Montag, 27. Oktober 2014

Tauchfahrt TSC Gelnhausen nach Krk vom 17. -26.10.2014

Freitag und Samstag, 17. und 18.10.2014

Der Tag beginnt – wie immer – um 5.20 Uhr und damit viel zu früh. Wir haben aber den größten Teil bereits am Vorabend gepackt und zum Teil auch schon im Auto verstaut, so dass ich am Freitag nur noch die Papiertonne wieder reinstellen und die Reste zusammenraffen muss, um dann darauf zu warten, dass mein Weib pünktlich von der Arbeit kommt. Am Vormittag habe ich noch schnell 500,-- € bei der Sparkasse abgehoben, in der Hoffnung, sie dann gleich, ebenfalls bei der Sparkasse, in Kuna gewechselt zu bekommen. Aber Pustekuchen …
Es gibt nicht nur keine Kuna ohne Gebühr, sondern überhaupt keine – und ich hätte sie früher bestellen müssen. So weit sind wir mit unserer Europapolitik bereits gediehen.. ;o) Aber man weiß dort wenigstens Rat – ich gehe zur Reisebank im Frankfurter Hauptbahnhof und hier bekomme ich meine Kuna sofort (gegen die geringe Gebühr von 10 Euronen. Aber – umsonst ist schließlich der Tod.)
Ich erledige schnell noch die letzten Emails, mein Weib kommt fast pünktlich und dann brauchen wir nur nochmal bei der Bank vorbei, um auch noch ein bisschen Taschengeld zu holen. Bei der Bäckerei war ich bereits vorab und habe uns ein wenig Marschverpflegung besorgt.
In Gelnhausen stellen wir fest, dass wir einen großen Teil der Mitfahrer noch gar nicht kennen. Aber die, die wir kennen, kommen später, oder sind bereits vorab gefahren.
Es dauert eine Weile, bis der Bus beladen ist, aber um ¼ nach 4 kommen wir los und fahren über Bad Brückenau, weil in der Nähe von Aschaffenburg im Radio bereits ein Kilometer langer Stau angesagt ist. Der Umweg lohnt sich und wir kommen zügig durch – bis auf Kroatien, wo ein Ruck durch den Bus geht und es plötzlich heftig nach verbranntem Gummi riecht. Hinten rechts ist ein Reifen heiß gelaufen und nicht mehr fahrbereit. Aber mit Hilfe  ein paar kräftiger junger Männer ist der Schaden in einer Autobahnausfahrt innerhalb kurzer Zeit behoben, der Reifen gewechselt und es geht weiter. So kommen wir nur knapp eine Stunde nach der vereinbarten Zeit in Vrbnik an,
werden im Lokal „Konoba Luce“)sehr gut verpflegt (bei Sonnenschein auf der Veranda) und wandern dann zur Basis, wo Robert, der Chef der Basis, uns in die Besonderheiten einweist und uns die Basis vorstellt. Dann werden wir mit 3 Fahrzeugen auf die Unterkünfte verteilt, wobei wir es gut getroffen haben. Wir wohnen hoch am Berg und genießen eine grandiose Aussicht. Allerdings ist der Weg dorthin auch lang und steil, aber irgendwas ist ja immer. Wir richten uns häuslich ein, ruhen ein wenig und machen dann einen Einkaufsgang in den alten Teil des Ortes, wo wir einige Mitfahrer wieder treffen.
Um ½ 3 Uhr ist Treffen auf der Basis und Ruth und ich wollen einen Tauchgang mit Julius und Jens machen. Das gestaltet sich etwas schwierig, weil Julius in Spanien mit 4 Kilo Blei getaucht hat und meint, dies ginge hier jetzt auch. Wobei er allerdings nicht bedacht hat, dass er in Spanien keine Eisweste getragen hat. So gebe ich ihm von meinem Blei ´was ab, aber das reicht noch nicht. Auch ein paar Tariersteine machen das Ganze nicht
komfortabler und schließlich flitzt Paulina, die das alles interessiert beobachtet hat, zur Basis und bringt noch ein bisschen Blei mit. Bei Jens schließlich scheitert der Tauchgang an einem stechenden Schmerz über dem rechten Auge und sein Tauchgang fällt aus, während Ruth sich einer weiteren Gruppe anschließt.
Weil es ihr und ihrer Schulter  momentan gesundheitlich nicht so gut geht, transferiere ich ihre Gerätschaften zum Meer und zurück und abends kochen wir Nudeln mit Tomatensoße und Käse und schlafen beim Essen fast ein. Dann spülen wir gemeinsam. Ich schreibe die Erlebnisse des Tages nieder und dusche anschließend und dann lassen wir den Tag bei einem Gläschen Rotwein ausklingen.

Sonntag, 19.10.2014

 Wir sind offensichtlich in einem streng katholischen Land. Die Kirchenglocken klingeln das erste Mal um 7.00 Uhr. Da ist es noch fast dunkel und ich schlafe auch sofort wieder ein. Dann klingelt´s nochmal und ich schaue noch nicht mal mehr auf die Uhr und ich schlafe nochmal richtig fest ein, bis uns schließlich der Wecker um ½ 9 Uhr aus dem Schlaf reißt. Wir frühstücken gemütlich  und sind dann pünktlich um ½ 10 auf der Basis, wo wir uns zum erneuten Tauchgang mit Julius und Jens fertig machen, um in der „Silent Beach“ tauchen zu gehen. In der Mittagspause suchen wir oben am Marktplatz etwas zu essen, aber zum einen ist Siesta und zum Zweiten haben wir zu wenig Geld dabei. So wandern wir zur anderen Seite des Tales in unser Appartement und toasten uns ein Brot, weil wir schon wieder Hunger haben. Der zweite Tauchgang des Tages führt uns zum „Silent Beach“, wo auch außer uns tatsächlich sonst keiner ist.
Der Tauchgang ist bemerkenswert, weil er Licht durchflutet ist, und weil Ruth ein Seepferdchen findet, woraufhin Julius hinter uns her galoppiert kommt, um uns zu benachrichtigen und Jens, der bei mir ist, sehr irritiert schaut, weil die Reiterbewegungen von Julius nicht recht zu deuten weiß. Er war halt in Spanien nicht dabei. Als wir den Tauchgang beendet haben, sind inzwischen einige weitere angekommen, die sofort wissen wollen, wo das Seepferdchen sei. Wir beschreiben dies, so gut wir können.
Zurück an der Basis versorgen wir die Klamotten, nehmen das obligate Deko-Bier und wandern dann zum Kochen. Heute gibt´s die restlichen Nudeln mit Ei und einen gelungenen Salat mit Thunfisch. Dann wird wechselweise geduscht und gespült, Nägel geschnitten und Bericht geschrieben und dann machen wir uns nochmal auf den Weg zur Konoba „Luce“, um noch ein Bier zu trinken und den zeitlichen Treffpunkt für morgen zu erfragen. Spät soll´s  heute aber nicht werden.
 
