Dienstag, 24. Juni 2014

Vereinsfahrt TSC atlantis zum Kreidesee in Hemmoor zum 40jährigen Bestehen (18. - 22.6.2014)


Ganz glücklich waren wir nicht mit der Entscheidung für Hemmoor,  speziell nicht an diesem Termin,  weil wir aus Erfahrung wussten, was an so einem Wochenende dort los ist. Aber Micha hatte es bereits gebucht- und der See ist ja auch wirklich Klasse.
Erschwerend kam allerdings dazu, dass ich seit geraumer Zeit versuchte unser altes Mobil zu verkaufen,  weil wir ja jetzt ein neues haben. Also hatte ich es zunächst bei Reisemobil-International probiert,  allerdings ohne Erfolg. Und jetzt,  über EBAY, war´s nach einemTag verkauft. Und - der Käufer wohnte auch noch in der Nähe von Hameln, wo wir sowieso vorbei mussten, wenn wir nach Hemmoor wollten.
Also habe ich mich mit dem Käufer auf der Raststätte Hildesheimer Börde verabredet und bin am Mittwochmittag, nachdem ich daheim alles gepackt hatte, um1/2 4Uhr losgefahren. Von einem Stau in den nächsten.  Und Ruth wollte dann mit dem neuen Mobil nachkommen und mich abholen.
Schon um 20.00 Uhr  traf ich ein und brachte das Geschäft auch problemlos über die Bühne- bis auf die Tatsache,  dass ich die Sommerreifen nicht dabei hatte, die noch bei Späths im Keller lagerten. Dafür behielt der Käufer 200,-- € ein, was ich  legitim fand – und die er nachzahlen wollte,  wenn die Reifen noch kämen.  Und dann war der Käufer fort und ich hatte lange Zeit,  auszuruhen,  weil Ruth einen telefonischen Zwischenstand durchgab und etwas von 11 Kilometern Stau erzählte und  einer voraussichtlichen Ankunftszeit von 22.30 Uhr. Na, und in der Zeit konnte ich schon ein bisschen Bericht schreiben.
Schließlich kam sie gegen ¼ vor 12 Uhr an und musste ziemlich dringend aufs  Töpfchen. Und dann ging´s weiter.
Wir überlegten, ob wir irgendwo unterwegs nächtigen sollten, entschieden uns dann aber
dafür, durchzufahren und auf dem Gelände des Campingplatzes „Kreidesee“ unser Domizil
aufzuschlagen. Silja hatte am frühen Abend schon mal angerufen und mitgeteilt, dass wir
in den Häusern 46 und 47 untergekommen sind, aber wir wollten mitten in der Nacht nicht mehr danach suchen, um nicht so einen Krach zu machen. So stellten wir uns in die Nähe des Einstiegs, nahmen noch ein kleines Säftchen zu uns und schliefen dann erschöpft ein.

Donnerstag, 19.6.2014

Den Wecker habe ich auf 8.30 Uhr gestellt, aber das Handy klingelt bereits um 8. Es ist
Micha, der fragen will, ob bei uns alles in Ordnung ist, weil wir gestern Abend nicht mehr
angekommen sind. Wir erfahren, dass das Frühstück bereits fertig ist, Brötchen und Eier
vorhanden und nur wir fehlen. Wir fahren die letzten 100 Meter wieder zurück und werden herzlich begrüßt. Nach dem opulenten Frühstück beziehen wir unser Domizil und machen uns dann zum ersten Tauchgang auf. Die Tauchliste ist bereits unmittelbar nach dem Frühstück erstellt worden. Da in Niedersachsen heute kein Feiertag ist, hält sich der Tauchbetrieb noch in Grenzen. Wir befürchten, dass sich dies im Verlaufe des Wochenendes noch ändern wird.
Ich mache mit Lena den ersten Freigewässertauchgang von Einstieg E0 und da sie noch nicht richtig tarieren kann, halten wir ein wenig Händchen. Die Sicht ist Klasse und wir sehen auch Fische und ein leeres Krebshemdchen.
Im Verlauf des Tages gibt es schon ein paar Katastrophen, weil einige Halsmanschetten
von einigen Anzügen einreißen und einige Schläuche an Automaten fast platzen, abgesehen von einigen Automaten, die sich nicht am Gerät dicht anschließen lassen wollen.
Aber – Probleme sind dazu da, gemeistert zu werden und schlussendlich kommen alle
ordnungsgemäß zu Wasser.
Am Nachmittag ist ein Trupp unterwegs, der für das Abendessen und das weitere Wochenende einkauft. Die Brötchen für morgen früh sind bereits bestellt.
Schließlich kommt eine Langgönserin, die mit ihrer Mannschaft ebenfalls übers 
Wochenende hier residiert, vorbei und bringt einen halb vollen Topf mit Spaghetti Carbonara vorbei, weil es schade wäre, den Rest einfach wegzuschmeißen. Wir bedanken uns artig und bringen den Topf anschließend frisch gereinigt und gelüftet zurück. Elke hat zu diesem Zweck sogar noch ein Fläschchen Mumm spendiert, das gern angenommen wird.

