Dienstag, 25. März 2025

El Hierro 2025

 

El Hierro 2025

(24.3. bis 7.4.2025)

Ursprünglich war dieser Urlaub als Vereinsfahrt des TSC atlantis geplant, weil jeweils im Wechsel eine Vereinsfahrt für erfahrende Taucher und im nächsten Jahr eine Möglichkeit zur Vereinsfahrt für Familienmitglieder stattfinden sollte. Nun hat es sich aber so ergeben, dass die Fahrt für Familien vorverlegt wurde und die diesjährige Vereinsfahrt nach Ägypten gehen soll.

Ruths Vorarbeiten für Hierro waren aber schon so weit fortgeschritten und die Tatsache, dass sie ohnehin nicht mit nach Ägypten wollte, weil sie Ihre Zeit lieber mit mir in Tamariu und der Jugend des HTSV verbringen wollte, führte dazu, dass wir den gemeinsamen Urlaub auf El Hierro verbringen würden. Hierfür haben sich zusätzlich Tru und Lahcen entschlossen teilzunehmen und anlässlich eines Erste Hilfe-Kurses in Gelnhausen fanden sich auch noch Alfred und Silvia, die spontan den Entschluss fassten, ebenfalls mitzufahren.

Fast wäre dann doch noch etwas dazwischen gekommen, weil meine Schwiegermutter sich infolge eines Sturzes die Hüfte gebrochen hatte. Es lief aber insoweit positiv ab, dass die nötige Operation und die daraufhin notwendige Reha exakt in unseren geplanten Urlaub fiel.

Zwischenzeitlich hatten wir noch befürchtet, dass die Streiks, die von Verdi geführt wurden und der Stromausfall auf dem Flughafen London Heathrow, dazu hätten führen können, dass unsere Flüge gecancelt werden. Aber auch dies ist uns erspart geblieben. Und so sind wir am 24.3.2025 um 5:00 Uhr früh aufgestanden. Die Tauchtaschen und Handgepäckstücke sind vorbereitet und wir kommen rechtzeitig zum Bahnhof in Mühlheim, wo ich Ruth mit dem Gepäck stehen lasse und unser Auto vor dem Haus unserer Freunde, den Hofmannen, abstelle. Zu Fuß bin ich dann wieder in wenigen Minuten am Bahnsteig, wo wir schnell unsere schweren Taschen hochtragen, Fahrkarten besorgen und in eine pünktliche (!!) S-Bahn einsteigen, die uns sicher zur S-Bahn-Station Flughafen-Regionalbahnhof bringt.
Unterbrochen wird diese Fahrt von einem Anruf unserer Heike, die Probleme beim Anlassen unseres Autos hat, das plötzlich bei „Systemkontrolle“ stehen bleibt und nicht angehen will.
Wir bringen es aber gemeinsam zum Laufen und alle sind zufrieden.

Der Weg auf dem Flughafen geht locker vonstatten, die Gepäckstücke sind im Nu aufgegeben und die Sicherheitskontrolle nimmt ebenfalls kaum Zeit in Anspruch. Und dann haben wir viel Zeit, bis wir in den Flieger einsteigen können. Zwischenzeitlich stoßen auch Sylvia und Alfred zu uns, was die Zeit bis zum Einsteigen weiter verkürzt. Und schließlich kommen wir,  mit geringer Verspätung, los.

Wir sitzen in der letzten Reihe und die Sitze sind nicht sehr bequem. Am Anfang fürchte ich, ich würde dies nicht aushalten, aber erstaunlicherweise geht es dann ganz gut. Zunächst schlafe ich noch ein bisschen, weil die Nacht doch ziemlich kurz war, und dann flirten wir ein wenig mit einem kleinen Mädchen, das mit seinen Eltern in der Reihe vor uns sitzt und sich köstlich mit uns vergnügt.

In Teneriffa angekommen brauchen wir, bis wir den richtigen Bus nach Los Christianos gefunden haben. Der Bus ist proppevoll und wir stehen neben dem Fahrer, der dies allerdings mit Humor nimmt. Unser Gepäck ist im hinteren Teil des Busses untergebracht, wo uns einige der Touristen beim Einsteigen gut geholfen haben. Und dann hält der Bus mitten in Los Christianos und wir essen erst eine Kleinigkeit in einem Restaurant, bevor wir den letzten Kilometer zum Fährhafen zu Fuß gehen. Wir liegen aber gut in der Zeit und kommen letztendlich ordnungsgemäß auf unseren Dampfer bei „Fred Olsen“. Die Überfahrt nach El Hierro dauert 2:20 Stunden und ist ziemlich ruppig. Der Kapitän berichtet unterwegs per Lautsprecherdurchsage, man möge sitzenbleiben, weil es bis zu 3 Metern Welle  gebe.
Dann sind wir endlich angekommen, holen unser Gepäck ab und besorgen das Auto, das Alfred bereits vorgebucht hat und fahren in Richtung La Restinga. Zwischendurch müssen wir kurz halten. Draußen ist es ziemlich frisch (9°C) und wir brauchen ein wenig, bis wir die Heizung in dem Fahrzeug gefunden haben. Aber dann wird´s kuschelig.
Dula hat uns per Whatsapp mitgeteilt, wo die Unterkunft liegt und wie wir in den Besitz der Schlüssel kommen und dann sind wir auch schon da, laden das Nötigste aus und begeben uns, nach einem langen und ereignisreichen Tag, umgehend zu Bett, wo wir den Schlaf der Gerechten vollziehen.

Dienstag, 25.3.2025

Wir schlafen bis 8:30 und fahren dann mit dem Auto zum Einkauf, nicht ohne vorher an der Avenida Maritima in der Sonne zu sitzen und ein Frühstück zu uns zu nehmen.
Dann kaufen wir ein und bringen die Einkäufe nach Hause. Nach einer kurzen Pause machen wir einen Spaziergang zum Hafen und stellen fest, dass sich seit unserem letzten Aufenthalt hier doch schon wieder Einiges verändert hat. Aber der südlichste Punkt Europas ist noch da und die Wege am Strand sind ebenfalls noch in gutem Zustand.
Zurück Zuhause gibt es Mittagspause, bevor Ruth und Silvia noch ein paar Kleinigkeiten für´s Abendessen besorgen und ich mich hinsetze und diese Zeilen zu „Papier“ bringe.
Heute Abend wollen wir gemeinsam kochen und essen. 
Gekocht ist fix und gegessen noch viel schneller. Wir sitzen noch ein wenig zusammen und klönen, aber der Tag war wieder anstrengend und deswegen geht´s verhältnismäßig früh zu Bett.

Mittwoch, 26.3.2025

8;30 Uhr ist eine gute Zeit zum Aufstehen. Ich bin schnell geduscht und angezogen, aber als ich bei Sylvia und Alfred nachfrage, ob ich etwas mitbringen soll, sind sie schon fertig mit Frühstück und leihen uns ihren Trichter für den Kaffeefilter, weil es in unserer Wohnung keinen gibt.
Ich gratuliere noch Dorian per Whatsapp zum Geburtstag und dann machen wir uns auf den Weg in Richtung La Frontera, wo wir ein bisschen die Gegend beäugen wollen. Es ist gutes Wetter und wir kommen schnell vom Fleck. Vor Frontera besichtigen wir das kleine Hotel und wandeln ein wenig den Sandero entlang. Anschließend besuchen wir das Museumsdorf und die Aufzuchtstation für die „Riesenechsen“, die hier auf El Hierro endemisch sind. Im Museumsdorf können wir hautnah erleben, wie  die Bimbachen, Ureinwohner dieser schönen Insel, bis etwa zur Hälfte des letzten Jahrhunderts in ärmlichen Behausungen gelebt und buchstäblich gehaust haben. Mit Erstaunen müssen wir feststellen, in welch relativ kurzer Zeit sich unsere Kultur bis zum heutigen Zeitpunkt in Bezug auf Komfort und Lebensqualität entwickelt hat. Dann nehmen wir in Frontera erst einen Kaffee zu uns und Alfred und ich ordern im nächsten Lokal  Bocadillos, die es im ersten Lokal nicht gab.
Die Produktion zieht sich und unsere Mädels suchen in der Zwischenzeit im Supermarkt vor Ort nach besagtem Trichter für Kaffeefilter, werden aber auch hier nicht fündig.
Auf der Rückfahrt machen wir noch einen Abstecher zum „Mirador La Pena“, wo wir den Wahnsinns-Ausblick auf die Nordseite der Insel genießen. Zurück Zuhause legen wir uns einen kurzen Moment aufs Ohr und begeben uns dann zur Basis der Extradivers, wo Dula uns begrüßt und in die Besonderheiten der Basis einweist. Nachdem wir unsere Gerätschaften für morgen vorbereitet und den notwendigen Papierkram erledigt haben, fahren Alfred und ich nach Hause, während die Mädels noch Würstchen und Brot erwerben. Morgen früh müssen wir bereits um 8:15 Uhr an der Basis sein, deswegen wird es heute auch mit Sicherheit nicht sehr spät.