Montag, 20.10.2014

Zu einer für den Urlaub unchristlichen Zeit, nämlich um 6:30 Uhr, reisst uns der Wecker aus dem Schlaf. Wir frühstücken und treffen rechtzeitig am Treffpunkt, der Tauchbasis, ein um eine Tagestour zu den Plitvicka Jezera, den Plitwitzer Seen, zu unternehmen. Einige haben nicht richtig zugehört und kommen zum falschen Treffpunkt, ein paar Andere müssen abgeholt werden, weil sie „Treffen um 8:30 Uhr“ verstanden haben. Nach einer etwa 3 ½ stündigen Busfahrt durch viel Landschaft, teils bergig-kurvig, teils über Hochplateau und durch Sonne, Wind und Nebel, kommen wir schließlich am Parkplatz 1 bei den Seen an. Es gibt noch eine Ansage, dass wir uns pünktlich um 16:00 Uhr wieder hier treffen wollen, damit wir gegen 19:30 Uhr zum Abendessen in unserem Stammlokal sein können.
Dann probieren wir noch aus, ob wir als Gruppe eine Ermäßigung bekommen können, müssen aber leider erfahren, dass dies nur mit kroatischer Reiseleitung möglich ist. Die haben wir leider nicht vorzuweisen und so muss jeder den regulären Eintrittspreis zahlen. Wir tun uns mit Familie Stangl zusammen und machen einen wunderbaren Marsch über die Wege und Holzstege, immer ganz nahe am traumhaft klaren Wasser entlang, nehmen an der Fährstation einen kleinen Imbiß, queren einen der See mit dem Boot und steigen dann einen langen Treppensteig hinauf zu dem Platz, an dem das Parkbähnchen uns zu einem Fleck nahe des Ausgangspunktes bringt.
Den Rest müssen wir wieder laufen. Pünktlich um kurz vor 4:00 Uhr trifft sich der größte Teil der Mannschaft wieder am Bus. Die Jugend, die die große Runde um die Seen gelaufen ist, kommt im Dauerlauf um 15:59 Uhr um die Ecke und dann warten wir noch ca. eine ¾ Stunde, bis auch die letzten um die Ecke geschlendert kommen und wir endlich los können. Bei einer Jugendfahrt hätte dies zu intensiven sportlichen Übungen geführt.
Unser Busfahrer, der zum ersten Mal in Kroatien fährt, führt uns anhand seines Navis einen abenteuerlichen Weg über eine Strecke, die eigentlich für einen Bus zu schmal ist, aber wir kommen durch – und unsere Rückfahrt, die eigentlich eine halbe Stunde kürzer hätte sein sollen, zieht sich bis kurz vor 9 hin.
Im „Stammlokal“ nehmen wir noch eine Kleinigkeit zu uns und begeben uns dann zügig zu Bett, weil wir einigermaßen platt sind. Morgen früh dürfen wir dafür ein wenig länger schlafen.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Nach einer etwas unruhigen Nacht – es hat geregnet und es war windig und wir mussten
deswegen die klappernden Fensterläden festmachen – klingelt um 8:30 Uhr der Wecker.
Wolf hat freundlicherweise für uns Brötchen mit besorgt und sogar Sojamilch. Die hole ich bei Claudia, die nicht weit von uns wohnt, ab und wir frühstücken ganz gemütlich. Ich bringe nach dem gemeinsamen Spülen noch den gestrigen Tag zu Protokoll, bevor wir uns auf den Weg zur Basis machen. Unser Versuch, eine Abkürzung zu nehmen, geht in die Hose, weil ein Trampelpfad offensichtlich im Nichts, beziehungsweise auf Privatgrundstück endet und so steigen wir wieder bergan und fragen Tom mit Freundin, die gerade zufällig vorbeikommen, aber die kennen auch nicht die unbekannte Abkürzung. Und die ist, wie bereits die alten Griechen wussten, besonders lang. Wir treffen den großen Jens an, der heute mit uns den ersten Bootstauchgang machen will und beladen das Wägelchen, mit dem die Tauchklamotten zum Boot gefahren werden. Wir werden hinausgefahren und springen an einem Fleck ins Wasser, an dem eine Boje hängt. Der Tauchplatz war vom Guide beschrieben und klingt verheißungsvoll. – Ist er auch. Zunächst kommt ein Tunnel. Da ist die Sicht noch durchwachsen, aber ab 15 Metern abwärts wird sie richtig gut und an der zweiten Steilwand, die wir – wie beschrieben – finden, wachsen die dunkelroten Gorgonien in großer Zahl. Rechtzeitig kehren wir um und landen nach 34 Minuten wieder auf dem Schiff. Die abgesprochene Tiefe von 25 Metern haben wir geringfügig überschritten, aber die Umstände waren günstig und – vor Allem – es hat sich gelohnt.
Nach der Rückkehr kaufen wir ein und setzen uns auf dem Marktplatz auf die Terrasse eines Cafés, wo wir nicht lange allein bleiben, weil Paulina mit Eltern zu uns stoßen und wir uns angeregt unterhalten.
Nach der Rückkehr zur Basis plaudern wir dort noch ein bisschen und machen uns dann bereit für den zweiten Tauchgang, der unmittelbar hinter dem Hafen links an der Höhle beginnt und uns 43 Minuten und bis zu 20 Metern tief dümpeln lässt, bevor wir mit dem Boot wieder abgeholt und zum Hafen zurückgefahren werden. Schön war´s…
Wir versorgen die Ausrüstung und dann fährt uns Klaus mit dem VW-Bus zu unserer Unterkunft, wo wir uns frisch machen und ein Obst, sowie unser Dekobier zu uns nehmen, bevor wir uns auf den Weg in´s „Luce“ machen, wo der eine Teil einer Weinprobe beiwohnen will, während der Rest nur ein Abendessen zu sich zu nehmen beabsichtigt. Als wir ankommen, sind die Teller mit Schinken und Käse für die Weinprobe bereits vorbereitet und schon sind wir mitten drin. Also nehmen wir doch teil. Aber neben dem bereits Gesagten müssen wir noch eine Kleinigkeit nagen, sonst liegen wir gleich unter dem Tisch. So bestellt sich Ruth noch eine Portion Schinken, die allerdings so groß ausfällt, dass wir den Rest als „Doggy-Bag“ mit nach Hause nehmen müssen. Und ich lese auf der Karte „Gnocchi mit Salat“, weil ich meine Brille nicht aufhabe. Das bestelle ich. Aber gemeint ist nicht Salat, sondern Salsa, was Seeteufel bedeutet. Das nehme ich billigend in Kauf und es schmeckt auch sehr gut. Wir probieren die angebotenen Weinsorten durch und finden rechtzeitig den Absprung, bevor der Abend zu hart wird.
Die Nacht wird wieder etwas unruhig, weil der angekündigte Bora einfällt und unseren Terrassentisch umwirft und die Fensterläden wieder klappern. Begleitet wird das Ganze von einem heftigen Gewitter, aber dann können wir endlich noch ein bisschen schlafen.
 