Freitag, 20.6.2014

Silja war bereits wieder früh unterwegs und hat die Brötchen besorgt. Um ½ 9 Uhr wird gefrühstückt und die Tauchliste erstellt. Die Wünsche nach Prüfungsabnahmen werden
abgefragt und, soweit dies möglich ist, erfüllt.
Und dann beginnt wieder der reguläre Tauchbetrieb, gefolgt von einer gemütlichen
Mittagspause und schließlich finden sich einige zusammen, die einen Nachttauchgang unternehmen wollen. Micha meint, das könne man ja mit einem „Spezialkurs Nachttauchen“ untermauern und so setzen wir uns nachmittags hin und bringen unser gesammeltes Wissen
unter die Leute.
Den Nachttauchgang unternehme ich mit Micha, der mich ordnungsgemäß führt und mir einige Fische zeigt. Noch immer ist die Sicht sehr gut, obwohl heute Nachmittag schon einige Hundertschaften neuer Taucher eingefallen sind. Wie sich das so gehört, sitzen wir abends noch gemütlich beisammen und babbeln ein bisschen dummes Zeug.
Samstag, 21.6.2014
Auch heute Morgen waren bereits fleißige Leute unterwegs und haben die Brötchen geholt.
Und nun ist es ja schon Routine, dass die Tauchliste vorbereitet und die Gruppen eingeteilt werden. Der Tauchbetrieb geht seinen gewohnten Gang und mittags sind wieder Einkäufer unterwegs, die das Grillgut für den Abend besorgen.
Wir machen unsere Tauchgänge und die Sicht unter Wasser wird zusehends schlechter.
Abgesehen davon ist der Platz vor den Einstiegen inzwischen mit Autos, Lastwagen und großen Zelten so zugestellt, dass man kaum noch zum See kommt.
Unterwegs treffe ich auf Wolf vom Essener Tauchclub, mit dem wir schon diverse Veranstaltungen, einschließlich eines Bundesjugendtreffens in Ägypten durchgezogen haben. Er verspricht, mittags nochmal bei uns vorbei zu schauen.
Der Tag vergeht und es stellt sich die Frage, ob wir morgen nochmal tauchen gehen wollen. Diese Idee wird aber einstimmig verworfen, weil es wohl zweckmäßig ist, frühzeitig wegzukommen, da auf den Autobahnen vermutlich wieder Stau sein wird.
Sonntag, 22.6.2014
Das Frühstück wird noch einmal gemütlich, aber dann ist der Rückbau der von uns vorgenommenen Umbauten vorzunehmen. Das heißt, die Couches und Tische müssen wieder auf ihren vorherigen Platz gestellt werden und die Geschirre, die wir aus den 2 Häusern zusammengewürfelt haben, harren ihrer Rückverteilung. Mit Packen und Säubern werden wir gerade fertig, als das Putzgeschwader ankommt und dann wollen wir noch ein Abschlussfoto
machen, das am See gemacht werden soll, damit man sieht, wo wir waren.
Es dauert eine Weile, bis alle beisammen sind und Ruth macht solange mit Dorian Wettrennen, damit das Kind müde wird und auf der Heimfahrt (vielleicht) ein wenig schläft.
Und dann spreche ich eine Taucherin, die in der Nähe steht, an, ob sie vielleicht besagte Foto machen würde und sie dirigiert uns in die richtige Stellung und lässt uns „Spaghetti“
sagen, damit wir auch freundlich schauen.
Schließlich geht es wieder auf die Piste. Auf dem Heimweg ist Davina bei uns. Auf dem Herweg hatten wir nur ihr Gepäck dabei. Wir haben also Unterhaltung. Das ist auch nötig, denn sobald wir auf die Autobahn kommen, beginnt der Stau und zieht sich durch bis fast nach Alsfeld. Erst danach wird es ein wenig besser. Insgesamt brauchen wir von 11.30 Uhr bis ¼ vor 8 Uhr abends. Und Davinas Freund wartet schon geraume Zeit quasi vor unserer Haustür, um sie endlich in Empfang zu nehmen.
Ruth und ich beschließen heute nicht mehr so arg viel zu unternehmen, geben unseren Blümchen ein wenig Wasser und leeren das Mobil. Den Rest verschieben wir auf den morgigen Tag und setzen uns noch einen Moment in unser Wohnzimmer und genießen die Ruhe.
Heute Nacht werden wir wohl beide sehr gut schlafen… 
Bleibt noch zu erzählen, dass Micha dieses verlängerte Wochenende sehr gut vorbereitet und organisiert hat und dass alle bemüht waren, zum Gelingen dieses Vereinswochenendes
beizutragen. Herzlichen Dank hierfür …
Und : Es haben insgesamt 17 Personen an dem Wochenende teilgenommen. Insgesamt 36
Tauchgruppen haben insgesamt 83 Tauchgänge unternommen und es sind insgesamt
20 Flaschen (wieder) befüllt worden.
Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann …



Mittwoch, 18. Juni 2014

Familientreffen im "Hui Wäller" am 14.6.2014


Bereits im letzten Jahr hatte ein Familientreffen im Westerwald stattgefunden, das auf Anregung von Onkel Hans ins Leben gerufen worden war. Auch hier hatten sich Teile der Familie nach Jahren zum ersten Mal wieder gesehen.
Tenor war damals bereits gewesen: So lange darf das bis zum nächsten Mal nicht dauern!
Leider hatte sich seit dieser Zeit die Zahl der Familienmitglieder durch natürlichen Abgang bereits reduziert und deshalb hatte ich bereits im letzten Jahr begonnen, die Sippe anzuschreiben und für ein neues Treffen zu werben. Und Ruth hatte bereits bei  „Hui Wäller“ Zimmer geblockt.

Zunächst waren die Anmeldungen eher zögerlich und ein paar haben sich gar nicht gemeldet. Aber von einigen kam immerhin gleich eine Zusage. Nur Hans-Jürgen, der bereits am Anfang der Planung mit Begeisterung bei der Sache gewesen war, fiel kurzfristig wegen eines Tage zuvor erworbenen Hexenschusses aus. Deshalb war auch Marina leider nicht dabei.

Und jetzt war es endlich soweit: Das anvisierte Datum war erreicht und wir waren relativ pünktlich vor Ort. Späths kamen auch unmittelbar nach uns und bezogen gleich ihr Zimmer (mit einem Ballsaal von Bad). Das Interieur gefiel uns recht gut.
Auf dem Weg nach unten trafen wir auf Heike mit dem Labrador Emma und setzten uns gleich ins für uns reservierte Apfelstübchen, wo nach und nach die Anderen zu uns stießen und die ersten einer langen Reihe von Smalltalks über die Bühne gebracht wurden.
Alte Geschichten wurden wieder aufgewärmt und zwischenzeitlich Passiertes brühwarm  erzählt –
wie das halt bei Familientreffen so sein muss.
Wegen des schönen Wetters konnten wir uns zwischendurch auch mal nach draußen begeben und die Sommersonne genießen. Für heute war ein Fußballspiel auf Großleinwand und ein Wildessen angesagt. An beidem nahmen wir nicht Teil. Am Fußballspiel, weil offensichtlich die Sippe wichtiger war und am Menü, weil das 35,-- € pro Nase kosten sollte. So viel kann ja ein Mensch allein gar nicht vertilgen!
Der Abend wurde lang und länger und zum guten Schluss bekamen wir von der Wirtin gesagt, sie gehe jetzt nach Hause und wir mögen hinter uns die Tür zu machen, hinaus käme man durch die Fluchttüren allemal. Es war schon spät, als Ruth und ich schließlich den Heimweg in unser Mobil suchten, nicht ohne die Frühstückszeit auf etwa 9.00 Uhr festgelegt zu haben.
Die Sonne stand schon wieder am Himmel, als wir im Biergarten ankamen. Heike und Emma waren schon unterwegs gewesen und Späths kamen auch bald hinzu.
So konnten wir in Ruhe frühstücken  und den Morgen genießen und nachdem wir beides intensiv
ausgekostet hatten, bezahlten wir das, was heute noch zu bezahlen war und machten uns  satt, aber müde, auf den Heimweg.
Der Termin für das nächste Jahr ist bereits festgelegt und auch gebucht …
(Bitte vormerken: 2. Juniwochenende 2015).

Peter  

            
Link zu ein paar Bildern im Netz:

Dienstag, 10. Juni 2014

Bundesjugendtreffen Neuss vom 5. bis 9.6.2014

Im Vorfeld hat schon unsere Marlis vom VDST angerufen und mitgeteilt, dass außer uns und unseren Kids nur noch sie von den Hessen zum Bundesjugendtreffen fährt. Und ob es nicht möglich sei, dass wir einen Teil der VDST-T-Shirts, die extra für diesen Event gebaut worden sind, mitnehmen könnten, weil nicht alles in ihr kleines Auto hineingeht. Das ist natürlich keine Frage und hat den Vorteil, dass unsere Kinners auch in Offenbach wohnen und Papa Holzwurm, wenn er sie denn bei uns vorbei bringt, die Hemden gleich mitbringen kann. Das erspart uns einen Weg über Offenbach, oder Marlis zwischendrin eine Tour zu uns.
Da die Kinners am Freitag noch Schule haben, werden wir erst nachmittags loskommen, was Ruth ziemlich entgegen kommt, weil sie meint, nicht schon wieder Urlaub nehmen zu können. Ich habe aber inzwischen schon alles vorbereitet und das Mobil getankt (Sprit und Wasser), sowie den Kühlschrank angeschmissen.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass wir –trotz Anfahrt am Freitagmittag- nicht im Stau auf der Sauerlandlinie stecken bleiben.

