Sonntag, 12. Juni 2016

Sippen-Treffen im Westerwald (11.6.2016)


Festgeklopft hatten wir den Termin ja schon im vergangenen Jahr. Alle hatten sich dafür entschieden, weil man sich ja dann darauf einstellen und entsprechend planen könne. Also dachte ich mir, dann brauchst Du nur ein paar Wochen vorher eine Erinnerungs-Mail zu schreiben – und schon strömt alles in den Hohen Westerwald.
Nun ja, ganz so war´s dann doch nicht. Immerhin kamen gleich ein paar zaghafte Stimmen, die Einen, um sich anzumelden, die Anderen, um bedauernd abzusagen, weil was dazwischen gekommen war.
Eine Woche vorm geplanten Treffen ließ ich also noch eine Mail los, weil wir ja beim „Hui Wäller“ Bescheid sagen wollten, mit wie vielen Personen wir nun dort aufschlagen würden. Auch hier kam nochmal eine Reaktion, woraufhin ich ins Blaue hinein mal 14 Personen angemeldet habe.
Normalerweise wären wir mit dem Wohnmobil hochgefahren, aber Späths wollten abends wieder nach Hause und deshalb haben wir sie in Wetzlar abgeholt und sind gemeinsam gefahren. Als Termin war 15:00 Uhr angesetzt gewesen und wir liefen um 14:45 Uhr vor Ort ein.














Für den Nachmittag war Regen angesagt worden und ich hatte auch das Apfelstübchen reserviert, das wir schon aus den Vorjahren kannten. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns: die Sonne strahlte vom Himmel und wir setzten uns in den Biergarten hinter`m Haus, wo wir zunächst noch ein paar Tische zusammenschieben mussten.
Und die Hochzeitsgesellschaft, die außer uns noch angesagt war, war noch nicht eingetroffen. So nach und nach kamen dann doch auch noch einige der Angemeldeten zu uns und wir konnten in der Sonne sitzen bleiben, bis zum Abendessen geblasen wurde.
Hier hatte unsere nette Bedienung den Vorschlag gemacht, nicht á la carte zu speisen. 




Sie könne uns anbieten, vorab einige Flammkuchen (unterschiedlich belegt) zu kredenzen und anschließend Platten mit Tapas zu bringen. Zum Abschluss sollte es dann Créme Brulée geben. Wir waren einverstanden und gespannt, was da wohl kommen wird. 

Immerhin hatten wir zwar mittags Kaffee getrunken und Himmels-, beziehungsweise Himbeertorte, oder Rhabarber-Krümmelscher-Kuchen gegessen, aber jetzt war doch schon wieder ein wenig Hunger zu spüren.
Also besetzten wir unser Apfelstübchen und ließen uns von der jungen Frau verwöhnen, die trotz eines bereits sehr langen Tages ihren Humor nicht verloren hatte und sehr freundlich blieb.
Alles, was uns vorgesetzt wurde, war wirklich hervorragend und so nach und nach wurden wir so satt, dass dann auch wirklich nichts mehr hinein ging und wir die Gespräche fortsetzen konnten, die sich bereits am Mittag angebahnt hatten.
Zum Abschluss setzte sich noch die Chefin des Hauses zu uns und erzählte ein wenig aus ihrem Leben. Für das nächste Jahr, für das wir auch diesmal den Termin bereits festgemacht haben (10.6.2017), hat sie uns angeboten, die Räumlichkeiten „üwwer die Gass´“zu nutzen, die jetzt fertiggestellt seien. Immerhin könnten hier im oberen Saal bis zu 32 Personen sitzen! So viele werden wir aber wahrscheinlich nach den bisherigen Erfahrungen gar nicht werden! Aber über den Rest können wir ja schon mal nachdenken …
                                                                                                                              © Peter

Mittwoch, 25. Mai 2016

Hohenwarte-Stausee über Fronleichnam 2016 (25. bis 29.5.2016)


In den letzten Jahren waren wir über das verlängerte Wochenende in Nordhausen am Sundhäuser See gewesen. Der See ist zwar wunderschön, insbesondere wenn nicht Hundertschaften ihn durchpflügt haben, aber da in Thüringen kein Feiertag ist und demzufolge dort gearbeitet wird, meint man immer, die Lastwagen des nebenan gelegenen Kieswerks würden einem durchs Vorzelt fahren. Daher hatten wir für dieses Jahr vorgeschlagen, den Hohenwarte-Stausee zu besuchen, den Ruth und ich in 2003 bereits einmal mit Mühlheim besucht hatten. Und damals war es unter Wasser sehr schön klar und mit viel Fisch besetzt gewesen. Die Entscheidung ist dann bei der Jahreshauptversammlung gefallen.








Unsere Anfrage beim Wassersportzentrum Hohenwarte ging zunächst dahin, ob wir mit mehreren Wohnmobilen, Klapp-Wohnzelten, Wohnwagen und Zelten unmittelbar dort würden hausen können. Aber aus unserer Erfahrung waren die Örtlichkeiten beschränkt und wir sind demzufolge letztendlich auf den nebenan liegenden Campingplatz „Saalthal – Alter“ ausgewichen. Immerhin sind wir für Donnerstag abends beim WSZ zum Grillen angemeldet – und getaucht wird ja von dort sowieso.
Mittwoch, 25.5.2016
Ruth muss noch arbeiten und ich darf dafür das Wohnmobil packen und die Fahrt vorbereiten (Wasser und Diesel tanken und Reifendruck messen eingeschlossen, versteht sich). Und dann nutze ich den Rest der Zeit, Zuhause noch klar Schiff zu machen, die Pflanzen zu gießen und den Vögelein nochmals ein paar Meisenknödel und Körnerfutter aufzuhängen. Dann koche ich noch eine Kanne Kaffee für unterwegs und belade sowohl Kühlschrank, als auch Kühlbox, weil ein paar Vereins-kameraden schon gefragt haben, ob sie unseren Kühlschrank mit benutzen können. Und nachdem all dies abgeschlossen ist, setze ich mich hin und nutze die Gelegenheit, die ersten Zeilen des Berichts zu schreiben.
Eigentlich war 16:00 Uhr als Abfahrtszeit angesetzt, aber um kurz nach vier ruft Ruth an und auf meine Frage, ob es sei, wie immer, teilt sie mit, dass sie auf keinen Fall vor 5 Zuhause sein werde. Um kurz nach ½ 6 Uhr kommt sie dann heim und dann kommen wir relativ zügig aus dem Haus. Sie erzählt auch gleich, dass auf der Strecke viel los wäre und wir kriegen´s auch gleich mit: Am Langenselbolder Dreieck stoßen wir auf den ersten Stau, den wir aber über Neuenhaßlau und Niedermittlau umfahren. Ab Gelnhausen West ist dann der Rückstau perdu und es geht zügig weiter. Allerdings ist viel Verkehr und wir fahren über zig Kilometer hinter Lastwagen her, die mit knapp 80 Kmh unterwegs sind. Als wir schließlich vor dem Campingplatz ankommen, ruft uns Silja an, wo wir denn seien, aber wir fahren quasi nach ihnen vor die Rezeption. Wir checken ein und helfen dann Micha und Silja beim Zeltaufbau, bevor wir unser Mobilchen fertig machen zum Zu-Bett-Gehen. Zwischenzeitlich hören wir von Micha Kempf, der um ½ 11 Uhr vor der Tauchbasis steht und leider nicht mehr auf den Campingplatz kommt, weil von 10 bis morgens 7 Nachtruhe ist und die Schranke nicht mehr aufgeht. Er fährt aber auf den Parkplatz vor der Schranke und nächtigt provisorisch dort.
Gemeinsam löffeln wir noch ein wenig Prosecco und legen uns dann ab. Der Wecker soll um 8:00 Uhr klingeln.
Donnerstag, 26.5.2016
Aber um ¼ vor 8 Uhr hat Micha es geschafft, auf den Platz zu kommen und baut bereits auf. Also stelle ich Kaffee auf und hole die bestellten Frühstücksbrötchen. Der Tisch ist schnell gedeckt und die Sonne scheint. Wir hoffen, dass das so bleibt.
Um 10.00 Uhr bin ich mit Mario an der Basis verabredet. Wir bereden den ersten Tauchgang und er erläutert, was wir machen können. Dann machen wir den ersten Tauchgang, der licht- und sichttechnisch etwas mäßig ausfällt. Und auch den angesagten Zander sieht nur Gruppe 2. Mittags fahren Ruth und ich mit Micha P. zum Einkaufen. Das klappt noch hervorragend. Die Rückfahrt zieht sich ein wenig, weil Michas Navi-Handy keine GPS-Satelliten findet und mir keiner glaubt, dass wir in die falsche Richtung fahren. Aber schließlich finden wir wieder heim, kochen, essen und setzen uns dann zusammen und 
reden viel dummes Zeug  (was uns nicht schwer fällt, weil wir in guter Übung sind!).

