El Hierro 2025
(24.3. bis 7.4.2025)
Ursprünglich war dieser Urlaub als Vereinsfahrt des TSC
atlantis geplant, weil jeweils im Wechsel eine Vereinsfahrt für erfahrende
Taucher und im nächsten Jahr eine Möglichkeit zur Vereinsfahrt für
Familienmitglieder stattfinden sollte. Nun hat es sich aber so ergeben, dass die
Fahrt für Familien vorverlegt wurde und die diesjährige Vereinsfahrt nach
Ägypten gehen soll.
Ruths Vorarbeiten für Hierro waren aber schon so weit
fortgeschritten und die Tatsache, dass sie ohnehin nicht mit nach Ägypten
wollte, weil sie Ihre Zeit lieber mit mir in Tamariu und der Jugend des HTSV
verbringen wollte, führte dazu, dass wir den gemeinsamen Urlaub auf El Hierro
verbringen würden. Hierfür haben sich zusätzlich Tru und Lahcen entschlossen
teilzunehmen und anlässlich eines Erste Hilfe-Kurses in Gelnhausen fanden sich
auch noch Alfred und Silvia, die spontan den Entschluss fassten, ebenfalls
mitzufahren.
Fast wäre dann doch noch etwas dazwischen gekommen, weil
meine Schwiegermutter sich infolge eines Sturzes die Hüfte gebrochen hatte. Es
lief aber insoweit positiv ab, dass die nötige Operation und die daraufhin
notwendige Reha exakt in unseren geplanten Urlaub fiel.
Zwischenzeitlich hatten wir noch befürchtet, dass die
Streiks, die von Verdi geführt wurden und der Stromausfall auf dem Flughafen London Heathrow, dazu hätten führen können, dass unsere
Flüge gecancelt werden. Aber auch dies ist uns erspart geblieben. Und so sind
wir am 24.3.2025 um 5:00 Uhr früh aufgestanden. Die Tauchtaschen und
Handgepäckstücke sind vorbereitet und wir kommen rechtzeitig zum Bahnhof in
Mühlheim, wo ich Ruth mit dem Gepäck stehen lasse und unser Auto vor dem Haus
unserer Freunde, den Hofmannen, abstelle. Zu Fuß bin ich dann wieder in wenigen
Minuten am Bahnsteig, wo wir schnell unsere schweren Taschen hochtragen,
Fahrkarten besorgen und in eine pünktliche (!!) S-Bahn einsteigen, die uns sicher zur S-Bahn-Station Flughafen-Regionalbahnhof
bringt.
Unterbrochen wird diese Fahrt von einem Anruf unserer Heike, die Probleme beim
Anlassen unseres Autos hat, das plötzlich bei „Systemkontrolle“ stehen bleibt
und nicht angehen will.
Wir bringen es aber gemeinsam zum Laufen und alle sind zufrieden.
Der Weg auf dem Flughafen geht locker vonstatten, die
Gepäckstücke sind im Nu aufgegeben und die Sicherheitskontrolle nimmt ebenfalls
kaum Zeit in Anspruch. Und dann haben wir viel Zeit, bis wir in den Flieger
einsteigen können. Zwischenzeitlich stoßen auch Sylvia und Alfred zu uns,
was die Zeit bis zum Einsteigen weiter verkürzt. Und schließlich kommen
wir, mit geringer Verspätung, los.
Wir sitzen in der letzten Reihe und die Sitze sind nicht
sehr bequem. Am Anfang fürchte ich, ich würde dies nicht aushalten, aber erstaunlicherweise
geht es dann ganz gut. Zunächst schlafe ich noch ein bisschen, weil die Nacht
doch ziemlich kurz war, und dann flirten wir ein wenig mit einem kleinen
Mädchen, das mit seinen Eltern in der Reihe vor uns sitzt und sich köstlich mit
uns vergnügt.
