Mittwoch, 14. September 2011

Tamariu im Herbst 2011

Tamariu im August/September 2011

(ursprünglich Tauchfahrt TSC atlantis e.V)

Im Vorfeld war die Begeisterung eigentlich groß und wir hatten ursprünglich 2 6er-Appartements geordert, von denen wir eines relativ zügig wieder gecancelt hatten, weil sich zeigte, dass wir dies nicht voll bekommen würden. Und dann waren, relativ kurz vor der Abfahrt, zwei weitere Personen ausgestiegen, was zu Missverständnissen und diversem mail-Verkehr Anlass gab.

Dazu kam, dass meine Schwester, bei der sich seit dem Frühjahr unsere Mutter aufhält, auch in Urlaub fahren wollte (was ihr im Übrigen auch zustand), und wir deshalb eine Woche „Mama-Sitting“ machen wollten.

Und davor lösten wir noch einen Gutschein für ein Wochenende mit Vicky und Klaus auf der Dammühle ein, was Teil ihres Hochzeitsgeschenks war. Das heißt, wir waren gut ausgelastet, auch wenn all das sehr viel Spaß gemacht hat.

In der Mama-Woche kamen wir schon mal ein wenig zur Ruhe und nutzten die Gelegenheit noch ein wenig Marburg zu erwandern.

Donnerstags machte sich Ruth dann schon mal auf den Weg in Richtung Hammersbach um die letzten Reste zu packen (das Tauchzeug hatte ich schon in der Woche vorher fertig gemacht). In dieser Nacht erlebte sie eines der schwersten Gewitter, die bis dahin in Hammersbach über die Bühne gegangen waren – und ich war nicht dabei. In Marburg hat´s nur ziemlich heftig geregnet.

Am Freitag holte ich dann den beauftragten Rahmen eines unserer Hochzeitsbilder ab und begab mich schließlich auch in Richtung Heimat, ohne dass meine andere Schwester Lily, die meine Nachfolge in Schönstadt antreten sollte, bereits eingetroffen wäre. In den Nachrichten hörte ich dann, dass zwischenzeitlich auf der Sauerlandlinie ein heftiger Starkregen niedergegangen war, in dem sie zunächst fest hängte. Zu Hause packte ich noch das Auto und wir begaben uns zu Bett um wenigstens noch ein bisschen Ruhe vor der großen Fahrt zu haben. Die Nachtruhe wurde wiederum durch Regen unterbrochen, aber die Nacht war ohnehin um 24.00 Uhr zu Ende – und dann ging´s endlich auf große Fahrt.

Samstag, 27.8.2011

Wir steigen um 1.00 Uhr ins Auto und fahren zu Tru, der unser Begleiter auf der Tour sein wird. Das Wetter sieht nicht gut aus und es regnet auf einem großen Teil der Strecke. Dafür kommen wir über die Nacht hinweg gut voran und erst in Frankreich, eigentlich erst in Höhe Lyon, wird es recht voll uff de Gass´. Das geht so weit, dass wir zwischenzeitlich zwar nicht richtig im Stau stehen, aber der Verkehr ziemlich stockt. Das Abhören des Verkehrsfunks auf 107,7 MHZ bringt uns nicht viel weiter, weil wir dafür noch zu wenig französisch verstehen.

Aber pünktlich um 17.08 Uhr – wie vom Navi vorhergesagt – laufen wir in Tamariu ein und treffen am Fuß des Berges auf Birgit und Heino, die gerade auf dem Weg zur Basis sind. Ich besorge die Schlüssel für das Appartement in der „Agencia“ und die anderen drei sagen schon mal auf der Basis Bescheid, dass wir da sind.

Dann machen wir noch eine Erstversorgungsfahrt nach Palafrugell ins „Carrefour“ und anschließend essen wir noch ein wenig aus Heinos und Birgits Garten, die diesen geplündert haben, nur um uns zu versorgen.

Anschließend stoßen noch Petra und Belly auf uns, die mit dem Wohnmobil unterwegs und inzwischen auch hier eingetroffen sind.

Der Abend zieht sich nicht länger hin, weil alle ziemlich geschlaucht sind und relativ früh geht´s zu Bett.

Und ab morgen wird getaucht :o))

Sonntag, 28.8.2011

Wir haben extra den Zeitpunkt unseres Treffens auf 10.30 Uhr gelegt, damit der Ansturm derer, die morgens mit dem Schiff hinausfahren wollen, bereits vorüber ist. Wir wollen uns ja gemütlich fertig machen, ordnungsgemäß ausbleien und dann einen relaxten Tauchgang unternehmen.

Unsere Gruppe besteht aus Birgit, Tru, Ruth und mir und wir sehen auch schon schöne Sachen und der Tauchgang dauert bereits mehr als eine Stunde. Belly hat bereits signalisiert, dass sie mittags ebenfalls tauchen möchte, während Petra noch mit ihrer Erkältung ringt. Belly wird absprachegemäß einen Check-Tauchgang mit Maria unternehmen, die uns erklärt, wir könnten uns ja zwanglos hinten dran hängen, sie würde mal bei den Seepferdchen vorbeischauen.

So machen wir´s dann auch und die Gruppe zieht sich zwar ein bisschen auseinander, aber Maria zeigt sich und die Bucht von der besten Seite und zeigt uns nicht nur einen Rochen, sondern auch viel Kleinzeug, Schwärme von Gelbstriemen, Barrakudas und – als Highlight – „AC/DC“, das Seepferdchen, das dieses Jahr von unserer Trauzeugin Heike entdeckt und von ihr so benannt worden ist. Auch dieser Tauchgang zieht sich wieder über eine Stunde hin und als wir zurückkommen, steht Petra schon mit Belly´s Hund „Wolke“ am Ufer und der kennt sich vor lauter Begeisterung fast selbst nicht mehr, weil Frauchen endlich wieder da ist.

Wir versorgen unsere Ausrüstung, verabreden uns für den nächsten Tag für den ersten Bootstauchgang und machen uns dann auf den Heimweg, wo wir gemeinsam kochen und einen gemütlichen – wenn auch wiederum nicht so langen – Abend verbringen, weil es uns wieder früh zu Bett zieht.

Montag, 29.8.2011

Ich habe den Wecker auf 8.00 Uhr gestellt, stelle eine Kanne Kaffee auf und hole schon mal ein frisches Chiabatta-Baguette aus dem Supermarkt. Schnell haben wir gefrühstückt und uns auf den Weg zur Basis gemacht, wo schon heftiges Treiben herrscht. Pünktlich fahren wir hinaus. Geplant ist das „Never-come-back-Riff“. Warum das so heißt ist schwer zu erklären ;o)

Aber als wir hinkommen, stellen wir fest, dass irgendjemand die Boje abgeschnitten hat und so fahren wir ein Stück zurück zum „Cala Nova“, „outside“, wie Tom es nennt. Hier tauchen Ruth, Birgit und Tru zusammen und ich habe Belly bei mir. Wir machen einen gemütlichen Gang, sehen schöne Gorgonien und finden eine große Languste und ein wenig Gedränge gibt es nur vorm Ausstieg, weil ein jeder noch seine 3 Minuten am Deko-Seil, beziehungsweise der Ankerleine, abreißen will. Auf unserem Balkon gibt es einen kleinen Imbiss aus den Resten des Vorabends und dann fährt Ruth mit Belly, Petra und Wolke nach Palafrugell um ihnen dies zu zeigen und ich schreibe ein wenig Bericht, bevor ich mich mal auf´s Ohr haue um endlich mal auszuschlafen.

Für ½ 4 Uhr sind wir für den nächsten Tauchgang verabredet.

Es wird wieder ein gemütlicher Gang ohne große Highlights, aber sehr gemütlich und entspannend. So relaxed, dass ich bei Petra erst nach der Luft schaue, als sie noch 80 bar auf der Flasche hat, aber für einen gemütlichen Rückweg reicht dies allemal.

Wir verstauen gemütlich die Ausrüstung und machen uns auf den Weg Richtung Heimat, bevor Ruth, Heino und ich für den Abend noch einkaufen. Dies dauert ein bisschen, weil wir erst im zweiten Supermarkt Grillkohle finden.

Aber dann geht´s nach Hause. Petra und Belly stoßen zu uns. Sie haben Tomatensalat gemacht und bringen Kartoffeln mit. Die Kartoffeln stellen wir auf, während der Fisch bereits im Backoffen schmort und erst recht spät kommen wir zum essen.

Dienstag, 30.8.2011

Wir waren etwas nachlässig mit dem Eintragen des Bootstauchgangs für den nächsten Tag und werden daher von der Basiscrew auf die zweite Bootsausfahrt komplimentiert. Deshalb nutzen wir die Gelegenheit, vorher nach Palafrugell zu fahren und den Fischmarkt zu besichtigen und ein Frühstück einzunehmen.

Das Frühstück ist zwar geschmacklich sehr gut und wir nehmen es auf dem Placa ein, aber auch preislich hochwertig J. Dafür hätte man schon ein frisches bekommen ! Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Nach dem Frühstück besorgen wir den Fisch für´s Abendessen und fahren dann so rechtzeitig zurück, dass wir pünktlich zum Treffen für den 2. Bootstauchgang aufschlagen.

Mittwoch, 31. August 2011

Heute sind wir wieder bei der ersten Gruppe dabei. Petra will ihren ersten Bootstauchgang machen. Von der Bootstour ist sie recht angetan, weil man die Flasche während der Fahrt hinten aufsetzen kann. Bei mir reißt ein Fersenband an der linken Flosse, aber Ralf kann mir mit einem aus seinem Fundus aushelfen.

Ich habe ohnehin ein Reserveband von Zuhause mitgebracht, aber das ist natürlich in der Tauchtasche im Auto und kann erst mittags wieder zum Einsatz kommen. Die Tour geht zum Cala Nova und es gibt auch heute wenig Aufregendes, aber Kleinzeug und Schwärme zu sehen (incl. Barrakudas), so dass wir zufrieden aus dem Wasser kommen. Nach der Rückfahrt begeben wir uns wieder nach Hause und nehmen einen kleinen Imbiss, bestehend aus Salat und Brot und dann fahren Ruth und Birgit zum Einkaufen nach Palafrugell, weil heute Abend gegrillt werden soll und Heino geht nach Hause, währen Tru liest und ich Bericht schreibe, bevor wir uns zu einem Mittagsschläfchen zurückziehen.

Als wir gerade zum Nachmittagstauchgang aufbrechen wollen, kommt uns Tom mit Kamera und einem breiten Grinsen entgegen und erklärt, er habe gerade „Tiger“, ein quietschegelbes Seepferdchen besucht. Und auf unsere Frage, wo es sich denn befände, erklärt er anhand der Karte der Bucht, wo es genau sitzt. Wir prägen uns den Fundort ein und beschließen auf dem Rückweg dort vorbei zu schauen. Unterwegs halten wir gut die Augen offen, aber bislang haben wir noch keinen Knurrhahn gesichtet. Dafür findet sich dieses mal ein Sandaal, der vorsichtig, aber unerschrocken, seinen Kopf aus dem Sand streckt. Auf dem Rückweg, wir sind gerade an Autowrack, Motorblock und Anemone vorbei, überholt uns Martin, der einen Azubi an der Flasche durchs Wasser führt. Er steuert stracks auf das Grasbüschel zu, das Tom uns als Heimat von „Tiger“ beschrieben hat und zeigt mit dem Finger darauf. „Tiger“ ist so gelb, er springt sofort ins Auge. Wir betrachten ihn ausgiebig und legen dann zufrieden den Rest des Rückwegs zurück.

