Donnerstag, 11. August 2011

HTSV-Jugendbergseefahrt nach Österreich 2011 vom 4.8. bis 7.8.2011



Mittwoch, den 3.8.2011


Vorgeschichte: Einen Tag, bevor wir losfahren sollten, kam der Anruf von Jan, der uns fast vom Sockel haute. Er teilte mit, dass wir die Zimmer im Jugend- und Familiengästehaus erst ab Donnerstagabend hätten und wir deswegen entweder wie geplant fahren und eine Nacht im Bus verbringen, oder auf dem Campingplatz übernachten müssten, oder aber – wie eigentlich bisher immer – erst abends losfahren könnten. So blieb´s dann letztendlich. Der Rundruf ging rechtzeitig rund und unseres Wissens war auch keiner am Mittwochmorgen da.

Dafür kamen alle am Mittwochabend pünktlich, auch unser Busfahrer Niko.

Im Nu war der Bus beladen und zeitig kamen wir los, mussten nur die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen einhalten und waren dann schon um ½ 8 vor Ort, wo wir die Flaschen zum Füllen an der Basis abgaben und dann zur Jugendherberge fuhren, wo schon fast das Frühstück auf uns wartete.

Donnerstag, 4.8.2011

Draußen fällt österreichischer Schnürlregen.

Und jetzt sind wir gesättigt und überbrücken die Zeit, bis die Flaschen gefüllt sind, mit diversen Kennenlern-Spielchen im Aufenthaltsraum, wo die Stimmung schon steigt und wir unter viel Gelächter die Namen und Eigenheiten unserer Mitreisenden kennen lernen.

Dann kommen die Flaschen gefüllt an, weil Tom inzwischen mit Weib und Kind aufgetaucht ist und eine Anhängerkupplung an seinem Auto hat – und, was die Hauptsache ist, der Anhänger, den wir am Bus haben, passt an Toms Auto.

Die Versorgung mit Luft ist also gesichert!

Dann gibt´s Mittagessen (sehr reichhaltig, aber wir dürfen ja nicht so viel essen, weil ja noch getaucht werden soll) und schließlich – Alex P.-S. hat bereits die Taucherliste gefertigt und bekannt gegeben – machen wir uns fertig und wandeln in Richtung See, wo wir uns der Reihe nach versenken. Dies gelingt teilweise mehr oder weniger gut, aber gegen 17.00 Uhr sind alle durch und die geleerten Flaschen werden wieder in Richtung Basis gekarrt. Dann gibt´s schon wieder Abendessen und hinterher sitzen wir zusammen, babbeln dummes Zeug, spielen UNO und Werwolf und ich setze mich ins Foyer und schreibe diesen Bericht. Für morgen ist angeblich weniger Regen angesagt. Wir werden uns überraschen lassen.


Freitag, 5.8.2011

Durch der Wolken Lücken erkennen wir ein wenig blauen Himmel. Wir fahren an der Basis vorbei, sammeln unsere Flaschen ein und bewegen uns weiter in Richtung Wolfgangsee, dem heutigen Ziel unserer Tauchbegierden. Vorher halten wir noch beim „Billa“, dem Supermarkt, an und decken uns mit Wasser und kleineren Verpflegungseinheiten ein. Lunchpakete haben wir schon in unserer Herberge gepackt.

Die Sonne bricht sich Bahn durch die Wolken, so dass wir am Wolfgangsee sogar unsere Sonnen-Pavillons zum Einsatz bringen müssen.

Alex P.-S. hat bereits wieder die Tauchlisten vorbereitet, damit jeder weiß, mit wem, oder gegen wen er tauchen darf/muss.

Da wir erst gegen ½ 12 Uhr am See einschlagen, müssen wir unser Programm zügig durchziehen, aber auch hier kommen wieder die meisten auf ihre Kosten – bis auf die, die aus gesundheitlichen Gründen von Doc Olli das Tauchen verboten bekommen haben. Gesundheitsprobleme machen hier zum Beispiel Ohren und Stirnhöhlen, die verstopft, oder entzündet sind.

Als Zeitpunkt für die Rückkehr ist ½ 5 Uhr anvisiert und einigermaßen pünktlich geht´s auch wieder zurück. Wieder werden die Flaschen an der Basis deponiert und lediglich diejenigen, die für einen Nachttauchgang benötigt werden, werden mit Tesaband markiert.

Teile der Mannschaft möchten am Abend Kanu fahren, während die Reste entweder per pedes zum „Rostigen Anker“ wandeln, oder die andere Hälfte mit dem Bus hinunterfährt. Entgegen der Anweisungen fährt die Kanucrew auch zum „Rostigen Anker“ und behauptet hinterher, vor Einbruch der Dunkelheit wieder Zuhause gewesen zu sein. Und die Nachttaucher machen ihren Tauchgang und werden nach dessen Beendigung von der „Ufermannschaft“ in Empfang genommen.

Alles geht ohne Probleme über die Bühne und nachher sitzen wir noch ein bisschen zusammen, erzählen und fallen dann müde ins Bett.


Samstag, 6.8.2011

Gefrühstückt haben wir schnell und die Lunchpakete sind auch blitzartig gepackt. Heute ist nochmals Grundlsee angesagt mit tauchen am „Rostigen Anker“. Hier kommt nochmals jeder auf seine Kosten. Auch heute wieder spielt der Himmel mit und die paar Wölkchen, die sich mittags zusammenballen, behalten ihre Wasserlast bei sich. Alle möglichen Tauchgänge werden durchgeführt und letzte Übungen für irgendwelche Brevets abgenommen. Fisch gibt es auch reichlich zu sehen und diejenigen, die ein bisschen tiefer tauchen, erzählen vom Besuch der Gondel mit den Gartenzwergen, Traktor, Bootswracks und Egge und nachdem ich ein grösseres Kontingent an Tauchgängen hinter mich gebracht habe, komme ich doch noch dazu auch mit meiner Frau einmal einen wohlverdienten Tauchgang zu machen. Da ich bislang noch nicht eine einzige Aalquappe gesehen habe, werden wir hierfür jetzt reichlich entschädigt, denn da, wo wir jetzt her tauchen, sausen diese Biester freischwimmend über den Grund. Nach einer guten halben Stunde, nach der es sogar mir ein wenig frisch wird, kehren wir ans Ufer zurück und beladen, gemeinsam mit den anderen, wieder den Bus.

Flaschen brauchen jetzt nicht mehr gefüllt zu werden, weil für morgen ja das traditionelle Flussschwimmen in der Traun angesagt ist.

Das Abendessen findet um 18.00 Uhr statt und wir müssen uns beeilen, weil dem Vernehmen nach Neptun sich zwecks Taufe von Neulingen und anderen Aspiranten angesagt hat. Olli bereitet die entsprechenden Personen in gewohnt routinierter Manier auf die Prozedur vor und als schließlich alle unten am Ufer des Sees stehen, haben sie schon mehrfach „Servus, Grüezi und Hallo“ geübt und können Neptun rufen und ihm huldigen.

Dann werden – wie üblich – die Segnungen Neptuns und seiner Schlampen entgegen genommen und der „Tauftrunk“ riecht gewohnt süffig. Zum Abschluss sollen die Aspiranten ein Herz im See bilden um ihre Verbundenheit mit den jung vermählten Ruth und Peter zu dokumentieren, während sich Neptun und die Schlampen gemächlich in Richtung Jugendgästehaus verdrücken.

Aber im Anschluss werden doch noch ein paar geschnappt und es findet eine gemeinsame rituelle Waschung im See statt.

Frisch geduscht sitzen wir hinterher noch zusammen und warten auf den Geburtstag von Lars, der um 24.00 Uhr zu uns stösst und mit einem Ständchen begrüßt wird. Gottseidank hat das Geburtstags-Tischfeuerwerk nicht die Sprinkleranlage und den Feueralarm in Gang gesetzt, was wir vermutlich durch beherztes Aufreißen der Fenster verhindert haben. Wir essen den Geburtstagskuchen und dann ist wieder ein langer und anstrengender Tag vorbei und wir fallen müde in die eigens dazu angebrachten Betten.

Sonntag, 7.8.2011

Beim Frühstück stellt sich heraus, dass noch kein Lunchpaket für den heutigen Tag geordert ist, was wir aber schnell nachholen. Die Pakete werden gepackt, das Gepäck auch. Es gibt noch einen Stubendurchgang, der zeigt, dass sich gegenüber den Vorjahren einiges zum Besseren gewendet hat und nachdem wir uns von der Geschäftsleitung und der Köchinnen-Crew mit dem üblichen, dreifach donnernden „Caisson“ verabschiedet haben (auch alle Schlüssel sind auf Anhieb vorhanden !), gehen wir wieder auf die Piste und fahren über Bad Aussee und den Koppenbrüller-Pass zu unserem Einstieg in der Traun, wo wir uns die noch nassen Klamotten antun und in extra eingeteilten Gruppen nacheinander in den Fluss steigen um den allerletzten Teil des diesjährigen Programms hinter uns zu bringen.

Am Ausstieg werden wir von denen, die diesmal nicht mit geschwommen sind, wieder in Empfang genommen. Wir ziehen uns unsere nassen Klamotten aus, kleiden uns an, verstauen die Tauchsachen wieder im Bus und verabschieden Olli und die USCOs, die jeweils mit eigenem Kfz angereist sind und dann machen wir uns selbst auf die „long and winding road“ Richtung Heimat.

Unmittelbar nach dem Wiedereinstieg in den Bus öffnet der Himmel seine Schleusen und es beginnt wieder in Strömen zu regnen.

Wir müssen sagen, bezüglich des Wetters hatten wir unglaubliches Glück. Es hat sich zwischenzeitlich gut gehalten.

Während der Heimfahrt wird – wie üblich – das traditionelle Tauchergericht abgehalten, bei dem die kleinen und größeren “Untaten“ geahndet werden.

Größeres ist ja, dem Himmel sei Dank, nicht vorgefallen, aber der Eine, oder die Andere muss doch ein paar sportliche Übungen zeigen..