Micha findet bei Nachbars Gelegenheit zu fragen, wo sie das Holz für´s Lagerfeuer her haben und bekommt freundlicherweise noch ein bisschen Holz mit, mit dem wir selbst ein Feuerchen entfachen. Der Kreis wird etwas enger um das Feuer gezogen und jeder bekommt ein wenig Wärme mit. Für den alten Spruch: „Vorne läuft einem das Wasser den Rücken runter und hinten klappert man mit den Zähnen“ reicht es aber nicht. Hauptsächlich wird mit den Zähnen geklappert. Schließlich ziehen wir uns in unsere kuschelige Behausung zurück und schlafen auch schnell ein.
Freitag, 27.5.2016
Um 8:00 Uhr stehe ich auf und es kommt gleich eine SMS, wonach wir auch um 10:00 schon tauchen könnten. Wir haben aber noch nicht gefrühstückt und so wird es wohl bei 11:00 Uhr bleiben. Die Sonne scheint sogar ein paar Mal durch die Wolken. Nach dem Frühstück begeben wir uns gemütlich zur Basis, machen uns fertig und lassen uns dann von Mario zur Wohnwagen-Bucht fahren, wo ich mit Marla ihren zweiten Freiwasser-Tauchgang unternehme. Wir finden auf 8:00 Metern den Wohnwagen, schön mit Muscheln bewachsen und machen dann im Flachbereich und bei viel schönerer Sicht als gestern noch einen gemütlichen Gang, bei dem wir sogar noch einen Barsch entdecken. Auf meine Nachfrage verneint Marla, dass es ihr kalt sei und wir sind fast eine halbe Stunde unterwegs. Es dauert noch einen Moment, bis wir wieder alle an Bord sind.

Beim Ablegen der Flasche rutscht diese Ruth aus der Hand und fällt ihr auf den Fuß. Nach dem Auskleiden zeigt sich, dass dieser schon ziemlich blau aussieht. Ich fürchte, hieran wird sie noch eine Weile erinnert werden.
Wir versorgen die Gerätschaften und wandern dann zum Zeltplatz, wo wir einen Imbiss zu uns nehmen. Dann fängt es heftig an zu regnen und alles drängelt sich unter die diversen Unterstellmöglichkeiten. Ruth fährt mit Andreas und Andrea zum Einkaufen und ich entleere unseren Nachttopf und schreibe ein paar Zeilen, bevor ich mich noch wenig aufs Ohr lege. Der zweite Tauchgang des Tages führt uns auf die gegenüber liegende Seite des Sees und als wir erst einmal durch die Pollenschicht an der Oberfläche durchgetaucht sind, wird auch hier die Sicht wesentlich besser. Aber auch hier hält sich die Anzahl der Fische in bedauerlich engen Grenzen.


Am Abend wandern wir zur Basis, wo uns Mario ein sehr leckeres Grillmenü vorbereitet hat. Die Qualität von Fleisch, Würstchen und Brot (und Bier) begeistern uns und wir essen alle mehr, als eigentlich nötig wäre. Danach begeben wir uns wieder zurück zu unseren Behausungen und sitzen wieder zusammen am Lagerfeuer.
Samstag, 28.5.2016
Gemeinsam frühstücken wir wieder ausgiebigst und wandern dann zur Basis, wo sich erneut die Frage stellt, wo wir denn hin wollen. Die Entscheidung fällt für die „Schwarze Wand“. Hierzu machen wir die bislang längste Bootstour und auch hier ist dann die Sicht gut und die Anzahl der gesichteten Fische gering. Beim Zurücksteigen aufs Schiff rutscht Ruth eine Flosse aus der Hand und sie bekommt diese nicht mehr zu greifen. Sie versucht zwar noch, hinterher zu kommen, aber unter uns liegt der Grund auf rund 40 Metern und damit ist der Versuch zum Scheitern verurteilt und die Flosse somit leider verschollen. Dabei hat sie ihr über lange Jahre hinweg gute Dienste geleistet. Shit happens … ;o((
Micha Prehl taucht heute Mittag nicht mehr und leiht Ruth daher für den zweiten Tauchgang eine seiner Flossen. Die Fahrt führt uns zu einem Tauchplatz gegenüber dem Totenfelsen. Auch hier ist die Sicht gut und die Zahl der Fische gering, aber der touristische Aspekt wird voll erfüllt. Wir finden einen Kescher, Flaschen, Tassen, sowie eine Videohülle und nahebei auch die zugehörige Video-Kassette.
Am Abend wollen wir im Restaurant „Saalestrand“ essen gehen, aber dort ist es schon voll und eine Reservierung nicht möglich. Mario schlägt vor, uns mit dem Boot zur „Sommerfrische Lothramühle“ zu fahren und auch wieder abzuholen.


Der Vorschlag findet rundum Anklang und die Bootstour zur anderen Seite wird zu einem kleinen Abenteuer, weil Mario uns zeigt, was in seinem Boot mit 225 PS steckt. Auch der Ausstieg und Weg zum Lokal ist ein wenig abenteuerlich, aber alle überstehen den Weg ohne größere Blessuren. Es ist zwar im Lokal für uns reserviert, aber weil das Wetter
so schön mitspielt, sitzen wir unter freiem Himmel und genießen das gute Essen. Pünktlich gegen 20:00 Uhr holt Mario uns wieder ab und lädt uns direkt am Steg unseres Campingplatzes wieder aus.

Wir bedanken uns artig und werfen bei unserem Stellplatz das Lagerfeuer wieder an, wo wir uns noch gemütlich niederlassen, die Party-Fackeln anbrennen und ein paar Tässchen Wein zu uns nehmen.




Sonntag, 29.5.2016
In der Nacht ist ein heftiges Gewitter über uns hinweg gezogen. Nur Marla hat davon nichts mitbekommen. Dazu hat´s auch noch kräftig geregnet und alles ist recht nass. Immerhin hat der Regen jetzt aufgehört und wir können in Ruhe frühstücken, spülen und unsere Klamotten packen. Rechtzeitig vor zwölf sind alle fertig und haben ausgecheckt und den Aufenthalt auf dem Platz gezahlt. Wir begeben uns nach und nach zur Tauchbasis, wo Mario mitgeteilt hat, dass er gegen ¼ vor 12 Uhr wieder da sein werde, weil er vorab ein paar Boote auszuliefern habe.