Nach dem Tauchgang springen wir in den Pool, nachdem ich den Grill angeworfen habe und der Abend vergeht überwiegend mit essen. Zum Abschluss machen wir noch einen Spaziergang zum Strand, wo „Wolke“ uns mit Schwimmeinlagen und Sandrollen beeindruckt. Ruth und ich lösen noch ein paar Kreuzworträtsel aus der „Rentner-Bravo“ und legen uns dann auch schlafen.

Donnerstag, 1. September 2011

Geplant war „El Furio“ als morgendliches Ziel, aber als wir vorbeikommen, ist dort schon was los und so fahren wir weiter, wieder zum Cala Nova, wo kein Rudeltauchen zu befürchten ist. Wir machen einen gemütlichen Gang mit Drachenkopf, schönen Schwärmen, Barrakudas, Schwämmen, die mit Krustenanemonen überwachsen sind und einem Furchenkrebs und fahren dann entspannt wieder nach Hause. Für heute Mittag ist eine Tauchpause angesetzt – und vielleicht machen wir ein wenig in Kultur.

Ein kleiner Imbiss stärkt uns und dann spielt Ruth ein bisschen auf dem Computer und ich lege mich noch mal auf´s Ohr. Danach lesen wir gemeinsam Ruths Tauchcomputer aus und schauen uns das Ergebnis an. Man kann die Angaben leicht auch noch ein bisschen personalisieren.

Dann faulenzen wir noch herum, bevor wir eine Tour Richtung Bagur unter-nehmen. Tru möchte sich erholen und bleibt Zuhause.

Zunächst besuchen wir das Castell, von wo aus die Aussicht gewohnt schön ist, auch wenn heute die Wollen ziemlich tief hängen. Und die Islas Medas sind im Dunst kaum auszumachen. Dann suchen wir uns einen Parkplatz für die Altstadt und stellen fest, dass wir genau zu dem Fest zu Recht kommen, das wir bereits schon einmal genossen haben. Der ganze Ort wird gerade geschmückt und aus den Lautsprechern schallt uns bereits kubanische Musik entgegen.

Die Straßen sind diesmal geschmückt mit Badeanzügen, Badehosen, Taucheranzügen und Schnorcheln, andere Straßen mit Papierblumen, Küchensieben und gebastelten blauen Bienchen und Wölkchen. Alles sehr malerisch und die Eingeborenen sind ausgesprochen freundlich. Wir betrachten das Ganze und kommen zu der Überzeugung, dass wir das auch anlässlich des richtigen Festes nochmals betrachten sollten. Am Marktplatz essen wir ein Eis, beziehungsweise Ruth trinkt, in Ermangelung eines Eises ohne Milch, einen Orangensaft und dann machen wir uns auf den Heimweg, nicht ohne noch einen Blick auf „Sa Tuna“ und „Cap sa Sal“ geworfen zu haben.

Wieder zu Hause fahren wir alle zusammen in zwei Autos zum „Can Cesar“, unserer Stammkneipe, wo wir ein ausgiebiges Abendessen zu uns nehmen. Alle sind´s zufrieden und zum Abschluss machen wir noch einen kleinen Ausflug zum Hausstrand in Tamariu, den wir mit einem Bier im Biergarten der ersten Kneipe am Platz beenden.

Freitag, 2. September 2011

Heute morgen ist wieder Boot angesagt und auf der Tafel steht als Ziel „El Furio“. Wir freuen uns schon drauf, aber es steht Schwell auf der Bucht und wir müssen erst schon mal zum Boot schwimmen, bevor´s überhaupt los geht. Unsere Hoffnung auf „El Furio“ schwindet und – siehe da – wir fahren zum Brötchenriff, was sich letztendlich als Glücksgriff herausstellt, weil wir hier endlich all das sehen, was gemeinhin geboten wird: Krustentiere (incl. großer Languste), Kleinzeug, Pulpo und was das Herz sonst noch so begehrt. Wir sind zufrieden und schwimmen daher auch im Hafen gern wieder vom Boot zum Strand. Birgit, Heino und Tru nehmen bereits einen Teil ihrer Ausrüstung mit ins Appartement, weil sie morgen nach Hause wollen/müssen, während wir die Ausrüstung versorgen und davon ausgehen, dass wir am Nachmittag nicht mehr tauchen gehen, weil die Sicht in der Bucht eher mau war.

Wir machen einen faulen Nachmittag, essen die noch vorhandenen Würstchen, die wir in der Pfanne erwärmen und dazu Tomatensalat und aufgebackenes Brot.

Dann gehen wir nochmals schwimmen um uns dann landfein zu machen, weil wir ja zum Fest in Bagur wollen.

Für ¼ vor 7 Uhr ist die Abfahrt vorgesehen.

In Bagur ist schon die Hölle los. Wir finden mit Mühe einen Parkplatz vor den Toren der Stadt und wandeln ins Innere, wo man sich durch die Menschenmassen drücken muss. Das Alles aber geschieht bei guter Stimmung und viel lauter, stimmungsvoller, kubanischer Musik. Wir betrachten uns die schön geschmückten Straßen und erwerben handgemachte Schokolade. Daneben haben die Mädels reichlich Gelegenheit, schöne Sachen in den Schaufenstern und Geschäften zu betrachten, und auch wir besuchen diverse Galerien. Birgit fürchtet, sie könne verhungern und fragt immer mal, wann wir denn was essen wollen. Dann müssen wir uns mal hinsetzen, weil Heino Probleme mit dem Rücken bekommt und dabei entscheiden wir dann, dass wir nach Hause fahren und dort speisen. So machen wir´s und so klingt der Tag gemütlich aus.

Prophylaktisch verabschieden wir uns schon von Birgit und Heino, weil sie früh fahren wollen und wir ja dann schon wieder in das eklige, nasse und salzige Meerchen müssen.

Samstag, 3.September 2011

Unser Wecker hat verschlafen, weil ich zwar die Weckzeit, aber nicht den Wecktag eingestellt habe. So ist es schon zwanzig nach acht Uhr, als ich wach werde und das Frühstück fällt eher schmal aus, beziehungsweise wird auf später verschoben. Tru wird uns heute verlassen und geht schon nicht mehr mit tauchen.

Von der Basis ist als Tauchziel „Ullastres“ angedacht, ein Tauchplatz, der in Calella „Riff 3“ heißt. Als Tauchpartner wird uns Maria zugewiesen, was uns sehr zufrieden macht, weil sie verspricht uns schöne Sachen zu zeigen. Im Gegenzug sollen auch wir zeigen, was wir finden. Wir machen einen ganz entspannten Tauchgang mit viel Kleinzeug und schönem Bewuchs und zwischendurch kommt Ade und zieht Maria an der Flosse um ihr eine seltene Nacktschnecke zu zeigen, die Maria entzückt und die sie vielfach ablichtet. Hinterher erzählt sie uns, sie habe wohl den richtigen Riecher gehabt und das richtige Objektiv für den Makrobereich mitgenommen. Die Bilder will sie uns auf unseren USB-Stick ziehen.

Wieder Zuhause machen wir eine ruhige Mittagspause, nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen haben und dann fahren wir Tru zum Flughafen nach Gerona, weil er gegen 17.00 Uhr da sein muss und sein Flieger um 19.00 Uhr abfliegt.

Auf dem Rückweg erreichen uns Hannelore und Andreas auf dem Handy. Sie sind gerade in Cadaques und auf dem Weg zu uns. Wir verabreden uns für den Strand und beschließen, weil wir wissen, dass es sich von Cadaques aus ganz schön zieht, noch in Palafrugell einzukaufen.

Als wir gerade fertig sind, ruft Andreas noch mal an und fragt, ob sie noch etwas aus dem Supermarkt mitbringen sollen. Das ist aber nicht nötig. Wir fahren nach Hause zurück. Ich bereite ein Tomatensösschen vor und danach gehen wir zur Bucht, weil da heute die „Cantada d´havaneres“ gebracht werden (Eingeborenengesänge ohne Tanz). Es ist die Hölle los und zwischendurch fängt es an zu regnen und vor lauter Schirmen sieht man fast nichts mehr.

Dann sind Andreas und Hannelore angekommen und wir gehen zu unserer Hütte und speisen. Danach müssen wir unser Wiedersehen begiessen und der Abend zieht sich ein bisschen. Ruth meint am nächsten Morgen, wir hätten ein wenig viel getrunken J.

Sonntag, 4. September 2011

Für heute ist eine Buchtreinigung angesagt, die von der Uni in Barcelona initiiert ist. Wir kommen erst gegen 10.00 Uhr an, sind aber mitnichten zu spät. Gemütlich kleiden wir uns ein. Hannelore hat seit zwei Jahren nicht getaucht und da braucht das Ankleiden ein bisschen länger. Und dann nehmen wir Netze mit, in denen wir den Müll sammeln wollen und machen uns auf den Weg quer über die Bucht. Zwischendurch finden wir auch ein paar Highlights, wie Flunder und Sandaal. Nur die Seepferdchen sind ausgegangen.

Zuhause gibt es ein zweites Frühstück, bevor Hannelore und wir uns zum zweiten Tauchgang begeben, während Andreas eine Auszeit nimmt, weil er große Schmerzen im Fuß hat.

Ruth findet einen Rochen, den Hannelore und ich leider nicht sehen und auch die Seepferdchen sind nicht da, jedenfalls sehen wir sie nicht. Aber Hannelore ist wesentlich entspannter als am Vormittag und auch ihr Luftverbrauch hat sich bereits drastisch gesenkt. Sie ist auch recht zufrieden.

Nach der Rückkunft wollen wir einkaufen, stellen aber fest, dass der Supermarkt zu ist und entschließen uns demzufolge, wieder Heim zu fahren, Andreas zu holen und dann in unsere Stammkneipe, das „Can Cesar“ zu fahren, damit Andreas mit seinem schlimmen Fuß nicht so weit laufen muss.

Wir bekommen wieder ein gutes Mahl zusammen und der Abend ist schon fortgeschritten, als wir nach Hause kommen. Ruth und ich trinken noch gemeinsam ein Bier und legen uns dann zu Bett.

Montag, 5. September 2011

Heute stehen wir ein bisschen früher auf, weil Hannelore noch mit Nelli spazieren gehen will und vielleicht noch ein bisschen länger braucht, bis sie dann zum tauchen angezogen ist, aber wir schaffen es pünktlich zur Basis und auf´s Schiff. Die Tour geht diesmal tatsächlich nach „Ullastres“ und hier machen wir einen Wahnsinns-Tauchgang. Zunächst begegnen wir einem großen Schwarm Barrakudas, gefolgt von Franzosendorsch und großen Schwärmen von Mönchsfischen, Brassen und Fahnenbarschen und dann – vier Mondfische im Schwarm !!! In den Spalten diverse Krebse und dann einen großen, frei schwimmenden Pulpo.