Da morgen die Schule wieder beginnt, sind die Straßen recht belebt und der Verkehr entsprechend zähflüssig. Aber gegen 22.30 Uhr laufen wir wieder in Langen ein, die Kleinen werden von den Eltern abgeholt, Gepäck und Flaschen eingeladen und auch wir sind schließlich gegen 23.30 Uhr wieder Zuhause, wo wir uns zügig zu Bett begeben, weil um kurz vor halb sechs am nächsten Morgen die Nacht schon wieder herum ist und der Ernst des Lebens wieder beginnt.

© Peter Helbig

Tauchen am Sundhäuser See (2.6. – 5.6.2011)

Himmelfahrt fällt dieses Jahr auf einen Donnerstag, so dass sich mit einem Brückentag ein verlängertes Wochenende gestalten lässt. Da aber am Mittwoch noch unser Training im Stadionbad gewährleistet sein sollte, trainiere ich noch bis 20.30 Uhr, düse dann in Richtung Heimat, wo mein Weib bereits die letzten Vorbereitungen getroffen hat und gegen 21.30 Uhr geht´s dann endlich los in Richtung Osten.

Für das verlängerte Wochenende ist herrliches Wetter vorhergesagt und so sind wir guter Dinge.

Die ganze Strecke schaffen wir nicht mehr, weil es ja schon ein langer Tag war, aber nach dem Autobahndreieck Drammetal fahren wir in Friedland ab und halten unsere Nachtruhe unmittelbar vor dem ehemaligen Durchgangslager. Es ist traumhaft ruhig und der Sternenhimmel sucht seinesgleichen…

Nach dem geruhsamen Frühstück geht´s weiter und jetzt haben wir nur noch etwa 80 Kilometer durch eine schöne Landschaft.

Am See angekommen buchen wir uns erst mal bei der Tauchbasis OASIS ein, bevor wir feststellen, dass unsere Jugend bei der zweiten Basis untergekommen ist. Das kommt davon, wenn man die Ausschreibung nicht richtig liest. Aber wir bekommen anstandslos unser Geld zurück, finden unterwegs noch den Tauchclub Langgöns auf der Halbinsel und stoßen schließlich zu unserer Jugend, die im Wesentlichen aus Teilen des Jugendteams und Mitgliedern aus Gelnhausen und atlantis, sowie Höchst besteht. Es stehen schon diverse Zelte und wir gruppieren uns mit unserem Mobil zwanglos hinzu.

Ein Blick ins Gewässer zeigt: hier sind wir richtig! Sicht bis zum Horizont.

Und dass wir das richtig gesehen haben, zeigt sich, als wir endlich den Kopf unter Wasser stecken: Fisch ohne Ende und zwar Hechte, Karpfen, Barsche und Schleien, sowie auch Krebse und das bei gut 10 Metern Sicht. Es wird ein gemütliches Wochenende, wenn auch die Nachtigall nicht nur nachts schlägt, sondern auch tagsüber einen ziemlichen Radau veranstaltet. Wo findet man sowas bei uns noch ?

Die Tage vergehen mit essen, tauchen, schlafen, grillen und wieder essen und so weiter und im Nu ist Sonntagmorgen. Wir frühstücken gemütlich, machen einen ausgiebigen Abschlusstauchgang und begeben uns dann wieder auf die Piste – in der Hoffnung, dass es nicht zu sehr stauen wird.

Und auf dem letzten Stück zeigt sich, dass wir heute Abend auch nicht mehr gießen müssen, weil dies der Himmel für uns schon reichlich erledigt hat (Donner und Blitz eingeschlossen).

Samstag, 15. Januar 2011

Skiurlaub auf dem Frechhof im Januar 2011

Im letzten Jahr fragten die Kinder von Thomas, dem Cousin von Ruth, und seiner Frau Katja, ob wir im oben genannten Zeitraum wieder mit ihnen in Skiurlaub fahren wollten. Natürlich hat uns das ganz gut gefallen, konnten wir doch davon ausgehen, dass ihnen unser letzter Urlaub mit uns so gut gefallen haben musste, dass sie dies unbedingt wiederholen wollten.

Dann stellte sich aber heraus, dass wir nur für die Verpflegung und das Kochen sorgen sollten, weil die Mama erst ungefähr Mitte der Woche würde nachkommen können. So wussten wir wenigstens, was unser Beisein für eine Wertigkeit hatte, aber da hatten wir schon zugesagt… ;o))

Silvester hatten wir noch bei Muths verbracht, wo wir auch übernachtet haben und den 1. Januar waren wir gut beschäftigt mit Packen und schließlich lagen wir zeitig im Bett, weil wir frühzeitig (um 4.30 Uhr) losfahren wollten.

Kurz vor 4.00 klingelte dann das Telefon. Thomas war mit Lena und Marc gerade aus der Garage gefahren und als wir eine halbe Stunde später am vereinbarten Treffpunkt, der ARAL-Tankstelle an der Autobahn eintrafen, kamen unsere Kumpane gerade die Autobahnabfahrt herab.

Das Wetter war durchwachsen, es nieselte ein wenig und wir waren nicht ganz sicher, ob nicht auch Glatteis dazwischen kommen könnte.

Nach mehreren Pinkel- und müdigkeitsbedingten Pausen zeigte unser Navi an, dass sich auf der vor uns liegenden Strecke ein Stau befände. Wir haben aber inzwischen ein High-Tech-Gerät mit Stauumfahrung, das wir bei dieser Gelegenheit erstmals auf Herz und Nieren prüfen konnten – und es hat uns auch ordnungsgemäß am Stau vorbeigeführt.

Schließlich kamen wir am Bestimmungsort an und wurden von Rainer und Heidi begrüßt. Nach einem kurzen Plausch konnten wir die Zimmer beziehen, eine Kleinigkeit nagen und fuhren anschließend zur Firma Rettensteiner, wo Ruth und ich unsere Ski zum Aufarbeiten brachten, während der Rest der Sippe sich mit Ski, Helmen und Schuhen ausrüstete. Dann buchten wir einen Skikurs für einen Tag und fuhren anschließend zurück nach Pichl, beziehungsweise Rohrmoos.

Zurück am Frechhof machten wir noch ein kleines Spiel und legten uns frühzeitig zu Bett, weil wir ansonsten am Tisch eingeschlafen wären.

Und morgen würden wir zum ersten Mal auf die Piste kommen.

Montag, 3.1.2011

Frühstück gab es um 8.00 Uhr. Danach fuhren wir bei „Rottenmeiers“ vorbei und holten unsere Ski ab. Es dauerte eine Weile, bis wir endlich unsere Gruppe gefunden hatten, aber dann ging es auf die Piste, wo wir uns erst einmal warm machen mussten. Und dann begannen wir quasi bei 0 und bekamen das „alpine Grundverhalten“ nahe gebracht. Die entsprechenden Übungen ergänzten das Ganze und dann war es bald schon Zeit für die Mittagspause, wo wir uns bei einer warmen Suppe in der „Unterberg-Alm“ auftauten. Es zeigte sich, dass unsere Gruppe unterschiedliche Leistungsstände hatte, so dass wir am Nachmittag frei hatten und den zweiten Teil unseres Kurses am nächsten Nachmittag ab 13.00 Uhr fortsetzen sollten. Den Nachmittag verbrachten wir mit Lena und Thomas auf der Piste und erfreuten uns am klaren und sonnigen Tag und der „Wahnsinns-Fernsicht“.

Im Verlauf des Tages erhielt Thomas per SMS die Nachricht von seinem Kollegen, dass dieser Vater geworden sei, während wir von der Tochter unseres ehemaligen ersten Vorsitzenden mitgeteilt bekamen, dass dieser am Vortag einem Herzschlag erlegen sei. Diese Nachricht bestürzte uns sehr, weil Andreas erst 46 Jahre alt gewesen war.

Nach der letzten Abfahrt fuhren wir nach Radstadt zum Einkaufen beim HOFER, dem österreichischen ALDI und versorgten uns mit dem Nötigsten.

Wieder Zuhause wurde gespeist, geduscht und ein wenig gespielt und zeitig lagen wir wieder im Bett, weil am nächsten Tag neue Herausforderungen auf uns warteten.

Dienstag, 4.1.2011

Heute standen wir nicht so sehr unter Zeitdruck, weil unser Kurs ja erst am Mittag beginnen sollte. Aber Thomas war mit seinen zweien bereits unterwegs.

Ich hatte bereits vor dem Frühstück die Scheiben unseres Autos frei gekratzt – es war nämlich ziemlich frisch draußen ( ./. 11 ° Celsius). Aber als wir los wollten, war die Scheibe schon wieder zu. Ich kratzte erneut grob, aber offensichtlich war die Reinigung nicht intensiv genug. Als das Auto nämlich endlich angesprungen war, fuhren wir am Fuß des Berges in eine Schneewehe, wo wir nur unter sportlicher Anstrengung wieder frei kamen. Thomas, den wir telefonisch informiert hatten, konnten wir wieder absagen – er war bereits auf dem Rückweg gewesen. Wieder erfreuten wir uns auf der Piste an dem wunderschönen Wetter und der gigantischen Fernsicht, obwohl auf der Piste inzwischen minus 20 ° C herrschten. Gegen Mittag trafen wir uns auf der Lechneralm, speisten wieder ganz gut und tranken etwas und um 13.00 Uhr hatten wir ein Foto-Shooting, worauf wir unseren Kurs fortsetzten. Es klappte alles ganz gut und nur Bettina, eine unserer Teilnehmerinnen, hatte panische Angst vor der letzten Fahrt ins Tal. Aber auch diesen Part brachten wir bravourös hinter uns (einschließlich Bettina). Als wir schließlich unten vor der Skischule standen, kam Lena ganz aufgelöst zu uns und erzählte unter Tränen, das Auto hätte ihr den Schlüssel weggenommen. Sie hatte die Tür geöffnet, den Schlüssel auf den Sitz gelegt und wollte dann ihren Helm in den Kofferraum legen, während sie die Fahrertür wieder geschlossen hatte. Das Auto empfand dies als Aufforderung, wieder zuzumachen, tja – und dann war halt zu.

Gott sei Dank hatte Papa den Zweitschlüssel im Zimmer in der Pension und der „Schaden“ war schnell behoben.