Los wollen wir um 3 Uhr. Aber Ruth meldet sich von unterwegs, dass bereits in Karben ein Stau ist und Micha mit seinen Kids kommt auch erst um ¼ vor 4 Uhr – und nachdem alles gepackt ist, wir bei der Bank waren und endlich auf der Piste sind, bleiben wir bereits am Gambacher Kreuz in der Masse hängen. Bereits am Vormittag hatte sich in der Nähe des Flughafens ein Unfall ereignet und an den Resten zehren wir noch jetzt. Die Autos und LKWs, die diesen Unfall weiträumig umfahren wollen, so wie das der Hessische Rundfunk in seinen Verkehrsmeldungen empfiehlt, kommen alle übers Gambacher Kreuz und verstopfen am heutigen Tag den Weg auf 50 Kilometern. Da hört dann langsam der Spaß auf. Der Rest der Strecke gestaltet sich  vergleichsweise problemlos und um kurz nach 7 sind wir dann endlich doch schon angekommen.
Kurz darauf gibt´s  auch schon Abendessen, nachdem wir unseren Kids beim Aufbauen der Zelte geholfen und für unser Mobil einen nahezu perfekten Stellplatz gefunden haben mit einer offensichtlich ganz frisch gegossenen Betonplatte als Vorplatz.
Es stehen schon reihenweise Zelte auf dem Gelände und es kommen immer noch anreisende Jugendgruppen, die sich hinzu gesellen. Wir werden zunächst offizielle begrüßt und Burkhard, der Bundesjugendwart, erläutert die Besonderheiten des diesjährigen Treffens. Die Aktivitäten werden vorgestellt: neben dem Tauchen gibt es noch Lebensraum Wasser, wissenschaftliches Tauchen, Monoflossen und Orientierungstauchen, Segeln, Bogenschießen, Kanu fahren, Drachenboot-Rennen, Floss-Bau, Foto- und Video-Wettbewerb. Man sieht, es ist für jeden etwas dabei. Insbesondere wird erwähnt, dass das Wasser, das am Bierstand ausgegeben wird, kostenlos ist und dass die Jugend von dem Angebot wegen der großen Hitze, die fürs Wochenende angekündigt ist, regen Gebrauch machen soll.
Dann bekommen wir noch erzählt, welche Angebote es in sportlicher Hinsicht gibt und wie man sich gegebenenfalls dort zur Anmeldung bringt. Schon ist der erste Abend in offizieller Hinsicht gelaufen und die Jugendlichen finden sehr schnell zueinander und knüpfen die ersten Kontakte. Ruth und ich nehmen noch mit Imke und Norbert, die Teilnehmer an unserem Frühjahrsseminar waren, ein Feierabendsäftchen und begeben uns frühzeitig zu Bett.
Samstag, 7.6.2014
Alles ist noch recht neu und man muss sich erst an die Gegebenheiten gewöhnen. Immerhin ist das Essenzelt sehr groß und hat einen Holzfußboden. Wir erfahren, dass dies von einer Zeltverleih-Firma gemietet und aufgestellt worden ist, damit auch bei (nicht angesagtem) schwerem Wetter keiner nasse Füße bekommt.
Nach dem Frühstück rennt die Jugend nochmal zur ausgehängten Liste um sich zu vergewissern, wo sie sich einzufinden hat und um 9 Uhr werden im Schatten der großen Halle die tauchwilligen Jugendlichen auf die vorhandenen Tauchlehrer verteilt. Auch ich bekomme zwei zugeteilt und gehe am Morgen mit Jan und nachmittags mit Noa tauchen.
Zwischendrin kriege ich noch einen Micha aufs Auge gedrückt, den ich ebenfalls durchs  Wasser ziehe. Ganz zum Schluss werde ich gefragt, ob ich noch einen Gang mit Markus machen wolle und auch das ist kein Problem.
Danach machen Ruth und ich uns auf den Weg zu den Duschen, bevor der große Ansturm beginnt – und das klappt auch ganz gut.
Ich bin früher fertig und schneide mir gerade die Nägel, da kommt mein Kollege, der beruflich mit mir das Zimmer teilt und der in Köln wohnt, mit seinem Töchterlein Maria vorbei um sich das Ganze einmal zu betrachten. Maria besichtigt erst einmal das Wohnmobil und möchte dann noch baden gehen, was auch problemlos möglich ist. Danach macht die Modellbootabteilung des Tauchclubs „Pulchra Amphora“ noch eine Vorführung ihrer Elektrobootchen, die mit einer immensen Geschwindigkeit durchs Wasser sausen und atemberaubende Kunststückchen vollführen.
Unsere Kinners haben nach dem Abendessen noch eine Besprechung bei Marlis, die einen „Kriminalfall“ vorbereitet hat, der einen Teil der Jugend am nächsten Tag beschäftigen soll und der einer gewissen Vorbereitung bedarf. Alle wollen Ermittler sein bei der NCSI (Neuss Criminal Investigative Service), aber es gehören auch ein paar kriminelle, beziehungsweise asoziale Elemente dazu, die verkörpert werden müssen. Der Andrang ist groß – hat doch Marlis sogar „Dienstausweise“ vorbereitet und Gerätschaften zur Fingerabdruck- und DNA-Abnahme mitgebracht. Zwischendrin ist Marlis immer wieder damit beschäftigt, die T-Shirts, die von der Firma Aqualung gesponsert worden sind, mit einem von ihr eigens für das Bundesjugendtreffen gefertigten Stempel zu bedrucken. Leider sind in der Ausschreibung des Treffens die Hemdengrößen nicht abgefragt worden, so dass etliche ganz Kleine in XXL-T-Shirts herumlaufen, die wie Nachthemden wirken. Und leider sind bei der Ausgabe des T-Shirts auch Fehler unterlaufen. So wurden aus einem offensichtlich privaten Koffer bereits vergebene XS-Shirts gemopst und anderweit vergeben, so dass die regulären Eigner wiederum auf zu große Shirts zurückgreifen müssen.
Der Kriminalfall soll dann am nächsten Abend gelöst werden.
 