Donnerstag,27.3.2025

Um 7:00 Uhr weckt mein Handy. Wir frühstücken schnell und sind pünktlich auf der Basis. Die Gerätschaften sind bereits vorbereitet und so müssen wir nur noch in die Anzüge steigen und sind zu vorgegebener Zeit (8:45 Uhr) am Steg, wo wir mit der Hilfe von David, unserem heutigen Kapitän, die Flaschen an Bord hieven. Mit dabei sind heute noch fünf weitere, erfahrene Taucher.
Dula, die uns bereits am Steg eine kurze Einweisung gegeben hat, wiederholt dies nochmals am ersten Tauchplatz (Tacorón) und nachdem wir das Geraffel auf den Rücken gepackt haben, lassen wir uns, einer nach dem anderen, rückwärts ins Wasser plumpsen. Die Sicht ist hervorragend und wir erfreuen uns an vielen großen und kleinen Fischen, Borstenwürmern und Gespensterkrabben.
Nach der Rückkehr stehen am Steg schon volle Flaschen bereit. Wir schrauben um, sorgen für die Stoffwechsel-Endproduktsentsorgung in der Basis und bestellen uns dann in der Stammkneipe Kaffee und Bocadillos.
Dann geht´s weiter zum zweiten Tauchgang, der uns zur „Cueva del Diablo“ (Teufelshöhle) führt, die wir aber nicht besuchen, sondern lediglich eine kleine Höhle, in der sich verschiedenfarbige Zylinderrosen und sehr viele Trompetenfische, sowie Makrelen befinden. Nach erneut fast einer Stunde finden wir uns wieder beim Boot ein und steigen hinein. Dula zeigt sich zufrieden mit unseren taucherischen Leistungen und dann geht´s nach Hause.

Wir machen uns frisch und wollen dann zum heiligen Baum (Arbol Garoé), den wir nach einer kleinen Suchtour finden, wo aber der Wächter des  Baumes gerade das Tor abschließt und erklärt, er sei am nächsten Morgen ab 10:00 Uhr wieder vor Ort.
Da werden wir aber wieder unter Wasser sein.
Zurück in La Restinga kaufen wir noch ein paar lebenswichtige Sachen ein und bereiten das Abendessen vor, während ich diese Zeilen wieder in den Rechner haue.

Freitag, 28.3.2025

Heute geht es wieder früh los. Die Ausfahrt zum „Coral“ ist ein bisschen hibbelig, weil wir gegen den Wind ausfahren, aber der Tauchgang ist sehr schön. Wir sehen einen Rochen, der durch´s Feld der Sandaale fliegt und diverse große, tiefenentspannte Zackenbarsche, die uns gar nicht zur Kenntnis zu nehmen scheinen. Nach fast einer Stunde sind wir wieder am Boot.
Der zweite Gang führt uns zur „Baja Bocarones“, einem riesigen Unterwasserfelsen, der wie aus dem Nichts auftaucht und von Leben nur so wimmelt.
Auch hier sind wir wieder über 50 Minuten unterwegs.
Zurück im Hafen klarieren wir die Klamotten, nehmen noch ein Dekobier an der Strandbar, deren Bedienung uns schon kennt und bereiten dann einen erneuten Besuch des heiligen Baumes „Arbol Garoé“ vor, der heute gelingen soll, nachdem wir gestern gerade zum Ladenschluss angekommen waren. Das klappt auch und wir haben Glück, weil die Landschaft gerade mal nicht in den Wolken liegt. Dafür wird die Rückfahrt schwieriger, weil wir tatsächlich in den Wolken unterwegs sind und die Sicht gegen Null geht.
Zuhause finden wir noch die versteckte Pizzeria Italiana, essen eine Pizza und Ruth Spaghetti. Was wir nicht schaffen, nehmen wir mit nach Hause und haben so gleich die Mahlzeit für morgen Abend.

Samstag, 29.3.25

Nach dem Frühstück gehen wir zur Basis und werden von Sito begrüßt, weil Dula bezahlten Urlaub im Oman macht. Schnell sind unsere Sachen wieder hergerichtet und dann warten wir, weil wir abgeholt werden sollen. Es dauert ein wenig, weil wir heute eine andere Tauchgruppe bei uns auf dem Boot haben. Es sind drei junge Mädels, die mit ihrer Tauchlehrerin ihren ersten Tauchgang vom Boot machen wollen. Sie sind noch ein bisschen aufgeregt, aber hoch motiviert.
Wir fahren zum „El Rincón“ und haben einen sehr schönen Tauchgang mit Sonnenschein, großer Makrele, dicken Zackis und der Mutter aller Langusten. Dann geht es einmal um die Hafenmauer zurück in den Hafen und die Mädels sind nach ihrem ersten Tauchgang richtig euphorisch.
Wir tauschen die Flaschen und nehmen in unserer Stammkneipe den nötigen Kaffee und je ein halbes Bocadillo con Jamon y Queso, bevor es zum zweiten Tauchgang des Tages geht. Dieser führt uns zur „Barco Chino“, einem Unterwasserfelsen, der durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse. Hier wimmelt es wieder von Igelfischen, Zackenbarschen und viel Kleingetier, aber auch Stech- und Adlerrochen. Jetzt sind auch noch zwei Franzosen an Bord, die mein Klischee von französischen Tauchern bis ins Kleinste erfüllen. Man hängt am Boden herum, verliert eine Flosse und benimmt sich – halt – wie französische Taucher das zu tun pflegen.
Die Mädels sind auch wieder dabei und singen auf der Rückfahrt lauthals „I want to break free“ von QUEEN. Die Stimmung ist gehoben.
Zuhause versorgen wir die Ausrüstung, kaufen noch ein wenig ein und begeben uns dann in unsere Wohnung, wo ich mich zuerst ein bisschen hinlege und anschließend dusche, bevor wir aus den Resten des gestrigen Abends ein hervorragendes Abendessen kreieren.
Heute Nacht wird dann die Uhr auf Sommerzeit vorgestellt, was bedeutet, dass wir morgen noch eine Stunde früher auf der Matte stehen müssen. Na, dann – gute Nacht!

Sonntag, 30.3.2025

Heute machen wir zwei sehr schöne, wenn auch – für unsere Verhältnisse – tiefe Tauchgänge.
Der erste geht zum Baja Fria, wo wir um ein wenig Luft und Deko zu sparen, auf 15 – 17 Metern herumdümpeln, um uns dann auf 42 Meter abfallen zu lassen. Dann steigen wir an der dort befindlichen Steilwand hinauf, die über und über mit schwarzen Korallen bewachsen ist. Un dann genießen wir die Unterwasserwelt mit Schwärmen von Trompetenfischen, Zebrabrassen, Zackenbarschen und was sonst noch so herumschwimmt.
Der zweite Gang bringt uns zum Piedra Bermeja, der ähnlich schön und genauso bewachsen und mit Tieren bestückt ist.
Wieder Zuhause kochen wir uns etwas Schönes und lassen den Tag müde und zufrieden ausklingen.