Dies war aber noch nicht das Ende der Katastrophen, weil Thomas bei seinem fast neuen, erst 16 Jahre alten, Skischuh beim Ausziehen eine Schnalle abgerissen hatte. Also musste er erst wieder zu Rettensteiners, um sich ein paar neue Skischuhe zu besorgen.

Aber schließlich waren wir wieder Zuhause, machten uns frisch, speisten zu Abend, spielten ein wenig, während ich endlich dazu kam, einige Zeilen zu Computer zu bringen.

Und schon um ½ 9 Uhr waren wir todmüde und hofften auf baldiges Zubettgehen.

Für morgen hatte Ruth für uns zwei nochmals einen halben Tag Kurs gebucht, weswegen wir morgen früh wieder zeitig aus den Federn müssten. Und morgen Abend würde dann auch Mama Katja zu uns stoßen.

Mittwoch, 5.1.2011

Am Vorabend habe ich auf meinem neuen Handy einmal die vorhanden Funktionen ausprobiert und wache am nächsten Morgen um 3 Minuten nach ½ 8 Uhr auf, ohne dass der Wecker geklingelt hätte. Ich schaue nach, aber das Handy ist aus und als ich es nochmals eingeschaltet habe, zeigt es an, dass der Akku fast leer sei. Also hänge ich es ans Ladegerät und mache mich dann fertig fürs Frühstück.

Vorm Frühstück lasse ich erst noch das Auto – mit kleinen Problemen, weil draußen saukalt – an, aber dafür springt es nachher umso sicherer wieder an.

Wir kommen auch wie immer pünktlich zur Talstation in Forstau und absolvieren unsere letzten zwei Stunden Skischule. Thomas und Lena haben Marc in der Skischule abgeliefert und wollen heute einmal zur Reiteralm.

Wir wollen zunächst zum Mittagessen auf die Au-Alm, essen dann aber auf der Trinkeralm und sind dann auch ganz froh, weil – als wir an der Au-Alm vorbei fahren, riecht es fürchterlich nach altem Öl. Kurz darauf treffen wir auch Thomas und Lena wieder. Wir fahren noch ein paar schöne Pistentouren und sind dann aber pünktlich wieder an der Talstation, weil zum einen Marc mit seinem Kurs fertig ist und zum zweiten heute ja Mama Katja mit dem Zug ankommt. Als wir am Bahnhof ankommen, ist sie bereits seit 5 Minuten da. Wir begrüßen uns herzlich und gehen dann zunächst zum BILLA und dann zum HOFER/ALDI, wo wir uns für die nächsten Tage eindecken. Dann wollen wir im Intersport noch ein Paar Handschuhe für Lena besorgen, aber für sie ist nicht die richtige Größe vorhanden. Also bekommt dafür Marc ein Paar neue und dann geht´s weiter zu Rettensteiners, weil Katja noch Skier benötigt.

Ruth und ich setzen uns kurzfristig ab um im Pub noch ein Guinness zu trinken. Es gibt aber leider keines, so dass wir ein Schladminger Trübes trinken müssen. Dabei sehen wir den Anfang eines spannenden Biathlons, das unterbrochen wird von 4 heiligen „Drei Königen“, die aber trotzdem schön singen und sich bald kaputt lachen, als ich nachzuzählen versuche. Und schließlich kommen wir zu Hause an, speisen zu Abend, spielen noch ein wenig und fallen dann – wie immer – müde zu Bett.

Donnerstag, 6.1.2011

Heute tut der Wecker wieder, was er soll und rechtzeitig kommen wir zum Frühstück und zum Skifahren. Marc hat wieder Kurs. Wir fahren weiter und befahren die bereits bekannten Pisten. Gegen Mittag rutschen wir zur Zeferer-Alm, wo wir das Mittagessen zu uns nehmen wollen. Leider ist innen alles besetzt und wir setzen uns hinaus, obwohl Lena lieber ins Warme gewollt hätte. Es schmeckt aber auch draußen hervorragend und nach dem Essen machen Ruth und ich uns auf den Weg zur Reiteralm, wo wir uns mit Ruths Chef-Chef Thomas treffen wollen, der gerade jetzt auch Urlaub hier unten macht.

Telefonisch haben wir uns bereits verabredet und fahren zur Talstation vom Hochwurzen, wo wir uns an der Mittelstation treffen und auch hier die Pisten und schönen Aussichten genießen, nachdem wir bis ganz oben weitergefahren sind. Zum Abschluss begeben wir uns zur Preunegg-Hütte, wo wir eine „Heiße Witwe“ und ein Schladminger Trübes vom Fass zu uns nehmen und ein wenig klönen. Als wir schließlich in Richtung Heimat wollen, ist es schon fast dunkel. Thomas weist uns den Weg, aber schließlich müssen wir das letzte Stück im Stockdustern die letzte Piste hinab, die schon am Tag ziemlich steil aussieht. Wir lassen´s aber einfach rutschen und kommen gesund unten an, wo uns eine SMS von Thomas erreicht, der wissen will, ob wir es auch gut geschafft haben. Ruth gibt kurz ein Lebenszeichen und Zuhause angekommen räumen wir schnell das Auto und speisen dann zu Abend, nachdem wir noch einen Tee gekocht haben. Der Rest sitzt bereits beim Abendessen und nach erfolgtem Mahl duschen wir uns und setzen uns unten zusammen, wo der Rest Spiele spielt und ich wieder ein wenig schreibe. Das Ganze ist unterbrochen von „uupps, der Pannenshow“, wobei wir kräftig lachen müssen, weil überwiegend Pannen aus dem Wintersport gezeigt werden und wir ein wenig mitreden können.

Ich fertige zwischenzeitlich noch ein paar Geburtstagsgrüße per SMS, beziehungsweise email für die Geburtstagskinder, die am „Heiligen-Drei-Königs-Tag“ Geburtstag haben und endlich kommen wir auch für heute ins Bett.

Freitag, 7.1.2011

Frühstück und Vormittagsprogramm sind relativ schnell abgespult. Wie immer sind wir zeitig am Berg und schwingen uns über die diversen Sessel- und Schlepplifte bis zur Goliathschaukel und wedeln wieder heftig bergab.

Um 13.00 Uhr müssen wir schließlich wieder an der Premhütte sein, weil heute der Tag des Skirennens für unsere Kleinen stattfindet.

Marc hat die Nummer 36 und fährt eine hervorragende Zeit. Und bei den ganz Kleinen ist es einfach nur eine Freude zuzuschauen, wie sie – quasi in Rückenlage – bergab düsen und teilweise um die aufgestellten Tore herumfahren, teils welche auslassen und einer nimmt sogar das letzte Tor zwischen die Ski.

Und um 16.00 Uhr ist Ehrung der Sieger und Marc nimmt mit stolzgeschwellter Brust die Goldmedaille entgegen. Die Eltern drängen sich immer näher an das Siegerpodest heran, bis man schließlich fast gar nichts mehr sieht.

Nach der Siegerehrung gehen wir nochmal in die Skischule Resch, weil Rupi, unser Skilehrer, uns erzählt hat, dass auch für uns Bilder kostenlos zur Verfügung gestellt würden. Wir sind auch gut getroffen … ;o)

Am späten Nachmittag sind wir schließlich wieder Zuhause. Wir duschen uns und machen uns fertig, weil wir heute auswärts essen gehen wollen. Oma Nati hat Thomas eine Spende übergeben mit dem Auftrag, gemeinsam ein Mahl für uns zu organisieren. Das tun wir auch und fahren zum Gasthaus „Rainerbauer“, wo wir sehr gut speisen, einen Nachtisch zu uns nehmen und zum Abschluss noch einen „Williams“ kredenzt bekommen. Das Lokal wird man sich merken müssen – die Verpflegung ist sehr gut und Katja erzählt uns die Geschichte, in der ihre Mutter in diesem Lokal Entrecote bestellen wollte und fast eine Ente bekommen hätte .. ;o)

Den Rest des Abends verbringen wir wieder auf dem Frechhof, aber das Spielen zieht sich heute nicht so lange hin, weil wir rechtschaffen müde sind.

Morgen wird dann die ganze Sippe gemeinsam die Gegend unsicher machen.

Samstag. 8.1.2011

Heute gibt es keine größeren Besonderheiten, abgesehen davon, dass unser Meister Marc heute bestimmt, wo gefahren wird. So queren wir das Indianerland, den Tiefschnee, die Fageralm-Tierwelt und absolvieren mehrfach die Fahrt zur Goliathschaukel. Zu Mittag speisen wir auf der Zeferer-Alm und zwar wieder draußen, weil innen alles belegt ist. Aber es ist windstill und ich komme endlich noch zu meinen Kasnockerln, auf die ich schon die ganze Zeit gespitzt habe.

Wir sind noch ein wenig sportlich tätig und nehmen dann auf der Premhütte noch einen „Abschluss-Williams“, bevor wir die letzte (teils vorletzte) Abfahrt ins Tal nehmen.

Dann geben wir unsere Skikarten ab, erhalten das Pfandgeld zurück und verabschieden uns von Susan, die mit in unserem Skikurs war und die wir zufällig mit zweien ihrer Kinder hier unten treffen. Dann geht’s nochmal zum Einkaufen zum HOFER nach Radstadt, weil wir noch ein bisschen was für die Heimfahrt brauchen und schließlich fahren wir zum Frechhof, essen zu Abend, machen uns frisch und spielen noch ein wenig „Heimlich & Co“ und „Schwarzer Peter“, wobei wir noch ein Fläschchen „Blauer Zweigelt“ köpfen.

Zunächst hatten wir überlegt, ob es sich lohnt früher als sonst aufzustehen um zeitig auf die Piste, sprich: Autobahn, zu kommen, aber Thomas klärt uns auf, dass dies vollkommen egal sei, weil – wenn´s staut, staut´s.

Sonntag, 9.1.2011

Ein paar Vorbereitungen haben wir bereits am Vorabend getroffen, aber nach dem Frühstück packen wir fertig, enteisen das Auto (was Thomas wegen seiner Standheizung nicht nötig hat), verabschieden uns von Royers und begeben uns auf den langen, steinigen Weg Richtung Heimat – in der Hoffnung, dass es unterwegs zu keinen Staus kommen möge.