Sonntag, 8.6.2014
Der Vormittag läuft nach demselben Muster ab, wie am Vortag und am Nachmittag bekomme ich vor dem ersten Tauchgang die Leiche (eine aufblasbare Puppe mit Schädelverletzung), sowie eine in ein blutiges T-Shirt eingewickelte Taucherlampe, die ich möglichst unauffällig unter dem Steg verstecken soll, geliefert. Wir bringen sie vorab schon mal in eines der am Steg liegenden Drachenboote und bevor ich dann mit Jan abtauche, verstauen wir die Leiche unterm Steg. Eine gute Wahl, weil der ursprüngliche Plan, sie mit einem Bleigurt zu beschweren, nicht zu realisieren gewesen wäre. Dann machen wir unseren Tauchgang und als wir auf dem Rückweg wieder unterm Steg hochkommen, lasse ich die „Leiche“ auftauchen, höre am Geschrei, dass sie auch sofort entdeckt worden ist und bringe dann gleich noch die eingewickelte Mordwaffe mit, die ich als Fundstück den Ermittlern, die bereits vor Ort sind, übergebe.
Ganz professionell läuft das Ganze noch nicht ab, weil die übereifrigen Ermittler sich gegenseitig darin übertreffen, eventuell vorhandene Spuren gekonnt zu verwischen, bevor sie aufgenommen, geschweige denn ausgewertet werden können.
Nach dem Abendessen findet zunächst wieder die allabendliche Betreuer-Besprechung statt, während der der Tag nochmals Revue passiert.
Und dann erfolgt, unter der routinierten Moderation von Marlis die Rekonstruktion der Tat mit der Auflösung des Ganzen und der Erläuterung der Hintergründe. Der Mörder wird dingfest gemacht und die (im Übrigen trefflich verkleideten) Mitwirkenden bekommen den ihnen gebührenden Applaus.
Wir sitzen anschließend wieder ein wenig beisammen und Marlis hat ein paar ihrer Utensilien zirzensischen Hintergrunds dabei. Das Angebot wird von allen reichlich genutzt und keiner muss Langeweile erleiden.
In der Nacht erwachen wir durch einen heftigen Donnerschlag, der von einem ebenfalls heftigen Regenguss begleitet wird, aber am nächsten Morgen ist der Boden fast schon wieder trocken.
Montag, 9.6.2014
Heute Morgen ist es schon wieder knallheiß. Nach dem Frühstück machen wir mit unserer Melanie noch einen Tauchgang. Dann sprechen wir ab, dass wir um 12.00 Uhr losfahren wollen, damit wir eventuellen Staus aus dem Weg gehen können. Ruth und ich packen schon mal unser Auto und ich begebe mich, bevor ich zur Dusche gehe, nochmal zum Steg um zu schauen, ob unsere Kinners schon beim Abbau sind. Nein, natürlich nicht! Ich bringe sie auf den rechten Weg und selbst dann zum Duschen und schließlich kommen wir gegen 12.30 Uhr los, gerade als es mit großen Tropfen beginnt, zu regnen.
Auf der Strecke in Richtung Köln gießt es in Strömen, aber wir kommen durch und hinter Köln ist es schon wieder trocken und heiß. In Ehringshausen fahren wir nochmal von der Autobahn ab und holen uns beim DOLOMITI noch ein Eis, das bei dieser Hitze richtig gut tut.
Schließlich fahren wir Melanie und Alex noch nach Offenbach zu ihrer Großmutter, da deren Eltern noch unterwegs sind und erst gegen Abend wieder zurück sein werden.
Dann geht´s  nach Hause,  wo wir zunächst nur das Notwendigste auspacken und uns dann erst einmal in unser kühles Häuschen zurückziehen, dass Ruth vor unserer Abfahrt  gottseidank gegen eindringende Hitze abgeschirmt hatte. Für ein größeres Abendessen ist es heute einfach zu heiß …


 





Dienstag, 13. Mai 2014

Silberne Hochzeit von Doris und Thomas


Freitag,  9.5.2014

Vor 25 Jahren hatte Ruth das Brautauto von Doris und Thomas gefahren und zwischenzeitlich ist Markus, der Junior,  bei bereits einer der Trauzeugen gewesen. So hat sich inzwischen der Kreis schon geschlossen. Und nun sollte die Feier zur Silbernen Hochzeit am 10.5.2014 in Hamburg stattfinden.
Die Einladung war schon vor geraumer Zeit gekommen, aber jetzt war es endlich soweit.
Bereits auf unserer Bretagne-Tour hatten wir im Netz geschaut, welches die günstigste Verbindung nach Hamburg wäre und waren zu dem Schluss gekommen, dass dies ein Fernreisebus sein müsse. Also hatten wir im Internet gebucht und in Ermangelung eines Druckers das Ergebnis virtuell gedruckt. Ein Hoch auf das elektronische Zeitalter.
Zuhause hatten wir das Dokument sicherheitshalber noch einmal ausgedruckt und auf normalem Papier mitgenommen. Und dann ging es nochmal darum, wie wir unsere Abfahrt technisch auf die Reihe
bekommen, weil wir beide am Freitag noch arbeiten mussten. Letztendlich lief es so, dass Ruth mich zum Bahnhof in Dörnigheim fuhr und mittags mit dem Auto nach Frankfurt kam, wo wir das Fahrzeug in die Tiefgarage stellten, nochmal die keramische Abteilung im Finanzamt nutzten und dann noch rechtzeitig zum Einchecken kamen:
Schnell haben wir uns einen Platz erkämpft und machen es uns bequem,  soweit man das in einem voll besetzten Doppeldeckerbus überhaupt kann und mit nur 5 Minuten Verspätung geht's los. Von Anfang an hapert es ein wenig.  Nicht umsonst ist es Freitagmittag- da ist die Autobahn immer voll- besonders die A 5. Aber erst kurz vor dem Rasthof Kassel ist endgültig Schluss.  Wir stehen fast eine Stunde und sehen erst dann im Vorbeifahren, dass Anlass für den Stau  der Zusammenstoß zweier Lastwagen war und auch noch ein Rettungshubschrauber eingesetzt werden musste.  Nach den Zwischenstopps in Göttingen und Hildesheim kommen wir schließlich mit 1 1/2-stündiger Verspätung in Hamburg an. Hier holt uns Thomas mit dem neuen Auto, einer Mercedes-B-Klasse, ab. Sarah und Tom, ihr Freund, die uns ursprünglich abholen wollten, sind inzwischen nach Hause gefahren, weil sie auf dem Hafengeburtstag vollkommen durchnässt worden sind und nicht mit der Verspätung unseres Busses gerechnet haben.
Bei Doris und Thomas nehmen wir noch ein schnelles Bier und gehen dann zu Bett. Morgen  wird wieder ein langer und anstrengender Tag.
Samstag und Sonntag, 10.und 11.5.2014
Gemeinsam haben wir entschieden, nicht so sehr früh aufzustehen. Wir frühstücken gemütlich und machen dann eine Hausbesichtigung. Deeckes neues Haus ist schon fast ganz fertig und wir bestaunen alles mit Interesse. Anschließend machen wir uns dann auf den Weg nach Bergedorf, weil ich zwar 2 Hemden mitgenommen, aber dabei nicht daran gedacht habe,  dass ich das für den Abend gedachte im Verlauf des Tages schon verschwitzt haben könnte. Also kaufe ich im Karstadt ein "Hamburg-Erinnerungs-T-Shirt" und dann bummeln wir noch ein bisschen herum, treffen diverse Anverwandte von Doris und nehmen schließlich im Schloß einen Kaffee, respektive eine Baileys-Chocolade. Vor dem Schloss machen wir noch ein „Hochzeitsbild“ wie vor 25 Jahren. Auf dem Heimweg gibt's noch ein Eis und Zuhause bereiten wir die erworbenen Erdbeeren zu und schauen Galapagos-Bilder und -Filme.
Dann machen wir uns landfein und lassen uns von Markus nach Curslack ins „Vierländer Landhaus“  chauffieren. Dort ist bereits alles piekfein vorbereitet und geschmückt. Doris ist der Meinung, Thomas müsse eine Rede reden, wenn alle da sind, aber Thomas meint, es müsse reichen, wenn Doris das Buffet eröffnet.
Nach und nach trudeln alle ein und es wird noch ein wenig gesmalltalked. Doris gibt die Suppen frei und es besteht die Möglichkeit der Wahl zwischen Spargelcreme-Süppchen und einer  klaren Suppe mit Gemüse und Klösschen. Beides sehr lecker!
Und danach überrascht Thomas die Anwesenden damit, dass er doch noch eine Rede hält,
im Verlaufe derer er erzählt, wie er und Doris sich kennengelernt haben und in welchem Rahmen und auf welche Art und Weise die heute Anwesenden im Laufe der Zeit hinzugestoßen sind. Und schließlich ist das Buffet freigegeben und wir speisen vom Allerfeinsten. Damit sich alles ordnungsgemäß setzt, wirft der DJ den Riemen auf die Orgel und wir schwingen gehörig das Tanzbein. Unterbrochen wird die sportliche
Betätigung immer mal wieder durch Einlagen, die Kinners und sonstige Bekannte und Anverwandte initiiert haben und es gibt viel zu lachen.
Die letzten Gäste gehen morgens um 4 Uhr und entsprechend spät ist es, als wir wieder in Bergedorf sind. Immerhin können wir bis 9.00 Uhr schlafen, dann gemütlich frühstücken,  bevor uns Thomas wieder zum Zentralen Omnibus-Bahnhof bringt, um – wie er sagt –sicherzustellen, dass wir auch tatsächlich abfahren. Wiederum ausgesprochen pünktlich fahren wir ab und genießen auf der Heimfahrt die
Möglichkeit, ein Nickerchen zu machen, denn wenn ich mir überlege, ich hätte jetzt noch
die Rückfahrt durchziehen müssen, bin ich ziemlich froh, dass wir das diesmal anders geregelt haben.