Wir machen unten am Steg ein Gruppenbild mit Damen und warten dann auf Marios Rückkehr, damit wir endlich loskommen. Immerhin haben wir noch einige Kilometer vor uns und müssen eventuell mit heftigem Rückreiseverkehr rechnen. Schließlich kommt Mario zurück. Wir rechnen ab und bedanken uns für die freundliche Aufnahme und Bewirtung, bevor die einzelnen Familien sich nach und nach verabschieden und sich auf den Rückweg begeben. Das Wetter spielt nochmal mit und es kommen nur noch ein paar Tropfen auf uns herab. Die meisten haben sich entschlossen, nicht überwiegend die Autobahn, sondern die Strecke über Land und die Rhön zu nutzen. Hier kommen wir auch gut durch und erst auf den allerletzten Kilometern (vor Langenselbold) müssen wir kurz einen Stau umfahren, bevor wir uns bei unserer Lieblings-Eisdiele noch ein Eis gönnen und das letzte Teilstück unter die Räder nehmen.
Zuhause räumen wir noch das Mobil aus und reinigen grob, was zu machen ist. Den Rest hebe ich mir für morgen auf…


© Peter

Und hier - wie immer - der Link zu den Bildern:

Montag, 23. Mai 2016

Antauchen des TSC atlantis in Schönbach am 22.5.2016


Den Termin für´s Antauchen hatten wir bereits an der Jahreshauptversammlung 2016 festgelegt und mit dem Protokoll hierüber auch bekannt gemacht. Der Aufmerksamkeit unserer Vereinskameradin Elke war es allerdings zu verdanken, dass sich bei der nochmaligen Erinnerung an den Termin herausstellte, dass zum fraglichen Zeitpunkt noch gar kein Tauchlehrer vom Dienst eingetragen war. Also habe ich mich kurz entschlossen noch eingetragen und – siehe da – nicht nur atlanten strömten am Sonntag nach Schönbach, sondern insgesamt 55 Taucher.
Am Samstagabend hatten wir – wie immer in der Wintersaison – noch Training im Textorbad gehabt, waren dann nach Hause gefahren und hatten die Autos gewechselt (das Mobil war schon am Mittag gepackt und der Kühlschrank bestückt worden) und hatten uns noch auf die 95-Kilometer-Tour nach Schönbach begeben, wo wir dann eine sehr ruhige Nacht verschlafen haben und nicht so arg früh aufstehen mussten.
Das Frühstück war noch nicht richtig beendet, da kamen schon die ersten Gäste und wir pendelten ständig zwischen Frühstücks- und TLvD-Tisch hin und her. Einige hätten gern noch ein weiteres Frühstück bei uns eingenommen, aber sie hatten sich ja nicht rechtzeitig angemeldet.
 
Gegen 11:00 Uhr tauchten dann auch unsere VereinskameradInnen auf und begaben sich nach und nach in den See. Hier war die Sicht immer noch nicht optimal. Aber Steffen, ein Vereinskamerad unseres Dave aus Heilbronn, der ihn als Gast mitgebracht hatte, war von Allem, dem See, der Sicht, den Fischen, der Mannschaft und dem ganzen Drumherum sehr angetan. Auch das Wetter spielte richtig gut mit, was vermutlich auch den Gästen im nahe gelegenen Herborn wohl gefallen würde, weil dort gerade der traditionelle Hessentag stattfand. Einige machten einen weiteren Tauchgang, die Anderen grillten, aßen und klönten ein wenig und im Nu war es 17:00 Uhr, die Klamotten wieder eingepackt und das Taucherhaus gereinigt und gelüftet - und ein nettes Antauchen des TSC atlantis für 2016 schon wieder Geschichte.

Die Tatsache, dass sich der Wetterdienst auch im Hinblick auf „strichweise Regen am Nachmittag“ nicht getäuscht hatte, tat dem Erfolg des heutigen Tages keinen Abbruch mehr. Regnen tat es schließlich nur noch auf dem Heimweg.


© Peter Helbig

Mittwoch, 18. Mai 2016

Bundesjugendtreffen 2016 in Neuss (Sandhofsee bei Pulchra Amphora e.V.)



Rechtzeitig bekannt gegeben hatten wir es ja, aber von unserer Jugend fanden sich lediglich zwei Teilnehmer, die an der Veranstaltung teilnehmen wollten. Allerdings waren dies bereits „alte Hasen“, Alex und Melli, die bereits vor 2 Jahren in Neuss dabei waren und daher wussten, welche Annehmlichkeiten sie dort erwarteten. Allerdings war vor 2 Jahren das heißeste Bundesjugend-treffen, das je in Deutschland stattgefunden hat. Und dieses Jahr … Aber davon später...
Freitag, 13.5.2016
Eigentlich hatten wir etwas früher los gewollt, aber wie das immer so ist – mal verspätet sich der Eine, mal steht der Andere im Stau… Immerhin war schwer was los uff de Gass´, aber wir kamen noch rechtzeitig zum Abendessen an und fanden auch noch ein Plätzchen für das Zelt von Alex, während Melli gleich im Zelt ihrer Freundinnen aus dem Saarland verschwand. Und auch wir fanden noch einen Stellplatz für unser Mobil, komfortabel mit Stromanschluss und gegen Lärm durch einen Wall geschützt, von dessen Krone man einen guten Überblick über das ansehnliche Zeltlager hatte.
Allenthalben war Wiedersehensfreude angesagt, denn ein paar der hier Anwesenden trifft man ja sonst höchstens mal irgendwo am See, auf der BOOT, bei einem Seminar, oder eben beim Bundesjugendtreffen. Das Essenszelt war wieder an alter Stelle aufgebaut und die Organisation stand. Noch war es auch draußen warm. Trotzdem gingen wir zeitig zu Bett. Schließlich war es ein anstrengender Tag gewesen.
Samstag, 14.5.2016
Bei der Besprechung am Vorabend war ausgemacht worden, dass wir uns um 9:30 Uhr vor dem Kompressorraum treffen, um Einzelheiten bezüglich der Taucheinteilung zu bereden.
Also sind wir pünktlich vor Ort und kriegen auch gleich einige kleine „Erst-Taucher“ zugewiesen.
Um 10:15 Uhr stehen wir dann schon am Steg, wo Annette die Delinquenten in ihre Tauchliste einträgt, damit ihr auch ja keiner durch die Lappen gehe.
Als wir frühzeitig als einige der ersten ins Wasser steigen, ist die Sicht noch kristallklar, was sich allerdings im Verlauf des Tages dramatisch ändert. Aber jeder hat ja wohl mal mulmend angefangen.
Für diejenigen, die nicht gleich tauchen wollen, wird jede Menge Anderes angeboten: Bogenschießen, Floßbau, Kanu- und Drachenbootfahren, Geo-Caching, Apnoe, Foto- und Video-Wettbewerb, Schatzsuche, UW-Jenga, Orientierungstauchen und, und, und…
Zum Mittagessen trifft sich wieder alles im Zelt und die Schlangen an den Töpfen reichen einmal längs durchs Zelt.
Inzwischen ist es ziemlich kalt geworden. Der Wetterbericht hat leider Recht behalten. Wir ziehen uns daher nach dem Mittagessen kurz in unser Mobil zurück, das wir beheizt haben und genießen diesen Luxus bei einem kurzen Mittagsschlaf. Dann geht´s zurück in die nassen Klamotten und auch die Flaschen sind von fleißigen Helfern zwischenzeitlich wieder gefüllt worden.
Obwohl am Abend Lagerfeuer geboten wird, halten wir uns hier nicht so lange auf, sondern gehen erneut früh ins Bett. Die letzten Wochen waren doch ganz schön stressig.
Sonntag, 15.5.2016
Auch heute findet wieder um 9:30 Uhr die Verteilung der armen Seelen statt, die mit uns tauchen dürfen müssen … Die meisten gehen aber auch freiwillig mit und wir haben  viel Spaß dabei.
Im Verlaufe des Vormittags werden auch noch die letzten Fotos und Video-Aufnahmen gemacht, die in den unterschiedlichen Kategorien aufgenommen wurden. Dann sollen diese Aufnahmen bis 12:30 Uhr eingereicht werden, damit sie von der Jury in Augenschein genommen und bewertet werden können.
Um 18:00 Uhr wird dann (allerdings nicht ganz pünktlich) das Gruppenbild mit Damen aufgenommen, was erfahrungsgemäß jede Menge Zeit braucht. So auch dieses Mal. Es sollen ja schließlich alle mit drauf! Irgendwann ist aber auch das geschafft und dann zieht es sich noch ein bisschen, bis die Jury die Sieger-Bilder und -Videos gezeigt hat. Hier sind einige erstaunlich gute Ergebnisse erzielt worden.
Und dann gibt es endlich Abendessen mit anschließenden warmen Dankesworten der diversen Leitwölfe (Burkhard, Uli, Dr. Uwe u.s.w.).
Weil es wieder so kalt ist, führt der Getränkestand heute Abend Glühwein, der wenigstens von innen ein wenig wärmt. Anschließend sind wir froh, uns wieder in unsere beheizte Behausung zurückziehen zu können.
Montag, 16.5.2016
Nach dem Frühstück macht sich ein Teil der Teilnehmer bereits auf den Heimweg, während sich bei uns nochmal ein paar junge Leute angemeldet haben, um erneut den Kopf unter Wasser zu stecken. Und unser Alex will auch noch einen Prüfungstauchgang für Silber hinter sich bringen. Unsere Klamotten sind anschließend aber schnell versorgt und wir bekommen sogar unsere Flaschen wieder gefüllt, damit wir am nächsten Wochenende schön antauchen können, ohne uns nochmal ums Füllen kümmern zu müssen.
Flugs verabschieden wir uns von den noch Verbliebenen und machen uns auf den Heimweg. Obwohl reichlich Rückreiseverkehr unterwegs ist, kommen wir gut durch, laden unsere Jugend Zuhause ab und begeben uns Richtung Heimat, wo wir erst einmal ein kurzes Mittagsschläfchen halten, bevor wir die Tauchklamotten versorgen und auch ansonsten klar Schiff machen.