Bis Salzburg ist noch sehr wenig los unterwegs, dann wird es etwas geschäftiger, aber immer noch erträglich. Wir haben auch wieder unsere Stauumfahrung aktiviert, hätten dies aber auch bleiben lassen können, weil nichts weiter passiert. Unsere Tour wird lediglich von einigen kleinen Pinkelpausen unterbrochen. Von Nürnberg-Feucht bis kurz nach Würzburg regnet es zwischenzeitlich heftig, was dazu führt, dass unsere Autos anschließend frisch gewaschen aussehen und schließlich fahren wir, kurz vor der Ausfahrt nach Hammersbach (ich bin fast geneigt zu sagen „wie immer“) auf den Parkplatz „Nachtweide“ und verabschieden uns von Kleinschmidts, wünschen ihnen weiterhin gute Fahrt und schlagen kurz nach 16.00 Uhr zu Hause auf, wo wir erste Ausräumtätigkeiten beginnen, während Nachbar Heini vorbeikommt um uns die Post der letzten Woche zu übergeben.

Und dann geht´s frühzeitig zu Bett, weil morgen wieder der Ernst des Lebens beginnt.

Schön war´s wieder einmal…

© Peter Helbig

Mittwoch, 20. Oktober 2010

HTSV-Jugend erneut beim STOLLI in Tamariu

An der Dauer der Vorbereitung hat sich, trotz inzwischen vorhandener reichlicher Erfahrung, nichts geändert. So muss allenthalben vorbereitet und organisiert werden. Mails werden hin und her geschickt. Autos müssen bestellt und, wenn sich Gravierendes geändert hat, oder von anderem Ort gefahren werden soll, wieder storniert werden. Appartements sind im Netz zu besichtigen und dann als genehm anzusehen, oder kurzfristig wieder umzubuchen, weil sich die Vermieter untereinander uneins sind und plötzlich nur noch drei, statt der benötigten fünf Appartements vermieten wollen.

Aber schließlich ist alles erledigt und wir treffen uns – wie immer – in Langen, packen um und machen uns auf den langen, wenn auch nicht unbedingt steinigen Weg in Richtung Tamariu. In Hessen hat es am selben Tag Herbstferien gegeben und auf den Autobahnen sind Kilometer lange Staus, aber wir haben einigermaßen Glück und kommen gut durch.

Trotzdem sind wir ziemlich geschlaucht, als wir gegen 11.30 Uhr am Samstagmorgen endlich ankommen. Auf dem letzten Teilstück haben wir eine Abfahrt zu früh genommen und fahren letztendlich mit Hilfe von Toms Navi zielgerichtet durch das wunderschöne Hinterland der Costa Brava, bis wir den Rest des Wegs erkennen und auch ohne Navi in Tamariu ankommen. Aber, weil´s so schön ist, die nette Stimme sagt: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ – und es stimmt – auf die Hausnummer genau.

Als erstes bringen wir unser Tauchgepäck auf die Basis und begrüßen Ade und Stolli, dann erklimmen wir unsere Appartements, wo Ruth und Kristian die Zimmereinteilung machen.

Die Vorhut hat bereits eine erste Grundausstattung an Frühstück (Brot und Marmelade) besorgt und ein leckeres Karottensüppchen gekocht, aber dann wird noch ein Einkauf getätigt und zum Abendessen soll es schließlich Nudeln und Sösschen geben und bis dahin sind Teile bereits erstmals im Wasser gewesen und zumindest der größte Teil hat schon unter der Dusche gestanden und riecht jetzt ganz anders als vorher, als schließlich zum Abendessen „gegongt“ wird.

Wir sind uns klar darüber, dass der heutige Abend nicht sehr lang wird, weil uns die Fahrt doch noch ganz schön in den Knochen hängt. Und dann müssen wir sehen, was das Wetter sagt, denn zur Zeit ist Starkregen angesagt, der zwar noch nicht eingesetzt hat, der ab für heute, morgen und die nächsten Tage vorhergesagt ist.

Aber auch für diese Fälle haben wir vorgesorgt und Alternativprogramme auf die Beine gestellt.

Sonntag, den 10.10.2010

Wir stellen fest, dass die Vorhersagen des Wetterberichts nicht aus der Luft gegriffen sind, denn in der Nacht bewahrheitet sich die Vorhersage äußerst treffend: Ich werde wach, weil plötzlich Blitz, Donner und Regen nahezu zeitgleich eintreffen und als ich die Balkontür schließe, ist es bereits zu spät: wir haben einen kleinen See im Zimmer.

Am Morgen stellen wir fest, dass einiges an Sturzbächen vom Himmel gekommen sein muss, denn wir haben einen Sandgrund vorm Balkon, wo vorher eine Straße war.

Ich habe Küchendienst – und gestern versprochen, die Brote, die wir bereits vorbestellt haben pünktlich (in Zusammenarbeit mit Björn) um 7.45 Uhr beim Bäcker abzuholen. Morgen wird Björn dann einen neuen Brotabholer anlernen und ihm mitteilen, wie viel und wo das Brot zu besorgen ist, und dass auch eine Quittung zu der ganzen Aktion gehört.

Heute wird erst um 9.00 Uhr gefrühstückt, weil wir ohnehin nicht tauchen gehen können und auch das Wellenhopsen fällt aus, weil auf der Basis geräumt wird. Der heutige Alternativplan sieht vor, einen Spezialkurs, der aus dem bereits ermittelten Bedarf resultiert, vorzubereiten und abzuhalten.Simultan hierzu versucht dankenswerterweise Tom, meine externe Festplatte, die infolge eines Sturzes aus ca. 15 Zentimetern Höhe einen leichten Schlag erhalten hat, wieder herzustellen.

Zum Mittagessen gibt es die restlichen Spaghetti mit Sösschen, weil die wohlschmeckende Karottensuppe von gestern leider die Nacht nicht überstanden hat und gekippt ist – nein, nicht vom Tisch, sondern lediglich geschmacklich.

Das Alternativprogramm soll gegen 14.00 Uhr beginnen. Ich habe mit meinem Teil der Theorie noch ein wenig Zeit und beschäftige mich mit der Abrechnung, dem Übertrag von Bildern auf die Festplatte und dem Weiterschreiben meines Berichts, damit der möglichst zeitnah ins Netz kommt.

Erfreulicherweise wird die Theorie noch von einem kleinen Praxisteil unterbrochen, bei dem die Delinquenten am Strand jeweils ihren Partner, der die Augen verbunden hat, über einen selbst gewählten Parcours führen muß. Das macht Freude und ist sowohl für die Eingeborenen, als auch für die Touristen ein Erlebnis der besonderen Art.

Anschließend wird zu Abend gespeist und ab 9.00 Uhr folgt noch ein kurzer Abschlussteil an Theorie, der nach etwa einer ¾ Stunde durch keine weiteren Fragen mehr verlängert wird. Daraufhin trifft sich die Jugend mit einem Teil der Betreuer zum Zocken (Uno, etc...) und Ruth und ich besuchen kurz Birgit und Heino, die – wie wir feststellen können – für die Dauer ihres Aufenthalts eine sehr nette Unterkunft oberhalb unserer Bäckerei gefunden haben. Aber auch hier halten wir uns nur kurz auf und verlassen die beiden, wobei wir Erwin und Ute mit Kind und „Bebe“, dem Hund, mitnehmen, die ebenfalls bei Birgit und Heino zu Besuch waren.

Montag, den 11.10.2010

Der Blick aus dem Fenster zeigt – es hat sich wettermäßig nicht viel geändert.

Mein Anruf in Alsfeld belegt: dort ist das Wetter wesentlich besser und meine Mutter meint, wir hätten doch lieber zu Hause bleiben sollen. Man kann sich´s aber nicht immer aussuchen. Aber wir frühstücken erstmal wieder um 9.00 und machen uns dann auf den Weg zur Basis, wo wir Ade antreffen, die leicht frustriert ist, ob des schlechten Wetters und demzufolge unserer mäßigen Aussichten auf einen Tauchgang in kürzerer Zeit.

Wir aber nehmen ein kleines Mittagessen zu uns und machen uns dann auf den Weg zum Leuchtturm, der diesmal besonders spektakulär ausfällt, weil man schon mal nicht direkt in der Bucht über die Felsen kann, weil hier die Dünung besonders hoch steigt und wir deswegen erst ein Stück über Land müssen. Aber dann jagt wieder ein Highlight das nächste, weil nach jeder Biegung neue Eindrücke auf uns einstürzen, die Gischt meterhoch geblasen wird und das Meerchen sich uns mal von einer ganz anderen Seite zeigt.

Wir brauchen bis zum Turm etwa 1 ½ Stunden, bleiben ein wenig oben und teilen uns dann auf, weil der eine Part so schnell wie möglich nach Hause möchte, während die zweite Gruppe den gleichen Weg zurückgehen will, den sie auch hergekommen ist – schon wegen der herrlichen Aussichten. Wir hoffen, dass das Abendessen bereits fertig ist, wenn wir nach Hause kommen, aber die Hoffnung wird leicht enttäuscht und es bleibt noch gut Zeit zu duschen und dann auch noch die Bilder ´rüberzuziehen und den Bericht weiterzuschreiben.

Und dann pfeift endlich jemand auf dem Kochlöffel....

Der Abend verläuft verhältnismäßig ruhig. Die Kinners sind wieder am Kartenspielen und die Älteren sitzen oben beisammen. Die einen bereiten sich vor auf die für morgen angesetzte Theorieprüfung – merke: die Ausbilder bereiten sich intensiver vor, als die Aspiranten – und die anderen unterhalten sich, denn Erwin ist zu Besuch mit Weib, Kind und „Bebe“ und auch Birgit hat sich eingefunden, heute ohne Heino, der die Gelegenheit nutzt, zu lesen, zu ruhen, oder zu schlafen. Aber gegen ½ 11 Uhr merken wir, dass der Tag doch anstrengend war und wir begeben uns zu Bett und schlafen den Schlaf der Gerechten .