In Teneriffa angekommen brauchen wir, bis wir den richtigen
Bus nach Los Christianos gefunden haben. Der Bus ist proppevoll und wir stehen
neben dem Fahrer, der dies allerdings mit Humor nimmt. Unser Gepäck ist im
hinteren Teil des Busses untergebracht, wo uns einige der Touristen beim
Einsteigen gut geholfen haben. Und dann hält der Bus mitten in Los Christianos
und wir essen erst eine Kleinigkeit in einem Restaurant, bevor wir den letzten
Kilometer zum Fährhafen zu Fuß gehen. Wir liegen aber gut in der Zeit und
kommen letztendlich ordnungsgemäß auf unseren Dampfer bei „Fred Olsen“. Die
Überfahrt nach El Hierro dauert 2:20 Stunden und ist ziemlich ruppig. Der
Kapitän berichtet unterwegs per Lautsprecherdurchsage, man möge sitzenbleiben,
weil es bis zu 3 Metern Welle gebe.
Dann sind wir endlich angekommen, holen unser Gepäck ab und besorgen das Auto,
das Alfred bereits vorgebucht hat und fahren in Richtung La Restinga.
Zwischendurch müssen wir kurz halten. Draußen ist es ziemlich frisch (9°C) und
wir brauchen ein wenig, bis wir die Heizung in dem Fahrzeug gefunden haben.
Aber dann wird´s kuschelig.
Dula hat uns per Whatsapp mitgeteilt, wo die Unterkunft liegt und wie wir in den
Besitz der Schlüssel kommen und dann sind wir auch schon da, laden das Nötigste
aus und begeben uns, nach einem langen und ereignisreichen Tag, umgehend zu
Bett, wo wir den Schlaf der Gerechten vollziehen.
Dienstag, 25.3.2025
Wir schlafen bis 8:30 und fahren dann mit dem Auto zum
Einkauf, nicht ohne vorher an der Avenida Maritima in der Sonne zu sitzen und
ein Frühstück zu uns zu nehmen.
Dann kaufen wir ein und bringen die Einkäufe nach Hause. Nach einer kurzen
Pause machen wir einen Spaziergang zum Hafen und stellen fest, dass sich seit
unserem letzten Aufenthalt hier doch schon wieder Einiges verändert hat. Aber
der südlichste Punkt Europas ist noch da und die Wege am Strand sind ebenfalls
noch in gutem Zustand.
Zurück Zuhause gibt es Mittagspause, bevor Ruth und Silvia noch ein paar
Kleinigkeiten für´s Abendessen besorgen und ich mich hinsetze und diese Zeilen
zu „Papier“ bringe.
Heute Abend wollen wir gemeinsam kochen und essen.
Mittwoch, 26.3.2025
8;30 Uhr ist eine gute Zeit zum Aufstehen. Ich bin schnell
geduscht und angezogen, aber als ich bei Sylvia und Alfred nachfrage, ob ich
etwas mitbringen soll, sind sie schon fertig mit Frühstück und leihen uns ihren
Trichter für den Kaffeefilter, weil es in unserer Wohnung keinen gibt.
Ich gratuliere noch Dorian per Whatsapp zum Geburtstag und dann machen wir uns
auf den Weg in Richtung La Frontera, wo wir ein bisschen die Gegend beäugen
wollen. Es ist gutes Wetter und wir kommen schnell vom Fleck. Vor Frontera
besichtigen wir das kleine Hotel und wandeln ein wenig den Sandero entlang.
Anschließend besuchen wir das Museumsdorf und die Aufzuchtstation für die „Riesenechsen“,
die hier auf El Hierro endemisch sind. Im Museumsdorf können wir hautnah
erleben, wie die Bimbachen, Ureinwohner
dieser schönen Insel, bis etwa zur Hälfte des letzten Jahrhunderts in ärmlichen
Behausungen gelebt und buchstäblich gehaust haben. Mit Erstaunen müssen wir
feststellen, in welch relativ kurzer Zeit sich unsere Kultur bis zum heutigen
Zeitpunkt in Bezug auf Komfort und Lebensqualität entwickelt hat. Dann nehmen
wir in Frontera erst einen Kaffee zu uns und Alfred und ich ordern im nächsten
Lokal Bocadillos, die es im ersten Lokal
nicht gab.