Als wir wieder an Bord kommen, will es zunächst niemand glauben. Aber dann kommen immer mehr zurück, die ebenfalls die Mondfisch-Invasion beobachtet haben – und schließlich glauben es sogar Tom und Stolli. Allgemeines Neidgefühl macht sich breit. Und selbst an der Basis herrscht zunächst ungläubiges Staunen.

Andreas ist auch ein wenig enttäuscht, nimmt es aber relativ gelassen zur Kenntnis. Wir nehmen ein zweites Frühstück und machen uns nach kurzer Pause, wiederum ohne Andreas, zunächst auf den Weg nach Platja d´Aro, wo wir bei der Firma Decatlon nach einem Lycra-Anzug für Ruth und Hannelore suchen, die beide nicht gut in ihren Tauchanzug kommen. Hier finden wir zunächst nichts und werden weiter verwiesen an die Firma Cressi, die aber offensichtlich bereits seit der letzten Saison schon nicht mehr existiert. Also fahren wir weiter nach Estartit, wo wir erst einmal den Ort erwandern und dann in der Nähe des Hafens in einem Tauchshop tatsächlich fündig werden. Anschließen wandern wir noch über die „Zeil“, finden die Apotheke, die leider noch zu ist, schauen beim „Ramspeck“ rein und essen noch ein Eis, bevor wir in Richtung Heimat fahren, vor Toroella de Montgri noch Lebensmittel einkaufen und eine weitere, offene Apotheke finden und hier die Einkäufe erledigen und schließlich in Palafrugell noch die letzten Vorräte ergänzen.

Als wir wieder Zuhause sind, fahren wir das Auto in unsere Tiefgarage (!), weil ich erst vorhin gelernt habe, wie das Tor aufgeht.

Als wir oben ankommen, ist Petra, die mit Belly seit Donnerstag unterwegs war, wieder aufgetaucht. Wir machen daher noch ein wenig mehr Abendessen, damit alle satt werden und Andreas muss schon wieder schuften, indem er Kartoffeln schält, während ich versuche, meinen Bericht weiter zu schreiben. Zwischendurch haben wir gemeinsam noch ein kleines Softwareproblem gelöst, weil meine Statistik nicht mit der Gesamtzahl meiner Tauchgänge übereinstimmte. Hier zeigt sich wieder einmal, wie wichtig es ist, genau zu formatieren und nicht irgendwo ein „Blank“ zwischenzusetzen. Da wir jetzt fast schon vollzählig sind, müssen wir die Tische zusammenstellen, damit alle Platz haben. Und schließlich gibt es Abendessen und wir warten auf Vicky und Klaus, die heute noch zu uns stoßen wollen. Sie haben zwar bereits vom Flughafen in Barcelona aus angerufen, dass sie jetzt losfahren, aber bis sie schließlich da sind, zieht es sich schon noch. Und dann sitzen wir zusammen und babbeln noch dummes Zeug und freuen uns, dass es uns so gut geht.

Dienstag, 6. September 2011

Gestern haben wir uns nicht für das erste Schiff eingetragen und so sind wir heute auf dem zweiten dran. Das gibt uns Zeit und Gelegenheit ausgiebig zu frühstücken und dann erfahren wir, dass die zweite Bootstour nach Bagur geht.

Spontan fällt uns der große Hummer ein, der dort nach wie vor leben soll und wir freuen uns darauf. Allein die Bootstour ist schon sehr schön, fährt man doch ein ganz schön langes Stück die Küste entlang und kann Formationen und Baulichkeiten betrachten. Und schließlich sind wir da und springen ins Wasser. Der Fels beginnt bei 12 Meter und dann fallen wir in der ersten Spalte auf eine große Muräne, die ich – nahezu zeitgleich mit Ade – entdeckt habe. Wir fangen schnell Petra ein, die sich einer anderen Gruppe anschließen will und dann geht unser Tauchgang weiter. Wir steigen zügig ab und dann – welch Highlight – erneut ein Mondfisch, der gar nicht scheu ist und beinahe Ruth und Petra umschwimmt, so nah ist er. Und dann geht es Schlag auf Schlag: Gabeldorsche, Langusten, Muränen und Kleinzeug in loser Folge und das bis in größere Tiefen.

Unsere Mannschaft will sich gar nicht mehr wegbewegen, während ich, weil ich mir bewusst bin, dass viel Deko auf uns wartet, auf zügigen Aufstieg dränge.

Und schließlich sind wir wieder oben, müssen aber 10 Minuten auf 3 Metern dekomprimieren. Und an Bord schaut man wieder ungläubig ob des von uns erneut erblickten Mondfisches. Die Rückfahrt ist fröhlich und Zuhause erzählen wir wieder von unserer Tour, nehmen einen kleinen Imbiss und dann müssen wir schon wieder zur Basis wegen unseres zweiten Tauchgangs.

Den machen wir diesmal mit Andreas und auch der zweite Gang zieht sich, weil wir diverse Sachen finden und damit einen Pulpo über längere Zeiträume zum spielen bewegen.

Anschließend zieht Maria uns die Bilder unseres Tauchgangs von der letzten Woche auf die externe Festplatte und wir gehen nach Hause, wo bereits die Vorbereitungen für das Abendessen laufen. Ich springe kurz in den Pool, mache mich dann landfein und schreibe noch ein bisschen Bericht.

Petra und Belly haben ein hervorragendes Abendessen arrangiert und bereits die Vorspeise ist Klasse. Dann gibt es Tortillas von „Dr. Oetker“ – soll heissen – fertig und nur zum warm machen und Scampi und zum Nachtisch Törtchen und Feigen. Insgesamt also zum satt werden. Dazu wird Rosé und Tinto gereicht und wir haben noch zwei Flaschen Freixenet, der auch noch den Weg alles Irdischen geht.

Und schon wieder wird´s ein bisschen später…

Mittwoch, 7. September 2011

Ich hole heute das Brot bei dem neuen Bäcker, aber der Weg über den Parkplatz und dann den Hang hoch ist abenteuerlich. Dafür ist das Brot günstig. Kaffee habe ich gleich aufgesetzt und als ich beginne, den Tisch zu decken, kommt Hannelore mit Nelly von der Morgentoilette zurück und hilft mir. Frau Mutter lässt mich heute durchklingeln und deshalb beschließe ich nachher noch mal anzurufen. Wir begeben uns zur Basis und machen uns fertig. Belly kommt etwas später, aber es reicht noch und ich erreiche jetzt auch meine Mutter. Sie erzählt, es sei noch richtig duster gewesen am morgen und sie hätte vorhin noch geschlafen und sich erst mal sortieren müssen. Sonst ist alles in Ordnung.

Unsere Bootstour führt heute zu „Cala Nova“ und der Tauchgang von gestern ist natürlich nicht zu toppen, obwohl die Sicht gut ist und wir schöne Schwärme, Zackenbarsche, Nacktschnecken, einschließlich großer Meerzitrone und einen großen Drachenkopf treffen. Mondfische sind leider aus.

Nach der Rückkehr fahren wir unmittelbar zum Einkaufen nach Palafrugell, betrachten das Örtchen und kaufen die Kaninchen für´s Abendessen ein, die Vicky für uns zubereiten will.

Dann bekommt Ruth noch ihren Kaffee im „Fraternité“, wo sie bereits seit Jahren mal hin will. Dann nagen wir Zuhause noch eine Kleinigkeit und schließlich geht´s wieder zur Basis zum Landtauchgang.

Vicky und Klaus wollen nur schnorcheln, Hannelore macht einen Urlaubs- Nachmittag, aber Ruth, Andreas, Petra und ich machen uns auf den Weg. Maria treffen wir am Ausstieg und sie erklärt uns, wo wir „Tiger“ finden können. Außerdem erzählt sie uns, sie hätte einen Seehasen gesehen, direkt hinterm Rohr im 3-Meter-Bereich. Den finden wir nicht mehr, aber Klaus erzählt hinterher, er hätte ihn im direkten Uferbereich gefunden. So weit waren wir aber nicht. Dafür findet Ruth „Tiger“ nach etwas längerer Suche und den Rest verbringen wir in gemütlichem Tauchen. Ein Pulpo verprügelt eine Brasse, eine Brasse frisst einen toten Hornhecht und es gibt viel Kleinzeug zu betrachten. Wir sind erstaunt, als wir feststellen, dass beim Ausstieg tatsächlich 72 Minuten vergangen sind. Fast haben wir schon ein schlechtes Gewissen, weil wir möglicherweise zu spät gekommen sein könnten, aber dann kommt Tom noch im Taucheranzug um die Ecke und auch gerade vom Tauchgang und damit hat sich unser schlechtes Gewissen erledigt.

Wir machen uns fertig und als wir Zuhause ankommen, sind schon wieder die Abendessensvorbereitungen in vollem Gange. Ich lese noch den Computer aus und schreibe dann weiter Bericht, während Ruth noch duscht. Das habe ich bereits hinter mir.

Schon bald durchziehen leckere Düfte das Haus und ich merke, dass ich ganz schön Kohldampf habe. Und bis das Kaninchen so weit ist, wird es sich noch ein bisschen ziehen.

Als es endlich so weit ist, gibt es als „Vorneweg“ einen leckeren Toast, speziell im Backofen überbacken. Als ich das zweite Blech aus dem Ofen holen will, stürzt das gute Stück ab und ich habe die zwei letzten Toaste gleichmäßig über den Küchenboden verteilt. Das ist mir sehr peinlich, von den übrigen wird es aber sehr gleichmütig zur Kenntnis genommen.

Das Abendessen ist sehr reichhaltig und schmackhaft und zieht sich lange hin. Weil wir alle ziemlich vollgefuttert sind, machen wir anschließend noch einen Gang zum Strand und betrachten das Meerchen im Mondschein. Das muss dann wieder reichen bis Oktober – dann kommen wir ja mit der Jugend nochmals her.

Und bis wir im Bett liegen, ist es schon wieder zwölf.

Donnerstag, 8. September 2011

Unter dem Gemurre mehrerer Beteiligter nehmen wir wieder das erste Boot (es gibt nur eines) und fahren nach Ullastres, heute allerdings ohne Mondfisch und Rochen, obwohl Maria behauptet hat, sie habe extra angerufen und beides bestellt. Aber die Sicht ist gut und Kleinzeug gibt es ja immer zu betrachten. Schließlich sind wir insgesamt 44 Minuten unterwegs und haben geschickter Weise unsere Sitzplätze sowohl bei der Hin- und Rückfahrt so gewählt, dass wir zur Landseite hin sitzen und die Küstenformationen betrachten können.

Zu Hause gibt es ein zweites Frühstück und dann ein Mittagsschläfchen.