Dienstag, den 12.10.2010

Auch heute zeigt uns der Blick aus dem Fenster, dass wir nicht ins Wasser kommen werden – jedenfalls nicht zum Tauchen. Aber das wussten wir ja bereits gestern und hatten uns mit dem Frühstück darauf eingestellt. Gefrühstückt wird um 9.00 und um 10.00 Uhr wandeln wir zur Basis, wo Ade und Tom uns bereits erwarten. Die Einweisung in die Basis wird auch heute verschoben, aber wir räumen auf meine Bitte das Boot heraus und haben jetzt Zugang zu unseren Anzügen, die wir uns umlegen, damit wir ein wenig Wellenhopsen hinter uns bringen können. Erste Aktion ist die Bergung der Strandläufer (Plastikbretter, die betagteren Personen den Weg über den Strand erleichtern sollen und die in Folge des erhöhten Wellengangs den Weg in die Freiheit, sprich: das offene Meer, gewählt haben). Wir fangen aber alle wieder ein und werfen uns anschließend entweder einzeln, oder in Gruppen wieder in die Wogen und lassen uns so richtig treiben. Das Ganze zieht sich etwa eine Stunde hin und dann wird´s schon wieder Zeit für das Mittagessen.

Der Nachmittag ist ausgefüllt mit der theoretischen Unterweisung in die Technik und Ausführung des Tauchens – nur unterbrochen von einem kleinen Abendessen und wird dann weitergeführt mit weiterer Theorie, sowie, bei unserer Kleinsten, mit dem Schreiben der Prüfung für KTSA Silber. Nach einigen weiteren Gesprächseinlagen hat sie ihr Silber bestanden.

Während ich todmüde gegen 11.00 in mein Bett stürze, kommt mein Weib, infolge intensiver Gespräche mit der Geschäftsleitung, erst gegen 2.00 Uhr ins Bett.

Mittwoch, den 13.10.2010

Eine Grille, die ich bereits am Abend aus unserem Zimmer auf den Balkon komplimentiert habe, hat offensichtlich den Weg ins Zimmer zurückgefunden und beginnt gegen 2.30 Uhr intensiv an zu zirpen. Das können wir uns nicht gefallen lassen und ich mache das Licht an und suche den Krachmacher. Sie hat sich aber verkrochen und widersetzt sich meiner Suche. Gegen 5.00 Uhr versucht sie es erneut, aber als ich wieder das Licht anmache, ist erst mal Ruhe bis zum Wecken. Und als ich schließlich meine Schuhe anziehe, sitzt sie zwischen diesen und flüchtet sofort unters Bett. Ich lasse ihr eine Galgenfrist und biete die Chance, wieder über den Balkon zu flüchten. Ob sie hiervon Gebrauch gemacht hat, werden wir heute Abend feststellen.

Das Wetter lässt uns auch heute nicht hoffen ins Wasser zu kommen. Olli und ich kaufen noch den Nachmittagsbedarf an Nahrungsmitteln ein, als uns ein Anruf auf dem Handy ereilt, dass wir nach unserer Rückkehr unmittelbar nach Barcelona fahren wollen. Wir sind etwas verblüfft, weil diese Entscheidung sich nicht mit unseren bisherigen Absprachen deckt, aber als wir zur Unterkunft zurückkommen, sind die Anderen schon fast fertig und wir düsen los. Ich dachte immer, nach Barcelona seien es nur rund 100 Kilometer, aber tatsächlich sind es fast 120. Vor Ort finden wir fast unmittelbar vor dem Aquarium unsere Parkplätze, zahlen den Eintritt für den Event (Gruppentarif) und machen uns dann auf den gewundenen Weg durch die schöne Ansammlung von Wasserbecken, bis an den Rand gefüllt mit unseren Freunden. Das macht uns die Tatsache, dass wir bisher nicht ins Wasser gekommen sind, jedenfalls nicht zum Tauchen, etwas leichter. Immerhin schaffen wir es, nahezu 2 ½ Stunden in den Räumlichkeiten zu verbringen.

Im Anschluss daran fährt ein Teil der Mannschaft unmittelbar zurück um das Abendessen vorzubereiten, während der dritte Bus einen Abstecher zur Firma Decathlon macht um für Tom eine Hose zu erwerben, weil seine alte den Anforderungen des harten Taucherlebens nicht mehr gewachsen war.

Fast alle der Busbesatzung finden irgendein Ausrüstungs-, oder Anziehteil. Nur ich gehe ohne irgendetwas Neues aus dem Geschäft.

Wir kommen gerade noch rechtzeitig zum Abendessen Zuhause an –

und für morgen ist möglicherweise tauchen angesagt. Jedenfalls sagt das der Wetterbericht (und auch der Wind hat sich gelegt und die Wellen sind ruhiger geworden).

Donnerstag, den 14.10.2010

Es wird gefrühstückt. Die Sonne steht am Himmel, das Meerchen ähnelt einem Ententeich und die Aussicht auf einen Tauchgang lässt die Mannschaft zuversichtlich in die Zukunft schauen. Pünktlich sind alle an der Basis und Tom (der von der Basis) macht eine seiner unvergleichlichen Einführungen, so dass jeder gleich weiß, wie´s auf der Basis abgeht.

Die ersten Tauchgänge finden in der Bucht statt und die Sicht ist noch ziemlich mau. Aber für den Mittag ist das Boot angesagt. Tom und Stolli sind bereits nach Palamos gefahren, wo es sicher vor Wind und Schwell gelagert war.

Der Tauchgang führt nach „El Furio“ (Tamariu-Fels) und auch hier ist noch nicht viel zu sehen.

Immerhin sind wir im Wasser gewesen und für morgen hat Tom bereits angekündigt, dass drei Bootstauchgänge unternommen werden sollen.

Freitag, den 15.10.2010

Auch heute wieder spielt das Wetter mit und es werden sowohl in der Bucht, als auch vom Boot jede Menge Tauchgänge unternommen. Schließlich haben wir viel nachzuholen. In der Annahme, dass der Bootstauchgang etwa 1 ½ Stunden dauert, stürze ich mich gegen ½ 10 Uhr in die Fluten, aber als ich wieder auftauche, kommt das Boot bereits wieder von der Ausfahrt zurück, so dass gerade noch Zeit bleibt, die Flasche zu wechseln und bei der zweiten Ausfahrt dabei zu sein. Die Fahrt geht zum Brötchenriff. Die Sicht ist gegenüber gestern wesentlich besser geworden, aber so richtig prickelnd ist sie nach wie vor nicht.

Immerhin gibt es ja dort jede Menge zu sehen: Gabeldorsche, eine Sepia, Conger und Muränen satt und viel Kleinzeug. Alle sind zufrieden. Die Mittagspause wird vernachlässigt, oder auf der Basis verbracht (bei Wasser und trocken Brot) und auch der Nachmittag wird überwiegend unter Wasser verbracht.

Auch hier gibt es viel zu sehen, nur die Seepferdchen halten sich noch bedeckt.

Ob wir dieses Jahr überhaupt noch welche zu sehen bekommen ?

Für den Abend ist ein Abschiedsessen in unserem Stammlokal, dem „Can Cesar“ vorgesehen. Ruth und ich sind, zusammen mit Steven, der der spanischen Zunge mächtig ist, bereits vorher einmal dort gewesen und haben den technischen Ablauf verabredet und Plätze reserviert.

Als wir ankommen, ist bereits eine lange Tafel vorbereitet und wir nehmen zügig Platz, bestellen Getränke und dann kommen auch schon die von uns bestellten Speisen.

Zwischendurch führen wir noch ein Telefongespräch mit unserem Vereinskameraden Jan, der sich zur Zeit in Hyeres in Südfrankreich zur TL 1-Prüfung aufhält – und der heute Geburtstag hat. Wir haben bereits gehört, dass alle bestanden haben und wir sind recht stolz auf ihn und unseren weiteren Vereinskameraden Micha, der ebenfalls mitgeprüft worden ist und bestanden hat.

Für einige unserer Kinners gibt es noch einen Nachtisch, der allerdings auf die eigene Kappe geht. Alle sind satt geworden und die Sprüche, die belegen sollen, dass einige doch nicht auf ihre Kosten gekommen seien, halten sich in Grenzen. (Sprüche gehören halt einfach dazu).

Diejenigen, die morgen die Autos nach Hause fahren sollen, versuchen sich frühzeitig zu Bett zu begeben und zu schlafen, aber es wird ihnen nicht leicht gemacht, weil die Jugend offensichtlich meint noch einen Abschiedsabend durchführen zu müssen.

Aber schließlich herrscht Ruhe. Und für morgen ist für jeden noch ein Tauchgang vorgesehen.

Samstag, den 16.10.2010

Ruth absolviert heute ihren 1.800sten Tauchgang, was von der Basis-Crew mit einer Urkunde honoriert wird. Woher die das wissen ? Ich war nicht beteiligt !

Die Urkunde wird Ruth von Maria unter Wasser überreicht und dann führt Mary uns durch die Bucht und zeigt uns noch ein paar taucherische Pretiosen, einschließlich des Seepferdchens „Petra“, das ich schließlich unmittelbar neben mir entdecke, nachdem Maria den ungefähren Aufenthaltsort angezeigt hat.