Montag, 31.3.25

Unser Versuch am El Bajon, dem berühmten Tauchfleck, zum Zuge zu kommen, schlägt fehl, weil hier Strömung herrscht und unser Guide, der ohne Flossen ins Wasser gesprungen ist, sehr schnell am Boot vorbeidriftet. Also fahren wir weiter zum Coral. Den Platz kennen wir zwar schon, aber das tut der Schönheit des Tauchgangs keinen Abbruch und wir sind wieder 51 Minuten unter Wasser. Die Pause zum zweiten Gang ist nur kurz und dann fahren wir zur Cueva de la arena, einem langgezogenen Abhang mit Höhlen und Überhängen, unter denen sich jede Menge Zackenbarsche und Igelfische verstecken.
Nach der Rückkehr gibt es heute nur ein kleines Dekobier, weil wir heute Abend Tru und Lahcen vom Fährhafen abholen wollen. Wir ziehen noch schnell aus unserer bisherigen Wohnung 3A in die Nachbarwohnung 3B, die komfortabler ausgestattet ist, als unsere alte. Wir haben jetzt sogar eine Kaffeemaschine. Alfred und ich nehmen nur eine Kleinigkeit als Abendessen zu uns (Reste von gestern und ein paar Hamburgerscheiben) und wir fahren gegen ½ 7 Uhr los.
Tru hat geschrieben, dass die Fähre ein wenig Verspätung hat und außerdem länger unterwegs sein wird. Gegen ½ 9 Uhr kommen sie dann endlich an und bis wir wieder in La Restinga sind, ist es schon nach 10. Ruth und Sylvia haben noch ein bisschen was gekocht und unsere Neuankömmlinge lassen es sich schmecken. Es wird noch ein bisschen geklönt, bevor wir müde ins Bett sinken. Immerhin ist morgen früh erst um 9:00 Uhr treffen an der Basis.

Dienstag, 1.4.25

Wir stehen um 7:45 Uhr auf und frühstücken. Dann fahre ich unsere Neuen mit ihrem Tauchgepäck zur Basis, weil ja ihr Schreibkram noch zu erledigen ist. Dann  bringe ich das Auto wieder zur Wohnung und hole Ruth ab.
Der erste Tauchgang des Tages bringt uns zum Roque Tacorón, den wir erneut genießen, weil es viel zu sehen gibt. In der Mittagspause trinken wir nur einen Kaffee und fahren dann nach La Herradura, wo wir insgesamt 3 große Bärenkrebse finden (neben all dem Viechzeug, das sonst noch so herumdümpelt).
Wir nehmen das Dekobier zu uns, kaufen noch ein wenig ein und trinken Zuhause noch einen Kaffee, bevor die Anderen einen Ausflug machen und ich mich an den Rechner setze und diese Zeilen hineinhaue, weil ich die letzten zwei Tage in dieser Richtung etwas geschludert habe.
Dann dusche ich mich und lege mich ein wenig schlafen, weil tauchen und schreiben (trotz Kaffees) müde machen.

Mittwoch, 2.4.25

Das Treffen findet wieder um 9:00 Uhr statt und unser erneuter Versuch El Bajon zu besuchen, scheitert an zu viel Strömung. Wir fahren weiter nach El Rosario. Es ist ein ziemlicher Ritt, weil wir gegen die Wellen und den Wind ankämpfen müssen. Der Platz aber ist recht schön. Sito bleibt mit Hector, unserem spanischen Mitstreiter, auf etwa 16 bis 17 Metern und wir können ein bisschen tiefer gehen und die Unterwasserwelt erkunden. Unterwegs deutet Sito, zu dem wir ab und zu hinschauen, ins Blaue hinein und ich glaube, einige Barrakudas zu sehen, obwohl Ruth hinterher erzählt, Sito hätte gesagt, es handele sich um etwas Anderes. Ich werde wohl nochmals nachfragen müssen. Wir machen unter Wasser einen großen Bogen und kommen dann wieder unter dem Boot an.
Der Aufstieg aufs Boot gelingt diesmal wesentlich besser, als bei den ersten Malen, wohl , weil wir inzwischen ein wenig Routine entwickelt haben. Elegant sieht es aber bei uns immer noch nicht aus, während Sito ganz locker über die Reling steigt.
Die Heimfahrt gestaltet sich etwas bequemer, als die Hinfahrt. Wir fahren mit der Welle und dem Wind, so dass es scheint, als wäre es windstill.
Wir entscheiden uns im Hafen spontan dafür, den Nachmittags-Tauchgang ausfallen zu lassen. Es sieht nämlich so aus, als würde der Wind noch ein bisschen zunehmen. Damit wäre auch der mittägliche Versuch, El Bajon zu besuchen, ebenfalls gefährdet. Morgen ist auch noch ein Tag.
In unserer Stammkneipe „Mar de las Calmas“ nehmen wir zunächst einen Kaffee, weil es für Bier eigentlich noch etwas früh ist, aber dann nehmen Alfred und ich doch noch eines und Ruth eine „Clara“. Auf dem Weg zur Wohnung besorgen Lahcen und Tru noch Avocados und Lachs und in der Wohnung gibt es dann Knäckebrot mit dem vorgenannten Belag. Sehr lecker!! Anschließend versuchen wir noch unseren „Quesadillo“, die herreanische Spezialität, die uns die nette Verkäuferin im Laden neulich empfohlen hat und dann machen Ruth, Sylvia, Lahcen und Alfred sich zu einer Spazierfahrt auf, während Tru und ich zunächst den Haushalt versorgen und ich mich dann ein wenig hinlege. Tru will dann in der Ortschaft noch erkunden, wie lange das Fischrestaurant aufhat, während ich mich wieder an den Rechner setze, um der Geschichte einen Fortgang zu geben.
Die Zeit bis zur Rückkehr der Anderen will ich dann auf dem Balkon verbringen und mich dem Duolingo hingeben, damit ich meinen 1.560-tägigen Streak nicht zu verlieren.

Donnerstag, 3.4.25

Die Nacht ist etwas unruhig. Der Wind pfeift durch das geöffnete Fenster und die Türen schlagen. Ich stehe auf und richte das Fenster und drücke die Tür fest ins Schloss. Danach ist Ruhe. Am Morgen zeigt ein Blick aus dem Fenster, dass heute ein Tauchgang vom Boot wohl eher nicht komfortabel sein wird. Der Wind hat sich nicht zur Ruhe gelegt und es sind jede Menge Weißmänner unterwegs. Außerdem hat es begonnen zu regnen und ein schöner Regenbogen steht am Himmel. Ein zweiter versucht dagegen anzustinken, bleibt aber schwach.
Als wir nach dem Frühstück auf der Basis ankommen, zeigt Sito schon seine Begeisterung, was das Tauchen vom Boot betrifft. Ada sei gerade unterwegs um die Möglichkeiten abzuchecken.
Als sie zurückkommt, meint sie, man könne zwar in südlicher Richtung mit dem Boot hinausfahren, aber bequem werde dies nicht sein. Wir erwägen einen Tauchgang im Hafen und lassen uns erklären, wie dies vorstatten gehen könne, entscheiden dann aber, heute einen tauchfreien Tag einzulegen. In unseren Stamm-Supermärkten erwerben wir noch Butter, Wein und Joghurt und gehen dann zurück zur Wohnung, wo wir uns für den Rest des Tages gemütlich einrichten und ich mich gleich morgens hinsetze und ein wenig schreibe.



To be continued

 

 

Samstag, 17. Februar 2024

Raja Ampat - Indonesien (12.2. bis 5.3.2024)