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Um ½ 8 Uhr klingelt wieder der Wecker und reißt mich aus einem Traum, den ich aber unmittelbar darauf bereits wieder vergessen habe. Ich stehe auf und stelle fest, dass es noch bläst wie verrückt. Ein Blick auf´s  Meer zeigt – Weißmänner bis zum Festland und auf den Gipfeln gegenüber – Schnee !!
Wir kommen zu dem Ergebnis, dass heute wohl das Tauchen ausfällt, gehen aber nach dem Frühstück zur Basis, um nach dem Alternativprogramm Ausschau zu halten.
Der Basisleiter schwört Stein und Bein, dass es auf der anderen Seite der Insel geschützt sei und dort weder Sturm , noch Wellengang aufschlügen. Aber es sagen zu viele ab, so dass das Tauchprogramm mit Tagesausfahrt auf Morgen verschoben wird. „Dann müssen aber alle, die eingetragen sind, mitfahren, sonst muss gezahlt werden!“ Solche Töne sind wir zwar nicht gewöhnt, aber warten wir´s mal ab. Und Ruth würde schon aus gesundheitlichen Gründen (ihrer Schulter geht es immer noch nicht besser) nicht mitfahren.
Also wird kurzerhand umgebucht und Christian, unser Busfahrer, fährt 25 Leute aus der Gruppe nach Rijeka, wo wir einen touristisch ausgefüllten Tag verbringen. Angesagt ist für die Rückfahrt 17:00 Uhr und heute sind es nur zwei Leute, die zu spät kommen – und auch die nur 5 Minuten.
So schlagen wir gegen 6 wieder auf der Basis auf und begebn uns zu unserer Unterkunft, um  das unterwegs Eingekaufte (Kartoffeln, Mangold und Fleisch) zuzubereiten .
Anschließend wird ausgiebig gespült und dann ziehe ich die Bilder von der SD-Karte auf die Festplatte, schreibe  wieder Bericht und Ruth ruht noch ein wenig, bevor wir duschen und uns zu Bett begeben.
Mal sehen, wie der morgige Tag aussehen wird.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Wieder klingelt der Wecker viel zu früh. Obwohl wir am Vorabend früh zu Bett sind, könnten wir noch weiter schlafen. Ich mache Frühstück und Ruth beschließt nicht zum Tauchen zu gehen. Seit gestern hat sie Halsschmerzen und die Schulter wird es ihr sicherlich auch danken. Als ich mich auf den Weg mache, kocht sie eine große Kanne Tee und zieht sich samt dieser wieder ins Bett zurück. Zugedeckt mit zwei Decken und mit einem Buch versehen, lässt es sich aushalten. Irgendwann schläft sie ein und wird erst um 14:00Uhr wieder wach. Dann wird geduscht, gewaschen und das Abendessen eingekauft. Leider hat der Metzger schon geschlossen und so muss der Würstchen-Vorrat aus dem Supermarkt herhalten. Dazu gibt es Kartoffeln und Gemüse aus Zwiebeln, Paprika, Zucchini und Dosentomaten. Auf dem Heimweg werden noch ein paar Rosmarinnadeln als Würze dazu gepflückt. Der wächst hier allenthalben und riecht wunderbar. Die Dosentomaten stellen sich als äußerst ergiebiges Tomatenkonzentrat heraus. Na ja, sollten wir einschneien reicht es mit den Brühwürfeln sicher zum Überleben bis zum Frühling.
Zu meinem Empfang nach dem Tauchen gibt es Glühwein – Rotwein gewürzt mit Zimtpulver und Rumzucker. Ein leckerer Versuch, der auch gut wärmt. Beim Verkosten erzähle ich von meinen Tauchgängen in der Mafia Bay. Ich erzähle, einzig zwischen dem Ausziehen des Tauchanzugs und dem Wiedereinkleiden in zivile Klamotten sei es eher frisch gewesen  und bis die Finger wieder warm waren, habe es  eine Weile gedauert.
Zum Nachtisch verspeisen wir noch Obstsalat aus Apfel, Pflaume und Mandarine, gewürzt mit ein wenig Vanillinzucker. 
Danach sind wir pappsatt und ich ruhe ein wenig. Im Anschluss daran suchen wir Sylvia und Alfred, weil Sylvia erzählt hat, dass Ruth und sie ihren Trockentauchanzug im Wechsel nutzen könnten. Und das wäre für Ruth die Option, morgen dabei zu sein.
Freitag,  24.10.2014
Die Nacht war für Ruth nicht sehr ersprießlich – ihre Schulter macht ihr nach wie vor heftig zu schaffen und so entschließt sie sich schweren Herzens, auch heute auf´s Tauchen zu verzichten. Wir frühstücken aber gemeinsam und dann mache ich mich wieder auf den Weg zur Basis. Heute passen alle in das Service-Mobil und den Basis-Transporter und am Hafen bei der Wasserski-Anlage finden sich noch ein paar österreichische Taucher ein. Wir fahren wieder ein gutes Stündchen über´s Meer und teilen uns zum Tauchen wieder in Gruppen auf, damit wir uns nicht gegenseitig ins Gehege kommen. Der erste Tauchgang führt uns zur Liebeshöhle (Love Cave). Ich habe wieder Paulina als Tauchpartnerin und wir machen einen schönen Tauchgang mit viel zu sehen, aber den Gang in die Höhle, deren Eingang lediglich auf einem Meter Tiefe liegt, verweigert sie.
Es gibt zum Mittagessen leckeren Fisch und die Gräten- und Hautreste werden gern und schnell von den im Wasser verbliebenen Fischen verspeist.
Nach kurzer Pause verlegen wir das Schiff ein Stück zum Lighthouse und hier mache ich, zusammen mit Sylvia und Jenny, den zweiten Tauchgang, der etwas tiefer liegt, als der erste, der aber zeigt, dass die Sicht weiter unten doch sehr viel besser ist. Es wird ein gemütlicher Unterwasser-Spaziergang und anschließend geht es gegen Bora und Welle an – wieder in Richtung Heimat.
Als wir ankommen, ist Ruth bereits am Hafen. Wir kaufen noch eine Kleinigkeit ein und ich mache mich dann frisch und wir gehen in unsere „Konoba Luce“ zum Abschlussessen.
Es wird ein netter Abend. Wir sitzen mit der Familie Stangl am Tisch und haben viel Spaß. Ruth hat schon einen Teil unserer Klamotten gepackt und den Rest werden wir morgen früh erledigen. Angedacht ist, dass wir gegen 12:00 Uhr  die Lokalität verlassen und auf dem Heimweg in Slowenien noch die „Postojnska Jama“, die Postojna-Höhlen besichtigen.
Samstag, 25.10.2014 und Sonntag, 26.10.2014

Nach dem Aufstehen haben wir schnell die Reste gepackt. Mit den Kleinigkeiten lasse ich dann Ruth zurück und begebe mich zur Basis, wo ich meine Tauchklamotten fertig mache. Ruth hat die ihren bereits gestern fertig gemacht.
Tatsächlich schafft es die ganze Mannschaft bis um 11:00 Uhr fertig zu sein. Wir machen einige Abschlussfotos und verabschieden uns von Robert und seiner Crew zünftig mit „Caisson“. Dann wird der Bus geentert und wir begeben uns auf den Heimweg. Die Führung in die Höhle um 2:00 Uhr schaffen wir zwar nicht mehr, weil sie bereits ausgebucht ist, aber um 15:00 Uhr kommen wir mit und verbringen interessante 1 ½ Stunden in der Tropfsteinhöhle, die mit insgesamt 20 Kilometern Länge eine der größten in Slowenien ist.
Wir begehen, beziehungsweise befahren allerdings lediglich rund 5 Kilometer. Für den Rest wäre spezielle Ausrüstung und viel mehr Zeit von Nöten.

Dann entern wir gegen 17:30 Uhr wieder unseren Bus und touren Richtung Heimat. Unterbrochen wird die Heimfahrt nochmals kurz, weil auf der Strecke Richtung Wels die Autobahn gesperrt ist, aber Wolf findet auf der Karte den richtigen Weg und wir wechseln nochmal den Fahrer. Günther hat in Suden auf uns gewartet und übernimmt, während Christian, der uns sicher durch Kroatien und Slowenien gefahren hat, sich mit dem Servicemobil auf den Heimweg begibt.
In Geiselwind machen wir gegen 4:15 Uhr noch einmal eine Stunde Rast, die von vielen zur Einnahme diverser Mc-Donalds-Mahlzeiten genutzt wird und dann geht es ohne weiteren Aufenthalt nach Gelnhausen durch, wo wir das Gepäck aus- beziehungsweise umladen. Jens nehmen wir noch mit nach Langenselbold und liefern ihn bei seinen Eltern ab. Anschließend tanken wir noch am Autohof, besorgen uns beim Bäcker Bär noch die Sonntags-Brötchen und bevor´s  ans Frühstücken geht, legen wir uns erst nochmal 2 ½ Stündchen auf´s  Ohr.
 