Anschließend werden die Tauchklamotten gepackt um schließlich die Appartements komplett zu räumen, die Busse zu beladen und uns von der Basis-Crew zu verabschieden. Dies klingt jetzt kürzer, als es sich tatsächlich hinzieht weil doch einiges zu bewegen ist. Aber schließlich stehen wir alle an der Basis. Es kommt zu einer verkürzten Form des Tauchergerichts – wir haben doch keine Zeit, aber wenigstens ein paar sportliche Übungen müssen für die kleineren Vergehen sein. Und dann verabschieden wir uns von der Crew mit etwas Wehmut, weil wir uns hier immer sehr gut aufgehoben fühlen. Es werden noch die Süßigkeiten verteilt, die unsere Elke freundlicherweise in gewohnter Perfektion vorbereitet hat. Dann werden wir verabschiedet „bis nächstes Jahr, oder auf der BOOT“. Dann düsen wir nach Palafrugell, fahren erstmal tanken und anschließend Fressalien für die Heimfahrt einkaufen und dann geht´s wieder auf die Piste Richtung Heimat. Auf Einzelheiten brauche ich hier nicht mehr einzugehen. Es sind halt rund 1.250 Kilometer, die hinter uns zu bringen sind. Außer kleineren Rasten, Pinkel- und Tankpausen, halten wir uns nicht weiter auf und gegen 9.00 Uhr am Sonntagmorgen kommen wir in Langen an, wo nach und nach die Abholer eintreffen um ihre Brut nach Hause zu bringen. Ich fahre erst noch Jan nach Dietesheim, räume dann, gemeinsam mit Tom, bei uns in Hammersbach den Bus aus, während Ruth mit Niklas, der versäumt hat seine Eltern zu benachrichtigen, weil er ja kein Handy hat (!!), auf dieselben wartet.

Gemeinsam treffen wir alsdann in Hanau ein, geben die Busse ab und freuen uns dann auf unser warmes Zuhause, denn ich habe bereits vorhin die Heizung hochgedreht, was anlässlich der außen herrschenden niedrigen Temperaturen durchaus angesagt war.

Und von ferne höre ich schon mein Bett locken …


© by Peter Helbig


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Tamariu-Bilder 2010

Donnerstag, 16. September 2010

TSC atlantis goes Costa Brava (Calella-Fahrt vom 6.9.2010- 13.9.2010)

Es war wie immer – vor der Fahrt hat sich wieder alles zusammengeballt und das Packen kam etwas zu kurz. So war wieder alles auf den letzten Drücker zu erledigen. Am Freitag bin ich dann noch nach Alsfeld gefahren, weil ich am Samstag 60stes Jahrgangstreffen der Alsfelder hatte und vorher noch ein paar Schriftlichkeiten bei meiner Frau Mutter zu erledigen waren.
Dann habe ich mich relativ frühzeitig vom Altherren- und Damentreffen verabschiedet, damit ich am nächsten Tag fit wäre unter anderem auch Fahrdienste in Richtung Espana zu übernehmen.
Dann war endlich alles im Auto und wir hatten uns so zeitig auf den Weg zum Treffpunkt an der Rennbahn begeben, dass wir stressfrei und gemütlich Richtung Frankfurt fahren konnten.
Als wir auf der Höhe von Steinheim waren, fragte Ruth kostenlos und unverbindlich, ob ich denn auch die restliche Verpflegung aus dem Kühlschrank mit eingepackt hätte. Hmmm – alles mögliche, was außen herum gelegen hatte, war natürlich ordnungsgemäß mitgekommen.
Aber der Kühlschrank – da lagerten noch ein paar wichtige Sachen. Das heißt, wir wurden schlagartig schneller und der Geschwindigkeitsanzeiger unseres Autos bewegte sich in Richtung 200 (wenn wir denn so schnell könnten ... ;o)).
Zwischendurch rief noch Stefan an, weil er nicht genau wusste, wo wir uns treffen wollten und wir erklärten es ihm und teilten bei der Gelegenheit mit, dass wir ein paar Minuten später kommen würden, weil wir ja außerdem noch bei Kretzschmars vorbei mussten um ein Jacket für Ruth zu holen, weil ihr eigenes sich anlässlich des Jugendgrillens am Faltenschlauch aufgelöst hatte und so schnell kein Nachschub zu besorgen war.
Schließlich war es erst 3 Minuten nach 7.00 Uhr (Treffen wäre um Punkt 7.00 Uhr gewesen), als wir schließlich eintrafen – aber jetzt war Urlaub und es kam nicht mehr auf jede Minute an.
Wir düsten in Richtung Süden und brauchten für die gesamte Strecke bis zum nächsten Morgen um 9.00 Uhr – mit Pausen und obwohl sich Michas Navi zwischenzeitlich mal verschluckt hatte und alle 10 Sekunden mitteilte, dass wir in ... Metern von der Autobahn abfahren sollten. Aber schließlich führte es uns über eine malerische Strecke bis kurz vorm Ziel – und den Rest kannten wir dann selbst. Zwischenzeitlich ereilte uns ein Anruf von Silja und Micha, die die Basis nicht gefunden hatten und die uns vorm Ortseingang von Calella am Kreisel erwarteten. Und dann fielen wir allesamt an der Basis ein, wurden freundlich von Tina empfangen, die uns die Crew vorstellte und uns mit den Eigenheiten des Tauchens vor Ort bekannt machte. Schließlich trafen wir noch Rudi, den ehemaligen Skipper, worüber wir uns sehr gefreut haben.
Als wir schließlich die Schlüssel für die Appartements bekamen, legten wir uns ein wenig zu Bett, nachdem wir noch ein frisches Croissant verspeist hatten und machten dann eine größere Versorgungsfahrt in den Supermarkt in Palafrugell. Und nach der Rückkehr machte ich unser heiß geliebtes Nudelessen mit Spaghetti-Sößchen, von dem Ruth und ich uns erst erholt hatten, als wir einen kleinen Spaziergang durch den Ort unternommen haben.
Der Abend war nicht lang, weil wir alle noch ziemlich geschafft waren und wir lagen früh im Bett, im Bewusstsein, dass uns morgen ein –hoffentlich- schöner Tauchgang beschert sein möge.

Dienstag, 7.9.2010

Ich habe uns den Wecker auf 7.40 Uhr gestellt, damit wir noch ein kleines Frühstück auf die Beine stellen, bevor es zum Tauchen geht. Der Supermarkt hat noch nicht auf und ich gehe zu unserem alt eingesessenen Laden im alten Ortskern, wo ich acht Croissants und Brötchen besorge. Die Croissants sind für gleich, die Brötchen für später. Als ich zurückkomme, decken wir den Tisch und machen uns nach dem Frühstück auf den kurzen Weg zur Basis, wo wir vom Basismeister Kevin eine Kurzeinweisung in die Feinheiten des Flaschenholens und –überprüfens bekommen. Irgendetwas an seiner Art erinnert mich unglaublich an seinen Vorgänger Rolf – und auf entsprechende Nachfrage bestätigt er, dass er Rolfs Sohn ist – geradezu unglaublich, wie ähnlich sich Vater und Sohn sind.
Unsere erste Ausfahrt führt uns nach Montiell, dem Brötchenriff. Micha K. hat Pech – ihm ist von der Ausfahrt schon nicht gut und als er abtauchen will, bemerkt er, dass auch das nicht funktioniert, weil er die Stirnhöhle zu hat und heftige Stiche in der Stirn den Tauchgang verhindern.
Wir hingegen besuchen den Fels und schauen uns erstmals wieder um. Der Conger sitzt wie immer an derselben Stelle und es gibt auch sonst einiges zu sehen. Es ist nicht so tief und jeder kann kontrollieren, ob das mit der Ausrüstung schon passt.
Als wir zurück sind, setzen wir uns erst wieder auf unseren Balkon zum zweiten Frühstück, machen ein kurzes Nickerchen und als wir wieder zur Basis kommen, hat sich eine starke Welle aufgebaut, die verhindert, dass wir unseren zweiten Tauchgang vom Strand machen. Also ziehen sich ein paar von uns die Anzüge an und hopsen in die Wellen, was viel Spaß macht und von denen, die am Strand geblieben sind, mit Freude und Interesse beobachtet wird. Tru ist ohne Anzug unterwegs und als ihn die letzte große Welle nochmals beutelt und er aus dem Wasser steigt, hat er den halben Strand in der Hose, was köstlich anzuschauen ist.
Dann machen wir uns frisch und schön und fahren nach Palafrugell, wo wir den Ort besichtigen und Ade, die Basis-Fee von Tamariu, treffen, was uns sehr erfreut. Ein paar ergänzen ihre Ausrüstung und der Rest versucht eine Politesse davon abzuhalten uns mit einem Strafknöllchen zu überziehen, weil die Parkzeit bereits 10 Minuten abgelaufen ist.
Es ist bereits nach 8.00 Uhr, als wir wieder Zuhause eintreffen und Micha P. Bratkartoffeln und Schnitzel mit Käse überbacken für uns zubereitet.
Dafür wird heute der Abend etwas länger und erst gegen 1.00 Uhr kommen wir ins Bett.

Mittwoch, 8.9.2010

Heute ist das Verfahren schon ein wenig eingespielt und der Kaffee ist bereits in Vorbereitung, als ich mich auf den Weg zum Croissantholen begebe. Wir versorgen uns mit einem „Petit Dejeuner“ und machen uns dann wieder auf den Weg zur Basis. Heute geht es zum Riff I, das wir in sehr guter Erinnerung haben. Die Anfahrt ist sehr kurz und wir warten vor Ort erst mal ab, bis sich das Chaos an Bord ein wenig verflüchtigt hat. Es herrscht Strömung aus südlicher Richtung und wir hängen ein bisschen wie die Fähnchen im Wind, bis wir schließlich beisammen sind – Silja ging´s nicht so gut und sie ist wieder ausgestiegen und Jürgen hat seine gestern neu erworbene Maske beim Sprung in´s Wasser als erstes verloren und sich von Bord eine weitere geben lassen.
Aber ansonsten gibt es viel zu sehen. Barrakudaschwärme und Kleinzeug gibt es viel zu sehen und wir machen einen schönen Tauchgang bei guter Sicht. Die Rückfahrt gestaltet sich problemlos und danach gibt es ein zweites Frühstück und wir relaxen ein wenig. Urlaub halt, wie er sein soll.
Und mittags machen wir einen Tauchgang von Land aus, der uns ein wenig enttäuscht, weil nicht so viel zu sehen ist, wie wir eigentlich erwartet hatten. Aber auch dieser Tauchgang ist ganz entspannt und Micha K. meint, das wäre genau das gewesen, was er sich für hier so vorgestellt hatte.
Dann machen wir uns landfein und fahren erst nach Palafrugell um ein Lämpchen zu erwerben, das Ruth gestern gesehen hat und dann kaufen wir noch ein paar Grundnahrungsmittel ein (das Bier ist schon wieder alle) , woraufhin wir uns zum Can Cesar begeben, wo wir die Speisekarte einmal hinauf und hinunter bestellen, bis buchstäblich auch der Letzte gesättigt ist (was gar nicht so einfach ist – Namen wollen wir hier nicht nennen.. ;o) ).
Wieder Zuhause gibt es noch eine winzigen Absacker und dann schlafen wir den Schlaf der Gerechten.