Geplant war es ja schon länger, aber Covid hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Und ursprünglich wollten wir mit unserer "Stammbesetzung" Maria und Tom unterwegs sein, was sich aber aufgrund unglücklicher Umstände zerschlagen hat.
Dafür hatten sich aber Swetlana und Ralf Unland für unsere Tour interessiert und sich entschlossen mit uns auf große Tour zu gehen. Immerhin soll Raja Ampat eines der Top-Ziele für Taucher sein. Unser genaues Ziel ist das Papua Explorer Dive Resort, das wir uns online schon reichlich betrachtet haben, aber wie´s in Wirklichkeit aussieht, darauf dürfen wir noch gespannt sein.
Termin ist jetzt vom 12.2.2024 (Rosenmontag !) bis zum 5.3.2024 und heute habe ich mich erstmal hingesetzt um eine kleine Einführung zu schreiben. Lange ist es her, seit ich den letzten Post gefertigt habe und ich bin mal gespannt, was sich am Design der Posts geändert hat. So - die Tage haben sich derletzt nochmal gezogen, weil immer noch einmal Einiges für Ruths Mutter zu erledigen war, aber jetzt ist Rosenmomtag und wir haben tatsächlich die letzten diesbezüglichen Fragen beantwortet, respektive Aufgaben erledigt und sind, nach dem Packen des Autos nach Mühlheim gefahren um das Auto bei Heikes Eltern abzustellen. Am Bahnhof in Mühlheim kämpfen wir noch mit der RMVgo-App, die uns nur widerwillig 2 Fahrkarten übersendet, aber wir liegen gut in der Zeit und kommen ohne Kontrolle am Flughafen an. Mit der Skyline fahren wir ins Terminal 2 und versuchen uns hier im elektronischen CheckIn, was leider nicht funktioniert. Der Apparat schickt uns zum Counter, wo das dann viel einfacher klappt. Swetlana und Ralf sind noch nicht da, aber wir treffen auf die Reisegruppe, die die beiden bereits auf der BOOT in Düsseldorf kennengelernt haben und von denen wir gleich mit Sekt begrüßt werden. Das kann ja gut werden! Wir haben genügend Zeit zum Sicherheitscheck zu kommen und dann zieht sich´s erst mal wieder. Wir bekommen mitgeteilt, dass wir uns in Doha nicht um unser Gepäck kümmern müssen, weil es dort gleich durchgeschleust wird, aber in Jakarta müssten wir dann die Klamotten entgegen nehmen. In Doha machen wir eine Flughafenbesichtigung und staunen Bauklötzer, was es hier alles zu sehen gibt. Sie haben sogar einen eigenen Regenwald, in dem Vögel herumfliegen und eine elektronische Rundumbeleuchtung vom Allerfeinsten. Der Weiterflug gestaltet sich easy, aber in Jakarta zieht es sich wieder und wir fürchten bereits, den Anschlussflug nach Sorong nicht zu kriegen, da es seeehr lang dauert, bis unser Gepäck aus dem Laderaum kommt. Aber bei unserer Begleittruppe ist es genauso, so dass wir uns keine zu großen Sorgen machen. In Sorong angekommen, werden wir am Ausgang gleich von Rima, der Angestellten des Resorts in Empfang genommen, die uns begrüßt und auf Taxis verteilt, welche uns dann in ein nahe gelegenes Hotel zum Frühstück verfrachten (es gab ja auch schon lange nichts mehr zu essen). Dann werden wir gegen ¾ 11 Uhr wieder in Taxis verfrachtet, die uns durch viel Verkehr und mit reichlichem Gehupe zum Hafen bringen, wo wir ins Speedboot steigen. Als alle da sind, geht´s gemütlich aus dem Hafen und dann beginnt eine mörderische Tour über den Kanal. Die Schläge, die das Boot hin und wieder auf den Wellen macht, schlagen durch bis ins Gehirn. Swetlana hat ursprünglich befürchtet, die Fahrt nicht zu überstehen und sich dann mitschiffs auf den Boden gelegt, was ihr offensichtlich besser bekam.

Ungefähr in der Mitte der Tour finden wir eine Schule von fast 60 Delfinen, die uns ein paar Minuten begleiten und für Abwechslung sorgen. Eine solche Menge an Tieren haben wir vorher noch nie zur gleichen Zeit gesehen. Gegen Ende der Tour wird es ruhiger und am Steg unseres Resorts werden wir mit Gesang begrüßt. So etwas haben wir bisher auch noch nirgendwo erfahren und es herrscht gleich eine gute Stimmung. Nachdem im Speisesaal der Begrüßungstrunk genommen und einleitende Worte zum Prozedere gesprochen sind, werden wir auf die Bungalows verteilt und bis zur anstehenden nächsten Mahlzeit verabschiedet.
Ursprünglich war es so gedacht, dass ich mich jeden Tag hinsetze und ein bisschen am Blog schreibe, aber dann hat es sich so ergeben, dass ich mir beim dritten Tauchgang das Mittagessen nochmals durch den Kopf gehen ließ, was wieder einmal beweist, was so alles durch den Atemregler passt. Aber das macht zum Einen keinen großen Spaß und kostet zum Zweiten viel Energie, weswegen ich dann zwei Tauchgänge ausfallen ließ und durch heilsamen Schlaf ersetzte. Und dann ereilte es Ruth, die noch ein wenig länger mit der Angelegenheit zu tun hatte und ein wenig der Zuwendung und Pflege bedurfte. Damit waren bereits wieder einige Tauchgänge ins Land gegangen und man ist ja auch dauernd mit essen, schlafen und tauchen beschäftigt. Zwischendurch machten wir auch unseren Tagesausflug, bei dem wir neben dem normalen Tauchgang noch die „Hidden Bay“ besuchten und ein lebendiges Krokodil in freier Natur beobachten konnten. Zum Abschluss durchtauchten wir die Passage, eine sehr schmale Meerenge, durch die man mit der Strömung durchgezogen wird, wie beim Flussschwimmen in der Traun, nur ganz anders, nämlich weniger Sicht, mehr Fisch und wesentlich höherer Temperatur. Bei einem weiteren Tauchgang, nämlich an „Mikes Point“ stießen wir zum Abschluss, schon fast am Safety Stop, auf einen Dugong, den wir hier eigentlich gar nicht erwartet hätten.
Heute morgen hatten wir, nach langer Wartezeit, tatsächlich dann zwei Mantas, was unsere Stimmung weiter aufhellte.
Und so vergeht hier Tag um Tag und für heute Mittag haben wir einen „Sunset-Dive“ gebucht und ich nutze die Gelegenheit, vor dem Mittagsschläfchen diese paar Zeilen niederzuschreiben, damit die Nachwelt nicht dumm sterben muss. Zum „Sonnenuntergangs-Tauchgang“ kommen wir eigentlich etwas zu früh, aber dann kommt unser Boot und wir fahren zum übernächsten Steg, wo wir ins Wasser gehen und gemütlich am Hausriff entlang driften, wo es einiges zu sehen gibt. Highlight sind dabei zwei Mandarinfische, die ich zwar sehen, aber nicht auf die Platte bannen kann. Egal – gesehen ist gesehen ;o)) Es folgen weitere wunderschöne Tauchgänge mit Fischsuppe, Makrelen, Napoleonfischen und Mantas, so dass wir uns nicht beschweren können. Ein weiteres Highlight ist die Tagestour zu „Melissas Garden“, einem Riff, das ausschließlich aus Korallen zu bestehen scheint, wenn man auf die Höhe des Safety-Stops kommt. Und die Menge an Schwarmfischen topped alles, was wir bisher gesehen haben. Die Frühstückspause machen wir an der Fam-Wall am Strand, zunächst allein, aber es kommen dann so viele Boote vorbei, dass wir das Weite suchen. Vorher konnten wir noch feststellen, dass es hier Warane gibt.

Die Tour geht weiter. Nach nur wenigen hundert Metern springen wir erneut ins warme Nass und driften an der Fam-Wall entlang, wo es wieder jede Menge zu sehen gibt. Anschließend geht es zur Fam-Insel, touristisch ziemlich aufgepeppt, aber mit hervorragender Infrastruktur, die uns, die wir seit Tagen nur flache Inseln gewohnt sind, einiges abverlangt. Es geht nämlich ziemlich weit ziemlich steil hinauf, aber der Weg ist das Ziel und die Aussicht, die uns von oben geboten wird, entschädigt für alle Strapazen.

Hinunter geht es auf die andere Seite der Insel, wohin unser Käptn das Boot schon umgeparkt hat. Hier bekommen wir leckeres Mittagessen und gottlob ein wenig Schatten, weil auf dem dort befindlichen Holzboden die Hitze für die Füße unerträglich wird. Wir beobachten noch einen kleinen Schwarzspitzen-Riffhai, bevor wir uns auf den fast einstündigen Heimweg begeben.

Schnell sind die Klamotten wieder ausgewaschen und wir nehmen im Restaurant noch einen Kaffee und einige Nüsse, wobei wir die dicken Fotobücher durchblättern und staunen, was wir schon alles gesehen haben.

So vergehen Tag um Tage und das Ende unseres Urlaubs kommt in Sicht. Wir haben einen letzten Tauchtag am Cap Kri und am Chicken Reef, wobei wir auf die Putzerstation für graue Riffhaie gelangen, die wir eingehend beobachten können, während wir selbst am Riffhaken hängen. Daneben gibt´s  natürlich – wie immer – viel Fischsuppe zu sehen.