                                                           © Peter Helbig

Montag, 13. Oktober 2014

Fitness-Wochenende am Edersee vom 10.-12.10.2014



Weil es uns bereits bei vorangegangenen Veranstaltungen dort so gut gefallen hat, haben wir uns entschlossen, auch dieses Seminar in den Räumlichkeiten der Sportjugend Hessen am Edersee durchzuziehen. Dieses Mal sollte es auch etwas Besonderes  sein – Bewegung tut Not und dient der Förderung und Erhaltung  der Gesundheit bis ins hohe Alter.

Treffpunkt war am Freitag gegen 18.00 Uhr direkt am See und die Jugend des Hammersbacher Landtauchclubs wurden von einem Elternpaar gebracht, die den Stadtbus von Nidderau und einen Privat-PKW dabei hatten und das Wochenende auch am See verbringen wollten – allerdings nicht in unseren Räumlichkeiten. Obwohl kurzfristig noch ein paar Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Gründen ausgefallen waren, bestand die gut gelaunte Truppe letztendlich doch aus 20 mehr oder weniger jugendlichen Personen.
Um 18.00 Uhr gab´s erst mal Abendessen, dann wurden die Häuser bezogen und im Anschluss daran machte unsere Sarah einige Yoga-Entspannungsübungen, was dazu führte, dass ich beinahe schon während der Veranstaltung eingeschlafen wäre. Nach dem Abschluss der Stunde fielen alle ins Bett und ich schlief hervorragend, bis der Wecker mich aus dem Schlummer riss.

Um 7.15 Uhr wurde ich geweckt und um 7.30 Uhr war bereits Waldlauf angesagt. Während Jan und Davina mit den Größeren unterwegs war, begab ich mich mit den Kleineren im Laufschritt auf den gepflasterten Platz vor der Herberge und wir machten ein paar mehr oder weniger Schweiß treibende Übungen, bevor wir uns wieder frisch machten und  uns zum Frühstück begaben.
Im Anschluss hieran erhielten wir einen Vortrag von einer Köchin der Bildungsstätte, die uns etwas über Nahrungsmittel im Allgemeinen und die Verpflegung vor Ort im Besonderen erzählte. Geduldig beantwortete sie auch alle anfallenden Fragen und zum Ende des Vortrags wurden Obst und Gemüse vorgestellt und der Stockbrotteig für das abendliche Grillen vorbereitet.
Danach brachte uns Sarah wieder einige, diesmal etwas anstrengendere, Übungen bei, die sie als „Entspannungs-Übungen“ bezeichnete, die wir aber als ganz schön
anstrengend ansahen. Tja, wenn man das nicht öfter übt… Aber natürlich sahen wir ein, dass uns dies später zugutekommen würde, weil die Übungen zu aufrechter Körperhaltung, besserer Durchblutung der Organe und gesünderer Lebensweise verhelfen. Insbesondere der „Löwe“ kam hierbei bei allen hervorragend an ... ;o)
Nach dem Mittagessen war bereits der nächste Vortrag angesagt, bei dem Benny Sauer uns einen interessanten Vortrag über Muskeln, deren Aufbau und Wirkungsweise  und den Einfluss von Training auf die Muskulatur erzählte. Benny hatte mit etwas älteren Teilnehmern gerechnet, war aber sehr wohl in der Lage, auch den Kleineren anschaulich den Inhalt seines Vortrags nahe zu bringen.
Jetzt waren sportliche Aktivitäten angesagt, die zum Teil auf dem vorhandenen Sportfeld und zum zweiten Teil neben dem Waldweg auf den befestigten Drahtseilen stattfanden. Hier waren Teamgeist und kameradschaftliche Hilfe angesagt.
Gegen ½ 6 Uhr  machten wir uns auf den Weg zum Bauern,  der uns am Melken teilhaben lassen wollte. Zwar konnten wir nicht, wie insbesondere die Kleineren gehofft hatten, tatsächlich per Hand melken, aber man konnte im Stall den Vorgang des Melkens per Maschine beobachten und erfuhr anschließend noch etwas über die Milchproduktion und die Rinderzucht, die ein nicht so sehr einträgliches Geschäft darstellen. Aber was würden wir ohne unsere Bauern machen …
Wir konnten die kleinen Kälbchen, die noch gesäugt wurden, sehen und auch die etwas größeren, die gerade „abgestillt“ wurden.  Insbesondere unsere weibliche Jugend war nur schwer von „Handgreiflichkeiten“ gegenüber den Kälbchen abzuhalten. So war auch dieser Besuch auf dem Hof recht lehrreich.
Zurück in der Bildungsstätte mussten wir erst einmal den Grill reparieren, bevor wir endlich mit dem Grillen von Würsten und Steaks beginnen konnten. Aber von der Küche war alles bereits so lecker vorbereitet, dass alle schnell und konsequent abgefüttert werden konnten, als es endlich so weit war. Als „Nachtisch“ gab´s dann das vorbereitete Stockbrot, was bei Einigen zu Schwierigkeiten führte, weil sie sich nicht rechtzeitig, nämlich im Hellen, einen Stock besorgt hatten und jetzt auf dem Handy keine Taschenlampen-App vorhanden war. Wie haben wir das eigentlich früher gemacht???
Den Abschluss des Abends bildete eine Runde „Werwolf“ – und es blieb bei der einen, weil wir die Jugend offensichtlich im Verlauf des Tages redlich müde gemacht hatten.
Der Sonntagmorgen begann mit einem etwas späteren Frühstück und ohne Waldlauf. Die Zimmer wurden geräumt und dann gab es eine kleine Arbeitsrunde, deren Ergebnis von den jeweiligen Gruppen vorgetragen wurde, bevor wir uns in die Fahrzeuge schwangen und durch den herbstnebligen Wald in Richtung Bad Arolsen fuhren, wo der letzte sportliche Teil der Gesamtveranstaltung stattfinden sollte. Im recht kleinen Becken standen uns lediglich zwei Bahnen zur Verfügung, die wir aber, in zwei Gruppen aufgeteilt, trotzdem für unsere Zwecke nutzen konnten und zum Schluss nutzten wir noch ein Viertelstündchen die im nebenan liegenden Spaßbad vorhandene Riesenrutsche und nahmen  ein warmes Bad im Whirlpool, bevor wir uns wieder in Richtung Edersee begaben. Dort gab es noch ein Mittagessen, das – sehr lecker – aus Reis mit Goulasch und Salat bestand und dann gab es noch das übliche Abschlussfoto, einen tränenreichen Abschied und dann eine Heimfahrt, die – weil keine Lastwagen unterwegs waren – wesentlich stressfreier ausfiel, als die Herfahrt.
Einhellige Meinung aller Beteiligten war, dass die Veranstaltung ihr Ziel erreicht und Spaß gemacht hatte und der Gesundheit eines jeden Einzelnen förderlich war.