Ein kurzer Bericht und einige Bilder finden sich auch unter:
http://www.vdst.de/junge-taucher/veranstaltungen/bundesjugendtreffen-2016/bjt-2016-blog-vom-see.html
und hier noch ein paar eigene: 

P.S.: Der Termin für das nächste Bundesjugendtreffen (2017) steht zwar noch nicht fest, aber das Ziel wird voraussichtlich der Helenesee in Brandenburg sein.
                                                                                                                                     © Peter Helbig

Montag, 22. Februar 2016

Malediven 2016, Emperor Atoll und Bathala Dive-Resort (5.2. bis 20.2.2016)








Lange war die Vorbereitungszeit und lange auch das Warten bis zum nächsten Urlaub. Dann musste Ruth noch 2 Tage dienstlich nach Basel und es war Faschingszeit. Schließlich kam noch kurz vor der Abreise eine Abrechnung für den Gasverbrauch in Alsfeld. Der Betrag, der angefordert wurde, war doppelt so hoch wie in 2015, obwohl sich an den Verhältnissen nichts geändert hatte. Ein Anruf brachte erst mal nichts, obwohl ich erst mal mit dem Gaslieferanten „Rhönenergie“ telefoniert habe. Aber Wolf wollte in der nächsten Woche in Alsfeld vorbeifahren und den tatsächlichen Zählerstand feststellen, denn ein so exorbitant hoher Gasverbrauch konnte, auch angesichts der zunehmenden globalen Erwärmung, gar nicht sein.
Immerhin hatte Ruth dann am 5.2., dem Tag des Abflugs, bereits Urlaub, so dass wir nur noch die Reste dessen, was ich nicht mehr geschafft hatte, zu packen brauchten. Dann fand ich noch heraus, dass man bei OMAN AIR, unserer Fluggesellschaft, online einchecken konnte, was ich natürlich auch tat. Jetzt haben wir aber zur Zeit keinen Drucker. Aber da wir sowieso unser Auto in Mühlheim abstellen wollten, war dies kein Problem, denn wir mussten bei Libor und Heike vorbei und Libor hat uns dann freundlicherweise aus der Patsche geholfen. Sowieso hatten wir alle wichtigen Reisedokumente nochmal auf einem Stick mitgenommen, um auf der sicheren Seite zu sein. Dann fuhren wir zum Bahnhof in Mühlheim und luden unser Gepäck aus, während Heike mit ihrem Papa zum Bahnhof liefen, um dann unser Auto wieder mitzunehmen.
Dann stiegen wir in die S-Bahn und fuhren zum Flughafen. Es zeigte sich, dass der Vorab-Checkin eine gute Maßnahme war, weil sich dadurch unsere Wartezeit erheblich verkürzte.
Schließlich saßen wir im Flieger, natürlich kein Fensterplatz, sondern in der Mittelreihe, und dann setzte sich eine sehr kräftige Frau neben mich, die mit ihrem Volumen nahezu meinen Platz noch mit beanspruchte. Das zog sich hin bis Muscat, dem Ort unseres Zwischenstopps. Dort hatten wir zwei Stunden Aufenthalt und als wir dann in den nächsten Flieger stiegen, hatte Ruth zunächst einen Sitznachbarn, der aber zunächst nur seine Jacke hinlegte – und sich dann doch noch woanders hin setzte. Und ich durfte so lange ans Fenster, war aber inzwischen so kaputt, dass ich erst mal ein Runde schlafen musste, bevor ich mich dem Blick aus dem Fenster hingeben konnte. Außerdem war die Sicht nicht so berauschend und wir sahen die Atolle erst kurz vor der Landung.
Wir waren davon ausgegangen, dass Mary, Tom und Dany bereits da wären, aber unser Abholer von EMPEROR V parkte uns an einem Café und erklärte, er müsse noch vier weitere Personen in Empfang nehmen, bevor es weitergehe. Ich war schon wieder geschwitzt und begab mich erst einmal mit meiner kurzen Hose in der Hand zur Sanitären, wo ich mich umzog. Dann suchten wir uns ein windigeres Plätzchen und warteten auf unsere Reste.
Nach einer herzlichen Begrüßung machten wir uns auf den Weg zum Dhoni, das uns dann zu unserem Aufenthaltsort für die nächste Woche brachte. Hier bekamen wir einen Begrüssungsdrink und eine intensive Einweisung ins Boot, bevor wir auf dem Vordeck sehr gut zu Abend speisten und dann, inzwischen schon wieder todmüde, noch ein, zwei, drei Gute-Nacht-Bierchen zu uns nahmen.
Bereits vorab hatten wir mitgeteilt bekommen, dass das Wecken bereits um 5:45 Uhr stattfinden sollte, damit wir unseren Early-Morning-Dive auch richtig genießen könnten.
Urlaub halt, wie man ihn sich vorstellt.
Sonntag, 7. Februar 2016
Tatsächlich, der Wecker klopft pünktlich um 10 vor sechs an unsere Tür. Wir nehmen vor dem Briefing einen Kaffee und einen Keks und werden dann in den Tauchplatz eingewiesen. Es handelt sich um Kurumba, einen Easy-dive-spot. Und tatsächlich brauchen wir uns nur in Wasser fallen und dann treiben zu lassen. Und am Ende des Tauchgangs werden wir wieder aufgesammelt. Zwischendurch gibt es schon eine stattliche Anzahl an bunten Meeresbewohnern zu sehen. Aber das haben wir hier ja nicht anders erwartet. Nach dem Tauchgang und zurück auf dem Schiff gibt es ein gutes Frühstück mit Wurst, Ei und diversen Zutaten und dann werden wir transferiert und zwar vom Male-Atoll zum Nord-Ari-Atoll. Das sind rund vier Stunden Fahrt, die wir vorwiegend auf dem Oberdeck im Schatten verbringen, weil wir von hier aus eine sehr gute Sicht auf die Delfinschulen haben, die hier in nicht ganz so geringer Zahl vorbeidefilieren. Unterwegs gibt´s  dann ausnahmsweise mal wieder etwas zum Essen. Wir haben nur leicht anverdaut, als erneut zum Briefing geblasen, äh – geläutet wird.
Der zweite Tauchgang vor Bathala wird dann schon anspruchsvoller, weil hier eine Wahnsinns-Strömung herrscht, die fast unsere Gruppe auseinander reisst. Und dann bläst, ob der starken Strömung, auch noch mein Automat ab, so dass bereits nach 33 Minuten mein Tauchgang zu Ende ist. Ich mache einen Aufstieg mit Dani, die ebenfalls nur noch wenig Luft hat – und die Anderen kommen nach.
Für heute Abend ist ein Nachttauchgang angesagt, bei dem angeblich die Mantas unmittelbar vor der Maske patroullieren sollen. Wir lassen uns mal überraschen, aber  versprochen ist schließlich versprochen.
Als es losgehen soll,  brennt am Heck unseres Schiffes bereits ein starker Scheinwerfer und im darunter liegenden Wasser tummeln sich Myriaden von Kleingetieren. Und ab und an taucht ein großer Schatten aus der Dunkelheit auf und macht unter dem Scheinwerfer mit geöffnetem Maul eine Rolle rückwärts und schaufelt den Krill in sich hinein. Na, das kann ja heiter werden. Leider kommt es allerdings anders. Nach entsprechendem Briefing sitzen mehrere Schiffsladungen Touris auf dem Grund herum und leuchten schräg nach oben, weil das die Mantas anzieht. Es wird auch einer für den Bruchteil einer Sekunde gesichtet, aber unser stolzer Spanier steckt dem Tier seine Lampe in den Schlund, was das Vieh derart erschreckt, dass es sofort Leine zieht (und dabei wahrscheinlich den Anderen noch Bescheid sagt.) Wir sitzen also nahezu eine Stunde in unbequemer Stellung am Grund und warten. Auch ein kurzfristiger Stellungswechsel zum nächsten Schiff bringt, außer noch intensiverer Lärmbelästigung, keinen Manta, so dass wir unverrichteter Dinge, dafür aber enttäuscht, wieder aufsteigen und ein Trostbier zu uns nehmen, bevor wir zu Bett gehen.
Montag, 8.2.2016