Am Abschlusstag geht es früh aus den Federn. Um 5 Minuten vor 6 sollen die Gepäckstücke vor dem Bungalow stehen und es gibt ein letztes Frühstück, bevor uns die Angestellten am Steg ins Speedboat verfrachten, nicht, ohne uns gedrückt und ihren Wunsch geäußert zu haben, uns irgendwann doch wieder zu sehen. Sehr emotional, das Ganze, aber auch sehr nett, weil – so kennt man das sonst höchstens aus Tamariu ;o)

Die Rückfahrt gestaltet sich wesentlich angenehmer, als die Herfahrt. Das Meerchen ist spiegelglatt, allerdings haben wir diesmal keine Delfine als Begleiter. Im Hafen von Sorong angekommen, werden die Mitfahrer verteilt. Ein Teil darf gleich zum Flughafen. Ein weiterer Teil hat an diesem Tag noch einen Anschlussflug und wir werden wieder ins Aston Hotel gebracht, wo wir ein Zimmer zugewiesen bekommen, dass allerdings noch nicht fertig ist. Deswegen dürfen wir so lange an den Pool, wo es nach einer Weile kräftig zu regnen anfängt. Da ziehen wir uns lieber unters Dach zurück.
Vorher mussten wir uns entscheiden, ob wir am Abend an einem Dinner des Asian Food Festival teilnehmen wollen, welches am selben Abend stattfindet. Hier haben sich Köche aus 6 asiatischen Länder zusammengetan um ihr Land kulinarisch vorzustellen. So wird es heute Abend Speisen aus Indien, Japan, Süd-Korea, China, Indonesien und Thailand geben.
Vorher aber entschließen wir uns, weil es gerade mal nicht regnet, einen Gang durch Sorong zu machen, damit wir wenigstens ein bisschen von Land und Leuten sehen. Der Verkehr ist unglaublich. Neben unzähligen Autos fahren Horden von Mopeds durch die Gegend, die mit vielen Leuten besetzt sind. Oder aber, die Möbelstücke im Umzugsformat durch die Gegend kutschieren. Helme sind eher seltener zu sehen, auch wenn am Straßenrand von Mopeds herab solche zum Verkauf angeboten werden.




Swetlana findet eine Eisdiele, die ihrem Namen alle Ehre macht, weil man drinnen fast am Boden festfriert, aber ein Eis muss schon sein. Als wir wieder draußen sind, müssen wir uns mit dem Eisessen ein wenig beeilen, denn die Temperatur ist sehr hoch und ebenfalls die Luftfeuchtigkeit.
Da absehbar ist, dass in Kürze erneut ein Regen auf uns herabstürzen wird, drehen wir um und gehen in Richtung Hotel zurück. Da findet Swetlana wiederum auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Verkaufsstand, an dem sie eine Honigmelone erwerben möchte. Es gibt allerdings keine solche, sondern eine sehr stachelige Frucht, die keinem von uns geläufig ist. Aber – sie muss erworben werden und da wir kein Internetz haben, wird heftig spekuliert, was dies für eine Frucht sei. Ruth tippt schließlich auf „Stinkfrucht“ und es stellt sich im Nachhinein heraus, dass sie recht hat. Jeder probiert davon.

Man kann sie essen, sie ist aber nicht jedermanns Geschmack. Aber – gekauft ist gekauft und so wird tapfer gegessen, bis nichts mehr hineingeht.
Auf dem restlichen Heimweg werden wir von einem Einheimischen angesprochen, der sich dafür interessiert, wo wir herkommen und wie wir heißen. Die Leute sind hier sehr freundlich und offen. Aus Autos heraus und von Mopeds herunter wird immer wieder gewunken und freundlich gegrüßt.

Am Abend, hat uns der Manager erzählt, könnten wir bereits um 6 Uhr zum Dinner kommen. Da wir außer unserer Stinkfrucht und dem Frühstück morgens um 6 Uhr noch nichts gegessen haben, stehen wir auch pünktlich auf der Matte. Aber tatsächlich geht´s erst um 7 Uhr los und es werden zunächst der Generalmanager, die Managerin und  die Köche von einem sehr engagierten Pärchen vorgestellt, die sehr viel erzählen, von dem wir aber leider kein Wort verstehen, da es in anderer Zunge vorgetragen wird. Unser Hunger wird größer und als es endlich losgeht, habe ich mir vorgenommen, von Allem nur ein wenig zu nehmen, woran ich mich auch tunlichst halte. Zum Abschluss gibt es nämlich dann auch noch Unmengen an Desserts, von dem man ja auch nur begrenzte Mengen zu sich nehmen kann. Musikalisch untermalt wird das gesamte Dinner von einer dreiköpfigen Combo, die sehr schön, aber auch sehr laut Musik machen. In Anbetracht der Tatsache, dass es dann wiederum sehr früh losgehen soll, begeben wir uns zeitig zu Bett. Den Wecker habe ich auf 5 Uhr 25 gestellt und wir nehmen um 6 Uhr ein kleines Frühstück zu uns. Um 6:30 Uhr steht schon Rima auf der Matte, die für uns das Taxi zum Flughafen organisiert hat und die uns erneut herzlich verabschiedet.
Am Flughafen geht alles flott vonstatten. Lediglich Ruth muss ihren Rucksack auspacken, weil ihr Blasgerät im Röntgenschirm nicht identifiziert werden konnte. Dann wird unser Flug aufgerufen und wir kommen fast pünktlich vom Fleck. 



Der Flug nach Jakarta dauert 3 Stunden und dreißig Minuten, das Gepäck kommt diesmal auch schnell wieder aus dem Flugzeugbauch aufs  Laufband und wir werden schon von zwei jungen Männern, die unseren Transfer zum Interimshotel „FM7“ organisiert haben, empfangen. Wir checken ein, beziehen unseren Raum und ich nehme die Gelegenheit wahr, wieder ein bisschen am Bericht zu schreiben. Um 15 Uhr sollen wir wieder abgeholt werden und wenn wir der bisherigen Erfahrung Glauben schenken dürfen, wird auch der Rest der Reise gut organisiert sein.

Wir nutzen die Gelegenheit uns ein wenig frisch zu machen und in der Durian-Bar einen Willkommensdrink zu nehmen.

Es klappt dann auch alles wieder hervorragend und der Taxifahrer, der uns abholt, bringt erst noch einen weiteren Fahrgast zum Terminal 1, bevor er uns bedeutet sitzenzubleiben und uns dann zu unserem Abflugterminal 3 bringt, wo er uns auch noch den rechten Weg zum Flugschalter von Qatar-Air zeigt. Hier sind die Schlangen dann allerdings ziemlich lang und wir stehen länger als eine Stunde, bis wir endlich einchecken können. Aber dann geht´s  endlich los und wir beziehen unsere Plätze im Flieger, wo der Flug sich länger hinzieht, als auf dem Hinflug, weil wir jetzt ja mit der Zeit fliegen.

In Doha brauchen wir uns wieder nicht um unser Gepäck zu bemühen, weil es ja bereits durchgecheckt wird und in Frankfurt schließlich kommen unsere Klamotten nahezu als erstes aus dem Gepäckkeller. Wir suchen noch unseren Weg bis zum Terminal 1, wo wir uns von Swetlana und Ralf verabschieden und uns Richtung Tiefbahnhof durchkämpfen.
Mit der S-Bahn sind wir dann ziemlich zügig in Mühlheim, wo wir bei den Hofmanen noch guten Tag sagen und dann unser Auto mitnehmen, unterwegs ein paar Einkäufe machen und dann schlussendlich gegen 12 Uhr (High Noon) Zuhause einlaufen.

 





Dienstag, 19. April 2022

Ostertour 2022 nach Coburg

Unsere Tour zum Osterfeuer und zu unseren Freunden in Hamburg musste nun schon zum dritten Mal in Folge ausfallen. Diesmal hatte meine Schwiegermutter ihre rechte Hand gebrochen und die Frau ihres Sohnes, unsere Schwägerin Marion, hatte sich Covid gefangen, so dass Brüder die Pflege seiner Mutter in dieser Zeit nicht übernehmen konnte.