Donnerstag, 9. September 2010

Heute können wir ausschlafen, weil wir das Riff III gebucht haben, das erst um 12.00 Uhr angefahren wird. Ich gehe mit Silja und Jürgen tauchen, was sich etwas schwierig gestaltet, weil Silja Probleme mit dem Druckausgleich hat, Jürgen bereits bei den Anderen unten ist und ich dazwischen hänge, weil ich auf Silja warten will. Aber dann funktioniert´s recht gut und wir machen einen gemütlichen Gang mit allem, was so sein soll.
Auf der Fahrt zurück fragt der Skipper, ob wir am Mittag wieder mit auf´s Boot wollen, weil die Tour nach Tamariu-Felsen gehen soll. Spontan sagen wir zu. Das zweite Frühstück fällt heute kleiner aus und die zweite Tour fängt gut an, scheitert dann aber an heftiger Strömung. Das führt dazu, dass wir spontan den Platz wechseln und wieder zum Brötchenriff fahren.
Und hier sind wir überaus überrascht, weil es wesentlich mehr zu sehen gibt, als beim letzten Mal. Im Conger-Loch sitzt zwar nur eine Muräne und kein Conger, aber dann geht´s Schlag auf Schlag: wir sehen Pulpo, Drachenköpfe, Franzosen-dorsche, Knurrhahn, Conger und Muränen, machen eine spektakuläre Rettungsaktion durch, weil Ruth ein Blei aus dem Jacket fällt, aber alles wird hervorragend gemeistert und sie schießt nicht nach oben, sondern kann weiter die Fischsuppe genießen.
Auf der Rückfahrt hören wir, dass ein Fischer vor kurzem nicht weit von uns einen ca. 10 Meter langen Wal gesehen hätte. Wir machen deswegen einen kleinen Schlag in die Gegenrichtung, aber auf der Rückfahrt sehen wir „nur“ einen Mondfisch, der sich an der Oberfläche sonnt – und das ist ja immerhin auch schon ganz schön.
Nach der Rückkunft gibt´s bei Marguerita ein Deko-Bierchen, dann wird geduscht und ein Teil fährt zum Einkauf des Abendessens nach Palafrugell, während Silja und Ruth die bestehenden Vorräte aufarbeiten und ich die Bilder auf den Rechner ziehe, Logbuch führe und diesen Bericht schreibe.
Und dann warten wir auf das Abendessen...
Es gibt Dorade und Salat und für die, die keinen Fisch mögen, entweder Brot mit Belag, oder Lasagne. Endlich sind alle gesättigt und schließlich machen Silja, Ruth und ich noch einen kleinen Gang durch´s Örtchen, holen uns noch ein Eis und babbeln ein bisschen dummes Zeug. Tja, wenn die anderen nicht mit wollen ...

Freitag, 10.9.2010

Wir glauben kaum, dass die Zeit schon wieder so weit fortgeschritten ist. Für heute ist Bagur angesagt. Nach unserer Erfahrung ein tiefer Tauchgang, an dem Stefan von Seiten der Basis nicht mittauchen darf, obwohl Micha seinen Charme einzusetzen versucht hat. Micha K. möchte aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange so tief, so dass wir nur zu fünft unterwegs sind. Aber dann spielen Wind und Strömung nicht mit und zunächst fällt auch noch Tamariu-Riff ins Wasser, weil´s hier zieht wie Sau und unser Schlauchboot einen Angriff gegen uns fährt. Also drehen wir und fahren gemütlich – weil mit den Wellen – zu Riff I, wo es dann wieder einiges zu sehen gibt. Unter anderem eine große Languste. Ruth macht, eigentlich wie immer , den Lumpensammler und ist am Ende des Gangs gefrustet, weil sie „immer nur Köppe“ sieht. Aber Besserung ist versprochen und angesagt ! Für den Nachmittag steht „La Pedrosa“ auf dem Plan – und hier sollen wir zwei ganz alleine tauchen dürfen, während die anderen sich miteinander vergnügen.
Pedrosa haben wir noch gut in Erinnerung, weil wir das in früheren Zeiten als „Aquarium“ im Gedächtnis haben. Aber letztlich wird es dann doch Mentrill (unterhalb von San Sebastian). Das macht aber nichts, weil wir auch hier einen ganz entspannten Nachmittagsspaziergang hinter uns bringen. Wir sehen diverse riesige Flächen, an denen Rochen geruht haben müssen, aber zu sehen ist keiner. Dafür erfreuen wir uns an viel Kleinzeug.
Und als wir schließlich alle wieder auf dem Boot sind, sind alle zufrieden. Jürgen, der neulich seine neue Maske verloren hat, hat eine andere gefunden und ist ganz froh. Wir düsen wieder nach Hause, kleiden uns um und nehmen das obligate Deko-Bierchen zu uns.
Dann gibt’s, schon etwas später, Abendessen und danach machen Silja, Ruth, Micha K. und ich noch einen Spaziergang nach Llafranch, wobei wir feststellen, dass die Beine doch schon ein bisschen müde sind. Als wir zurückkommen, kann Micha nicht in sein Appartement, weil das Tor vorm Haus abgeschlossen ist und er hierfür keinen Schlüssel hat. Aber Micha steigt über den Balkon und klopft, bis Stefan ihn erhört und das Tor aufschließt. Zur Not hätte er auch in unserer Küche nächtigen können... ;o))

Samstag, 11. September 2010

Das Frühstück ist inzwischen nur noch Routine und danach machen wir uns an den Strand, weil heute Tamariu-Riff angesagt ist. Und heute findet die Tour auch tatsächlich statt, weil das Meerchen sich als Ententeich darstellt. Strömung ist so gut wie nicht vorhanden und Micha P., der noch einige 40er benötigt, weil er ja seinen TL machen möchte, kann seinem Fundus wieder einen neuen hinzufügen. Alle haben auch wieder viel gesehen. Wir fahren nach Hause und Micha K. kocht mit der Hilfe aller auf die Schnelle ein Reis-Gemüse-Süppchen, das den Verfrorenen unter uns wieder zu innerer Wärme verhilft.
Dann ruhen wir wieder ein wenig. Anschließend gehen ein paar von uns auf´s Boot um die Hormigas zu besichtigen, während Ruth, Silja, Jürgen und ich einen Buchttauchgang durchführen. Weil heute aber Nationalfeiertag ist, dürfen wir nur nach rechts und nur im abgetrennten Schwimmerbereich tauchen. Zu sehen gibt es trotzdem was, nämlich neben dem ganzen Kleinzeug einen Conger und zwei Muränen. Außerdem wird es wieder richtig entspannt und geruhsam.
Und für den Abend, nach dem Abendessen, haben wir uns noch mal mit Bernd Deventer verabredet, der heute Mittag unvermutet mit ein paar Studenten auf der Basis aufgetaucht ist und ein Seminar abhält. Ihn haben wir schon sehr lange nicht mehr gesehen und wir freuen uns darauf ein paar Takte mit ihm auszutauschen.
Gemeinsam wird wieder gekocht. Es gibt Nudeln mit Gorgonzola-Sößchen und Micha K., der eigentlich keinen Gorgonzola isst, probiert davon und ist ganz angetan.
Während die anderen klönen, machen wir uns noch auf den Weg zu Appartement F 12, wo Bernd wohnt. Er hatte gemeint, „der Kutscher kennt den Weg“ – und tatsächlich habe ich schon mal vor langer, langer Zeit in einem dieser Appartements gewohnt. Wir sinnieren ein wenig über alte Zeiten, ziehen aber rechtzeitig die Reißleine, weil Bernd doch ziemlich KO ist. Als wir wieder vor unserem Heim stehen, stelle ich fest, dass ich vorhin den verkehrten Schlüssel eingesteckt habe – und Ruth muss dringlich auf´s Töpfchen. Es ist erst 11.00 Uhr, aber alles ist schon dunkel und wir klingeln notgedrungen Silja aus den Federn. Sie trägt es aber mit Fassung. Wir nehmen noch ein letztes Tröpfchen, babbeln noch ein wenig und hauen uns dann auf´s Ohr.
Den Wecker stelle ich auf 9.00 Uhr, weil wir erst um 11.30 Uhr in Richtung Tauchplatz fahren.

Sonntag, 12. September 2010

Nach einem ordnungsgemäßen Frühstück trödeln wir unabhängig voneinander zum Strand und bereiten uns auf den Tauchgang vor. Ich habe ein Fläschchen Sekt mitgenommen, weil dieser Tauchgang mein 2000 ster sein wird. Mir fällt bei dieser Gelegenheit ein, dass ich nahezu genau vor 30 Jahren hier meinen ersten Meerwassertauchgang gemacht habe.
Ursprünglich war heute Riff I vorgesehen, aber die Vorsehung macht daraus Tamariu-Fels – und heute ist kein bisschen Strömung und wir machen einen überaus erholsamen Gang mit viel Kleinzeug und vielen Schwärmen und guter Sicht und überhaupt passt alles.
Auf der Rückfahrt in Richtung Hafen nehmen wir unser Säftchen und ich erinnere die anderen daran, sie mögen sich den Anblick der Felsen und des Meerchens gut einprägen, weil es voraussichtlich ziemlich dauern werde, bis man ihrer wieder ansichtig werde.
Am Strand gibt es ein Dekobier, zu Hause ein zweites Frühstück, dann ein wenig Ruhe und schließlich machen wir noch einen Schweiß treibenden Spaziergang in Richtung Schweinebucht. Kurz vorher drehen wir aber um, weil wir sonst mit unserer Zeitplanung nicht hinkommen. Schließlich wollen wir noch duschen, bevor wir uns in Richtung San Sebastian, Tamariu und Can Cesar auf den Weg begeben. Hier hat Tina freundlicherweise für 19.30 Uhr einen Tisch für 10 Personen reserviert, weil wir für diesen Zeitpunkt mit Libor und Heike zum Abendessen verabredet sind.
Wir fahren über Llafranch zum Leuchtturm und genießen, wie schon so oft, die wunderbare Aussicht. Von da aus geht´s weiter nach Tamariu, wo wir tatsächlich Ade, Maria und Tom treffen, die sich gerade auf den Heimweg machen wollen. Dann zeigen wir der Mannschaft noch, wo sie möglicherweise nächstes Jahr hinfahren wollen/sollen und kommen dann rechtzeitig beim Can Cesar an, wo auch Libor und Heike gerade eingetroffen sind.
Wieder gibt es ein ausschweifendes Abendessen und es wird viel gelacht. Erneut an unserer Unterkunft angekommen öffnen wir noch unser zweites Deko-Säftchen auf meinen Jubiläumstauchgang und gehen dann relativ zeitig schlafen, weil wir ja morgen um 10.00 Uhr aus den Appartements raus müssen und auch auf der Basis noch einiges zu erledigen ist.