Der nächste Tag sieht uns mit neuer Hoffnung aufstehen und heute sollen wir nicht enttäuscht werden. Wir machen drei Tauchgänge – am Maaya Thila, am Moofisha (Manta Point) und schließlich am Digga Thila und überall sehen wir die bunte Unterwasserwelt und endlich auch die ersehnten Mantas. Den Abend verbringen wir auf einer (einsamen) Robinson-Insel – nur, dass auch hier bereits mehrere Schiffsladungen Touris angelandet sind. Von Einsamkeit kann daher leider keine Rede mehr sein. Wir umrunden die Insel in Rekordzeit und zwischenzeitlich hat unsere Mannschaft schon lange Tischreihen aufgestellt und den Grill vorbereitet, der letztlich mit literweise Sprit entzündet wird.
Dann haben einige Künstler Mantas und Walhaie in den Sand gebastelt, die auch noch kunstvoll verziert werden. Und der Name unseres Schiffes wird in den Sand geschrieben und mit Spiritus getränktem Klopapier ausgelegt, das bei Dunkelheit entzündet wird und ein magisches Licht auf die Szenerie wirft. Zu essen gibt es Chicken, Lamb und Fleisch- und Gemüsespiesse, sowie Gemüse und Obst, alles sehr lecker. Der Heimweg gestaltet sich noch etwas schwierig, weil der Außenborder unseres Dinghis nicht anspringen will.
Dienstag, 9.2.2016
Heute Morgen geht es nach Ranghali Manta und hier kriegen wir quasi Manta satt. Es liegen zwar auch hier einige Hundertschaften Touris rundum, aber die Mantas lassen sich hierdurch nicht stören, sondern defilieren zwanglos zwischen zahllosen Bubbles.
Hier komme auch ich zu einigen schönen Bildern.
Und beim zweiten Tauchgang sollen wir zunächst mit Walhai schnorcheln und schließlich mit ihm tauchen. Ich glaube es ja noch nicht so recht, aber es bewahrheitet sich tatsächlich, obwohl auch hier wieder Touris ohne Ende nebenher schwimmen und einen Ohren betäubenden Lärm machen, was das Tier aber nicht beeindruckt. Dann gehen wir wieder auf unser Schiff, machen uns tauchfertig und siehe, wir schaffen es tatsächlich, in dem Moment ins Wasser zu springen, als der Hai sich vom Rest der Truppe löst und Richtung Tiefe geht. Wir machen nebenher noch einiges an Konditionstraining in seiner Begleitung mit, aber schließlich lassen wir ihn seiner Wege ziehen.
Der letzte Tauchgang des heutigen Tages führt uns zum Machapushi Wreck, einem großen, abgesoffenen Schiff. Dieses liegt in 30 Metern auf Grund und reckt sich hinauf bis auf 12 Meter an der obersten Mastspitze. Immerhin ist es 50 Meter lang und liegt seit 1999 auf Grund. Es strömt ein wenig und Ruth hat mit ihren Ohren Probleme, weswegen sie längere Zeit in der „Luft“ hängt, bevor sie es bis zum Oberdeck schafft. Und dann meint noch unser stolzer Spanier, er müsse uns von da vertreiben, weil er ein Wrack-Bild ohne Taucher machen will. Wir umtauchen das Ganze und arbeiten uns langsam von unten nach oben. Am Schönsten sind einige Schwärme Glasfische, die vor den Niedergängen herumschwimmen. Im Bauch des Schiffes gibt es nichts zu sehen, aber hier ist wenigstens keine Strömung.
Nach der Rückkehr zu unserem Boot bleibt noch Zeit bis zum Abendessen, die wir mit einem Besuch auf Reekkos Insel verbringen, wohin wir mit dem Dinghi gefahren werden.
Ich brauche einige Zeit, bis ich begreife, dass ich hierzu ein paar Shorts anziehen muss – wegen der Sitte. Die Insel ist schon etwas größer und wir flanieren durch die  Einkaufs-Mall, die lange Dorfstraße, wo in jedem Laden das gleiche Sortiment hängt und jeder Ladeninhaber uns hineinlocken will. Im Ansatz erinnert es an Ägypten, oder die Türkei.
Nach dem Abendessen sitzen wir wieder ein wenig zusammen, trinken ein Bier und dazu Medizin, die leider schon alle wird und schlafen dann frühzeitig ein.
Mittwoch, 10. Februar 2016
Nach dem Weckruf gibt es ein Petit Dejeuner und ein Briefing für die „5 Rocks“, die wir alsdann betauchen wollen. Ruth hat Bedenken, abgetrieben zu werden, da der höchste Punkt der Felsen erst bei 16 Metern beginnt und sie bei Strömung schnell vorbei gedriftet sein könnte. Aber die Strömung ist gnädig mit uns und alle kommen munter unten an. Es ist ein sehr schöner Tauchplatz mit wunderschönem Bewuchs und viel Hai, Barrakuda und anderem Getier. Den Abschluss bildet eine Trainingseinheit in Sachen Streckenschwimmen bis zum Riffdach, wobei Danis Computer den Geist aufgibt und sie noch ein bisschen unten halten will. Wir überreden aber sowohl den Computer, als auch Dani, mit uns nach oben zu kommen und werden ordnungsgemäß vom Dinghi abgeholt.
Zurück auf dem Schiff gibt es Frühstück und dann haben wir 4 Stunden Zeit, weil wir uns jetzt zum Vaavu-Atoll begeben und dafür eine längere Strecke fahren müssen.
Wir liegen auf dem Oberdeck im Schatten, aber nur eine Weile. Dann sind wir eingeschlafen und die Erde dreht sich weiter um die Sonne, so dass  wichtige Teile des Körpers plötzlich nicht mehr beschattet sind und einen Sonnenbrand davontragen. Das merken wir allerdings erst nach dem Aufwachen. Inzwischen sind wir am Bestimmungsort angekommen und haben gegessen. Ein kurzer Gang an Deck und es zeigt sich, dass erst zwei und dann bis zu fünf Ammenhaie unter unserem Boot herumsausen. Dennis, Jake und Michelle überlegen nicht lange und springen mit Maske, Flossen, Schnorchel und Kamera bewaffnet ins Wasser. Die Haie sind sehr neugierig und kommen den Schnorchlern recht nahe, so dass diese die frechen Nasen beiseite drücken müssen. Aber – die Tiere wollen nur spielen!
Um 14:00 Uhr ist schon wieder Briefing. Wir fahren zum Alimatha Kandu, einem Kanal zwischen einer Insel und dem nächsten Riff. Hier geht die Post ab und wir tauchen, so schnell es geht, in die Mitte des Kanals und haken uns mit den Reef-Hooks fest und lassen dann das geballte Leben an uns vorbei ziehen. Es gibt Riesenschwärme und die Haie flanieren hier auf und ab. In dieser Tiefe können wir aber nicht lange bleiben, sondern haken uns hier aus und dann peu a´ peu immer ein Stückchen höher wieder ein.
Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Abflug in Richtung Lagune, bei einer Sicht, die ihresgleichen sucht. Geschätzte 40 bis 45 Meter. Und überall Fisch satt.
Kaum sind wir wieder auf unserem Dampfer, gibt es schon wieder Kuchen und die Aussicht auf einen weiteren Nachttauchgang am Alimathu Jetty, das heißt, am Anleger. Hoffentlich heißt das auch, dass die großen Schiffe weiter draußen liegen und nicht so einen Ohren betäubenden Krach machen, wie beim letzten Mal.
Nun, das bewahrheitet sich tatsächlich. Das heißt aber nicht, dass es nicht ein schrecklicher Tauchgang werden könnte. Der Anfang ist noch ok. Es streichen einige große Rochen und Ammenhaie um uns herum. Aber dann kommen wir in Richtung Jetty und hier nimmt das Chaos seinen Lauf. Der Dive-Site ist mit Flutlicht beleuchtet und es tummelt sich eine riesige Anzahl Taucher mit einer nahezu genau so großen Menge an Rochen und Haien. Wie wir inzwischen erfahren haben, sind die Biester angefüttert, weil hier die Hotel-Abfälle organischen Ursprungs verklappt werden und die Tiere darauf trainiert sind, hier ihre Nahrung zu finden. Ruth und ich halten uns schon in der zweiten Reihe auf und können beobachten, wie die Taucher, trotz vorhergehendem, intensivem Briefing die Tiere streicheln. Man muss sich nur wundern, dass hier nicht viel mehr passiert. Einige Taucher haben auch Rotlicht eingeschaltet, was der Szenerie zusätzlich etwas Gespenstisches verleiht. Und zum Abschluss kann man nur staunen, dass jeder Taucher wieder zum richtigen Schiff zurückkommt.