Samstag, 16.4.2022

So waren wir also am Karfreitag noch Zuhause geblieben und dafür am Samstag nach Wetzlar gefahren um Mutter zu bemuttern. Dort kamen wir auch so schnell nicht weg und, bevor wir uns auf den Heimweg begaben, fuhren wir noch bei Schwager Rolf und Nati vorbei. Rolf war gerade wieder aus dem Krankenhaus heimgekommen, wo er sich einer Operation hatte unterziehen müssen. Eigentlich sogar zwei, weil er zunächst eine neue Herzklappe bekommen hatte und dann, weil eine Ader in der Leiste verödet werden musste, die zu andauernden Blutungen geführt hatte. Als wir Zuhause ankamen, mussten wir nur noch ins Mobil steigen und uns auf den Weg in unser Wochenende zu machen. Die Zeit war schon fortgeschritten, also fuhren wir nur noch bis zum Schloß Fasanerie in Eichenzell bei Fulda, wo wir einen ruhigen Parkplatz fanden und noch einen kleinen Spaziergang unternahmen. Wir sahen den Vollmond riesengroß hinter dem Schloss aufgehen und nahmen uns vor, morgen früh noch einen Gang durch den Schlosspark zu unternehmen. Dann setzten wir uns in unser gut beheiztes Mobil und gönnten uns noch ein Tässchen Sekt, bevor wir uns zur wohlverdienten Nachtruhe begaben.

 

Sonntag, 17.4.2022

 Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir noch besagten Spaziergang im Schlosspark und fuhren dann weiter in Richtung Coburg, das das eigentliche Ziel unserer Wochenendtour war. Einen Zwischenstop legten wir in Bad Neustadt a.d.Saale ein, wo gerade der Zirkus Barnum gastierte. Ein kleiner Stadtrundgang zeigte, dass das Örtchen nicht ganz dem entsprach, was wir uns davon versprochen hatten und nach einem kurzen Blick auf den dortigen Wohnmobil-Stellplatz fuhren wir weiter nach Coburg, wo wir gegen 14:30 Uhr auf dem dortigen Womo-Stellplatz ein ruhiges Plätzchen fanden. Die Anmeldung hierfür mussten wir an der Kasse des Schwimmbades Aquaria erledigen. Die Übernachtung für eine Nacht mit Mobil und zwei Personen kostete günstige 12,-- €. Anschließend machten wir uns auf den Fußweg in Richtung Innenstadt, wobei wir feststellten, dass es in Coburg jede Menge Zahnärzte gibt. Das Städtchen gefiel uns richtig gut und die historischen Gemäuer waren auf jeden Fall der Besichtigung wert. Schon vom Stellplatz aus, der im Übrigen „Vesteblick“ hieß, hatten wir die Veste bereits gesehen und festgestellt, dass sie ziemlich hoch lag. Das hielt uns aber nicht davon ab, den langen Weg auf uns zu nehmen und bergan zu schnaufen. Unterwegs hörten und sahen wir diverse Vögel und ein Reh, das sich vom Touristenrummel gar nicht beeindrucken ließ. Wir besichtigten die Veste und überlegten dann, in der dortigen Restauration eine Kleinigkeit zu trinken, gingen dann aber wieder zurück ins Städtchen, wo wir am Nachmittag schon ein Hinweisschild auf ein Brauhaus gefunden hatten. Hiervon versprachen wir uns ein sättigendes Abendmahl, verbunden mit angemessenen Getränken. So geschah es schließlich. Ich hatte eine Rinderroulade mit Klößen und Apfelrotkohl bestellt, während Ruth sich mit Matjeshering, Kartoffeln und Salat begnügte. Beides schmeckte hervorragend und wir waren froh, als wir unser Mobil wieder erreichten und die Füße hochlegen konnten. 


Montag, 18.4.2022 

Wir hatten den Wecker auf 8:30 Uhr gestellt, nahmen aber noch einen kleinen Nachschlag, so dass wir erst um 9:00 Uhr aufstanden. Rundum war es auch noch sehr ruhig auf dem Stellplatz und erst nach und nach sahen wir Mobilisten, die Vorbereitungen zur Abfahrt trafen. Wir frühstückten gemütlich und entsorgten dann an der Ver- und Entsorgungsstation Grau- und Schwarzwasser, bevor wir uns auf einen ruhigen Nachhauseweg begaben, den wir – zwecks Besichtigung – in Hammelburg, Gemünden und Lohr am Main unterbrachen. Noch bevor die Sonne unterging, waren wir wieder Zuhause, brachten schnell alles wieder auf die richtigen Plätze und waren uns anschließend darüber im Klaren, dass wir wieder einmal ein wunderschönes Wochenende – nur für uns – hinter uns gebracht hatten.



Und hier geht´s zu den Bildern:


Dienstag, 29. Mai 2018

Vereinsfahrt zum Kulkwitzer See vom 30.5. bis 3.6.2018


Bereits bei der Jahreshauptversammlung war die Entscheidung gefallen, dass wir dieses Jahr nicht nochmals nach Thüringen zur Hohenwarte fahren wollten, sondern zum „Kulki“, wie der Kulkwitzer See in Taucherkreisen genannt wird.
Die Vorbereitungen nahmen – wie immer – einige Zeit und diversen eMail- und Telefonverkehr in Anspruch. Schließlich wollten einige mit dem Zelt, andere mit Wohnmobil anreisen und wieder andere vor Ort in Finnhütten, oder einer Pension unterkommen.
Letztendlich war es so, dass ich am 30. Mai bereits sehr früh losfahren sollte, um sicherzustellen, dass wir mit unseren unterschiedlichen Unterkünften möglichst nah beieinander stehen sollten.
Also hatte ich am heutigen Tag das Mobil bereits bis unters Dach gepackt und würde mich morgen sehr früh auf die Piste begeben, während Ruth am Nachmittag mit Bugs und Gudrun, die sie in Bad Homburg abholen würden, nachkommen wollte.
Und am heutigen 29.5. wollten wir uns noch mit unserer „Fitness-Mix-Gruppe“ zum Abendessen beim Italiener treffen. Fitness war zwar seit längerer Zeit aus gesundheitlichen Gründen bei unserer Trainerin Anette ausgefallen, aber zum Abendessen würde es bestimmt reichen .. ;o))


Mittwoch, 30.5.2018

Es war eine sehr gute Entscheidung, so früh loszufahren, denn ich komme gut und staufrei auch durch die Nadelöhre Gambacher Kreuz, Kirchheimer Dreieck und Hermsdorfer Kreuz und bin bereit gegen 14:30 Uhr vor den Toren des Campingplatzes. Bereits bei der Anmeldung kann ich klären, dass wir vier Finnhäuser nebeneinander und in der Nähe zum Wohnmobilstellplatz und einem Plätzchen für Michas Zelt haben. Während ich noch am Aufbauen bin, kommt schon Dave angefahren. Wir bauen fertig auf und stellen auch gleich unsere mitgebrachten Pavillons auf, die uns im Regenfall Unterschlupf geben sollen.
Per Telefon und Whatsapp erfahren wir, dass Andere noch kräftig im Stau stehen. So nach und nach tröpfeln aber alle herein, bis auf die, die ohnehin erst am Donnerstag kommen wollten.
Heute wird es nichts mehr mit einem Eingewöhnungs-Tauchgang, aber immerhin können wir uns schon bei Reini auf der Tauchbasis anmelden und die von mir vorbereitete Füll-Liste abgeben, die er gerne entgegen nimmt.
Wir speisen unsere mitgebrachten Reste und kommen überein, erst morgen einkaufen zu gehen. Den Abend verbringen wir klönend und vergorenen Apfelsaft zu uns nehmend. Da alle redlich müde sind, begeben wir uns zeitig zu Bett.