Gegen 5 Uhr sind wir schließlich alle soweit fertig, dass wir uns allesamt in Richtung Bagur auf den Weg machen können. Wir fahren die Küstenstraße und erfreuen uns wieder an der malerischen Landschaft. In Bagur angekommen, wandern wir zunächst ein wenig durch´s Örtchen und zeigen den Anderen die architektonischen Kleinodien, die wir bisher schon kennengelernt haben. Dann nehmen wir den Schweiß treibenden Weg bergan zum Castell, von wo aus wir wieder den wunderschönen Rundum-Blick genießen. Heute ist die Sicht zu den Islas Medas auch vollkommen ungetrübt. Dann geht´s gemütlich wieder den Berg hinab und für 20.00 Uhr haben wir als gemeinsames Ziel „Pati Blau“ auserkoren, wo wir mit Birgit und Heino bereits einmal ein Abschluss-Wässerchen genommen haben. Heute sitzen wir allerdings hinten im Garten, wo wir einen Tisch für 8 Personen ergattert haben. Das Ambiente sieht eleganter und teurer aus, als es sich letztendlich darstellt und wir nehmen ein gutes Abendessen zu uns. Da wir mit Vicky und Klaus gefahren sind, können wir auch mal ein Bier genießen.

Freitag, 9. September 2011

Der letzte Tauchtag ist angebrochen. Nach dem Frühstück kommen wir zur Basis und – wie wir es uns schon die ganze Zeit gewünscht hatten – ist heute „El Furio“ das Ziel. Hannelore hat inzwischen schon so viel Routine mit dem neuen Anzug, dass wir nicht mehr vorab zum Anziehen an die Basis müssen. Und das Meer zeigt sich heute nochmal von seiner besten Seite: Die Sicht ist hervorragend und wir entdecken lauter sehenswerte Sachen: Pulpos, Gabeldorsche, Kleinzeug und Schwärme. Und kurz vor dem Ausstieg – direkt unterhalb des Bootes – nochmals einen kleinen Tintenfisch. Wir sind zufrieden und fahren nach Hause, wo es nochmal eine Kleinigkeit zum Nagen gibt.

Am Nachmittag kommt der unwiderruflich letzte Tauchgang für diesen Urlaub.

Wir gehen in der Bucht „spazieren“ und sehen – erstmals – alle drei momentan bekannten Seepferdchen bei einem Tauchgang. Klaus und Vicky sind zeitgleich mit uns schnorchelnd im Wasser und beinahe hätten auch sie die Biester apnoe beobachten können. Das Einzige, was uns in diesem Urlaub gefehlt hat, waren die Knurrhähne, die ansonsten häufiger zu beobachten waren.

Nach dem Auftauchen treffen wir die Vorbereitungen für die Heimfahrt, spülen ein wenig die Klamotten aus und bezahlen unsere Tauchgänge.

Für den Abend haben wir Maria und Tom zum Abendessen ins „Can Cesar“ eingeladen, wo wir einen harmonischen Abend mit viel Gelächter verbringen.

Alle sind müde, als wir schließlich wieder in Richtung Heimat fahren. Und morgen wird abgereist !

Samstag, 10.September 2011 und Sonntag, 11.September 2011

Wir stehen ein wenig später auf als sonst. Ich besorge nur ein „Torquet“, weil von gestern noch ein Brot da ist, das ich aufbacke. Wir frühstücken, packen und beladen das Auto. Petra bringt ihr Gepäck vorbei, weil sie ja mit uns nach Hause fahren will, während Belly noch in Spanien bleibt. Noch einmal verabschieden wir uns auf der Basis – bis in 4 Wochen – und dann geht´s um 11.30 Uhr los…

Bis zur französischen Grenze geht´s auch ganz gut, aber ab da staut es bis zur nächsten Ausfahrt, die wir nehmen – und dann fahren wir neben der Autobahn her, nehmen auch nicht die Strecke über Orange und Lyon, sondern quer durch´s Massif Central an Clermont Ferrand vorbei. Man hat das Gefühl, die Distanz wird überhaupt nicht geringer, aber schließlich gelangen wir wieder auf deutsches Terrain. Beim Spritpreis haben wir uns leider verschätzt – Diesel ist hier genauso teuer, wie in Frankreich – aber dann gibt es kein Halten mehr. Schneller als bisher düsen wir in Richtung Heimat. Fahrerwechsel findet nur noch fliegend statt und gegen ½ 7 Uhr liefern wir Petra in Mühlheim ab, holen an der Tankstelle in Bruchköbel noch ein paar Frühstücksbrötchen und Punkt 7.00 Uhr – die Kirchenglocke begrüßt uns – rollen wir in den Hof, lassen alles im Auto und legen uns erst einmal für ein paar Stündchen auf´s Ohr.


Donnerstag, 11. August 2011

HTSV-Jugendbergseefahrt nach Österreich 2011 vom 4.8. bis 7.8.2011



Mittwoch, den 3.8.2011


Vorgeschichte: Einen Tag, bevor wir losfahren sollten, kam der Anruf von Jan, der uns fast vom Sockel haute. Er teilte mit, dass wir die Zimmer im Jugend- und Familiengästehaus erst ab Donnerstagabend hätten und wir deswegen entweder wie geplant fahren und eine Nacht im Bus verbringen, oder auf dem Campingplatz übernachten müssten, oder aber – wie eigentlich bisher immer – erst abends losfahren könnten. So blieb´s dann letztendlich. Der Rundruf ging rechtzeitig rund und unseres Wissens war auch keiner am Mittwochmorgen da.

Dafür kamen alle am Mittwochabend pünktlich, auch unser Busfahrer Niko.

Im Nu war der Bus beladen und zeitig kamen wir los, mussten nur die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen einhalten und waren dann schon um ½ 8 vor Ort, wo wir die Flaschen zum Füllen an der Basis abgaben und dann zur Jugendherberge fuhren, wo schon fast das Frühstück auf uns wartete.

Donnerstag, 4.8.2011

Draußen fällt österreichischer Schnürlregen.

Und jetzt sind wir gesättigt und überbrücken die Zeit, bis die Flaschen gefüllt sind, mit diversen Kennenlern-Spielchen im Aufenthaltsraum, wo die Stimmung schon steigt und wir unter viel Gelächter die Namen und Eigenheiten unserer Mitreisenden kennen lernen.

Dann kommen die Flaschen gefüllt an, weil Tom inzwischen mit Weib und Kind aufgetaucht ist und eine Anhängerkupplung an seinem Auto hat – und, was die Hauptsache ist, der Anhänger, den wir am Bus haben, passt an Toms Auto.

Die Versorgung mit Luft ist also gesichert!

Dann gibt´s Mittagessen (sehr reichhaltig, aber wir dürfen ja nicht so viel essen, weil ja noch getaucht werden soll) und schließlich – Alex P.-S. hat bereits die Taucherliste gefertigt und bekannt gegeben – machen wir uns fertig und wandeln in Richtung See, wo wir uns der Reihe nach versenken. Dies gelingt teilweise mehr oder weniger gut, aber gegen 17.00 Uhr sind alle durch und die geleerten Flaschen werden wieder in Richtung Basis gekarrt. Dann gibt´s schon wieder Abendessen und hinterher sitzen wir zusammen, babbeln dummes Zeug, spielen UNO und Werwolf und ich setze mich ins Foyer und schreibe diesen Bericht. Für morgen ist angeblich weniger Regen angesagt. Wir werden uns überraschen lassen.


Freitag, 5.8.2011

Durch der Wolken Lücken erkennen wir ein wenig blauen Himmel. Wir fahren an der Basis vorbei, sammeln unsere Flaschen ein und bewegen uns weiter in Richtung Wolfgangsee, dem heutigen Ziel unserer Tauchbegierden. Vorher halten wir noch beim „Billa“, dem Supermarkt, an und decken uns mit Wasser und kleineren Verpflegungseinheiten ein. Lunchpakete haben wir schon in unserer Herberge gepackt.

Die Sonne bricht sich Bahn durch die Wolken, so dass wir am Wolfgangsee sogar unsere Sonnen-Pavillons zum Einsatz bringen müssen.

Alex P.-S. hat bereits wieder die Tauchlisten vorbereitet, damit jeder weiß, mit wem, oder gegen wen er tauchen darf/muss.

Da wir erst gegen ½ 12 Uhr am See einschlagen, müssen wir unser Programm zügig durchziehen, aber auch hier kommen wieder die meisten auf ihre Kosten – bis auf die, die aus gesundheitlichen Gründen von Doc Olli das Tauchen verboten bekommen haben. Gesundheitsprobleme machen hier zum Beispiel Ohren und Stirnhöhlen, die verstopft, oder entzündet sind.

Als Zeitpunkt für die Rückkehr ist ½ 5 Uhr anvisiert und einigermaßen pünktlich geht´s auch wieder zurück. Wieder werden die Flaschen an der Basis deponiert und lediglich diejenigen, die für einen Nachttauchgang benötigt werden, werden mit Tesaband markiert.

Teile der Mannschaft möchten am Abend Kanu fahren, während die Reste entweder per pedes zum „Rostigen Anker“ wandeln, oder die andere Hälfte mit dem Bus hinunterfährt. Entgegen der Anweisungen fährt die Kanucrew auch zum „Rostigen Anker“ und behauptet hinterher, vor Einbruch der Dunkelheit wieder Zuhause gewesen zu sein. Und die Nachttaucher machen ihren Tauchgang und werden nach dessen Beendigung von der „Ufermannschaft“ in Empfang genommen.

Alles geht ohne Probleme über die Bühne und nachher sitzen wir noch ein bisschen zusammen, erzählen und fallen dann müde ins Bett.


Samstag, 6.8.2011

Gefrühstückt haben wir schnell und die Lunchpakete sind auch blitzartig gepackt. Heute ist nochmals Grundlsee angesagt mit tauchen am „Rostigen Anker“. Hier kommt nochmals jeder auf seine Kosten. Auch heute wieder spielt der Himmel mit und die paar Wölkchen, die sich mittags zusammenballen, behalten ihre Wasserlast bei sich. Alle möglichen Tauchgänge werden durchgeführt und letzte Übungen für irgendwelche Brevets abgenommen. Fisch gibt es auch reichlich zu sehen und diejenigen, die ein bisschen tiefer tauchen, erzählen vom Besuch der Gondel mit den Gartenzwergen, Traktor, Bootswracks und Egge und nachdem ich ein grösseres Kontingent an Tauchgängen hinter mich gebracht habe, komme ich doch noch dazu auch mit meiner Frau einmal einen wohlverdienten Tauchgang zu machen. Da ich bislang noch nicht eine einzige Aalquappe gesehen habe, werden wir hierfür jetzt reichlich entschädigt, denn da, wo wir jetzt her tauchen, sausen diese Biester freischwimmend über den Grund. Nach einer guten halben Stunde, nach der es sogar mir ein wenig frisch wird, kehren wir ans Ufer zurück und beladen, gemeinsam mit den anderen, wieder den Bus.

Flaschen brauchen jetzt nicht mehr gefüllt zu werden, weil für morgen ja das traditionelle Flussschwimmen in der Traun angesagt ist.

Das Abendessen findet um 18.00 Uhr statt und wir müssen uns beeilen, weil dem Vernehmen nach Neptun sich zwecks Taufe von Neulingen und anderen Aspiranten angesagt hat. Olli bereitet die entsprechenden Personen in gewohnt routinierter Manier auf die Prozedur vor und als schließlich alle unten am Ufer des Sees stehen, haben sie schon mehrfach „Servus, Grüezi und Hallo“ geübt und können Neptun rufen und ihm huldigen.