Die Produktion zieht sich und unsere Mädels suchen in der Zwischenzeit im
Supermarkt vor Ort nach besagtem Trichter für Kaffeefilter, werden aber auch
hier nicht fündig.
Auf der Rückfahrt machen wir noch einen Abstecher zum „Mirador La Pena“, wo wir
den Wahnsinns-Ausblick auf die Nordseite der Insel genießen. Zurück Zuhause
legen wir uns einen kurzen Moment aufs Ohr und begeben uns dann zur Basis der
Extradivers, wo Dula uns begrüßt und in die Besonderheiten der Basis einweist.
Nachdem wir unsere Gerätschaften für morgen vorbereitet und den notwendigen
Papierkram erledigt haben, fahren Alfred und ich nach Hause, während die Mädels
noch Würstchen und Brot erwerben. Morgen früh müssen wir bereits um 8:15 Uhr an
der Basis sein, deswegen wird es heute auch mit Sicherheit nicht sehr spät.
Donnerstag,27.3.2025
Um 7:00 Uhr weckt mein Handy. Wir frühstücken schnell und
sind pünktlich auf der Basis. Die Gerätschaften sind bereits vorbereitet und so
müssen wir nur noch in die Anzüge steigen und sind zu vorgegebener Zeit (8:45
Uhr) am Steg, wo wir mit der Hilfe von David, unserem heutigen Kapitän, die
Flaschen an Bord hieven. Mit dabei sind heute noch fünf weitere, erfahrene
Taucher.
Dula, die uns bereits am Steg eine kurze Einweisung gegeben hat, wiederholt
dies nochmals am ersten Tauchplatz (Tacorón) und nachdem wir das Geraffel auf
den Rücken gepackt haben, lassen wir uns, einer nach dem anderen, rückwärts ins
Wasser plumpsen. Die Sicht ist hervorragend und wir erfreuen uns an vielen
großen und kleinen Fischen, Borstenwürmern und Gespensterkrabben.
Nach der Rückkehr stehen am Steg schon volle Flaschen bereit. Wir schrauben um,
sorgen für die Stoffwechsel-Endproduktsentsorgung in der Basis und bestellen
uns dann in der Stammkneipe Kaffee und Bocadillos.
Dann geht´s weiter zum zweiten Tauchgang, der uns zur „Cueva del Diablo“
(Teufelshöhle) führt, die wir aber nicht besuchen, sondern lediglich eine
kleine Höhle, in der sich verschiedenfarbige Zylinderrosen und sehr viele
Trompetenfische, sowie Makrelen befinden. Nach erneut fast einer Stunde finden
wir uns wieder beim Boot ein und steigen hinein. Dula zeigt sich zufrieden mit
unseren taucherischen Leistungen und dann geht´s nach Hause.
Wir machen uns frisch und wollen dann zum heiligen Baum
(Arbol Garoé), den wir nach einer kleinen Suchtour finden, wo aber der Wächter
des Baumes gerade das Tor abschließt und
erklärt, er sei am nächsten Morgen ab 10:00 Uhr wieder vor Ort.
Da werden wir aber wieder unter Wasser sein.
Zurück in La Restinga kaufen wir noch ein paar lebenswichtige Sachen ein und
bereiten das Abendessen vor, während ich diese Zeilen wieder in den Rechner
haue.
Freitag, 28.3.2025
Heute geht es wieder früh los. Die Ausfahrt zum „Coral“ ist
ein bisschen hibbelig, weil wir gegen den Wind ausfahren, aber der Tauchgang
ist sehr schön. Wir sehen einen Rochen, der durch´s Feld der Sandaale fliegt
und diverse große, tiefenentspannte Zackenbarsche, die uns gar nicht zur
Kenntnis zu nehmen scheinen. Nach fast einer Stunde sind wir wieder am Boot.
Der zweite Gang führt uns zur „Baja Bocarones“, einem riesigen
Unterwasserfelsen, der wie aus dem Nichts auftaucht und von Leben nur so
wimmelt.