                                                            © Peter Helbig


Montag, 6. Oktober 2014

Abtauchen des TSC atlantis e.V. am 4.10.2014 in Schönbach


An sich war´s rechtzeitig bekanntgemacht worden. Und ursprünglich waren auch einige dabei, die ihre Teilnahme zugesagt hatten. Und dann ging´s Schlag auf Schlag – der eine musste in die „Ostzone“, der andere hatte einen Termin auf der „Wies´n“ beim Oktoberfest in München und ein weiterer war zum Spezialkurs in Richtung Bodensee unterwegs. Noch einer war just davor unter´s Messer gekommen (nein – keine Schönheitsoperation) und wieder andere hatten einfach Dienst. Einer hatte bereits am Dienstag abgesagt: gesundheitliche Gründe – gottseidank nix Schlimmes und eine ganze Taucherfamilie war kurz vorher von der „Rüsselpest“ ereilt worden und bekam keinen Druckausgleich. Unsere Elke hatte deswegen leider keine Mitfahrgelegenheit. Ruth fuhr auch schon nicht mit, weil sie seit geraumer Zeit wieder unter ekligen Schmerzen in der linken Schulter litt. Kein Doktor und auch die Untersuchung im MRT hatten bislang keine vernünftige Diagnose erlaubt und so wollte sie sich die Autofahrt, die ihr regelmäßig große Schmerzen bereitete, ersparen.Ich kam schließlich als erster in Schönbach am See  an und die Herborner waren scheinbar schon wieder fort und nur der TLvD mit seinem Verein war schon da. Ich meldete mich an und wartete ein Weilchen. Fast hatte ich schon befürchtet, allein zu bleiben und mich gegebenenfalls an einen der Anwesenden dranhängen zu müssen, da tauchte Familie Müßig auf und der Abtauch-Tag war gerettet. Wir meldeten uns kompletto an und auch Basti durfte mit tauchen, weil wir dann als große Gruppe unterwegs sein wollten.
Unterwegs zum See erklärte Steffi, sie könne sich nun schon ganz alleine anziehen, was sich großenteils auch bewahrheitete und wir machten den ersten Tauchgang links herum, in der Hoffnung, neben Barschen, Hechten und Karpfen vielleicht auch Stör und Waller zu sehen. An der Tauchregionsmarkierung schlugen wir uns in Richtung Süden über den See durch und stießen am gegenüberliegenden Ufer auf zwei wirklich kapitale Hechte. Nur Waller und Stör waren leider ausgegangen. Nach einer guten halben Stunde tauchten wir wieder im Einstieg auf und machten eine gemütliche Mittagspause. Zu meinem trockenen Brötchen bekam ich von Andrea eine selbstgemachte Frikadelle und nach gut einer halben Stunde machten wir uns auf den Weg, einen zweiten Tauchgang zu unternehmen, der uns schließlich rechts herum bis fast in die hinterste Ecke führte. Auch hier sahen wir diverse Hechte, Karpfen und Barsche, von den Schwärmen an Rotfedern und Jungfischen ganz abgesehen. Die Sonne schien und hinterließ Lichtreflexe auf den Felsformationen, dass es eine wahre Pracht war. Nur waren auch hier Stör und Waller ausgegangen.
Zufrieden beendeten wir auch hier nach einer guten halben Stunde den Tauchgang, nachdem die Flaschen weitgehend geleert waren, packten zusammen und machten uns wieder auf den Heimweg, den ich unterwegs bei Ruths Eltern in Wetzlar nochmals unterbrach, um das neu gemachte Bad zu besichtigen, von dem ich gehört hatte, es sei jetzt fertig geworden.
Und mit Müßigs war ich für heute Abend nochmal zum Training im Textorbad verabredet – im Übrigen dem ersten nach der Sommersaison im Stadionbad. Hier allerdings war ich guter Hoffnung, dass noch ein paar mehr Mitglieder teilnehmen würden, als am Nachmittag in Schönbach.
Ich sollte mich nicht getäuscht haben…
                                                                        © Peter Helbig

Montag, 29. September 2014

Vereinswochenende vom 27. auf den 28.9.2014


Anlässlich des 40jährigen Bestehens unseres Vereins hatten wir uns entschlossen, wieder einmal ein Vereinswochenende gemeinsam zu verbringen.
Da das Jahr ja nunmehr schon fortgeschritten war und weitere Termine nicht mehr zur Verfügung standen, war es nicht so einfach alle unter einen Hut zu bringen – sprich: einen Termin zu finden, an dem alle konnten. Zwischenzeitlich waren wir auf unserer Teilnehmerliste bereits mal 24 Personen, aber – wie das so ist – bröckelte ein Teil wieder ab, so dass wir letztendlich mit 18 Leuten angemeldet waren.
Unsere Wahl war auf die „Villa Phantasia“ gefallen, die uns Kristian empfohlen hatte und die als „rustikal mit Abenteuer-Potenzial“ beschrieben worden war.
Ein paar Einzelheiten waren bereits im Vorfeld schriftlich, beziehungsweise telefonisch abgeklärt worden – und jetzt war es dann so weit:

Samstag, 27.9.2014

 Ruth hat wieder Probleme mit ihrer Schulter und befürchtet, das Wochenende nur schwerlich zu überstehen. Wir haben bereits am Vorabend soweit wie möglich alles zusammengetragen und das Auto beladen. Ich habe am Freitag Brötchen bestellt und um 8.00 Uhr klingelt der Wecker. Wir frühstücken nach mehreren Wochen endlich wieder einmal gemeinsam Zuhause und kommen pünktlich um 10.00 Uhr auf die Piste. Schnell besorgen wir noch ein paar Getränke und ein bisschen Knapperzeug für heute Abend und dann geht´s endlich los. Das Navi erzählt uns etwas von 111 Kilometern, die wir (ohne Staumeldung) in etwa 50 Minuten durchfahren könnten. Unterwegs kommen dem Navi dann aber Zweifel, weil es den gerade erst eröffneten Tunnel bei Neuhof noch nicht kennt und das Autosymbol über Niemandsland (weiße Flecken auf der Karte) fährt. Und dann kommt bei Hünfeld noch eine Umleitung, die unser Gerät aber problemlos meistert.
Als wir ankommen, sind Manuela und Lena bereits da und betrachten schon mal ein bisschen die Umgebung. Lena ist gleich begeistert, weil sie einen großen Spielplatz mit Lagerfeuer-Stelle entdeckt hat und auch die übrige Umgebung lädt zu Erkundungen ein. Anschließend tauchen noch weitere KameradInnen auf wir werden vom Herbergsvater, der Wert auf diese Bezeichnung legt, in die Räumlichkeiten und Gepflogenheiten der Villa eingeführt. Jan sagt von unterwegs Bescheid, dass sie erst auf der Höhe von Gelnhausen sind und erst eine Kleinigkeit essen wollen. Und Tru hat sich ohnehin erst für den Nachmittag angesagt. So essen wir schon mal lecker Schweinebraten mit Sauce, Knödeln und Rotkraut und lassen uns dann Zeit bis 13.30 Uhr, bevor wir zum „cachen“ aufbrechen. Ich habe zwar ein paar Caches vorbereitet, aber es stellt sich heraus, dass Manuela wesentlich besser vorbereitet ist, weil sie über einen „Cache-Account“ verfügt und außerdem über eine recht professionelle Ausrüstung hat. Wir entschließen uns, zunächst in Richtung Burg Hauneck zu gehen und unterwegs bereits einen Cache „mitzunehmen“ und machen dann aber einen größeren Rundgang rund um die Burg, wiederum einige Caches streifend. Sabrina und ich nehmen dann den direkten Weg zur Burg, der nahezu senkrecht bergan geht, während der Rest der Truppe einen nicht ganz so anstrengenden Weg wählt. Als wir oben ankommen, bin ich komplett durchgeschwitzt und Waldenmaiers sitzen bereits in der Sonne und lassen es sich gut gehen. Peu á peu tröpfeln auch die anderen herein und wir steigen die letzten steilen Stufen auf den Bergfried und genießen die gigantische Aussicht rundum vom Vogelsberg, über die Rhön bis in die ehemalige DDR und deren „Monte Kalis“. Auf dem Rückweg finden wir , nach längerem Suchen, noch einen Cache. Manuela hält das alles ordnungsgemäß in den bereit liegenden Logbüchern fest und tauscht einige Kleinigkeiten in den Schatzkisten aus.
Als wir zurück sind, dauert es nicht mehr lange bis zum Abendessen, das aus frischen Brötchen, Nudelsalat und (abgezählten) Bratwürsten besteht.
Dann bereiten wir das Abendprogramm vor. Ich habe ein paar alte Bilder von längst vergangenen Vereinsfahrten herausgesucht und auch andere steuern ein paar Bilder bei, die so schön sind, dass sie digitalisiert werden sollen.
Mit unseren Kinners haben wir das Theaterstück „Aschenputtel“ vorbereitet und das Publikum lacht Tränen. Es ist aber auch zu schön, wenn die gute Fee Wünsche erfüllt, der schöne Prinz schlussendlich Aschenputtel heiraten und viele Kinder haben will und den hässlichen Schwestern der gläserne Schuh nicht passt.
Den Rest des Abends verbringen wir am Lagerfeuer, das bereits kräftig lodert und genießen den Sternenhimmel und das ein, oder auch andere Bier.