Dann werden – wie üblich – die Segnungen Neptuns und seiner Schlampen entgegen genommen und der „Tauftrunk“ riecht gewohnt süffig. Zum Abschluss sollen die Aspiranten ein Herz im See bilden um ihre Verbundenheit mit den jung vermählten Ruth und Peter zu dokumentieren, während sich Neptun und die Schlampen gemächlich in Richtung Jugendgästehaus verdrücken.

Aber im Anschluss werden doch noch ein paar geschnappt und es findet eine gemeinsame rituelle Waschung im See statt.

Frisch geduscht sitzen wir hinterher noch zusammen und warten auf den Geburtstag von Lars, der um 24.00 Uhr zu uns stösst und mit einem Ständchen begrüßt wird. Gottseidank hat das Geburtstags-Tischfeuerwerk nicht die Sprinkleranlage und den Feueralarm in Gang gesetzt, was wir vermutlich durch beherztes Aufreißen der Fenster verhindert haben. Wir essen den Geburtstagskuchen und dann ist wieder ein langer und anstrengender Tag vorbei und wir fallen müde in die eigens dazu angebrachten Betten.

Sonntag, 7.8.2011

Beim Frühstück stellt sich heraus, dass noch kein Lunchpaket für den heutigen Tag geordert ist, was wir aber schnell nachholen. Die Pakete werden gepackt, das Gepäck auch. Es gibt noch einen Stubendurchgang, der zeigt, dass sich gegenüber den Vorjahren einiges zum Besseren gewendet hat und nachdem wir uns von der Geschäftsleitung und der Köchinnen-Crew mit dem üblichen, dreifach donnernden „Caisson“ verabschiedet haben (auch alle Schlüssel sind auf Anhieb vorhanden !), gehen wir wieder auf die Piste und fahren über Bad Aussee und den Koppenbrüller-Pass zu unserem Einstieg in der Traun, wo wir uns die noch nassen Klamotten antun und in extra eingeteilten Gruppen nacheinander in den Fluss steigen um den allerletzten Teil des diesjährigen Programms hinter uns zu bringen.

Am Ausstieg werden wir von denen, die diesmal nicht mit geschwommen sind, wieder in Empfang genommen. Wir ziehen uns unsere nassen Klamotten aus, kleiden uns an, verstauen die Tauchsachen wieder im Bus und verabschieden Olli und die USCOs, die jeweils mit eigenem Kfz angereist sind und dann machen wir uns selbst auf die „long and winding road“ Richtung Heimat.

Unmittelbar nach dem Wiedereinstieg in den Bus öffnet der Himmel seine Schleusen und es beginnt wieder in Strömen zu regnen.

Wir müssen sagen, bezüglich des Wetters hatten wir unglaubliches Glück. Es hat sich zwischenzeitlich gut gehalten.

Während der Heimfahrt wird – wie üblich – das traditionelle Tauchergericht abgehalten, bei dem die kleinen und größeren “Untaten“ geahndet werden.

Größeres ist ja, dem Himmel sei Dank, nicht vorgefallen, aber der Eine, oder die Andere muss doch ein paar sportliche Übungen zeigen..

Da morgen die Schule wieder beginnt, sind die Straßen recht belebt und der Verkehr entsprechend zähflüssig. Aber gegen 22.30 Uhr laufen wir wieder in Langen ein, die Kleinen werden von den Eltern abgeholt, Gepäck und Flaschen eingeladen und auch wir sind schließlich gegen 23.30 Uhr wieder Zuhause, wo wir uns zügig zu Bett begeben, weil um kurz vor halb sechs am nächsten Morgen die Nacht schon wieder herum ist und der Ernst des Lebens wieder beginnt.

© Peter Helbig

Tauchen am Sundhäuser See (2.6. – 5.6.2011)

Himmelfahrt fällt dieses Jahr auf einen Donnerstag, so dass sich mit einem Brückentag ein verlängertes Wochenende gestalten lässt. Da aber am Mittwoch noch unser Training im Stadionbad gewährleistet sein sollte, trainiere ich noch bis 20.30 Uhr, düse dann in Richtung Heimat, wo mein Weib bereits die letzten Vorbereitungen getroffen hat und gegen 21.30 Uhr geht´s dann endlich los in Richtung Osten.

Für das verlängerte Wochenende ist herrliches Wetter vorhergesagt und so sind wir guter Dinge.

Die ganze Strecke schaffen wir nicht mehr, weil es ja schon ein langer Tag war, aber nach dem Autobahndreieck Drammetal fahren wir in Friedland ab und halten unsere Nachtruhe unmittelbar vor dem ehemaligen Durchgangslager. Es ist traumhaft ruhig und der Sternenhimmel sucht seinesgleichen…

Nach dem geruhsamen Frühstück geht´s weiter und jetzt haben wir nur noch etwa 80 Kilometer durch eine schöne Landschaft.

Am See angekommen buchen wir uns erst mal bei der Tauchbasis OASIS ein, bevor wir feststellen, dass unsere Jugend bei der zweiten Basis untergekommen ist. Das kommt davon, wenn man die Ausschreibung nicht richtig liest. Aber wir bekommen anstandslos unser Geld zurück, finden unterwegs noch den Tauchclub Langgöns auf der Halbinsel und stoßen schließlich zu unserer Jugend, die im Wesentlichen aus Teilen des Jugendteams und Mitgliedern aus Gelnhausen und atlantis, sowie Höchst besteht. Es stehen schon diverse Zelte und wir gruppieren uns mit unserem Mobil zwanglos hinzu.

Ein Blick ins Gewässer zeigt: hier sind wir richtig! Sicht bis zum Horizont.

Und dass wir das richtig gesehen haben, zeigt sich, als wir endlich den Kopf unter Wasser stecken: Fisch ohne Ende und zwar Hechte, Karpfen, Barsche und Schleien, sowie auch Krebse und das bei gut 10 Metern Sicht. Es wird ein gemütliches Wochenende, wenn auch die Nachtigall nicht nur nachts schlägt, sondern auch tagsüber einen ziemlichen Radau veranstaltet. Wo findet man sowas bei uns noch ?

Die Tage vergehen mit essen, tauchen, schlafen, grillen und wieder essen und so weiter und im Nu ist Sonntagmorgen. Wir frühstücken gemütlich, machen einen ausgiebigen Abschlusstauchgang und begeben uns dann wieder auf die Piste – in der Hoffnung, dass es nicht zu sehr stauen wird.

Und auf dem letzten Stück zeigt sich, dass wir heute Abend auch nicht mehr gießen müssen, weil dies der Himmel für uns schon reichlich erledigt hat (Donner und Blitz eingeschlossen).

Samstag, 15. Januar 2011

Skiurlaub auf dem Frechhof im Januar 2011

Im letzten Jahr fragten die Kinder von Thomas, dem Cousin von Ruth, und seiner Frau Katja, ob wir im oben genannten Zeitraum wieder mit ihnen in Skiurlaub fahren wollten. Natürlich hat uns das ganz gut gefallen, konnten wir doch davon ausgehen, dass ihnen unser letzter Urlaub mit uns so gut gefallen haben musste, dass sie dies unbedingt wiederholen wollten.

Dann stellte sich aber heraus, dass wir nur für die Verpflegung und das Kochen sorgen sollten, weil die Mama erst ungefähr Mitte der Woche würde nachkommen können. So wussten wir wenigstens, was unser Beisein für eine Wertigkeit hatte, aber da hatten wir schon zugesagt… ;o))

Silvester hatten wir noch bei Muths verbracht, wo wir auch übernachtet haben und den 1. Januar waren wir gut beschäftigt mit Packen und schließlich lagen wir zeitig im Bett, weil wir frühzeitig (um 4.30 Uhr) losfahren wollten.

Kurz vor 4.00 klingelte dann das Telefon. Thomas war mit Lena und Marc gerade aus der Garage gefahren und als wir eine halbe Stunde später am vereinbarten Treffpunkt, der ARAL-Tankstelle an der Autobahn eintrafen, kamen unsere Kumpane gerade die Autobahnabfahrt herab.

Das Wetter war durchwachsen, es nieselte ein wenig und wir waren nicht ganz sicher, ob nicht auch Glatteis dazwischen kommen könnte.

Nach mehreren Pinkel- und müdigkeitsbedingten Pausen zeigte unser Navi an, dass sich auf der vor uns liegenden Strecke ein Stau befände. Wir haben aber inzwischen ein High-Tech-Gerät mit Stauumfahrung, das wir bei dieser Gelegenheit erstmals auf Herz und Nieren prüfen konnten – und es hat uns auch ordnungsgemäß am Stau vorbeigeführt.

Schließlich kamen wir am Bestimmungsort an und wurden von Rainer und Heidi begrüßt. Nach einem kurzen Plausch konnten wir die Zimmer beziehen, eine Kleinigkeit nagen und fuhren anschließend zur Firma Rettensteiner, wo Ruth und ich unsere Ski zum Aufarbeiten brachten, während der Rest der Sippe sich mit Ski, Helmen und Schuhen ausrüstete. Dann buchten wir einen Skikurs für einen Tag und fuhren anschließend zurück nach Pichl, beziehungsweise Rohrmoos.

Zurück am Frechhof machten wir noch ein kleines Spiel und legten uns frühzeitig zu Bett, weil wir ansonsten am Tisch eingeschlafen wären.

Und morgen würden wir zum ersten Mal auf die Piste kommen.

Montag, 3.1.2011

Frühstück gab es um 8.00 Uhr. Danach fuhren wir bei „Rottenmeiers“ vorbei und holten unsere Ski ab. Es dauerte eine Weile, bis wir endlich unsere Gruppe gefunden hatten, aber dann ging es auf die Piste, wo wir uns erst einmal warm machen mussten. Und dann begannen wir quasi bei 0 und bekamen das „alpine Grundverhalten“ nahe gebracht. Die entsprechenden Übungen ergänzten das Ganze und dann war es bald schon Zeit für die Mittagspause, wo wir uns bei einer warmen Suppe in der „Unterberg-Alm“ auftauten. Es zeigte sich, dass unsere Gruppe unterschiedliche Leistungsstände hatte, so dass wir am Nachmittag frei hatten und den zweiten Teil unseres Kurses am nächsten Nachmittag ab 13.00 Uhr fortsetzen sollten. Den Nachmittag verbrachten wir mit Lena und Thomas auf der Piste und erfreuten uns am klaren und sonnigen Tag und der „Wahnsinns-Fernsicht“.

Im Verlauf des Tages erhielt Thomas per SMS die Nachricht von seinem Kollegen, dass dieser Vater geworden sei, während wir von der Tochter unseres ehemaligen ersten Vorsitzenden mitgeteilt bekamen, dass dieser am Vortag einem Herzschlag erlegen sei. Diese Nachricht bestürzte uns sehr, weil Andreas erst 46 Jahre alt gewesen war.

Nach der letzten Abfahrt fuhren wir nach Radstadt zum Einkaufen beim HOFER, dem österreichischen ALDI und versorgten uns mit dem Nötigsten.

Wieder Zuhause wurde gespeist, geduscht und ein wenig gespielt und zeitig lagen wir wieder im Bett, weil am nächsten Tag neue Herausforderungen auf uns warteten.