Auch hier sind wir wieder über 50 Minuten unterwegs.
Zurück im Hafen klarieren wir die Klamotten, nehmen noch ein Dekobier an der
Strandbar, deren Bedienung uns schon kennt und bereiten dann einen erneuten
Besuch des heiligen Baumes „Arbol Garoé“ vor, der heute gelingen soll, nachdem
wir gestern gerade zum Ladenschluss angekommen waren. Das klappt auch und wir
haben Glück, weil die Landschaft gerade mal nicht in den Wolken liegt. Dafür
wird die Rückfahrt schwieriger, weil wir tatsächlich in den Wolken unterwegs
sind und die Sicht gegen Null geht.
Zuhause finden wir noch die versteckte Pizzeria Italiana, essen eine Pizza und
Ruth Spaghetti. Was wir nicht schaffen, nehmen wir mit nach Hause und haben so
gleich die Mahlzeit für morgen Abend.
Samstag, 29.3.25
Nach dem Frühstück gehen wir zur Basis und werden von Sito
begrüßt, weil Dula bezahlten Urlaub im Oman macht. Schnell sind unsere Sachen
wieder hergerichtet und dann warten wir, weil wir abgeholt werden sollen. Es
dauert ein wenig, weil wir heute eine andere Tauchgruppe bei uns auf dem Boot
haben. Es sind drei junge Mädels, die mit ihrer Tauchlehrerin ihren ersten
Tauchgang vom Boot machen wollen. Sie sind noch ein bisschen aufgeregt, aber
hoch motiviert.
Wir fahren zum „El Rincón“ und haben einen sehr schönen Tauchgang mit
Sonnenschein, großer Makrele, dicken Zackis und der Mutter aller Langusten.
Dann geht es einmal um die Hafenmauer zurück in den Hafen und die Mädels sind
nach ihrem ersten Tauchgang richtig euphorisch.
Wir tauschen die Flaschen und nehmen in unserer Stammkneipe den nötigen Kaffee
und je ein halbes Bocadillo con Jamon y Queso, bevor es zum zweiten Tauchgang
des Tages geht. Dieser führt uns zur „Barco Chino“, einem Unterwasserfelsen,
der durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse. Hier wimmelt es wieder von
Igelfischen, Zackenbarschen und viel Kleingetier, aber auch Stech- und
Adlerrochen. Jetzt sind auch noch zwei Franzosen an Bord, die mein Klischee von
französischen Tauchern bis ins Kleinste erfüllen. Man hängt am Boden herum,
verliert eine Flosse und benimmt sich – halt – wie französische Taucher das zu
tun pflegen.
Die Mädels sind auch wieder dabei und singen auf der Rückfahrt lauthals „I want
to break free“ von QUEEN. Die Stimmung ist gehoben.
Zuhause versorgen wir die Ausrüstung, kaufen noch ein wenig ein und begeben uns
dann in unsere Wohnung, wo ich mich zuerst ein bisschen hinlege und
anschließend dusche, bevor wir aus den Resten des gestrigen Abends ein
hervorragendes Abendessen kreieren.
Heute Nacht wird dann die Uhr auf Sommerzeit vorgestellt, was bedeutet, dass
wir morgen noch eine Stunde früher auf der Matte stehen müssen. Na, dann – gute
Nacht!
Sonntag, 30.3.2025
Heute machen wir zwei sehr schöne, wenn auch – für unsere
Verhältnisse – tiefe Tauchgänge.
Der erste geht zum Baja Fria, wo wir um ein wenig Luft und Deko zu sparen, auf
15 – 17 Metern herumdümpeln, um uns dann auf 42 Meter abfallen zu lassen. Dann
steigen wir an der dort befindlichen Steilwand hinauf, die über und über mit
schwarzen Korallen bewachsen ist. Un dann genießen wir die Unterwasserwelt mit
Schwärmen von Trompetenfischen, Zebrabrassen, Zackenbarschen und was sonst noch
so herumschwimmt.