Sonntag, 28.9.2014

 Wir haben als Zeit für´s  Frühstück 8.30 Uhr gewählt und – siehe da – um diese Zeit sind wir fast komplett. Das Frühstück ist recht reichhaltig und nur der Kaffee ist ein wenig dünn, geht aber dafür gewiss nicht an´s  Herz. Wir frühstücken gemütlich, räumen die Zimmer und machen, weil ein paar frühzeitig aus unterschiedlichen Gründen in Richtung Heimat wollen, ein Abschieds-Gruppenfoto bei den Kletterseilen. Auf dem Weg in Richtung Heimat haben wir unterschiedliche mögliche Ziele ins Auge gefasst. Man hätte in Fulda das begehbare Herz besichtigen können. In Steinau gibt es mehrere Möglichkeiten:
Marionettenmuseum, Teufelshöhle, oder Erlebnispark und in Gelnhausen schließlich das begehbare Ohr, das wir bereits von einem Besuch mit der HTSV-Jugend her kennen. Da das Wetter sehr schön ist, fällt die Entscheidung nicht schwer: Es soll der Thalhof in Steinau werden. Auf dem Weg dorthin lassen Micha und ich noch je ein Foto von einem Starenkasten am Straßenrand machen. Wir haben beide das entsprechende 80er Schild nicht gesehen, können aber auch nicht sehr viel schneller gewesen sein. Hoffentlich haben wir wenigstens freundlich geschaut!
Als wir schließlich mit dem verbliebenen Rest am Thalhof angekommen sind, stellen wir fest, dass es für eine Gruppenermäßigung nicht reicht. Hierzu hätten wir 25 Personen sein müssen. So kommen Ruth und ich aber wenigstens in den Genuss eines 60+-Preises und machen dann eine ausgiebige Besichtigung des Parks, der –seitdem wir das letzte Mal hier waren- kräftig an Publikumsmagneten zugelegt hat. Neben den Volieren, die damals schon vorhanden waren, sowie Hühnern, Schafen, Kaninchen und Ziegen und Eseln, gibt es diverse Fahrmöglichkeiten: Banane, Reiten, Auto-Scooter, Schaukeln, Sommer-Rodelbahn, Albatros-Radeln, Wasserrutsche und, und, und…
Wir machen von Allem reichlich Gebrauch und erst gegen 14.30 Uhr machen wir uns auf den restlichen Heimweg, nehmen in der Pizzeria „Zum Paradies“ in Gelnhausen-Roth noch eine Pizza, beziehungsweise Spaghetti Carbonara und treffen schließlich ziemlich müde gegen 16.30 Uhr Zuhause ein, wo wir uns vorm Ausladen des Autos erst einmal ein halbes Stündchen aufs Ohr legen.

 
                                                                                     © Peter Helbig

Dienstag, 23. September 2014

Jugendgrillen in Schönbach am 20.9.2014


In diesem Jahr ballen sich die Termine. Kaum sind wir aus Österreich zurück, geht´s  nach Spanien – und kaum ist das ´rum, kommt schon wieder das traditionelle Jugendgrillen.
Eigentlich wollten wir schon am Freitagabend zwecks Aufbau nach Schönbach, aber am 19.9. findet in Hanau auch der – ebenfalls schon traditionelle – Lauf gegen Gewalt statt, an dem wir mit der Gruppe „In Hammersbach läuft ´was..“ nun auch schon zum dritten Mal teilnehmen. Und dieses Mal sogar aus dem Stand, weil dieses Jahr für Lauftraining überhaupt keine Zeit war. Nach dem Lauf macht sich Ruth schon mal auf den Weg und ich fahre nach Roßdorf, weil hier vom Ski- und Wanderclub noch eine Vorstandssitzung stattfindet. Nach deren Beendigung um 21.20 Uhr mache ich mich auch auf den Weg nach Schönbach und komme dort gegen 22.30 Uhr an.
Entgegen der Vorhersagen im Wetterbericht herrscht klare Sicht und ein Sternenhimmel, wie er im Rhein-Main-Gebiet und noch nicht einmal in der Wetterau zu sehen ist. Wir babbeln uns noch ein bisschen fest und es ist schon nach Mitternacht, als wir endlich ins Bett kommen.
Am Morgen weckt uns das Handy um 8.00 Uhr und ich mache Kaffee, bevor ich mich mit Isa auf den Weg nach Driedorf mache, um Getränke und Biertischgarnituren zu holen. Da das alles ein bisschen viel ist, müssen wir zwei Mal fahren und bei den Garnituren kauere ich hinten und halte alles zusammen, damit nichts kippt.
Und dann laufen so nach und nach die Mannschaften ein. Beim Stand von 56 höre ich auf zu zählen und bin dann auch nicht mehr mit TLvD dran, so dass auch ich ins Wasser komme.
Das Spektakulärste, was ich heute und in Schönbach überhaupt zum ersten Mal zu sehen bekomme, ist ein Stör. Es soll auch noch ein größerer im See sein (wenn es sich hierbei nicht um Taucherlatein handelt). Die Hechte allerdings kenne ich schon. Es ist trotzdem auch immer wieder schön, durch die Schwärme von Jungfischen zu tauchen und man kommt sich ein bisschen vor, wie in der Karibik.
Das Jugendteam hat wieder einen schönen Parcours vorbereitet mit diversen Fragen auf einlaminierten Folien und der „Pfad“ endet an einer Kloschlüssel, aus der man sich dann Gummibärchen heraushangeln darf. Da bekommt der Ausdruck „ein Griff ins Klo“ gleich ´ne ganz andere Bedeutung.
Zwischenzeitlich gibt´s  auch Gegrilltes, wohl zubereitet von weiteren Mitgliedern des Jugendteams und dazu Salate und anschließend Kuchen, oder Muffins, der/die von Eltern und anderen Tauchern mitgebracht worden sind. Mit viel Spaß und Gelächter, aber auch intensiven Gesprächen geht der Tag zur Neige und ich komme noch dazu, mit Ruth einen gemütlichen Abschlusstauchgang zu machen, bevor abgebaut, alles verstaut und die Restgetränke und die Garnituren wieder zurückgebracht werden. Und der Wettergott hat, bis auf einen gehörig nassen Heimweg, einigermaßen Rücksicht auf uns genommen. 
                                                                                                           © Peter Helbig

Dienstag, 9. September 2014

HTSV-Jugendfahrt zur Costa Brava 2014

Tamariu vom 29.8. bis 7.9.2014


Die Tour nach Tamariu mit der HTSV-Jugend findet nunmehr bereits seit mehreren Jahren statt, aber es bedarf doch trotzdem immer wieder eingehender Vorbereitung,
bis es endlich losgehen kann. So müssen die Unterkünfte und Kleinbusse gemietet werden, Essenspläne geschmiedet und Versicherungen abgeschlossen werden. Einmal ganz abgesehen davon, dass man sich natürlich Gedanken machen muss, was man – über das normale und eigene Equipment hinaus – noch zusätzlich mitnehmen muss. Diesmal nehmen wir auch erstmals mehrere eigene DTGs und Blei mit um die Basis zu entlasten. Laut Toms Aussage haben sie zwar im letzten Jahr 400 Kg Blei zusätzlich erworben, aber irgendwie habe er das Gefühl, das Zeug bekomme Beine.
Aber nun sind die letzten Vorbereitungen getroffen, letzte INFO-Mails geschrieben und alle Taschen gepackt und morgen kann´s  endlich losgehen.