Auf dem Vorschiff nehmen wir dann noch unser Feierabendbier und gehen frühzeitig zu Bett, da für den nächsten Tag bereits wieder um 6:00 Uhr Wecken angesagt ist.
Donnerstag, 11. Februar 2016
Tom hat heute Nacht seinen „Selfie-Stick“ verloren. Er hatte ihn zum Trocknen mit einem Karabiner an die Leine gehängt und nicht bedacht, dass das Unterteil mit einer Schraube befestigt ist, die sich im Lauf der Nacht durch die Bewegungen des Schiffes gelöst hat. Der Karabiner war jedenfalls am nächsten Morgen noch da. Der Stick – verschollen in den unendlichen Weiten des Indischen Ozeans.
Den ersten Tauchgang des heutigen Tages machen wir wieder an einem sehr schönen Fleck mit viel Fisch und schönem Bewuchs. Er nennt sich Miyaru Kundu. Danach haben wir wieder ein ausgiebiges Frühstück und einem längeren Transfer, den wir zur Verlängerung des Nachtschlafes nutzen. Die nächsten 2 Tauchgänge sind „Kanal-Tauchgänge“ mit normaler Strömung und vielen Haien und sonstigem Getier beim ersten und einer regelrechten Mörder-Strömung beim zweiten Tauchgang. Ohne Strömungshaken wären wir komplett aufgeschmissen und selbst große Felsen sind fast nicht in der Lage, uns zu halten. Dazu kommt, dass es Überhänge gibt, die Wirbel erzeugen können und die Taucher wie in einer Waschmaschine nach oben oder unten ziehen können. Ähnliches kennen wir bereits von Galapagos. Im ICE-Tempo werden wir durch den Kanal gerissen und müssen dann noch ein Stück von der Riffkante weg driften, weil hier schon nach unten ziehende Wirbel zu sehen sind. Aber schließlich sind alle wieder gesund und munter an Bord und es herrscht überwiegend Erstaunen, welche Kräfte die Natur haben kann.
Zwischen den Tauchgängen haben wir wieder ein hervorragendes Mittagessen. Es gibt unter Anderem den großen Wolfsbarsch, den die Crew gestern während der Überfahrt gefangen hat. Dazu Kartoffeln in einer würzigen Sauce und Nudeln mit viel Knoblauch und Gemüse. Alles – wie gewohnt – außerordentlich lecker. Und zum Nachtisch haben wir Ananas – bei uns aus der Dose und hier frisch auf den Tisch und ebenfalls überaus lecker.
Morgen soll dann schon unser letzter Tauchtag vom Schiff sein.
Freitag, 12. Februar 2016
Wecken, wie immer, um 6:00 Uhr. Urlaub wie aus dem Bilderbuch … Das Briefing geht unserem Arif locker von der Zunge und er erklärt, heute stünden uns nur noch Easy-Dives bevor. Wir machen uns fertig und fahren dann noch ein Stück an den Lagunenrand. Die Strömung soll heute nicht so stark sein. Außerhalb des Kanaleingangs springen wir ins Wasser und driften langsam auf den Eingang zu. Die Strömung nimmt zwar zu, ist aber mit der gestrigen überhaupt nicht zu vergleichen. Mit unseren Riffhaken hängen wir uns auf 28 Metern fest und bestaunen, was alles vorüberkommt. Kurz vor Eintritt des Deko machen wir uns langsam auf den Rückweg und hangeln uns in Richtung Oberfläche. Wie gesagt, ein schöner, gemütlicher Tauchgang.
Wir frühstücken wieder, wie es sich geziemt und haben dann wieder etwas Zeit bis zum zweiten Tauchgang. Dieser soll noch gemütlicher werden, weil er sich an einem Riff inmitten der Lagune befindet. Außerdem liegt hier wieder einmal ein Wrack, wenn auch nicht ganz so groß, wie das letzte. Der Tauchplatz heißt Kuda Giri Wreck und es ist eine kleine Korallenplatte, 200 Meter  lang und ca. 100 Meter breit. Sie kann bequem bei einem Tauchgang umrundet werden. So machen wir es dann auch. Ausnahmsweise schnorre ich auch wieder bei meinem Weib etwas Luft, das sie mir auch wieder -wie immer-bereitwillig überlässt. Den Sicherheitsstopp machen wir dann schon auf den letzten Metern zum Schiff und es war Alles in Allem wieder ein überaus entspannter Tauchgang. Außerdem war er insoweit besonders, als es Danis 500ster war. Ein ganz besonderer Tauchgang also.
Zurück beim Schiff gibt es schon wieder ein formidables Mittagessen und die Crew versorgt unsere Tauchklamotten, wäscht sie mit Süßwasser aus und verteilt sie zum Trocknen auf dem Oberdeck. Inzwischen sind wir bereits wieder auf großer Fahrt in Richtung Male, wo wir morgen früh ausgewildert werden sollen. Noch wissen wir nicht genau, wann wir von wem und wo abgeholt werden sollen, aber Arif hat versprochen, sich gleich bei unserer Ankunft darum zu kümmern. Es bedarf vermutlich lediglich eines Telefongesprächs bei Neckermann-Reisen und deren maledivischer Dependance, denn die wissen ja, dass wir morgen ankommen. Zwischenzeitlich habe ich unsere Elektronik nochmals geladen und schließlich gibt es endlich wieder etwas zu essen (Kaffee und leckeren Apfelkuchen) und dann setze ich mich wieder hin und schreibe weiter Bericht. Den Abend verbringen wir mit dem Lösen der Dark Stories und dem Vernichten einiger Biervorräte und trotzdem geht es einigermaßen früh zu Bett. Morgen dürfen wir angeblich schlafen bis um 8.
Samstag, 13.2.2016
Wir sind jetzt schon so auf das frühe Aufstehen getrimmt, dass wir um 7:00 Uhr schon wach sind. Gepackt  und getrocknet haben wir weitgehend schon gestern Mittag auf dem Oberdeck, während wir in Male einlaufen.
Es gibt ein ausgiebiges Frühstück und um 9:00 Uhr werden wir zum Male-Airport transportiert. Arif zeigt uns den Weg zum Check-In des Bathala-Office und dort bekommen wir kühles Wasser und Papiere, die wir ausfüllen dürfen. Und – das Büro ist klimatisiert.  Nach einem Stündchen werden wir zum Speedboat begleitet und dann geht´s in ungefähr einer Stunde nach Bathala, wo wir freundlich empfangen werden und gleich einen Begrüssungs-Cocktail erhalten. In der Bar bekommen wir die Schlüssel für unsere Behausung und stellen fest, dass wir unmittelbar gegenüber der Bar wohnen. Die Räumlichkeit ist groß und leicht klimatisiert. Nach dem Auspacken machen wir einen kleinen Spaziergang und besichtigen die Hütten unserer Begleiter. Die Häuser sind alle unterschiedlich geschnitten, aber alle sehr praktisch. Um 5:00 Uhr checken wir auf der Basis ein und bekommen eine intensive Einweisung. Wir stellen fest, dass wir bezüglich der Verpflegung keine Abstriche gegenüber dem Schiff machen müssen. Alles vom Feinsten. Wir bemerken, dass man auch vom Nichtstun ziemlich müde werden kann. Nach einigen neuerlichen Dark Stories legen wir uns endlich zu Bett. Nicht ohne vorher die obere Heeresleitung nochmals bemüht zu haben, weil Ruth unsere Badezimmertür von innen verschlossen hat und unser Zimmerschlüssel hier nicht passt. Der Helfer  von der Rezeption kommt vorbei und bittet darum, die Toilettenbeleuchtung einzuschalten. Dann klettert er von außen über die Mauer und öffnet die Tür. Es soll uns eine Lehre sein.
Sonntag, 14. Februar 2016
Ich habe extra den Wecker gestellt, aber 5 Minuten vor Zeit werde ich von meinem Weib geweckt. Wir waschen uns und putzen Zähne und sind pünktlich um 8:00 Uhr beim Frühstück. Um 9:00 Uhr machen wir uns auf zum ersten Tauchgang. Der erste Gang geht gegen die Strömung, die allerdings sehr moderat ausfällt und führt uns dann eine Stunde lang die Südküste unserer Insel entlang. Der Rückweg führt über das Riffdach und als wir an der Basis ankommen, treffen wir auch gleich Annika und Olli, die ebenfalls gerade angekommen sind. Leider ist bei ihnen eine Tauchtasche abhanden gekommen. Sie sind aber guter Hoffnung, dass diese in absehbarer Zeit noch auftauchen könnte.
