und die Durchführung dieser Veranstaltung viel Schweiß, Arbeit und Herzblut gesteckt haben, sei an dieser Stelle nochmals ganz herzlich gedankt. Ohne Leute, die für Veranstaltungen dieser Art ihre Freizeit opfern, wären solch erfolgreiche Maßnahmen nicht durchzuführen.
Eine kleine Anregung noch zum Abschluss:
Beim nächsten Mal melden sich bitte auch diejenigen bei uns an, die nur am Tag der Veranstaltung bei uns sein und nicht übernachten wollen. Dies erleichtert uns erheblich die Planung bezüglich des Einkaufs von Fleisch, Würstchen, Brötchen und Getränken ! Bereits jetzt schon vielen Dank dafür - auch von unseren Tiefkühltruhen mit den Restbeständen … ;o))

© Peter Helbig