Freitag, 29.8.2014

Ich habe heute schon einen Tag Urlaub genommen, damit nicht erst noch der Stress eines Arbeitstages zu der ohnehin schon anstrengenden Fahrt hinzukommt. Die Firma Hertz hat angerufen, dass wir die Fahrzeuge erst komplett um 3.00 Uhr zur Verfügung gestellt bekommen können. Vorher hätten wir auch nicht gekonnt. Zwischenzeitlich bringt Ruths Kollege Niels freundlicherweise Ruth in Hanau vorbei.
Die Autos werden inspiziert, kleinere Mängel dokumentiert und dann das Gepäck umgeladen. Verabredet sind wir mit dem Rest der Truppe um 16.30 Uhr in Langen hinter dem Hallenbad. Das Maut- und Spritgeld wird auf die Fahrzeugbesatzungen verteilt, die sich inzwischen gebildet haben. Als wir mit den 3 Fordbussen in Langen ankommen, sind doch schon ein paar von uns da. Der Rest trudelt langsam ein und wir packen schnell die Klamotten in die Autos. Die trauernden Hinterbliebenen verabschieden sich und wir machen uns gegen 17.15 Uhr auf die Piste. Von kleinen „Unebenheiten“  abgesehen kommen wir hervorragend voran und machen erst kurz hinter Freiburg einen Stopp, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen. Dann geht´s wieder los. Einer der beteiligten Busse will zur Unterhaltung beitragen und hält ein Blatt Papier ans Fenster. Diesen Moment nutzen die andern zwei Busse und fahren Richtung Mühlhausen davon, während der „Unterhaltungsbus“ weiter in Richtung Basel düst.
Die Anderen fahren gemütlich weiter und als wir schließlich kurz nach Lyon wieder eine Pause machen, dauert es nur ein paar Minuten, bis die Anderen uns wieder eingeholt haben. Von da an bleiben wir weitgehend beisammen und erreichen Tamariu in einer bisher noch nicht dagewesenen Zeit. Die Basis hat noch nicht einmal geöffnet, aber wir laden unsere Tauchklamotten am Strand aus und tragen sie in Richtung Stolli. Dann fahren wir zum Campingplatz und lassen uns unsere Häuschen zeigen. Es zeigt sich, dass wir gut untergebracht sein werden. Ein Teil macht sich gleich auf den Weg Richtung Einkauf, damit es mit dem späten Frühstück was wird. Am Nachmittag kommen zum ersten Tauchgang, der ein Lust- und Ausblei-Tauchgang sein soll.
Zum Abendessen gibt´s  dann schon wieder gute Sachen und alle fallen ziemlich zügig zu Bett.