Montag, 15. Februar 2016, bis Donnerstag, 18. Februar 2016
Beim Frühstück gibt es erst einmal eine Diskussion, wie denn getaucht werden soll, wenn denn die Tauchtasche von Annika und Olli erst mal aufgetaucht sein sollte. Das erledigt sich aber dadurch, dass Annika noch gar nicht mit uns tauchen darf, weil sie erst mal einen Tauchkurs machen muss. Dieser Kurs wird mit einem der vorgebuchten Tauchpakete verrechnet. Kein ganz günstiges Vergnügen! Und – sie ist die nächste Zeit beschäftigt. Wenn wir vom Tauchen zurückkommen, sitzt sie mit Kathi vor der Basis und wird unterrichtet. Für uns vergeht die Zeit wie immer: frühstücken, Tauchen vorbereiten, tauchen, Klamotten klarieren, essen, ruhen, Tauchgang vorbereiten, usw..
An den Abenden sitzen wir vor der Bar bei Kerzenschein, nehmen ein Säftchen und klären Dark Stories. Meistens sind wir frühzeitig müde und schlafen den Schlaf der Gerechten.
Zwischendurch machen wir eine 2-Tank-Tour. Das heißt, es werden bei einer Tagesfahrt zwei Ziele angefahren. Unter Anderem der „Fish-Head“, den ich noch von meiner ersten Fahrt auf die Malediven vor rund 30 Jahren her kenne. Aber – die Strömung kommt aus einer anderen Richtung und der unmittelbare Vergleich mit damals ist nicht vorhanden. Immerhin gibt es nach wie vor viel Fisch (Schwärme bis zum Horizont, bei hervorragender Sicht). Eine weitere Bootstour geht nach Redhu-Thila, bei der Olli zum ersten Mal einen Riffhaken mit sich trägt, dem er aber kein großes Vertrauen schenkt und den er, mangels Strömung, auch nicht zum Einsatz bringen muss.
Annika hat zwischenzeitlich, trotz nächtlicher Panikattacken, ihren Tauchkurs beendet und geht mit uns tauchen, wobei sie uns gleich beim ersten gemeinsamen Tauchgang den Schaukelfisch zeigt, den sie beim letzten Tauchgang von Kathi vorgestellt bekommen hat. Auf dem Weg Richtung Einstieg zwei sehen wir zudem ein Pulpo-Pärchen in verfänglicher Situation und auf dem weiteren Weg treffen wir auf mehrere Haie, Drücker und einen großen Adlerrochen, der über das Riffdach hinwegschwebt.
Als wir auftauchen, regnet es in Strömen und es beginnt zu gewittern. Wir versorgen die Klamotten und verabreden uns für 12:30 Uhr zum Mittagessen. Die Planung des Nachmittags wollen wir von der Entwicklung des Wetters abhängig machen.
Unser Nachmittags-Tauchgang führt uns von Einstieg 4 über E 5 nach E6, wobei der erste Teil der Tour im D-Zug-Tempo von statten geht, weil es bläst wie Sau. Der zweite Teil wird ruhiger und es gibt – wie immer – viel zu sehen. Der 3. Tauchgang des Tages beginnt schließlich etwas später und es dämmert fast. Wir sehen Haie, 2 Schildkröten und 2 Schaukelfische, neben dem, was natürlich wie immer geboten wird. Dann speisen wir fürstlich zu Abend und sitzen noch ein wenig am Strand, wobei sich schnell wieder Müdigkeit breit macht und uns daran hindert, noch ein weiteres Bier zu trinken. Morgen ist schon unser letzter Tauchtag.
Freitag, 19. Februar 2016
Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir uns keinen Hammer-Tauchgang am Elaidhoo-Thilla mehr leisten können, weil wir ja morgen nach Hause fliegen. Also gehen wir es moderat an und es wird trotzdem nochmal so richtig schön. Bereits beim Abstieg treffen wir auf einen großen Ammenhai, von den vielen kleinen Riffhaien gar nicht zu reden. Dazu schwärmt es von allen Seiten und es gelingen noch ein paar sehr schöne Aufnahmen. Nach fast einer Stunde kommen wir wieder an die Oberfläche. Das Meer will uns offensichtlich den Abschied erleichtern. Zurück auf der Insel spülen wir unsere Klamotten und versuchen sie zu trocknen, was nicht ganz leicht ist, da es immer mal wieder zu regnen anfängt.
Das Wetter will uns den Abschied wohl ebenfalls erleichtern – nur halt auf andere Art und Weise. Am Nachmittag packen wir erst ein bisschen und machen dann mit Dani einen letzten Schnorchelgang, der ¾ der Insel umspannt. Nochmal finden wir eine Schildkröte, der sich Dani mit ihrer Kamera nochmal intensivst zuwendet. Auf dem größten Teil der Strecke ist die Sicht nochmal Klasse. Nur, als es Richtung Jetty 2 geht, wird´s trüb, aber da wollen wir ja sowieso raus.
Nach dem Abendessen sitzen wir ein letztes Mal in der Bar und lösen, nachdem alle „Dark Stories“ aus dem Spiel erraten sind, noch einige selbst ausgedachte, beziehungsweise aus dem Gedächtnis gekramte, bevor wir tränenreich Abschied nehmen und uns gegenseitig versichern, wie schön der Urlaub doch wieder war. Morgen früh sollen wir bereits  um 5 Uhr geweckt werden.
Samstag, 20. Februar 2016
Ich habe den Wecker auf 5:00 Uhr gestellt. Aber 5 Minuten, bevor er losgeht, klopft es schon draußen an die Tür. Wir bedanken uns für den Weckdienst und sind relativ schnell fertig. Das Frühstück um 5:30 Uhr fällt eher mager aus, weil für so ein paar Leutchen nicht das ganze Frühstücks-Buffet aufgebaut wird. Also tut´s auch ein Marmeladen-Toast und ein Kaffee. Um 6 Uhr soll das Speedboat losfahren und wir sind – mit allem Gepäck – pünktlich am Steg. Aber es kummt net, kummt net. Das eine Pärchen, dem zwischendurch sämtliche Barschaft und die Pässe geklaut worden war, will auch mit – und allesamt werden wir langsam nervös. Dann kommt die Nachricht, dass wir statt mit dem Speedboat mit dem Wasserflugzeug nach Male gebracht werden sollen. Aber auch das könnte ganz schnell ziemlich eng werden. Zumal, wie sich herausstellt, wir zwischendurch noch einen Stopp einlegen müssen, um weitere Mitreisende aufzunehmen. Das Wetter ist auch wieder etwas unwirsch und es regnet in Strömen. Schließlich muss bei unserem Transfer-Dhoni noch der Steven abgebaut werde, weil sonst die Gefahr besteht, dass wir damit den Flieger versenken. Aber schließlich ist auch das geschafft.
Wir kommen pünktlich weg und werden in Male zügig durchgewinkt. Rechtzeitig sitzen wir im Flieger und der Rest der Tour ist für mich eher ein Klacks. Für Ruth nicht ganz!
Sie sitzt auf der anderen Seite des Ganges neben einem Pärchen. Der weibliche Teil des Paares liest dem männlichen Teil während des dreistündigen Fluges ununterbrochen in Englisch aus einem dicken Wälzer vor, was mein Weib fast zum Wahnsinn treibt. Und auch weitere Mitreisende machen schon „Hals-ab-Gesten“, was aber die Vorleserin mitnichten beeindruckt.
Auf dem Weiterflug ab Muscat haben wir dann zwei Araber hinter uns, die sich in ihrer Landessprache lauthals unterhalten, wenn sie nicht gerade telefonieren. Auch hier ist kaum zur Ruhe zu kommen. Aber schließlich sind wir in Frankfurt, holen unser Gepäck ab und fahren mit der S-Bahn nach Mühlheim, wo ich das Auto hole. Schnell ist das Gepäck verstaut und wir melden uns noch bei den Hofmanen zurück, die solange auf unser Auto aufgepasst haben. Wir erfahren, dass Libor seinen Eingriff gut überstanden hat und verabschieden uns frühzeitig, weil der Tag doch sehr lang und anstrengend war.