Montag, 13.9.2010

Der Wecker klingelt wie immer zu früh. Silja ist schon auf und macht Kaffee, während ich mich auf den Weg mache Brötchen und Baguette zu holen. Gemeinsam wird gefrühstückt und dann packen wir unsere Klamotten, gehen zur Basis um Tauchgänge, Safe und Appartements zu bezahlen, uns zu verabschieden und für die freundliche Aufnahme zu bedanken. Dann werden noch einige Abschlussfotos geschossen und schließlich schwingen wir uns in die Gefährte um uns auf den langen, gewundenen und gefährlichen Heimweg zu begeben.
Auf der Strecke bis nahezu Lyon bläst es wie verrückt, aber das kennen wir ja schon vom letzten Jahr, aber dann geht es zügig und nur durch kurze Tankstopps unterbrochen nach Hause.
Wieder an der Rennbahn in Frankfurt angekommen, packen wir unsere Klamotten in die jeweils eigenen Autos (Tru hat nur einen kurzen Fußweg) und dann sind wir gegen 2.30 Uhr wieder Zuhause.
Das Auspacken verlegen wir auf heute früh und stürzen uns ziemlich müde ins Bett. Dem Himmel sei Dank – wir haben noch einen Tag an den Urlaub drangehängt und müssen erst morgen wieder arbeiten….



© Peter Helbig

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Dienstag, 17. August 2010

LoewenThor - Gondelsheim




Vorgeschichte:


Unsere Freunde Libor und Heike haben geheiratet und erhielten von uns als Hochzeitsgeschenk ein Wochenende im Gasthaus LoewenThor in Gondelsheim mit zugehörigem Dinner.Und damit sie sich nicht so einsam vorkommen sollten, fühlten wir uns genötigt sie bei dieserExkursion zu begleiten.


Am 14.8.2010 war es dann schließlich soweit!


Heike hat am Freitag nochmals angerufen und gefragt, ob wir uns denn vielleicht bereits um 9.00 Uhr am Samstagmorgen treffen könnten, weil wir gegebenenfalls noch das „Sealife-Aquarium“ in Speyer besichtigen wollen, das direkt „Im Hafenbecken 5“ in Speyer belegen ist – und das damit quasi auf der Strecke liegt. Wir ließen uns überreden …

Pünktlichst um 9 stehen wir auf der Matte, packen unsere Koffer in Libors Nobel-Karosse mit 600 Watt Stereoanlage und brausen los, nachdem wir von den „Hofmännern“, mit guten Wünschen versehen, verabschiedet worden sind.

Das Wetter ist schön, die Stimmung in der Truppe ist gut und die Stimme vom Navi sagt uns nett, aber bestimmt, wo´s langgeht. Dabei gerät sie am Ziel ein wenig außer Atem, was aber nicht an ihr, sondern an der Tatsache liegt, dass Zielpunkt und Parkplatz für den Zielpunkt nicht identisch sind. Aber schließlich sind wir dann auch zu Fuß am Sealife, zahlen den Eintritt und wandeln durch die sehr nett ausgestattete Ausstellung. Insbesondere auch für Kinder ist dieses Aquarium sehr nett ausgestaltet mit einem Quiz und viel kindgerechtem Zubehör, wie Piratenflaggen und Gerippen in den Becken, sowie einem Streichelbecken, in dem man Anemonen und Seesterne berühren kann – wenn man will...

Libor hatte zunächst zu Speyer eine gewisse Abneigung, weil er als Schüler bereits einmal zu Kunst- und Kulturbesuch dorthin gezwungen worden war, aber unser anschließender Spaziergang durchs Örtchen belehrt ihn eines Besseren: Alles wunderbar sauber, kulturell hochwertig und – alle 100 Meter (mindestens) ein Eissalon.

Schließlich finden wir in einem malerisch ausgestalteten Hinterhof noch eine Jazzkapelle, die Dixieland-Jazz spielt. Wir finden einen Schattenplatz, verspeisen eine Brezel und nehmen dazu ein Kaltgetränk, weil es so warm ist.

Anschließend düsen wir weiter und Libors Auto zeigt, was in ihm und speziell in seiner Klimaanlage steckt, weil wir auf einem schattenlosen Parkplatz mitten in der Sonne gestanden haben.

Aber in 10 Minuten hat es das kräftige Gebläse bereits geschafft und auf angenehme 22 ° Celsius heruntergekühlt.

Bis zu unserem Zielpunkt ist es nur noch ein Katzensprung und bevor wir unserem Hotel näher treten, machen wir erst noch einen Versorgungsgang in Bretten, wo wir auch noch ein paar Kleinigkeiten für den Zeitpunkt nach dem Dinner erwerben (es könnte ja sein, dass wir nicht satt werden, also – ein paar Brezeln und ein Tässchen Sekt. Man gönnt sich ja sonst nichts…)

Anschließend begeben wir uns zu unserer Unterkunft und zwar zunächst zum LoewenThor, von wo aus wir von einer netten jungen Dame quer über die Straße zum Hotel Hahn geführt und in unsere Zimmer eingewiesen werden. Libor und Heike erhalten die Fürsten Suite, während Ruth und ich mit dem Gesinderaum zufrieden sein müssen… ;o)))

Alles ist sehr nett und mit viel Liebe eingerichtet und bevor wir uns zum wohl verdienten Dinner begeben, legen wir uns erst noch ein Momentchen ab, weil der Tag ja schon sehr anstrengend war.

Dann brezeln wir uns ein wenig auf (die Mädels mehr, die Knaben weniger) und machen uns wieder auf den Weg über die Straße und ins Lokal, wo wir gefragt werden, ob wir lieber drin, oder draußen sitzen wollen. Es ist warm. Wir beschließen daher, draußen sitzen zu wollen und bekommen den Platz im Paradies zugewiesen, der bereits für uns reserviert ist.

Der Laden ist bereits ziemlich voll, aber die Bedienungen sind überaus routiniert und das Ambiente der Anlage ist schlicht ergreifend. Mit einem Wort, wir fühlen uns sauwohl.

Die Dame, die die Getränke aufnimmt, meint, sie könne dann ja jetzt in der Küche den Startschuss geben, aber ich bitte sie, vorsichtig zu sein und – wenn´s geht – den Koch nicht zu treffen.

Und dann rollt nach und nach das unten näher erläuterte Menü auf, das wir genauso nach und nach verzehren und uns dabei an Menge und Qualität erfreuen.

Zum Schluss sind wir so genudelt, dass wir sicher sind, die für heute Abend als Notration erworbenen Brezeln sicher nicht mehr zu benötigen.

Als wir wieder in der Fürsten-Suite einlaufen, schaffen wir gerade noch ein Tässchen Sekt, den wir vorsichtshalber kalt gestellt hatten und begeben uns dann satt und müde zu Bett.

Frühstück ist für 9.30 Uhr angesagt. Wir kommen einigermaßen pünktlich ins Frühstückszimmer und nehmen ein formidables Frühstück zu uns. Auch hier sind die Bedienungen überaus freundlich und zuvorkommend und wir genießen jede Minute.

Schließlich müssen wir noch bezahlen und halten mit der Concierge noch ein wenig Small-Talk, bevor wir uns auf den Weg begeben.

Auf dem Heimweg, den wir nicht über die Autobahn antreten wollen, sondern über die Landstraße durch den Odenwald, machen wir noch Station im Weltkulturerbe Maulbronn, wo wir uns die Klosteranlage und den anschließenden tiefen See betrachten, bevor wir wieder die Straße unter die Räder nehmen, noch einen Abstecher zum Himbächel-Viadukt machen, wo Libor schon Eisenbahnaufnahmen gemacht hat und schließlich leichte Kämpfe mit der Dame in Libors Navi ausfechten, die aktuelle Umleitungen partout nicht verstehen will und uns ständig falsch zu führen versucht.

Aber schließlich können wir sie überzeugen und dann kommen wir auch schon in wieder bekannte Gefilde, woraufhin wir die Dame schlicht abschalten.

Bei den „Hofmännern“ angekommen, müssen wir natürlich noch den speziell für uns gebackenen Kuchen probieren, bevor wir uns wieder nach Hause verabschieden in dem Bewusstsein, ein ganz besonderes Wochenende hinter uns gebracht zu haben.


© Peter


Unser Candlelight-Dinner:


Aperitif - Belle Lambic aus: Apfelsaft, Cassis-Liqueur und Champagnerbier

1. Gang: Geräucherte Entenbrust an gemischtem Salat

2. Gang: Kalbsbrust Thonati an Ruccola-Salat

3. Gang: Himbeer-Sorbet mit gewürfeltem Obst und einem Schuss Sekt

4. Gang: Würzige Pilzsuppe mit Rahm, für Ruth alternativ Tomatensuppe

5. Gang: Rind- & Kalbsfilet mit ausgelesenen Pfifferlingen und Marktgemüse

(Brokkoli und Karotten), dazu Ravioli, mit Spinat gefüllt.

Für Ruth gab es dazu ein Kartoffelplätzchen.

6. Gang: Himbeer- und Aprikosenparfait mit Früchten garniert