                                                                                       © Peter  Helbig

Montag, 28. April 2014

St.Malo/Bretagne vom 25.4. bis 4.5.2014



Gebucht hatten wir die Fahrt zusammen mit Libor und Heike. Und das war zu einer Zeit, da wir noch nicht genau wussten, was wir dort machen wollten. Nur, dass es diesmal ohne tauchen sein sollte, das war schon klar. Und dann hat sich das Ganze noch ein wenig anders entwickelt…
Einiges ist inzwischen passiert. Meine Mutter, die seit Jahren bettlägerig war und schon lange keinen Lebenswillen mehr hatte, ist am 1.4.2014 verstorben. Die mit einem solchen Schicksalsschlag einhergehenden Situationen und Maßnahmen haben natürlich einiges an Zeit in Anspruch genommen und die Beerdigung war bereits am hierauf folgenden Samstag.
Weiterhin waren wir uns darüber im Klaren gewesen, dass wir mit dem Audi in die Bretagne fahren wollten, weil man damit schneller unterwegs ist und nicht so viel Sprit braucht. Und unser „altes“ Mobil wollten wir die ganze Zeit schon verkaufen. Es hatte aber bisher noch keiner angebissen, obwohl wir es im Internet inseriert hatten.
Und zwischenzeitlich waren wir auf der Kindergartenveranstaltung von Kristians Tochter gewesen, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen das Dschungelbuch aufgeführt hatten und bei dem unser Kanu eine rühmliche Rolle gespielt hatte. Danach war noch ein wenig Zeit bis zum Training, aber auch nicht so viel, dass es sich gelohnt hätte, nochmal nach Hause zu fahren.
Also waren wir zwischendurch nach Bad Vilbel gefahren, wo mein Weib auf der Fahrt zur Arbeit gesehen hatte, dass gerade Wohnmobil- und Wohnwagentage waren. Also waren wir dort aufgeschlagen und – hatten ein Wohnmobil erworben (Dies ging natürlich nur, weil gerade eine Lebensversicherung fällig geworden war).
So – und nun geht´s eigentlich erst richtig los. Am Tag vor unserer Tour in die Bretagne habe ich morgens das neue Mobil zugelassen. Das war nur mit dem Fahrzeugbrief und der Versicherungsnummer möglich, weil es sich um ein Neufahrzeug  handelte. Am Nachmittag holte ich es dann in Langenselbold ab und musste anschließend  beim Ski- und Wanderclub eine Trainingsstunde abhalten, weil unsere Jutta wieder einmal im Urlaub war. So, und am nächsten Morgen haben wir nochmal gearbeitet und beim Nachhause kommen habe ich dann auf die Schnelle gepackt und gegen 18.00 Uhr ging´s dann endlich los.

Das  neue Mobil hatte jetzt eine Fahrleistung von 88 Kilometern. Das Volltanken kostete den nicht ganz günstigen Betrag von 140,00 €, weil das Mobilchen einen großen Tank von 120 Litern Inhalt hat.
Freitag, 25.April 2014
Also war dann unsere Tour die Jungfernfahrt für uns und unser Mobil für uns ganz neu und ein Erlebnis der besonderen Art – man kann sich ganz normal unterhalten und überhaupt ist alles mit viel mehr Komfort (Servolenkung, Kompressorkühlschrank, Tempomat etc.). Sonst wären wir wahrscheinlich auch schon viel früher müde gewesen, aber so schafften wir es bis fast Reims, bevor wir ein Plätzchen suchten, noch ein Tässchen Sekt schlürften und uns dann zur Ruhe legen konnten.

Samstag, 26.April2014

Am nächsten Morgen weckt uns zunächst ein Irrer mit der üblichen Headbanger-Musik bereits um 5.30 Uhr. Er muss aber offensichtlich nur mal Pipi und fährt gottseidank gleich weiter. Also schlafen wir bis ½ 8 Uhr weiter und frühstücken dann erstmals im neuen Auto. Dann kommen wir zeitig los und legen die „letzten paar Kilometer“ bis zu unserer Behausung mit Bravour zurück, obwohl es quer durch Paris ein wenig klemmt.
Libor und Heike sind fast zeitgleich angekommen und wir kommen gerade noch zur Hausführung mit der sehr gut englisch sprechenden Französin zu Recht.
Dann machen wir noch diverse Einkäufe und bereiten uns ein gemütliches Abendmahl, bevor wir  uns – rechtschaffen müde – recht frühzeitig zu Bett begeben.

Sonntag, 27. April 2014

Gemeinsam bereiten wir das Frühstück vor und dann fahren Libor und ich zum Bäcker und besorgen Croissants, Paine aux chocolate und Baguettes, wobei Libor sich heftig wehrt – von den dunklen möchte er nichts. Also gibt es ein dunkles und ein helles Baguette – und dann schmeckt das dunkle ihm doch und er möchte kein anderes mehr.
Nach dem Frühstück setzen wir uns alle in Heikes Auto und fahren in Richtung Dinard, weil wir dabei zwangsläufig am Gezeitenkraftwerk des Rance vorbeikommen. Wir wandern das Sperrwerk hinauf und hinab und wollen dann noch das Museum des Kraftwerks betrachten. Hier kommen wir allerdings nicht allzu weit, weil in 5 Minuten Mittagspause ist. Also müssen wir diesen Besuch auf den Nachmittag verschieben und besuchen solange Dinard, was ein sehr nettes Örtchen mit historischen Gebäuden und touristischem Flair ist. Hier gehen wir ein wenig spazieren und machen uns dann erneut auf den Weg zum Gezeitenkraftwerk. Diesmal kommen wir auch an und betrachten mit großem Interesse die zur Schau gestellten Exponate, einschließlich des Blicks in den Maschinenraum mit den Miniaturen, die das Ganze nochmal im Detail darstellen.
Im Anschluss daran fahren wir nach Cancale, der Hochburg der Austernbauern, die auch vor Ort ihre Produkte verkaufen. Ruth und ich kennen die glibbrigen Delikatessen bereits und verzichten großzügig, während  Libor und Heike nicht widerstehen können und für den vergleichsweise günstigen Preis von 7,-- € 12 Stück der Meerestiere verspeisen und zu dem Ergebnis kommen: Es schmeckt ein wenig wie Meerwasser mit Zitrone – wenn man Zitrone dranmacht.
Zum Abendessen bereiten wir uns das Fleisch zu, das wir im Carrefour erworben haben und es gut uns hervorragend.
Müde und satt legen wir uns zeitig zu Bett um für die morgendlichen Anstrengungen gerüstet zu sein.