Der zweite Gang bringt uns zum Piedra Bermeja, der ähnlich schön und genauso
bewachsen und mit Tieren bestückt ist.
Wieder Zuhause kochen wir uns etwas Schönes und lassen den Tag müde und
zufrieden ausklingen.
Montag, 31.3.25
Unser Versuch am El Bajon, dem berühmten Tauchfleck, zum Zuge
zu kommen, schlägt fehl, weil hier Strömung herrscht und unser Guide, der ohne
Flossen ins Wasser gesprungen ist, sehr schnell am Boot vorbeidriftet. Also
fahren wir weiter zum Coral. Den Platz kennen wir zwar schon, aber das tut der
Schönheit des Tauchgangs keinen Abbruch und wir sind wieder 51 Minuten unter
Wasser. Die Pause zum zweiten Gang ist nur kurz und dann fahren wir zur Cueva
de la arena, einem langgezogenen Abhang mit Höhlen und Überhängen, unter denen
sich jede Menge Zackenbarsche und Igelfische verstecken.
Nach der Rückkehr gibt es heute nur ein kleines Dekobier, weil wir heute Abend
Tru und Lahcen vom Fährhafen abholen wollen. Wir ziehen noch schnell aus
unserer bisherigen Wohnung 3A in die Nachbarwohnung 3B, die komfortabler
ausgestattet ist, als unsere alte. Wir haben jetzt sogar eine Kaffeemaschine. Alfred
und ich nehmen nur eine Kleinigkeit als Abendessen zu uns (Reste von gestern
und ein paar Hamburgerscheiben) und wir fahren gegen ½ 7 Uhr los.
Tru hat geschrieben, dass die Fähre ein wenig Verspätung hat und außerdem
länger unterwegs sein wird. Gegen ½ 9 Uhr kommen sie dann endlich an und bis
wir wieder in La Restinga sind, ist es schon nach 10. Ruth und Sylvia haben
noch ein bisschen was gekocht und unsere Neuankömmlinge lassen es sich
schmecken. Es wird noch ein bisschen geklönt, bevor wir müde ins Bett sinken.
Immerhin ist morgen früh erst um 9:00 Uhr treffen an der Basis.
Dienstag, 1.4.25
Wir stehen um 7:45 Uhr auf und frühstücken. Dann fahre
ich unsere Neuen mit ihrem Tauchgepäck zur Basis, weil ja ihr Schreibkram noch
zu erledigen ist. Dann bringe ich das
Auto wieder zur Wohnung und hole Ruth ab.
Der erste Tauchgang des Tages bringt uns zum Roque Tacorón, den wir erneut
genießen, weil es viel zu sehen gibt. In der Mittagspause trinken wir nur einen
Kaffee und fahren dann nach La Herradura, wo wir insgesamt 3 große Bärenkrebse
finden (neben all dem Viechzeug, das sonst noch so herumdümpelt).
Wir nehmen das Dekobier zu uns, kaufen noch ein wenig ein und trinken Zuhause
noch einen Kaffee, bevor die Anderen einen Ausflug machen und ich mich an den
Rechner setze und diese Zeilen hineinhaue, weil ich die letzten zwei Tage in
dieser Richtung etwas geschludert habe.
Dann dusche ich mich und lege mich ein wenig schlafen, weil tauchen und
schreiben (trotz Kaffees) müde machen.
Mittwoch, 2.4.25
Das Treffen findet wieder um 9:00 Uhr statt und unser
erneuter Versuch El Bajon zu besuchen, scheitert an zu viel Strömung. Wir
fahren weiter nach El Rosario. Es ist ein ziemlicher Ritt, weil wir gegen die
Wellen und den Wind ankämpfen müssen. Der Platz aber ist recht schön. Sito
bleibt mit Hector, unserem spanischen Mitstreiter, auf etwa 16 bis 17 Metern
und wir können ein bisschen tiefer gehen und die Unterwasserwelt erkunden.