Donnerstag, 31.5.2018

Silja hat bereits die am Vorabend bestellten Brötchen abgeholt, so dass wir uns früh zum Essen setzen können. Dann bereden wir kurz, wer mit wem wohin tauchen möchte und dann machen wir den ersten Tauchgang des verlängerten Wochenendes. Zunächst sind wir etwas enttäuscht, denn die Sicht ist zwar gut, aber Fisch gibt es kaum zu sehen. Unter der Plattform, die wir gefunden haben, steht zwar ein nett anzuschauender Hecht, aber sonst ist es eher mau. Für den Nachmittag steht ein weitere Tauchgang an. Inzwischen ist auch Ludmilla mit ihrem Mann angekommen, dem es heute aber nicht so richtig gut geht. Also gehe ich mit Silja und Ludmilla tauchen und wir sehen ein paar mehr Fische und können uns richtig abkühlen, da die Temperatur ab 6 Metern abwärts deutlich frischer ist, als draußen.
Dann werden Spaghetti und Spirelli gekocht und wir kreieren dazu ein nettes Sößchen und frischen Salat.
Nach dem Abendessen sitzen wir wieder zusammen und erfreuen uns an unserem jüngsten Mitglied Theo, der einen hohen Unterhaltungswert besitzt.
Und auch heute wird es wieder nicht so richtig spät und der notwendige Schlaf entsprechend vorgezogen.

Freitag, 1.6.2018


Auch heute hat Silja bereits die Brötchen wieder abgeholt. Gefrühstückt und gespült ist schnell und inzwischen gehen die notwendigen Handlungen „schlafen, essen, spülen, tauchen, essen, spülen, tauchen“ schon recht locker von der Hand.
Zwischendurch ist Einkauf angesagt, denn wir wollen heute Abend grillen und da ist es gut, wenn das Fleisch und die Würstchen frisch vom Metzger, respektive ALDI kommen. Inzwischen haben wir uns eingetaucht und finden auch schon mal andere und mehr Fische. Unmittelbar am Einstieg zeigt sich ein Schwarm Karpfen und zwar sowohl Spiegel-, als auch Schuppenkarpfen und es gibt auch noch große Mengen an Graskarpfen, die sich allerdings in den, für Taucher nicht erlaubten, Badebereich zurückziehen. Wir bestaunen die von der Basis erstellten Gerüste, an denen sich Schwämme und Muschelkolonien angesiedelt haben und durch ihr Filtrieren für klares Wasser sorgen.
Zum Gegrillten gibt es Brot und Salat und wir sitzen, diesmal etwas länger, beisammen und babbeln dummes Zeug, was uns - wie immer - recht leicht fällt.

Samstag, 2.6.2018

Heute ist schon der letzte Tauchtag angebrochen, denn morgen wollen alle so schnell wie möglich und - wenn´s geht - ohne Stau nach Hause.
Aber heute werden nochmal alle Register gezogen und ich darf 3 mal ins Wasser, weil der 3. Tauchgang mein 3.000ster sein wird. Nachdem ich morgens mit Gudrun und Ludmilla unterwegs war, mache ich noch einen zweiten mit Ludmilla allein und den Jubiläumstauchgang schließlich mit Ruth und Silja - schön gemütlich und mit viel Fisch.
Im Anschluss beginnt schon die Trocknungsphase, bevor wir uns in Richtung "Zum grünen Zweig" begeben, wo wir einen Tisch für alle bestellt haben.
Zunächst sind wir irritiert, dass außer uns keine anderen Gäste da sind. Bei den übrigen Gaststätten, bei denen wir vorher nachgefragt hatten, war alles belegt, weil heute im Osten überall Jugendweihen stattfinden. Aber dann stellt sich heraus, dass der "Grüne Zweig" wohl extra für uns aufgemacht hat. Und auch geschmacklich passt hier alles und es wird ein nettes Essen.

Sonntag, 3.6.2018

Schnell haben wir am heutigen morgen gefrühstückt und gespült - und dann sind alle damit beschäftigt, ihren Kram zusammenzubringen und im Auto zu verstauen. Wir  machen wir noch ein Gruppenbild und dann verlassen nach und nach die Ratten das sinkende Schiff. 

Wir müssen noch die Schlüssel abgeben und die Kaution und das übrig gebliebene Duschgeld wieder abholen. Dann machen wir uns auf die Piste und kommen, trotz kleinem Zwischenstopp in Alsfeld, wo wir noch ein Eis essen und den Fortgang der Renovierungsarbeiten an meinem Elternhaus betrachten, noch bei Helligkeit Zuhause an, wo wir einen Teil der Aufräumungsarbeiten bereits heute vornehmen. Aber für morgen muss ja schließlich auch noch ein bisschen was zu tun übrig bleiben ...



Bundesjugendtreffen des VDST vom 28.5. bis 21.5.2018 (Helenesee)


Es sieht so aus, als würde das Jahr 2018 das tauch-reichste Jahr aller Zeiten. Jedenfalls für mich.
Bislang waren wir – im Februar – auf Bonaire. Dann war einen Moment Pause. Anschließend war ich für 14 Tage in Spanien. Anlass hierfür war das dort stattfindende Meeresbiologische Seminar. Dann wollten zunächst einige unserer Jugendlichen mit zum Bundesjugendtreffen in Brandenburg. Kurze Zeit darauf wird unsere Vereinsfahrt nach Kulkwitz in Sachsen stattfinden. Und dann, nur ein paar Tage später, fahre ich wieder für die Saison nach Tamariu, wo ich vermutlich auch wieder diverse Tauchgänge unternehmen werde.
Nachdem unsere Jugend aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mit nach Brandenburg konnte, habe ich mich entschlossen, die Tour alleine auf mich zu nehmen.
Also fuhr ich am 17.5. sehr frühzeitig los, weil laut Herrn Google (Maps) die Strecke doch immerhin 611 Kilometer betrug. Unser Navi, das immerhin nun auch schon etwas betagt ist, führte mich problemlos über ziemlich gefüllte Strecken. Trotz intensiven Lastwagenverkehrs kam ich aber ohne größere Staus zum Ziel und war, inklusive zweier kurzer Pausen, nach 6 ½ Stunden vor den Toren des Freizeitzentrums Helenesee.
Am vorgegebenen Eingang war keine Menschenseele zu entdecken und am Haupteingang wurde ich wieder zum ersten Eingang zurückgeschickt. Das Tor stand noch offen und so fuhr ich auf einen großen Parkplatz und machte mich zu Fuß auf den Weg, irgend jemanden zu treffen, der mir würde weiterhelfen können.
Schließlich traf ich auf Szolt, den Landesjugendwart von Brandenburg, dem ich auch gleich helfen konnte, die Tische und Bänke im Veranstaltungszelt aufzustellen.
Dann ging ich zurück zum Mobil und suchte mir einen Stellplatz neben einigen Bad Kreuznachern, die schon vor mir da waren. Dort fand ich auch einen Stromanschluss.
Und morgen würde dann der offizielle Teil beginnen.
Nach dem Frühstück machte ich erst einmal einen Rundgang über den riesigen Campingplatz und traf dann auf Anette und Burkard, die gerade mit Szolt und einem der Caddies, die unsere Tauchklamotten transportieren würden, unterwegs waren, um ebenfalls eine Rundtour über den Platz zu unternehmen. Hier bekam ich gleich noch eine Einweisung in die historischen Hintergründe des Anwesens und konnte das Vereinsheim vom Tauchclub Poseidon aus Eisenhüttenstadt besichtigen. So etwas bräuchten wir im atlantis eigentlich auch.

Nach und nach tröpfelten dann auch die übrigen Teilnehmer ein und ich hatte gleich Gelegenheit, die Mittaucher, die mich am Wochenende begleiten würden, kennenzulernen. Sie rekrutierten sich im Wesentlichen aus der Jugend von Bergedorf, Hannover und Bad Kreuznach.
Szolt hatte bei der Begrüßungsrede etwas von derzeitigen Sichtweiten „um 7 bis 8 Metern“ gesprochen, was sich leider nicht ganz bewahrheitete, besonders nachdem die ersten Tauchgruppen im Wasser waren (an der Tarierung muss teilweise noch kräftig gearbeitet werden...)
Und auch der Bestand an Fischen und Krebsen war eher mager. Aber – umso intensiver konnten wir uns der Tauchausbildung hingeben.
Was insgesamt als überaus positiv zu bewerten ist, war die Verpflegung, die von einem Caterer gestellt wurde, der sein Handwerk sehr gut verstand.
Neben dem Tauchen wurden, wie immer bei den Bundesjugendtreffen, viele andere Aktivitäten angeboten, die von der Jugend auch gern angenommen wurden.
So ging das Wochenende wieder sehr schnell herum und nach der Siegerehrung des Fotowettbewerbs waren die Tauchklamotten schon fast getrocknet. Wir saßen abends noch ein wenig beieinander und freuten uns darauf, dass wir uns in absehbarer Zeit mit Deeckes in Tamariu wieder treffen würden.
Am nächsten Morgen war das Gepäck rasch verstaut und ich machte noch schnell einen Abstecher nach Frankfurt an der „Odder“, wie mein Navi es auszudrücken pflegte. Dort musste ich noch tanken und dann brachte ich, wiederum recht zügig, von einem kleinen Stau am Kirchheimer Dreieck abgesehen, die 611 Kilometer in Richtung Heimat hinter mich, wo mich mein Weib gegen 16:30 Uhr freudig begrüßte.