Montag, 28. April 2014

Nach dem wiederum opulenten Frühstück, zu dem Libor und ich erneut die gebackenen Zutaten geholt haben – heute sogar ohne Schlange vorm Laden - fahren wir zunächst nach St.Malo, wo wir zunächst ein bisschen herumfahren müssen, weil Parkplätze für höhere Fahrzeuge als PKWs rar sind.
Aber dann ist gerade wieder Ebbe und wir besuchen zunächst das historische Fort, von dem wir enttäuscht sind, weil dort Kasematten angepriesen werden und dann gibt es einen kleinen Raum, in dem ein paar Fackeln brennen und dann sind dabei ein paar kleine Kinder, die zum Einen dauernd zwischenbabbeln und zum Anderen vor lauter Angst in der Dunkelheit weinen. Dafür war der Preis von 5,-- € pro Nase zu hoch.


Danach machen wir einen Zug durch den Ort, der uns allerdings sehr viel besser gefällt. Hier wird für jeden etwas geboten und wir finden sowohl Postkarten, als auch Bücher und dann ein Kaffee, wo wir uns, weil heute das Wetter viel besser ist  als gestern, draußen  in die Sonne setzen. Und bevor wir uns dann auf den Weg zu den „Roches Sculptures“, die ein Mönch in Jahrzehnte langer Arbeit in Stein gehauen hat, begeben, kaufen wir nochmal ein und liefern das Ergebnis, weil es auf dem Weg liegt, erst Zuhause ab. Dan fahren wir zu den „Steinköpfen“, die unmittelbar oberhalb des Meeres liegen und werden Zeuge der steigenden Flut, die fast Libor von uns abgeschnitten hätte, weil er in aller Ruhe und ohne auf unsere Mahnungen zu hören, wie ein Fels in der Brandung der steigenden Brandung zuschaute.
Bevor wir nun nach Hause zurückkehrten , kam Libor nochmal auf die Idee, erneut zum Gezeitenkraft zu fahren, was wir auch taten – hatten wir doch beim letzten Besuch nur einen Teil der gigantischen Maschinerie in Arbeit gesehen. Und siehe – es war wohl getan. Das Werk war noch in vollem Gange und es sah aus, als hätte mitten in der Bucht jemand den Stöpsel ´rausgezogen, oder die Wasserspülung betätigt. Strömung ohne Ende. Fasziniert betrachteten wir die Situation eine Weile und fuhren dann nach Hause, wo es ein leckeres Abendessen mit Salat gab.
Im Anschluss verkosteten wir noch ein bis zwei Fläschchen Cidre, schrieben Postkarten und Bericht und bereiteten uns mental auf das vor, was uns morgen ereilen würde…


Dienstag, 29. April 2014

Libor und ich holen Baguettes, Croissants und Paine aux Chocolat und dann gibt´s wieder ein formidables Frühstück. Die Temperatur hat heute wieder nachgelassen. Nur noch  
11 ° Celsius zeigt das Thermometer an. Wir entscheiden uns,  mit dem Mercedes zum Mont St.Michel zu fahren, weil – laut Auskunft des Internets – die Parkplatzgebühr für ein Wohnmobil 8,-- € teurer ist, als für einen PKW. Das muss ja nicht sein.
Die Fahrtzeit für die rund 40 Kilometer lange Strecke beträgt fast eine Stunde. Den Parkplatz erkennen wir nicht wieder. Als Ruth und ich zum letzten Mal hier waren, gab es große Teile der Anlagen gar nicht. Und nun gibt es dazu einen kostenlosen Busshuttle, den wir auch in Anspruch nehmen. Libor und Heike staunen nur, was jetzt schon an Personenwagen auf dem Parkplatz steht. Und wenn wir uns überlegen, dass die jetzt alle schon auf dem „Mont“ sind, wird uns ganz anders.
Aber wir machen uns trotzdem auf den Weg und es wird eine recht entspannte Tour – immer rund um den „Mont“ und immer höher und es gibt überall etwas zu sehen und die „Drosselgass´“ in Rüdesheim ist ein Dreck dagegen.
Während wir an einer weiteren Kasse bei der „Abbey“ bereits Karten für uns gelöst haben, hat Heike für uns an der weiteren Kasse auch nochmal Karten gelöst. Wir klären das Missverständnis auf und Heike will nur noch für sich und Libor bezahlen, aber der Kassierer besteht darauf, dass bereits alles erledigt sei – und gibt Libor noch eine halbe Küchenrolle, damit dieser sich den Schweiß abwischen kann. So kann man´s  lassen.
Und dann begehen wir eingehend das Kloster und die Außenräumlichkeiten und nehmen an Teilen der Messe teil, bewundern die Wandelgänge der Mönche und Nonnen und machen zwischendurch immer wieder einmal ein Päuschen, weil´s immerzu auf und ab geht.
Nach gut zwei Stunden sind wir durch und werden am Ausgang noch touristisch befragt. Wir füllen den Feedbackbogen gemeinsam aus, weil Heike ihre Brille vergessen hat. Dann geht´s  mit dem Shuttlebus wieder zurück, wobei es etwas zögerlich wird, weil wir eine Blondine als Fahrerin haben, die zwischendurch nicht vom Fleck kommt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…
Wir kaufen zunächst im nächstgelegenen Carrefour einen Nachschlag zum Abendessen ein und finden dann auf dem Rückweg einen Bäckerladen, der sehr leckere Stückchen verkauft, die wir sehr hungrig bereits direkt vor dem Laden verzehren.
Auf dem Rückweg kommen wir dann bei „unserem“ Hofladen vorbei, wo wir erneut ein paar Leckereien zukaufen. Dann laden wir Zuhause aus, machen ein Momentchen Pause und dann begeben sich Ruth, Heike und Libor nochmal zum Strand, während ich zunächst das Wohnmobil auskehre und dann diesen Bericht schreibe, damit ich heute Abend auch mal eine Pause habe. Und jetzt lege ich mich noch einen Moment schlafen…