Unterwegs deutet Sito, zu dem wir ab und zu hinschauen, ins Blaue hinein und
ich glaube, einige Barrakudas zu sehen, obwohl Ruth hinterher erzählt, Sito
hätte gesagt, es handele sich um etwas Anderes. Ich werde wohl nochmals
nachfragen müssen. Wir machen unter Wasser einen großen Bogen und kommen dann
wieder unter dem Boot an.
Der Aufstieg aufs Boot gelingt diesmal wesentlich besser, als bei den ersten
Malen, wohl , weil wir inzwischen ein wenig Routine entwickelt haben. Elegant
sieht es aber bei uns immer noch nicht aus, während Sito ganz locker über die
Reling steigt.
Die Heimfahrt gestaltet sich etwas bequemer, als die Hinfahrt. Wir fahren mit
der Welle und dem Wind, so dass es scheint, als wäre es windstill.
Wir entscheiden uns im Hafen spontan dafür, den Nachmittags-Tauchgang ausfallen
zu lassen. Es sieht nämlich so aus, als würde der Wind noch ein bisschen
zunehmen. Damit wäre auch der mittägliche Versuch, El Bajon zu besuchen,
ebenfalls gefährdet. Morgen ist auch noch ein Tag.
In unserer Stammkneipe „Mar de las Calmas“ nehmen wir zunächst einen Kaffee,
weil es für Bier eigentlich noch etwas früh ist, aber dann nehmen Alfred und
ich doch noch eines und Ruth eine „Clara“. Auf dem Weg zur Wohnung besorgen
Lahcen und Tru noch Avocados und Lachs und in der Wohnung gibt es dann
Knäckebrot mit dem vorgenannten Belag. Sehr lecker!! Anschließend versuchen wir
noch unseren „Quesadillo“, die herreanische Spezialität, die uns die nette
Verkäuferin im Laden neulich empfohlen hat und dann machen Ruth, Sylvia, Lahcen
und Alfred sich zu einer Spazierfahrt auf, während Tru und ich zunächst den
Haushalt versorgen und ich mich dann ein wenig hinlege. Tru will dann in der Ortschaft
noch erkunden, wie lange das Fischrestaurant aufhat, während ich mich wieder an
den Rechner setze, um der Geschichte einen Fortgang zu geben.
Die Zeit bis zur Rückkehr der Anderen will ich dann auf dem Balkon verbringen
und mich dem Duolingo hingeben, damit ich meinen 1.560-tägigen Streak nicht zu
verlieren.
Donnerstag, 3.4.25
Die Nacht ist etwas unruhig. Der Wind pfeift durch das
geöffnete Fenster und die Türen schlagen. Ich stehe auf und richte das Fenster
und drücke die Tür fest ins Schloss. Danach ist Ruhe. Am Morgen zeigt ein Blick
aus dem Fenster, dass heute ein Tauchgang vom Boot wohl eher nicht komfortabel
sein wird. Der Wind hat sich nicht zur Ruhe gelegt und es sind jede Menge
Weißmänner unterwegs. Außerdem hat es begonnen zu regnen und ein schöner Regenbogen
steht am Himmel. Ein zweiter versucht dagegen anzustinken, bleibt aber schwach.
Als wir nach dem Frühstück auf der Basis ankommen, zeigt Sito schon seine
Begeisterung, was das Tauchen vom Boot betrifft. Ada sei gerade unterwegs um
die Möglichkeiten abzuchecken.
Als sie zurückkommt, meint sie, man könne zwar in südlicher Richtung mit dem
Boot hinausfahren, aber bequem werde dies nicht sein. Wir erwägen einen
Tauchgang im Hafen und lassen uns erklären, wie dies vorstatten gehen könne,
entscheiden dann aber, heute einen tauchfreien Tag einzulegen. In unseren
Stamm-Supermärkten erwerben wir noch Butter, Wein und Joghurt und gehen dann
zurück zur Wohnung, wo wir uns für den Rest des Tages gemütlich einrichten und
ich mich gleich morgens hinsetze und ein wenig schreibe.
To be continued