Dienstag, 4.1.2011

Heute standen wir nicht so sehr unter Zeitdruck, weil unser Kurs ja erst am Mittag beginnen sollte. Aber Thomas war mit seinen zweien bereits unterwegs.

Ich hatte bereits vor dem Frühstück die Scheiben unseres Autos frei gekratzt – es war nämlich ziemlich frisch draußen ( ./. 11 ° Celsius). Aber als wir los wollten, war die Scheibe schon wieder zu. Ich kratzte erneut grob, aber offensichtlich war die Reinigung nicht intensiv genug. Als das Auto nämlich endlich angesprungen war, fuhren wir am Fuß des Berges in eine Schneewehe, wo wir nur unter sportlicher Anstrengung wieder frei kamen. Thomas, den wir telefonisch informiert hatten, konnten wir wieder absagen – er war bereits auf dem Rückweg gewesen. Wieder erfreuten wir uns auf der Piste an dem wunderschönen Wetter und der gigantischen Fernsicht, obwohl auf der Piste inzwischen minus 20 ° C herrschten. Gegen Mittag trafen wir uns auf der Lechneralm, speisten wieder ganz gut und tranken etwas und um 13.00 Uhr hatten wir ein Foto-Shooting, worauf wir unseren Kurs fortsetzten. Es klappte alles ganz gut und nur Bettina, eine unserer Teilnehmerinnen, hatte panische Angst vor der letzten Fahrt ins Tal. Aber auch diesen Part brachten wir bravourös hinter uns (einschließlich Bettina). Als wir schließlich unten vor der Skischule standen, kam Lena ganz aufgelöst zu uns und erzählte unter Tränen, das Auto hätte ihr den Schlüssel weggenommen. Sie hatte die Tür geöffnet, den Schlüssel auf den Sitz gelegt und wollte dann ihren Helm in den Kofferraum legen, während sie die Fahrertür wieder geschlossen hatte. Das Auto empfand dies als Aufforderung, wieder zuzumachen, tja – und dann war halt zu.

Gott sei Dank hatte Papa den Zweitschlüssel im Zimmer in der Pension und der „Schaden“ war schnell behoben.

Dies war aber noch nicht das Ende der Katastrophen, weil Thomas bei seinem fast neuen, erst 16 Jahre alten, Skischuh beim Ausziehen eine Schnalle abgerissen hatte. Also musste er erst wieder zu Rettensteiners, um sich ein paar neue Skischuhe zu besorgen.

Aber schließlich waren wir wieder Zuhause, machten uns frisch, speisten zu Abend, spielten ein wenig, während ich endlich dazu kam, einige Zeilen zu Computer zu bringen.

Und schon um ½ 9 Uhr waren wir todmüde und hofften auf baldiges Zubettgehen.

Für morgen hatte Ruth für uns zwei nochmals einen halben Tag Kurs gebucht, weswegen wir morgen früh wieder zeitig aus den Federn müssten. Und morgen Abend würde dann auch Mama Katja zu uns stoßen.

Mittwoch, 5.1.2011

Am Vorabend habe ich auf meinem neuen Handy einmal die vorhanden Funktionen ausprobiert und wache am nächsten Morgen um 3 Minuten nach ½ 8 Uhr auf, ohne dass der Wecker geklingelt hätte. Ich schaue nach, aber das Handy ist aus und als ich es nochmals eingeschaltet habe, zeigt es an, dass der Akku fast leer sei. Also hänge ich es ans Ladegerät und mache mich dann fertig fürs Frühstück.

Vorm Frühstück lasse ich erst noch das Auto – mit kleinen Problemen, weil draußen saukalt – an, aber dafür springt es nachher umso sicherer wieder an.

Wir kommen auch wie immer pünktlich zur Talstation in Forstau und absolvieren unsere letzten zwei Stunden Skischule. Thomas und Lena haben Marc in der Skischule abgeliefert und wollen heute einmal zur Reiteralm.

Wir wollen zunächst zum Mittagessen auf die Au-Alm, essen dann aber auf der Trinkeralm und sind dann auch ganz froh, weil – als wir an der Au-Alm vorbei fahren, riecht es fürchterlich nach altem Öl. Kurz darauf treffen wir auch Thomas und Lena wieder. Wir fahren noch ein paar schöne Pistentouren und sind dann aber pünktlich wieder an der Talstation, weil zum einen Marc mit seinem Kurs fertig ist und zum zweiten heute ja Mama Katja mit dem Zug ankommt. Als wir am Bahnhof ankommen, ist sie bereits seit 5 Minuten da. Wir begrüßen uns herzlich und gehen dann zunächst zum BILLA und dann zum HOFER/ALDI, wo wir uns für die nächsten Tage eindecken. Dann wollen wir im Intersport noch ein Paar Handschuhe für Lena besorgen, aber für sie ist nicht die richtige Größe vorhanden. Also bekommt dafür Marc ein Paar neue und dann geht´s weiter zu Rettensteiners, weil Katja noch Skier benötigt.

Ruth und ich setzen uns kurzfristig ab um im Pub noch ein Guinness zu trinken. Es gibt aber leider keines, so dass wir ein Schladminger Trübes trinken müssen. Dabei sehen wir den Anfang eines spannenden Biathlons, das unterbrochen wird von 4 heiligen „Drei Königen“, die aber trotzdem schön singen und sich bald kaputt lachen, als ich nachzuzählen versuche. Und schließlich kommen wir zu Hause an, speisen zu Abend, spielen noch ein wenig und fallen dann – wie immer – müde zu Bett.

Donnerstag, 6.1.2011

Heute tut der Wecker wieder, was er soll und rechtzeitig kommen wir zum Frühstück und zum Skifahren. Marc hat wieder Kurs. Wir fahren weiter und befahren die bereits bekannten Pisten. Gegen Mittag rutschen wir zur Zeferer-Alm, wo wir das Mittagessen zu uns nehmen wollen. Leider ist innen alles besetzt und wir setzen uns hinaus, obwohl Lena lieber ins Warme gewollt hätte. Es schmeckt aber auch draußen hervorragend und nach dem Essen machen Ruth und ich uns auf den Weg zur Reiteralm, wo wir uns mit Ruths Chef-Chef Thomas treffen wollen, der gerade jetzt auch Urlaub hier unten macht.

Telefonisch haben wir uns bereits verabredet und fahren zur Talstation vom Hochwurzen, wo wir uns an der Mittelstation treffen und auch hier die Pisten und schönen Aussichten genießen, nachdem wir bis ganz oben weitergefahren sind. Zum Abschluss begeben wir uns zur Preunegg-Hütte, wo wir eine „Heiße Witwe“ und ein Schladminger Trübes vom Fass zu uns nehmen und ein wenig klönen. Als wir schließlich in Richtung Heimat wollen, ist es schon fast dunkel. Thomas weist uns den Weg, aber schließlich müssen wir das letzte Stück im Stockdustern die letzte Piste hinab, die schon am Tag ziemlich steil aussieht. Wir lassen´s aber einfach rutschen und kommen gesund unten an, wo uns eine SMS von Thomas erreicht, der wissen will, ob wir es auch gut geschafft haben. Ruth gibt kurz ein Lebenszeichen und Zuhause angekommen räumen wir schnell das Auto und speisen dann zu Abend, nachdem wir noch einen Tee gekocht haben. Der Rest sitzt bereits beim Abendessen und nach erfolgtem Mahl duschen wir uns und setzen uns unten zusammen, wo der Rest Spiele spielt und ich wieder ein wenig schreibe. Das Ganze ist unterbrochen von „uupps, der Pannenshow“, wobei wir kräftig lachen müssen, weil überwiegend Pannen aus dem Wintersport gezeigt werden und wir ein wenig mitreden können.

Ich fertige zwischenzeitlich noch ein paar Geburtstagsgrüße per SMS, beziehungsweise email für die Geburtstagskinder, die am „Heiligen-Drei-Königs-Tag“ Geburtstag haben und endlich kommen wir auch für heute ins Bett.

Freitag, 7.1.2011

Frühstück und Vormittagsprogramm sind relativ schnell abgespult. Wie immer sind wir zeitig am Berg und schwingen uns über die diversen Sessel- und Schlepplifte bis zur Goliathschaukel und wedeln wieder heftig bergab.

Um 13.00 Uhr müssen wir schließlich wieder an der Premhütte sein, weil heute der Tag des Skirennens für unsere Kleinen stattfindet.

Marc hat die Nummer 36 und fährt eine hervorragende Zeit. Und bei den ganz Kleinen ist es einfach nur eine Freude zuzuschauen, wie sie – quasi in Rückenlage – bergab düsen und teilweise um die aufgestellten Tore herumfahren, teils welche auslassen und einer nimmt sogar das letzte Tor zwischen die Ski.

Und um 16.00 Uhr ist Ehrung der Sieger und Marc nimmt mit stolzgeschwellter Brust die Goldmedaille entgegen. Die Eltern drängen sich immer näher an das Siegerpodest heran, bis man schließlich fast gar nichts mehr sieht.

Nach der Siegerehrung gehen wir nochmal in die Skischule Resch, weil Rupi, unser Skilehrer, uns erzählt hat, dass auch für uns Bilder kostenlos zur Verfügung gestellt würden. Wir sind auch gut getroffen … ;o)

Am späten Nachmittag sind wir schließlich wieder Zuhause. Wir duschen uns und machen uns fertig, weil wir heute auswärts essen gehen wollen. Oma Nati hat Thomas eine Spende übergeben mit dem Auftrag, gemeinsam ein Mahl für uns zu organisieren. Das tun wir auch und fahren zum Gasthaus „Rainerbauer“, wo wir sehr gut speisen, einen Nachtisch zu uns nehmen und zum Abschluss noch einen „Williams“ kredenzt bekommen. Das Lokal wird man sich merken müssen – die Verpflegung ist sehr gut und Katja erzählt uns die Geschichte, in der ihre Mutter in diesem Lokal Entrecote bestellen wollte und fast eine Ente bekommen hätte .. ;o)

Den Rest des Abends verbringen wir wieder auf dem Frechhof, aber das Spielen zieht sich heute nicht so lange hin, weil wir rechtschaffen müde sind.

Morgen wird dann die ganze Sippe gemeinsam die Gegend unsicher machen.

Samstag. 8.1.2011

Heute gibt es keine größeren Besonderheiten, abgesehen davon, dass unser Meister Marc heute bestimmt, wo gefahren wird. So queren wir das Indianerland, den Tiefschnee, die Fageralm-Tierwelt und absolvieren mehrfach die Fahrt zur Goliathschaukel. Zu Mittag speisen wir auf der Zeferer-Alm und zwar wieder draußen, weil innen alles belegt ist. Aber es ist windstill und ich komme endlich noch zu meinen Kasnockerln, auf die ich schon die ganze Zeit gespitzt habe.

Wir sind noch ein wenig sportlich tätig und nehmen dann auf der Premhütte noch einen „Abschluss-Williams“, bevor wir die letzte (teils vorletzte) Abfahrt ins Tal nehmen.