Mittwoch, 30. April 2014
Heute ist nur Heike schon auf, um den Tisch zu decken. Da Libor noch nicht da ist, fragt Heike nach, wie viele Croissants er heute speisen will und erzählt mir dann, dass sie kein Croissant, sondern zwei Paine aux Chocolate möchte. Also mache ich mich heute allein auf den Weg, wohl ausgerüstet mit Taschengeld von Heike. Heute ist vorm Bäcker wieder eine Schlange, weil ja morgen Feiertag ist. Ich komme aber gut durch und als ich mit den Brötchen zurückkomme, ist der Tisch bereits fertig gedeckt und die Mannschaft wartet schon. Wir frühstücken wieder gemütlich und machen uns dann auf den Weg – die alternative Route, weil grün…
Direkt an der Rance bleiben wir zum ersten Mal stehen und schauen uns den Fluß und das malerische Gelände rundum an. Eine tolle Gegend. Dann tasten wir uns weiter in Richtung Süden vor, immer wieder touristisch interessante Bauten betrachtend. Und plötzlich sind wir in Dinan, unserem heutigen Ziel. Die Suche nach einem adäquaten Parkplatz gestaltet sich schwierig, weil über allen öffentlichen Plätzen ein Querbalken in 1,90 Höhe hängt, der verhindern soll, dass Mobile wie unseres sich einschleichen. Aber schließlich finden wir einen passenden Platz am Ufer der Rance und beginnen einen Schweiß treibenden Spaziergang den Berg hinan. Es handelt sich, wie wir bereits vorher wussten, um ein überaus historisches Gemäuer in diesem Örtchen. Aber wie ausladens historisch das alles ist, daran erinnern sich Ruth und ich nicht mehr. Wahrscheinlich haben wir damals nur einen kleinen Teil gesehen. Wir finden einen Sitzplatz an einer „Creperie Medieval“, direkt neben dem Markt, der leider gerade vor unserer Nase schließt. Aber in der Creperie essen wir ein Galette  und trinken dazu gemeinsam standesgemäß eine Flasche Cidre.
Und dann machen wir uns wieder an den Abstieg und suchen auf dem Heimweg nach den versteckten Hinkelsteinen und wollen noch eine historische Gezeitenmühle besuchen, die aber leider bereits geschlossen ist.
Weil morgen ja Feiertag ist, kaufen wir im Supermarkt noch ein paar Reserven ein und holen dann im benachbarten Decathlone noch eine warme Hose, weil mein Weib ja immer so friert. So habe ich auch gleich ein passendes Geburtstagsgeschenk ;o)
Der Heimweg zieht sich ein bisschen, weil die Frau im Navi uns weit über Land führt.
Zurück im eigenen Heim machen wir uns gleich ans Abendessen, während ich mich an den Rechner setze, die Bilder übertrage und dann wieder diesen Bericht schreibe.
Libor zieht derweil die Bilder von Heikes Kamera auf seinen Laptop, weil Heike Speicherkarte nicht in unser Lesegerät passt. Und dann ziehe ich schließlich diese Bilder von Libors Rechner auf unsere externe Festplatte, damit wir schlussendlich alle Bilder der Tour beisammen haben.
Und dann ist das Abendessen fertig und es kann losgehen. Heute gibt es Hamburger...


Nach dem Abendessen werden noch die Bilder des heutigen Tages gesichtet und Libor zieht Heikes Aufnahmen über seinen Laptop auf unsere externe Festplatte, weil Heikes SD-Karte nicht in unseren Kartenleser passt. Dann betrachten wir auch diese Bilder und dann sind wir – wie immer – müde und legen uns zu Bett.
Donnerstag, 1. Mai 2014
Müssig, den Vorgang des Frühstücks erneut zu beschreiben, nachdem ich wieder Brot, Schokobrötchen und Croissants besorgt habe. Gemütlich, opulent und ausgiebig…
Wir entscheiden uns, heute Cap Frehel zu besichtigen und vorher ein paar Points of Interest anzufahren. Wir fahren mit Heikes Auto und Libor entscheidet spontan, das Pferd von hinten aufzuzäumen und erst nach Frehel zu fahren. Eine gute Entscheidung, denn zwischendurch beginnt es wieder einmal zu regnen und wir müssen die ersten Minuten im Auto abwettern. Aber dann geht´s  hinaus und wir trotzen der Witterung und wandern zum Cap, wo wir trotz Regen eine schöne Aussicht genießen und einigen Anglern bei ihrer sportlichen Betätigung zuschauen.
Vorm nächsten größeren Guss eilen wir zurück zum Auto und fahren das kleine Stück zum Fort La Latte, wo Libor im Auto sitzen bleibt und wir uns zum Fort begeben und unsere Besichtigung zwischen zwei trockenen Unterstellmöglichkeiten ansonsten im Laufschritt zurücklegen. Aber wir besichtigen eingehend und kosten den Eintrittspreis in vollen Zügen aus. Das Ding ist aber auch wirklich sehenswert und man kann sich die strategische Bedeutung früherer Jahrhunderte deutlich vorstellen.
Das Wetter wird nicht besser und so beschließen wir, das „Grande Aquarium“ zu besuchen, um eine U-Boot-Tour im Yellow Submarine zu unternehmen. Aber – vor dem Aquarium angekommen, schrecken wir zurück, weil Hundertschaften in langer Schlange davor stehen und auf Einlass warten. Also suchen wir verzweifelt einen Parkplatz, um Intra Muros noch die Micro-Brauerei zu besuchen und deren Köstlichkeiten zu verkosten. Die Brauerei ist auch schnell in der Rue Chateaubriand gefunden und das Ambiente überzeugt uns sofort. Wir probieren auch gleich die zwei verschiedenen, vor Ort gebrauten Biere und hätten locker noch weitermachen können, weil wir zwischenzeitlich auch noch Schinken und Weißbrot mit leckerem Aufstrich geordert haben. Aber Zuhause warten unsere Vorbereitungen (Tarte Flambée) auf uns und wollen ebenfalls verspeist werden. Und Heike fährt nach Hause, weil Libor mehr als ein Bier zu sich genommen hat.
Zuhause schreibe ich schnell wieder diesen Bericht und die Bilder habe ich zwar bereits herübergezogen, aber betrachtet werden sie erst nach dem Abendessen.


Freitag, 2. Mai 2014
Heute ist Libor beim Brötchenkauf wieder dabei. Es scheinen etliche Bretonen noch nicht vom Tag der Arbeit zur Arbeit zurückgekehrt zu sein, denn die Parkplätze sind voll. Und geparkt wird hier gern nach Gutsherrenart.
Wir frühstücken wieder gemütlich und machen uns dann auf nach St.Malo, weil es dort einen Markt Intra Muros gibt. Wo der liegt, haben wir uns gestern auf der Karte angesehen. Die Suche nach einem Parkplatz gestaltet sich auch hier nicht ganz einfach und am Ende stehen wir wieder auf dem Platz, an dem wir bereits einmal standen und nehmen einen nicht ganz so kurzen Fußweg in Kauf. Weil dieser uns aber wieder an der Küste entlang führt, sind wir mit unserem Schicksal im Reinen. Das Meer geht heute auch wieder mal bis zum Ufer – soll heißen, es plantscht an die Kaimauer. Wieder sind nette Bilder drin.
Am Eingang zur Ringmauer nutzen wir zunächst wieder die sehr sauberen öffentlichen Toiletten, weil der Kaffee wieder ´raus muss und dann wandern wir gemächlich weiter zum Markt, immer das weitere touristische Interesse im Auge.
In den Markthallen ist der Markt weitgehend gehalten, aber wir bekommen trotzdem noch Käse und Obst und müssen auch heute wieder beobachten, wie Hummer , Seespinnen und Taschenkrebse im Todeskampf „Seifenblasen“ ausstoßen. Auf dem Rückweg zum Haupttor kommen uns hier Hundertschaften an Motorradfahrern entgegen, die einen Höllenlärm veranstalten und nicht nur die Touris erschrecken. Eigentlich wollen wir noch weiter zum „Tour Solidor“, erinnern uns aber, dass wir zwischendurch noch für die Rückfahrt einkaufen wollen und ziehen diesen Punkt vor. Keine 100 Meter von unserem Parkplatz finden wir auch einen Supermarkt, wo wir unsere Bedürfnisse befriedigen können und beschließen dann, zunächst nochmal das „Grande Aquarium“ anzugehen. Heute ist dort auch viel weniger los, als gestern und wir lassen uns mit den übrigen Massen von einem Fischbecken zum nächsten drängen. Der Lärm, den die Kinder dabei machen, ist Ohren betäubend, aber man kann ihre Begeisterung auch verstehen, denn das Aquarium ist wirklich interessant aufgebaut. Nur die Fahrt mit dem „Nautibus“ verkneifen wir uns am Ende, weil sich hier wieder Riesenschlangen angesammelt haben und nicht abzusehen ist, wie lange es dauern würde, bis wir dran sind.
Also suchen wir noch den Weg zum „Tour Solidor“, wo wir Glück haben, weil an jedem ersten Freitag im Monat der Eintritt frei ist – und heute ist so ein Tag. Außerdem wäre es sonst ein wenig kurz geworden, denn es ist bereits 17.00 Uhr und der Laden hat nur bis 18.00 Uhr auf. So betrachten wir aber das alte Gemäuer, dass wieder sehr interessant ist, weil es das Museum der Kap-Hoorn-Fahrer beinhaltet. Die Ausstattung mit Schiffsmodellen, nautischen Instrumenten und Buddelschiffen ist sehr sehenswert.
Zum Abschluss fahren wir nach Cancale und suchen nach einem Restaurant, in dem wir nochmal Muscheln essen wollen, weil Ruth das so gerne möchte.
Wir finden auch ein Geschäft, in dem wir für 13,50 € pro Nase ein formidables Menü erhalten. Dazu verzehren wir wieder ein Fläschchen Cidre und nehmen zum Abschluss einen Espresso, bevor wir erst den steilen Weg bis zum Auto zurück wandern, nicht ohne vorher am Kai nochmal nachzuschauen, weil hier gerade wieder Fischerboote angekommen sind, deren Fang heute aber offenbar eher schmal ausgefallen ist. Und dann fahren wir auf den einzelnen Wunsch der Damen die Küstenstraße entlang zurück nach St. Malo. Diese Tour lohnt sich aber, weil wir im letzten Licht des Tages nochmal sehr schöne Aussichten auf unser geliebtes Meerchen haben.
Zuhause setze ich mich schnell an diesen Bericht, während die Mädels packen und Libor die Teppiche saugt. Bis morgen früh sollte alles soweit erledigt sein, dass wir nach dem Frühstück nur noch spülen, die Reste packen und das Haus bis 10.00 Uhr verlassen haben können. Dann schauen wir noch die Bilder an, die ich bis dahin heruntergezogen habe und nehmen noch ein Tässchen Wein zu uns. Morgen ist schon wieder Zeit für die Heimfahrt. Erschreckend, wie schnell so eine Woche herum ist…