Sonntag, 31.8.2014

Alex hat – wie immer – den Tauchplan für heute bereits gestern Abend erstellt. Dieser wird beim Frühstück verlesen, so dass jeder weiß, mit wem er heute unter Wasser kommt. Die Unruhe auf der Basis hält sich deswegen in erfreulich engen Grenzen und es kommen nach und nach alle aufs Boot und nur ich bin am Morgen mit Vicky und Lukas von Land aus unterwegs, weil die beiden gestern nicht ins Wasser gekommen sind. Wir machen auch einen gemütlichen Gang und erfahren dann, dass zwischenzeitlich im Riff Adlerrochen gesehen worden sind.
Am Nachmittag sind diese natürlich nicht mehr da, obwohl sowohl Tom, als auch Mary Stein und Bein schwören, sie hätten sie angefüttert .. ;o)  Immerhin macht auch der Nachmittagstauchgang vom Boot mit viel Fisch Spaß und zum Schluss machen wir noch einen gemütlichen Tauchgang mit Alex von Land aus.
Zum Abendessen gibt´s Wraps, die selbst zusammengestellt und gerollt werden sollen, was beim Ein- oder Anderen nicht ganz so problemlos gelingt. Und dann zieht sich die Jugend mit einem Betreuer zum Strand zurück und der Rest sitzt noch ein wenig vor der Hütte und erzählt von alten Zeiten.
Montag, 1. September 2014
Nach dem Frühstück gehen die Einen wieder zum Strand, die anderen machen Küchen- und Putzdienst und Ruth, Steffi und ich fahren zum Einkaufen. Nachdem wir Aldi, Lidl und Esclat abgeklappert haben, haben wir alles beisammen und kommen noch rechtzeitig zur Basis, obwohl wir keinen Hausschlüssel haben und Ruth bereits während des Ausladens zur Basis läuft um den Schlüssel zu holen. Unterwegs trifft sie allerdings Sabrina, die bereits auf dem Weg zum Küchendienst ist und so kommen wir pünktlich zum Umziehen und aufs Boot. Ich habe Julius als Tauchpartner, dem wir inzwischen ein bisschen Blei abgeschwatzt haben und auch die Handschuhe. Wir sehen viel Fisch, inklusive Muränen und einen großen Conger. Von diesem ist allerdings nur ein großer, grauer Bauch zu sehen. Und Julius weiß jetzt, wie Drachenköpfe aussehen.
Der Nachmittag vergeht mit vergeblicher Seepferdchensuche . Auf dem Heimweg verlieren wir noch Ruths Badeanzug, den ich aber auf dem Bürgersteig wiederfinde, nachdem ich mich natürlich umgehend auf die Suche  begeben habe.
Anschließend duschen wir, führen Buch und ich setze mich an den Bericht, während Ruth zum Kochen aufbricht, damit wir nicht Hungers sterben müssen.
Dienstag, 2.9. bis Freitag, 5. September 2014
In Folge der durchaus gedrängten Ereignisse komme ich in der Zwischenzeit nicht mehr zum Schreiben, so dass die obigen Protokolle reine Gedächtnisprotokolle sind. Es ist aber auch sehr viel passiert. Durch die jeweiligen Fußwege von und zum Campingplatz reduzieren sich die Freizeiten um Einiges. Hinzu kommt erschwerend, dass wegen des hohen Taucheraufkommens auf der Basis das erste Boot morgens bereits um 8.00 Uhr abfährt und somit für ein Frühstück für diese Gruppe keine Zeit bleibt. Am Dienstag beispielsweise ist dies für Ruth und mich der Fall. Nach diesem Tauchgang wollen wir eine Kleinigkeit frühstücken und dann einkaufen.  Aber als wir unsere Hütten erreichen, ist alles abgeschlossen. Und als wir vom Einkauf zurückkommen, sitzt nur Ralf vorm Haus und hat immer noch keinen Schlüssel. Also flitzt er los, den Schlüssel zu holen, während wir den kompletten Bus alleine ausladen. Just, als wir damit fertig sind, geht an der Knabenhütte die Tür auf und es zeigt sich, dass eine ganze Meute Jungs und Mädels in der Hütte saßen und uns quasi bei der Arbeit zugeschaut haben. Ich bin ziemlich sauer und spreche ein „Wort zum Sonntag“.
An einem weiteren Morgen kommen morgens um 7.00 Uhr, just als Max zum Tauchen gehen möchte, 3 Mädels aus dem Knabenhaus, leise und verstohlen, aber Neptun hat´s natürlich trotzdem schon gesehen. Auch hier gibt es selbstverständlich eine - neuerliche – Ansage mit dem nachdrücklichen Hinweis, dass das auf keinen Fall geduldet werden kann und im Wiederholungsfall drastische Maßnahmen nach sich ziehen wird. Für diesen Abend ist der – bisher abends freigegebene - Strandgang gestrichen. Zwischendurch werden noch die SK Problemlösung und Orientierung angeboten und erfolgreich durchgeführt.
Ansonsten aber bewährt sich unsere bisherige Einteilung der Putz- und Küchendienste und es wird recht gut gelebt. Regelmäßig werden auch die Ausführenden hierfür reichlich gelobt.
Die Anzahl der Verletzungen hält sich in erfreulichen Grenzen. Hier hat mal einer Ohrenschmerzen, dort hat sich jemand den Finger beim Dosenöffnen ein bisschen geschnitten und eine Dritte hat Probleme beim Druckausgleich. Und auch die erkältungsbedingten Ausfälle bei den Tauchgängen sind kaum der Erwähnung wert.
Bereits am Abend des Donnerstages findet die allseits gefürchtete Tauchertaufe statt. Allerdings ist auch hier keine wirkliche Härte angesagt und selbst der Tauftrunk sieht nicht so erschreckend aus wie in Österreich. Die Zeremonie wird von einem interessierten Publikum – nicht nur aus der Basis – beobachtet. Anschließend geht´s schnell wieder zum Campingplatz, weil ja noch gekocht werden soll.
Und dann ist schon wieder Freitag – der letzte Tauchtag. Das Wetter lässt wieder eine Tour zur Grotte zu. Das Meerchen zeigt sich von seiner ruhigen Seite. Ententeich ist angesagt und die Jugend findet´s cool.
Zum Abschluss des Tages werden die Klamotten ausgewaschen und – soweit das möglich ist – getrocknet. Gepackt werden soll dann allerdings erst morgen früh.
Ruth hat Probleme mit ihrer Schulter und fühlt außerdem eine Erkältung im Anzug. Alle anderen  machen sich zum Abschluss nochmal auf den Weg zum Strand, wo Jan ein paar Fackeln angezündet hat und wir uns zusammensetzen und ein paar alte Geschichten zum Besten geben. Ich mache mich mit Dave frühzeitig wieder auf den Heimweg, weil der morgige Tag anstrengend zu werden verspricht.
Samstag, 6.9.2014
Der Wecker klingelt – wie immer – viel zu früh, aber bis um 11.00 Uhr müssen wir die Hütten geräumt haben, weil dann die Putzkolonne kommt. Die Rechnung haben wir bereits vorher erhalten und auch an der Rezeption erzählt, dass eine der Gemüseschalen eines Kühlschranks ein Loch hat, weil jemand diese auf eine heiße Herdplatte gestellt hat, die daraufhin ebenfalls nicht mehr schön aussieht. Der Concierge ist aber der Meinung, seine Mutter hätte gesagt, das sei schon in Ordnung. Wir wollten´ s ja aber wenigstens gesagt haben.
Bis alles wieder so aussieht, wie vor unserem Einzug und auch die Teller, Tassen, Töpfe und Bestecke an ihrem Platz sind, dauert es eine Weile. Zwischendurch werden schon die eigenen Flaschen von der Basis abgeholt und Tauchtaschen gepackt. Um 10 Minuten vor 11.00 Uhr ist aber alles fertig du wir können die Schlüssel abgeben. Alle begeben sich noch einmal zur Basis und wir verabschieden uns ordnungsgemäß mit einem dreifach donnernden „Caisson“. Die Crew der Basis bestätigt uns, dass wir uns brav und pflegeleicht verhalten hätten und im nächsten Jahr wiederkommen dürfen. Dann entern wir die Busse, fahren an der konkurrenzlos günstigen Tankstelle vorbei und tanken die Busse bis zum Stehkragen. Dann kann jeder im Supermarkt nochmal einkaufen, was er für die Heimfahrt braucht (natürlich nur Gesundes und keinen Süsskram … ;o)) und dann geht es endlich in Richtung Heimat.
Bis zur Auffahrt auf die Autobahn bei Figueres läuft das auch wunderbar, aber schon bei der Auffahrt zeigt sich – hier ist´s vorbei und dann brauchen wir bis zur französischen Grenze fast 5 Stunden – nur Stop-and-Go. Was genau der Anlass hierfür ist, erfahren wir nicht. In La Jonquera verlassen wir nach einer Pipi-Pause die Autobahn und stauen uns über die Landstraße bis zur Grenze und dann – wieder auf der Autobahn – ist der Knoten geplatzt und wir kommen zügiger vom Fleck. Immerhin haben wir viel Zeit ein Hörbuch zu hören. Es heißt „Er ist wieder da“ und es handelt sich um eine bitterböse Satire auf eine fiktive Rückkehr von Adolf Hitler, perfekt nachgesprochen von Christoph Maria Herbst.
Aber um 18.00 Uhr waren wir eigentlich bereits in unserem Übernachtungshotel in der Nähe von Lyon angemeldet. Wir rufen dort an und teilen mit, dass wir als Stauopfer nicht rechtzeitig ankommen werden. Beruhigender Weise erfahren wir, dass das Hotel am Wochenende 24 Stunden geöffnet ist und wir kommen können, wann wir wollen.
Tatsächlich trudeln wir erst ziemlich erschöpft gegen 1.30 Uhr in der Nacht ein, verteilen nach der Anmeldung die Zimmerkarten und fallen dann in einen tiefen Schlaf, der am Morgen wieder durch den Wecker unliebsam gestört wird.
Sonntag, 7.9.2014
Frühstück gibt es heute keines. Jedenfalls nicht im Hotel. Um kurz nach 8.00 Uhr sind wir wieder auf der Piste und halten erst um 9.15 Uhr wieder auf einem Rastplatz, wo wir Bänke und einen Spielplatz belegen und ein umfangreiches Frühstück zu uns nehmen. Dann bleibt noch eine kurze Zeit für ein Tauchergericht und die Verteilung der Tauchpässe, bevor wir uns wieder „uff die Gass´“  begeben.  Heute hat Alex PS noch einige MP3-Dateien dabei, deren Inhalt von einem Känguru handeln und die derart skurril sind, dass mir das Lachen während der Fahrt Tränen in die Augen treibt.
Die Tour wird nochmal bei Saarbrücken unterbrochen, weil in einem der Busse nahezu eine Revolte (überwiegend initiiert vom stellvertretenden Landesjugendwart) ausgebrochen ist. Er und die übrige Jugend möchte in dem Delikatessengeschäft mit dem goldenen M“ eine letzte Mahlzeit vor der Ankunft einnehmen.
Das kostet uns zwar fast eine Stunde, wird aber offensichtlich von Allen in Kauf genommen. Mir gibt das gar nichts, weil ich die scheußlich lapprigen Brötchen nicht leiden kann. Dann geht´s  ohne weitere Unterbrechungen weiter und wir sind gegen 15.30 Uhr in Langen, wo einige bereits erwartet werden. Taschen und Gerätschaften werden aus- und umgeladen und einige fahren mit uns weiter nach Hanau, wo wir die Autos bei der Jet-Tankstelle an der Steinheimer Brücke wieder bis obenhin volltanken.
Dann bringen wir unsere Fahrzeuge zur Vermietung zurück und laden auch hier noch einmal um. Alex PS fährt mit uns nach Hause, weil seine Mutter bereits bei uns vor der Haustür steht. Ruth fährt mit den beiden weiter nach Wetzlar, um unser Autochen, das zur Reparatur in Wetzlar war, abzuholen und ich lade das Nötigste aus, hänge die nassen Tauchklamotten auf und stelle die erste von voraussichtlich noch einigen Waschmaschinen an. Dann setze ich mich an Abrechnung und Bericht und warte darauf, dass mein Weib wieder erscheint. Heute Abend passiert ansonsten nicht mehr viel und wir öffnen ein Fläschchen Saft, legen die Füße hoch und begeben uns nach dem Hessenquiz zu Bett, weil auch morgen früh der Wecker wieder viel zu früh zu klingeln droht…

                                                                                                    © Peter Helbig