Dann geben wir unsere Skikarten ab, erhalten das Pfandgeld zurück und verabschieden uns von Susan, die mit in unserem Skikurs war und die wir zufällig mit zweien ihrer Kinder hier unten treffen. Dann geht’s nochmal zum Einkaufen zum HOFER nach Radstadt, weil wir noch ein bisschen was für die Heimfahrt brauchen und schließlich fahren wir zum Frechhof, essen zu Abend, machen uns frisch und spielen noch ein wenig „Heimlich & Co“ und „Schwarzer Peter“, wobei wir noch ein Fläschchen „Blauer Zweigelt“ köpfen.

Zunächst hatten wir überlegt, ob es sich lohnt früher als sonst aufzustehen um zeitig auf die Piste, sprich: Autobahn, zu kommen, aber Thomas klärt uns auf, dass dies vollkommen egal sei, weil – wenn´s staut, staut´s.

Sonntag, 9.1.2011

Ein paar Vorbereitungen haben wir bereits am Vorabend getroffen, aber nach dem Frühstück packen wir fertig, enteisen das Auto (was Thomas wegen seiner Standheizung nicht nötig hat), verabschieden uns von Royers und begeben uns auf den langen, steinigen Weg Richtung Heimat – in der Hoffnung, dass es unterwegs zu keinen Staus kommen möge.

Bis Salzburg ist noch sehr wenig los unterwegs, dann wird es etwas geschäftiger, aber immer noch erträglich. Wir haben auch wieder unsere Stauumfahrung aktiviert, hätten dies aber auch bleiben lassen können, weil nichts weiter passiert. Unsere Tour wird lediglich von einigen kleinen Pinkelpausen unterbrochen. Von Nürnberg-Feucht bis kurz nach Würzburg regnet es zwischenzeitlich heftig, was dazu führt, dass unsere Autos anschließend frisch gewaschen aussehen und schließlich fahren wir, kurz vor der Ausfahrt nach Hammersbach (ich bin fast geneigt zu sagen „wie immer“) auf den Parkplatz „Nachtweide“ und verabschieden uns von Kleinschmidts, wünschen ihnen weiterhin gute Fahrt und schlagen kurz nach 16.00 Uhr zu Hause auf, wo wir erste Ausräumtätigkeiten beginnen, während Nachbar Heini vorbeikommt um uns die Post der letzten Woche zu übergeben.

Und dann geht´s frühzeitig zu Bett, weil morgen wieder der Ernst des Lebens beginnt.

Schön war´s wieder einmal…

© Peter Helbig

Mittwoch, 20. Oktober 2010

HTSV-Jugend erneut beim STOLLI in Tamariu

An der Dauer der Vorbereitung hat sich, trotz inzwischen vorhandener reichlicher Erfahrung, nichts geändert. So muss allenthalben vorbereitet und organisiert werden. Mails werden hin und her geschickt. Autos müssen bestellt und, wenn sich Gravierendes geändert hat, oder von anderem Ort gefahren werden soll, wieder storniert werden. Appartements sind im Netz zu besichtigen und dann als genehm anzusehen, oder kurzfristig wieder umzubuchen, weil sich die Vermieter untereinander uneins sind und plötzlich nur noch drei, statt der benötigten fünf Appartements vermieten wollen.

Aber schließlich ist alles erledigt und wir treffen uns – wie immer – in Langen, packen um und machen uns auf den langen, wenn auch nicht unbedingt steinigen Weg in Richtung Tamariu. In Hessen hat es am selben Tag Herbstferien gegeben und auf den Autobahnen sind Kilometer lange Staus, aber wir haben einigermaßen Glück und kommen gut durch.

Trotzdem sind wir ziemlich geschlaucht, als wir gegen 11.30 Uhr am Samstagmorgen endlich ankommen. Auf dem letzten Teilstück haben wir eine Abfahrt zu früh genommen und fahren letztendlich mit Hilfe von Toms Navi zielgerichtet durch das wunderschöne Hinterland der Costa Brava, bis wir den Rest des Wegs erkennen und auch ohne Navi in Tamariu ankommen. Aber, weil´s so schön ist, die nette Stimme sagt: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ – und es stimmt – auf die Hausnummer genau.

Als erstes bringen wir unser Tauchgepäck auf die Basis und begrüßen Ade und Stolli, dann erklimmen wir unsere Appartements, wo Ruth und Kristian die Zimmereinteilung machen.

Die Vorhut hat bereits eine erste Grundausstattung an Frühstück (Brot und Marmelade) besorgt und ein leckeres Karottensüppchen gekocht, aber dann wird noch ein Einkauf getätigt und zum Abendessen soll es schließlich Nudeln und Sösschen geben und bis dahin sind Teile bereits erstmals im Wasser gewesen und zumindest der größte Teil hat schon unter der Dusche gestanden und riecht jetzt ganz anders als vorher, als schließlich zum Abendessen „gegongt“ wird.

Wir sind uns klar darüber, dass der heutige Abend nicht sehr lang wird, weil uns die Fahrt doch noch ganz schön in den Knochen hängt. Und dann müssen wir sehen, was das Wetter sagt, denn zur Zeit ist Starkregen angesagt, der zwar noch nicht eingesetzt hat, der ab für heute, morgen und die nächsten Tage vorhergesagt ist.

Aber auch für diese Fälle haben wir vorgesorgt und Alternativprogramme auf die Beine gestellt.

Sonntag, den 10.10.2010

Wir stellen fest, dass die Vorhersagen des Wetterberichts nicht aus der Luft gegriffen sind, denn in der Nacht bewahrheitet sich die Vorhersage äußerst treffend: Ich werde wach, weil plötzlich Blitz, Donner und Regen nahezu zeitgleich eintreffen und als ich die Balkontür schließe, ist es bereits zu spät: wir haben einen kleinen See im Zimmer.

Am Morgen stellen wir fest, dass einiges an Sturzbächen vom Himmel gekommen sein muss, denn wir haben einen Sandgrund vorm Balkon, wo vorher eine Straße war.

Ich habe Küchendienst – und gestern versprochen, die Brote, die wir bereits vorbestellt haben pünktlich (in Zusammenarbeit mit Björn) um 7.45 Uhr beim Bäcker abzuholen. Morgen wird Björn dann einen neuen Brotabholer anlernen und ihm mitteilen, wie viel und wo das Brot zu besorgen ist, und dass auch eine Quittung zu der ganzen Aktion gehört.

Heute wird erst um 9.00 Uhr gefrühstückt, weil wir ohnehin nicht tauchen gehen können und auch das Wellenhopsen fällt aus, weil auf der Basis geräumt wird. Der heutige Alternativplan sieht vor, einen Spezialkurs, der aus dem bereits ermittelten Bedarf resultiert, vorzubereiten und abzuhalten.Simultan hierzu versucht dankenswerterweise Tom, meine externe Festplatte, die infolge eines Sturzes aus ca. 15 Zentimetern Höhe einen leichten Schlag erhalten hat, wieder herzustellen.

Zum Mittagessen gibt es die restlichen Spaghetti mit Sösschen, weil die wohlschmeckende Karottensuppe von gestern leider die Nacht nicht überstanden hat und gekippt ist – nein, nicht vom Tisch, sondern lediglich geschmacklich.

Das Alternativprogramm soll gegen 14.00 Uhr beginnen. Ich habe mit meinem Teil der Theorie noch ein wenig Zeit und beschäftige mich mit der Abrechnung, dem Übertrag von Bildern auf die Festplatte und dem Weiterschreiben meines Berichts, damit der möglichst zeitnah ins Netz kommt.

Erfreulicherweise wird die Theorie noch von einem kleinen Praxisteil unterbrochen, bei dem die Delinquenten am Strand jeweils ihren Partner, der die Augen verbunden hat, über einen selbst gewählten Parcours führen muß. Das macht Freude und ist sowohl für die Eingeborenen, als auch für die Touristen ein Erlebnis der besonderen Art.

Anschließend wird zu Abend gespeist und ab 9.00 Uhr folgt noch ein kurzer Abschlussteil an Theorie, der nach etwa einer ¾ Stunde durch keine weiteren Fragen mehr verlängert wird. Daraufhin trifft sich die Jugend mit einem Teil der Betreuer zum Zocken (Uno, etc...) und Ruth und ich besuchen kurz Birgit und Heino, die – wie wir feststellen können – für die Dauer ihres Aufenthalts eine sehr nette Unterkunft oberhalb unserer Bäckerei gefunden haben. Aber auch hier halten wir uns nur kurz auf und verlassen die beiden, wobei wir Erwin und Ute mit Kind und „Bebe“, dem Hund, mitnehmen, die ebenfalls bei Birgit und Heino zu Besuch waren.

Montag, den 11.10.2010

Der Blick aus dem Fenster zeigt – es hat sich wettermäßig nicht viel geändert.

Mein Anruf in Alsfeld belegt: dort ist das Wetter wesentlich besser und meine Mutter meint, wir hätten doch lieber zu Hause bleiben sollen. Man kann sich´s aber nicht immer aussuchen. Aber wir frühstücken erstmal wieder um 9.00 und machen uns dann auf den Weg zur Basis, wo wir Ade antreffen, die leicht frustriert ist, ob des schlechten Wetters und demzufolge unserer mäßigen Aussichten auf einen Tauchgang in kürzerer Zeit.

Wir aber nehmen ein kleines Mittagessen zu uns und machen uns dann auf den Weg zum Leuchtturm, der diesmal besonders spektakulär ausfällt, weil man schon mal nicht direkt in der Bucht über die Felsen kann, weil hier die Dünung besonders hoch steigt und wir deswegen erst ein Stück über Land müssen. Aber dann jagt wieder ein Highlight das nächste, weil nach jeder Biegung neue Eindrücke auf uns einstürzen, die Gischt meterhoch geblasen wird und das Meerchen sich uns mal von einer ganz anderen Seite zeigt.

Wir brauchen bis zum Turm etwa 1 ½ Stunden, bleiben ein wenig oben und teilen uns dann auf, weil der eine Part so schnell wie möglich nach Hause möchte, während die zweite Gruppe den gleichen Weg zurückgehen will, den sie auch hergekommen ist – schon wegen der herrlichen Aussichten. Wir hoffen, dass das Abendessen bereits fertig ist, wenn wir nach Hause kommen, aber die Hoffnung wird leicht enttäuscht und es bleibt noch gut Zeit zu duschen und dann auch noch die Bilder ´rüberzuziehen und den Bericht weiterzuschreiben.

Und dann pfeift endlich jemand auf dem Kochlöffel....

Der Abend verläuft verhältnismäßig ruhig. Die Kinners sind wieder am Kartenspielen und die Älteren sitzen oben beisammen. Die einen bereiten sich vor auf die für morgen angesetzte Theorieprüfung – merke: die Ausbilder bereiten sich intensiver vor, als die Aspiranten – und die anderen unterhalten sich, denn Erwin ist zu Besuch mit Weib, Kind und „Bebe“ und auch Birgit hat sich eingefunden, heute ohne Heino, der die Gelegenheit nutzt, zu lesen, zu ruhen, oder zu schlafen. Aber gegen ½ 11 Uhr merken wir, dass der Tag doch anstrengend war und wir begeben uns zu Bett und schlafen den Schlaf der Gerechten .