Samstag, 3. Mai 2014
Heute weckt der Wecker bereits um 7.30 Uhr. Da die Vorbereitungen getroffen sind, brauchen wir nur die Baguettes,  Croissants und Paine aux Chocolat zu holen und gemütlich zu frühstücken. Als dann die Verwalterin des Anwesens kommt, ist sie begeistert, dass hier alles schon so schön gepackt und gereinigt ist. Sie meint, so Gäste hätte sie gern öfter. Normalerweise würde sie um diese Zeit in ein Chaos einbrechen und Berge von Koffern stünden, teilweise noch ungepackt, vor der Tür. Weiterhin nimmt sie erfreut zur Kenntnis, dass wir ihr eine Tafel Schokolade haben zukommen lassen.
Wir packen noch unser Leergut hinten ins Auto, verabschieden uns von Libor und Heike und machen uns auf den Weg. Zunächst bringen wir das Leergut noch zum Container und fahren dann bis Cancale noch die Küstenstraße entlang, um unserem Meerchen auf Wiedersehen zu sagen. Bis wir das nächste Mal hinkommen, wird es noch eine Weile dauern. Und dann geht´s auf die Piste. Wir fahren Richtung Tournus und tanken nochmal an einem Carrefour für 1,297 € pro Liter. Damit sollten wir eigentlich schon bis nach Hause kommen. In Caen  bringt uns eine seltsame Umleitung ein wenig aus der Spur. Erschwerend kommt hinzu, dass hier offensichtlich ein Fußballspiel ansteht und Tausende von Fans unterwegs sind, die laut hupend die Wege versperren. Aber schließlich sind wir durch und es geht zügig weiter. Schneller als gedacht sind wir in Belgien und sind uns nur darüber im Klaren, dass wir auf keinen Fall in der Nähe von Brüssel übernachten werden.
Aber dann sehen wir am Autobahnrand eine Stadtwerbung von Namur (mit Fluss und Zitadelle) und glauben, hier das Richtige gefunden zu haben. Es dauert noch eine Weile, bis wir einen Parkplatz gefunden haben, direkt neben der Burg, aber hier gibt es einen riesigen Parkplatz und hier steht schon ein großer Hymer, den wir zum entfernteren Nachbarn nehmen.
Wir speisen zu Abend und werfen dann noch einen Blick über die Mauern bis zum Fluß. Die Beleuchtung im Ort ist schon an und es sieht alles malerisch aus. Wir schreiben und spielen noch ein bisschen  und hoffen, dass die Dorfjugend nicht hier herauf kommt, um Party zu machen und legen uns dann zeitig  schlafen.


Sonntag, 4.Mai 2014
Natürlich ist doch noch ein Teil der Jugend zum großen Parkplatz an der Zitadelle gekommen und meinte, die Idiotenrunde rund um diesen Parkplatz abfahren zu müssen.
Wir lichten den Anker und tasten uns zu einem ruhigeren Platz in einem Wohngebiet vor, von dem wir uns etwas mehr Ruhe erhoffen. Das trifft auch zu, bis auf zwei Fahrzeuge, die kurz nach einander in halsbrecherischem Tempo den Berg hinab fahren, so dass der Luftzug fast unser Mobilchen umreisst. Gegen 8.00 Uhr stehen wir auf und fahren erst ein paar Kilometer auf der Autobahn, damit es im Auto warm wird, sind doch unsere Gasvorräte ziemlich erschöpft, weil ich nur eine fast leere Gasflasche mitgenommen hatte. Vorab habe ich aber in Namur beim Bäcker Baguette und Croissants besorgt. Also können wir dann an einer Raststätte, die gerade aufgemacht hat, einen Kaffee besorgen und standesgemäß frühstücken, bevor es wieder auf die Piste geht.
Die Autobahnverhältnisse in Belgien sind ruinös und es holpert kräftig. Aber dann kommen wir wieder nach Deutschland, wo es insgesamt besser ist, was die Straßenbeläge anbelangt. Rund um Köln und auf der Sauerlandlinie ist nochmal ´was los, aber dann machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Wetzlar,  um Ruths Eltern zu besuchen, die aber nicht da sind und fahren dann weiter zu Rolf und Nati, die wir uff de Gass´ erwischen, weil sie sich gerade zu einem Spaziergang aufgerafft haben. Sie nehmen uns aber mit zu sich und wir bekommen Kaffee und Kuchen, zeigen unsere Urlaubsfotos und machen uns dann auf den restlichen Heimweg, wobei wir erst mal bis nach Mühlheim weiterfahren,  um den bestellten Laptop bei Heikes Eltern abzuholen.
Dort werden wir erneut mit Kaffee und Kuchen bewirtet und betrachten schon mal den Neuerwerb. Schließlich fahren wir nach Hause. Die Bude steht noch – wir parken die diversen Autos um, laden unser Mobilchen aus und reinigen es, räumen Zuhause auf und setzen uns dann müde, aber zufrieden, vor die Glotze, wo gerade „Das große Hessenquiz“ und dann „Das Dings vom Dach“ läuft, was wir aber – angesichts der Tatsache, dass morgen der Wecker um 5.20 Uhr klingelt - nicht mehr bis zum Ende schauen ……


                                                                                           
© Peter Helbig