Schnell ist das letzte Teilstück, quasi die Zielgerade, geschafft. Wir laden nur das Gepäck aus dem Auto. Ausgepackt wird morgen. Dann nehmen wir noch das vor dem Urlaub kalt gestellte Säftchen zu uns und ziehen uns in unsere Kemenate zurück, wobei wir – wie immer – feststellen, dass es Zuhause doch auch sehr, sehr schön ist.

Samstag, 2. Januar 2016

Silvester-Stromschwimmen im Rhein 2015


Da wir auch dieses Mal vorab keine Information über die Veranstaltung erhalten hatten, habe ich mich kurzfristig über unseren Mainzer Kontaktmann Andreas informieren lassen und uns dann per Mail bei der Stadt Mainz angemeldet.
Daraufhin habe ich noch einen Rundruf im atlantis gestartet in der Hoffnung, dass wir nach der zweimaligen Teilnahme Einiger eine Traditionsveranstaltung für den Verein daraus machen könnten. Dies insbesondere, weil das ein Treffen am letzten Tag des Jahres ist, das zwar zugegebenermaßen sehr früh beginnt. Man ist allerdings dann doch auch relativ früh wieder Zuhause und kann sich gemütlich auf Silvester vorbereiten. Wenn´s  sein muss, sogar noch mit einem Mittagsschläfchen.
Also stiegen wir um 6:30 Uhr aus den Federn und waren bereits um 7:30 Uhr auf der Piste.
Wie gewöhnlich wurden wir nach dem Umziehen von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr zum Einstieg gefahren. Nach dem Startschuss durch den Oberbürgermeister vom Feuerlöschboot aus erfolgte der Sprung in die Fluten kurz nach 10.00 Uhr für insgesamt 176 Teilnehmer. 
Anschließend wurde eine etwa 1,6 Kilometer lange Strecke vom Rathaus bis zum Feldbergtor im Rhein zurückgelegt. Bei einer Wassertemperatur von lauwarmen 14,5 °C und einer Lufttemperatur von 4 °C kam der Spaß des „kollektiven Wassertretens“ nicht zu kurz.
Eine bunt gemischte Gruppe von Schwimmern der Berufsfeuerwehren aus Mainz, Wiesbaden, Kaiserslautern, den Freiwilligen Feuerwehren aus Mainz, Maintal und Main-Taunus-Kreis, Wasserschutzpolizei, Bereitschaftspolizei, DLRG, THW, Verwaltung der Stadt Mainz, sowie Tauchclubs wie Manta Mainz., Atlantis Mainz., TSC atlantis Frankfurt, Pulpo Wiesbaden und Tauchclub Wiesbaden und viele weitere sorgten für heitere Stimmung im Rhein.
Als kleine Belohnung erwartete die Schwimmer am Ausstieg Feldbergtor eine warme Dusche und heißer Glühwein, der von der "Bar am Turm - Caponniere" spendiert wurde.
Da wir relativ weit vorne eingestiegen waren, kamen wir auch als einige der ersten am Ausstieg an und waren, nachdem wir wieder den Fahrdienst der Feuerwehr in Anspruch genommen hatten, ganz schnell unter der heißen Dusche. Bevor unsere Mädels fertig waren, habe ich bereits das Auto geholt und bei einer naheliegenden Tankstelle vollgetankt, weil dort der Literpreis bei 0,989 € lag, während auf dem Hinweg dieser noch bei 1,029 € gelegen hatte.
Wir fuhren mit Kempfs zum Rathaus, saßen dort noch ein wenig zusammen und aßen und tranken noch ein Süppchen und Apfelsaft/Bier und machten uns alsdann wieder auf den Heimweg, wo wir uns nach unserer Rückkunft nochmal aufs Ohr legten, damit wir den Anforderungen des Abends gerecht werden konnten…
Im nächsten Jahr werden wir dann hoffentlich mehr als die diesjährigen 5 aktiven Schwimmer sein.


(Bilder aus der Homepage der Feuerwehr Mainz und S.Kempf)