Dienstag, den 12.10.2010

Auch heute zeigt uns der Blick aus dem Fenster, dass wir nicht ins Wasser kommen werden – jedenfalls nicht zum Tauchen. Aber das wussten wir ja bereits gestern und hatten uns mit dem Frühstück darauf eingestellt. Gefrühstückt wird um 9.00 und um 10.00 Uhr wandeln wir zur Basis, wo Ade und Tom uns bereits erwarten. Die Einweisung in die Basis wird auch heute verschoben, aber wir räumen auf meine Bitte das Boot heraus und haben jetzt Zugang zu unseren Anzügen, die wir uns umlegen, damit wir ein wenig Wellenhopsen hinter uns bringen können. Erste Aktion ist die Bergung der Strandläufer (Plastikbretter, die betagteren Personen den Weg über den Strand erleichtern sollen und die in Folge des erhöhten Wellengangs den Weg in die Freiheit, sprich: das offene Meer, gewählt haben). Wir fangen aber alle wieder ein und werfen uns anschließend entweder einzeln, oder in Gruppen wieder in die Wogen und lassen uns so richtig treiben. Das Ganze zieht sich etwa eine Stunde hin und dann wird´s schon wieder Zeit für das Mittagessen.

Der Nachmittag ist ausgefüllt mit der theoretischen Unterweisung in die Technik und Ausführung des Tauchens – nur unterbrochen von einem kleinen Abendessen und wird dann weitergeführt mit weiterer Theorie, sowie, bei unserer Kleinsten, mit dem Schreiben der Prüfung für KTSA Silber. Nach einigen weiteren Gesprächseinlagen hat sie ihr Silber bestanden.

Während ich todmüde gegen 11.00 in mein Bett stürze, kommt mein Weib, infolge intensiver Gespräche mit der Geschäftsleitung, erst gegen 2.00 Uhr ins Bett.

Mittwoch, den 13.10.2010

Eine Grille, die ich bereits am Abend aus unserem Zimmer auf den Balkon komplimentiert habe, hat offensichtlich den Weg ins Zimmer zurückgefunden und beginnt gegen 2.30 Uhr intensiv an zu zirpen. Das können wir uns nicht gefallen lassen und ich mache das Licht an und suche den Krachmacher. Sie hat sich aber verkrochen und widersetzt sich meiner Suche. Gegen 5.00 Uhr versucht sie es erneut, aber als ich wieder das Licht anmache, ist erst mal Ruhe bis zum Wecken. Und als ich schließlich meine Schuhe anziehe, sitzt sie zwischen diesen und flüchtet sofort unters Bett. Ich lasse ihr eine Galgenfrist und biete die Chance, wieder über den Balkon zu flüchten. Ob sie hiervon Gebrauch gemacht hat, werden wir heute Abend feststellen.

Das Wetter lässt uns auch heute nicht hoffen ins Wasser zu kommen. Olli und ich kaufen noch den Nachmittagsbedarf an Nahrungsmitteln ein, als uns ein Anruf auf dem Handy ereilt, dass wir nach unserer Rückkehr unmittelbar nach Barcelona fahren wollen. Wir sind etwas verblüfft, weil diese Entscheidung sich nicht mit unseren bisherigen Absprachen deckt, aber als wir zur Unterkunft zurückkommen, sind die Anderen schon fast fertig und wir düsen los. Ich dachte immer, nach Barcelona seien es nur rund 100 Kilometer, aber tatsächlich sind es fast 120. Vor Ort finden wir fast unmittelbar vor dem Aquarium unsere Parkplätze, zahlen den Eintritt für den Event (Gruppentarif) und machen uns dann auf den gewundenen Weg durch die schöne Ansammlung von Wasserbecken, bis an den Rand gefüllt mit unseren Freunden. Das macht uns die Tatsache, dass wir bisher nicht ins Wasser gekommen sind, jedenfalls nicht zum Tauchen, etwas leichter. Immerhin schaffen wir es, nahezu 2 ½ Stunden in den Räumlichkeiten zu verbringen.

Im Anschluss daran fährt ein Teil der Mannschaft unmittelbar zurück um das Abendessen vorzubereiten, während der dritte Bus einen Abstecher zur Firma Decathlon macht um für Tom eine Hose zu erwerben, weil seine alte den Anforderungen des harten Taucherlebens nicht mehr gewachsen war.

Fast alle der Busbesatzung finden irgendein Ausrüstungs-, oder Anziehteil. Nur ich gehe ohne irgendetwas Neues aus dem Geschäft.

Wir kommen gerade noch rechtzeitig zum Abendessen Zuhause an –

und für morgen ist möglicherweise tauchen angesagt. Jedenfalls sagt das der Wetterbericht (und auch der Wind hat sich gelegt und die Wellen sind ruhiger geworden).

Donnerstag, den 14.10.2010

Es wird gefrühstückt. Die Sonne steht am Himmel, das Meerchen ähnelt einem Ententeich und die Aussicht auf einen Tauchgang lässt die Mannschaft zuversichtlich in die Zukunft schauen. Pünktlich sind alle an der Basis und Tom (der von der Basis) macht eine seiner unvergleichlichen Einführungen, so dass jeder gleich weiß, wie´s auf der Basis abgeht.

Die ersten Tauchgänge finden in der Bucht statt und die Sicht ist noch ziemlich mau. Aber für den Mittag ist das Boot angesagt. Tom und Stolli sind bereits nach Palamos gefahren, wo es sicher vor Wind und Schwell gelagert war.

Der Tauchgang führt nach „El Furio“ (Tamariu-Fels) und auch hier ist noch nicht viel zu sehen.

Immerhin sind wir im Wasser gewesen und für morgen hat Tom bereits angekündigt, dass drei Bootstauchgänge unternommen werden sollen.

Freitag, den 15.10.2010

Auch heute wieder spielt das Wetter mit und es werden sowohl in der Bucht, als auch vom Boot jede Menge Tauchgänge unternommen. Schließlich haben wir viel nachzuholen. In der Annahme, dass der Bootstauchgang etwa 1 ½ Stunden dauert, stürze ich mich gegen ½ 10 Uhr in die Fluten, aber als ich wieder auftauche, kommt das Boot bereits wieder von der Ausfahrt zurück, so dass gerade noch Zeit bleibt, die Flasche zu wechseln und bei der zweiten Ausfahrt dabei zu sein. Die Fahrt geht zum Brötchenriff. Die Sicht ist gegenüber gestern wesentlich besser geworden, aber so richtig prickelnd ist sie nach wie vor nicht.

Immerhin gibt es ja dort jede Menge zu sehen: Gabeldorsche, eine Sepia, Conger und Muränen satt und viel Kleinzeug. Alle sind zufrieden. Die Mittagspause wird vernachlässigt, oder auf der Basis verbracht (bei Wasser und trocken Brot) und auch der Nachmittag wird überwiegend unter Wasser verbracht.

Auch hier gibt es viel zu sehen, nur die Seepferdchen halten sich noch bedeckt.

Ob wir dieses Jahr überhaupt noch welche zu sehen bekommen ?

Für den Abend ist ein Abschiedsessen in unserem Stammlokal, dem „Can Cesar“ vorgesehen. Ruth und ich sind, zusammen mit Steven, der der spanischen Zunge mächtig ist, bereits vorher einmal dort gewesen und haben den technischen Ablauf verabredet und Plätze reserviert.

Als wir ankommen, ist bereits eine lange Tafel vorbereitet und wir nehmen zügig Platz, bestellen Getränke und dann kommen auch schon die von uns bestellten Speisen.

Zwischendurch führen wir noch ein Telefongespräch mit unserem Vereinskameraden Jan, der sich zur Zeit in Hyeres in Südfrankreich zur TL 1-Prüfung aufhält – und der heute Geburtstag hat. Wir haben bereits gehört, dass alle bestanden haben und wir sind recht stolz auf ihn und unseren weiteren Vereinskameraden Micha, der ebenfalls mitgeprüft worden ist und bestanden hat.

Für einige unserer Kinners gibt es noch einen Nachtisch, der allerdings auf die eigene Kappe geht. Alle sind satt geworden und die Sprüche, die belegen sollen, dass einige doch nicht auf ihre Kosten gekommen seien, halten sich in Grenzen. (Sprüche gehören halt einfach dazu).

Diejenigen, die morgen die Autos nach Hause fahren sollen, versuchen sich frühzeitig zu Bett zu begeben und zu schlafen, aber es wird ihnen nicht leicht gemacht, weil die Jugend offensichtlich meint noch einen Abschiedsabend durchführen zu müssen.

Aber schließlich herrscht Ruhe. Und für morgen ist für jeden noch ein Tauchgang vorgesehen.

Samstag, den 16.10.2010

Ruth absolviert heute ihren 1.800sten Tauchgang, was von der Basis-Crew mit einer Urkunde honoriert wird. Woher die das wissen ? Ich war nicht beteiligt !

Die Urkunde wird Ruth von Maria unter Wasser überreicht und dann führt Mary uns durch die Bucht und zeigt uns noch ein paar taucherische Pretiosen, einschließlich des Seepferdchens „Petra“, das ich schließlich unmittelbar neben mir entdecke, nachdem Maria den ungefähren Aufenthaltsort angezeigt hat.

Anschließend werden die Tauchklamotten gepackt um schließlich die Appartements komplett zu räumen, die Busse zu beladen und uns von der Basis-Crew zu verabschieden. Dies klingt jetzt kürzer, als es sich tatsächlich hinzieht weil doch einiges zu bewegen ist. Aber schließlich stehen wir alle an der Basis. Es kommt zu einer verkürzten Form des Tauchergerichts – wir haben doch keine Zeit, aber wenigstens ein paar sportliche Übungen müssen für die kleineren Vergehen sein. Und dann verabschieden wir uns von der Crew mit etwas Wehmut, weil wir uns hier immer sehr gut aufgehoben fühlen. Es werden noch die Süßigkeiten verteilt, die unsere Elke freundlicherweise in gewohnter Perfektion vorbereitet hat. Dann werden wir verabschiedet „bis nächstes Jahr, oder auf der BOOT“. Dann düsen wir nach Palafrugell, fahren erstmal tanken und anschließend Fressalien für die Heimfahrt einkaufen und dann geht´s wieder auf die Piste Richtung Heimat. Auf Einzelheiten brauche ich hier nicht mehr einzugehen. Es sind halt rund 1.250 Kilometer, die hinter uns zu bringen sind. Außer kleineren Rasten, Pinkel- und Tankpausen, halten wir uns nicht weiter auf und gegen 9.00 Uhr am Sonntagmorgen kommen wir in Langen an, wo nach und nach die Abholer eintreffen um ihre Brut nach Hause zu bringen. Ich fahre erst noch Jan nach Dietesheim, räume dann, gemeinsam mit Tom, bei uns in Hammersbach den Bus aus, während Ruth mit Niklas, der versäumt hat seine Eltern zu benachrichtigen, weil er ja kein Handy hat (!!), auf dieselben wartet.

Gemeinsam treffen wir alsdann in Hanau ein, geben die Busse ab und freuen uns dann auf unser warmes Zuhause, denn ich habe bereits vorhin die Heizung hochgedreht, was anlässlich der außen herrschenden niedrigen Temperaturen durchaus angesagt war.

Und von ferne höre ich schon mein Bett locken …


© by Peter Helbig


Und hier geht´s zu den Bildern:

Tamariu-Bilder 2010