Dienstag, 15. Mai 2018

Meeresbiologisches Seminar Tamariu 2018


Aufgekommen war das Thema, als wir auf Bonaire waren und Tina erzählte, dass es auch in diesem Jahr wieder ein meeresbiologisches Seminar in Tamariu geben würde. Und schnell fiel dann auch, nach Rücksprache mit meinem Weib, die Entscheidung, dass ich daran teilnehmen würde.
Aus Vereinfachungsgründen wollten wir es so machen, dass ich zu Tina in Reutlingen fahren wollte, um von dort aus dann mit einem Auto und der Möglichkeit, sich beim Fahren abzuwechseln, weiter gen Süden zu kommen.
Also packte ich zum angegebenen Termin meine Tauchklamotten und eine kleine Tasche mit Wäsche und fuhr freitags nachmittags in Richtung Süden (an Würzburg, Heilbronn und Stuttgart vorbei zu Wochenends-Rushhour-Zeiten . Kein Spaß, kann ich Euch sagen).
Entsprechend müde kam ich in Reutlingen an, wurde von Tina und ihrem „Kampfhund“ Argon begrüßt und wir gingen noch ein kleines Stück, damit der Hund müde werde und sich morgen auf der Fahrt nicht zu sehr aufregt.

Der Wecker klingelt zu unchristlicher Zeit (4:15 Uhr) und es gibt ein schnelles Frühstück und eine Tasse Kaffee, bevor es los geht. Die Klamotten sind noch gestern Abend verstaut worden, Argon ziert sich noch ein wenig, bevor es in sein Körbchen im Heck des Autos geht und dann führt uns Tinas Navi über Landstraßen bis nach Freiburg, bevor es auf die Autobahn geht. Es ist aber noch früh am Tag, nicht viel los und wir kommen zügig voran. Tina amüsiert sich über meine Freude an meinem "Bip and go-Gerät", dass uns die Fahrt durch die Maut-Stationen erleichtert, aber ich glaube, ihr gefällt es auch. Immerhin spart man sich dir Suche nach Kleingeld und muss nur langsam an die Schranke heranfahren, die sich wie durch Zauberhand öffnet.
Etwa alle 2 ½ Stunden wechseln wir uns beim Fahren ab und erreichen Tamariu gegen 18:15 Uhr, wo wir an der Basis gleich mit einem Feierabendbier freudig begrüßt werden.
Die nächste Woche dient dem Einleben, dem Ausbleien beim Tauchen und der Vorbereitung des Seminars. Ich habe im Crew-Appartement noch ein eigenes Zimmer bis zum Mittwoch, dem Tag, an dem zwei weitere Mitglieder des Teams für dieses Jahr, Steffi und Amelie, ankommen. Ab dann ziehe ich zu Freddy ins Zimmer. Hier ist das obere Bett eines Stockbetts frei. Ein bisschen wackelig, aber es funktioniert.
Tina wohnt mit Larissa und Andre und deren 2 Kindern Jannis und Helena im Appartement über der Tauchbasis.
Am kommenden Samstag tauchen nach und nach die Teilnehmer des Seminars auf, packen ihre Ausrüstung aus und bereiten sich mental auf das am Sonntag beginnende Seminar vor.
Angedacht ist jeweils eine Theorieeinheit und dann ein Tauchgang vom Boot, sowie eine Nachbesprechung und ein Nachmittags-Tauchgang in der Bucht.
Alle sind mit dem Gesehenen sehr zufrieden, auch wenn sich dieses Jahr noch keine Seepferdchen gezeigt haben (ein Gast will zwar eines gefunden haben (mit Foto belegt), aber keiner weiß, ob dieses Foto nicht noch aus dem letzten Jahr stammt, weil eine sofortige Nachsuche kein Ergebnis bringt!) Und wenn selbst Maria mit Seepferdchen-Scannerblick nichts findet, dürfen Zweifel angesagt sein.
Das Wasser ist momentan mit 15° Celsius noch eher frisch und die ersten Tage habe sogar ich noch eine Kopfhaube auf. Einige der Teilnehmer beschränken sich daher auf einen Tauchgang pro Tag.
Aber die Stimmung in der Truppe ist gut und alles Wissenswerte wird mit Sachverstand und auf humorvolle Art und Weise an uns herangetragen.
Mittwoch ist ein freier Tag, den wir aber dazu nutzen, ausnahmsweise mal Tauchen zu gehen und am Donnerstag findet im „Es Furio“ ein Wissens-Quiz statt, verbunden mit den „Montags-Malern“ und einigen Sonderaufgaben für bestimmte Personen. Abschluss ist der Song „Superperforator“ aus dem „Schuh des Manitou“, den Amelie, Tinu und ich am Vorabend eingeübt haben und der für Stimmung sorgt. Das darauf folgende Abendessen mit Tapas vorneweg und vorbestellten Speisen anschließend ist sehr gut und seinen Preis mehr als wert.
Am Freitag werden alsdann die letzten Tauchgänge durchgezogen und anschließend die Tauchklamotten getrocknet, weil es am Samstagmorgen wieder sehr früh in Richtung Heimat gehen soll.
Tatsächlich schaffen wir es, um 6:00 Uhr fertig zu packen, die auf der Basis verbliebenen Tauchklamotten einzuladen und um 6:30 Uhr auf der Piste zu sein.
Wieder kommen wir einigermaßen gut durch, aber durch die für Argon eingelegten Pinkelpausen ist es schließlich doch nach 21:00 Uhr, bis wir in Reutlingen ankommen.
Hier wird Argon nochmal gelüftet, weil er im Laufe des Tages etwas wenig Bewegung gehabt hat, dann trinken wir noch ein Bier und ich lege mich schlafen, weil ich am Sonntagmorgen früh raus will. Schließlich habe ich zwar täglich telefonisch Kontakt zu meinem Weib gehabt, aber jetzt habe ich Sehnsucht nach ihr.
Um 6:15 Uhr stehe ich auf, bekomme von Tina noch ein kleines Frühstück, verabschiede mich dann von ihr und meinem Freund Argon und dann komme ich an Stuttgart, Heilbronn und Würzburg dieses Mal ohne Rushhour vorbei und nach 2 Stunden und 50 Minuten treffe ich Zuhause ein, wo mich mein Weib freudig begrüßt. Heute ist Muttertag und wir begeben uns mittags nach Wetzlar, wie sich das gehört, speisen bei strömendem Regen noch in der Fischerhütte, bevor ich - nach immer noch regenreicher Heimfahrt - mein müdes Haupt auf mein eigenes Kissen bette und den Schlaf des Gerechten schlafe.

Ruth hat schon angekündigt, dass sie nächstes Jahr am meeresbiologischen Seminar ebenfalls teilnehmen wird. Ich freu´ mich jetzt schon drauf....


Mittwoch, 7. Februar 2018

Bonaire 2018


Lange war ich hier nicht mehr aktiv. Aber jetzt - der Countdown läuft - und in 3 Tagen geht´s in die Karibik.
In der Ecke waren wir noch nicht und nordöstlich hiervon (Cuba) ist schon 27 Jahre her. Also - mal sehen, was die Niederländischen Antillen und hier speziell Bonaire und dieser Teil der Karibik zu bieten haben.

Kralendijk - wir kommen ...









Im Vorfeld war´s - wie immer - etwas hektisch:
Im Januar zur c.m.t. nach Stuttgart (neues Mobil steht an!). 




Dann Jahreshauptversammlung unseres Vereins mit Neuwahlen.
Bisschen Kultur muss zwischendurch auch noch sein.
Der Besuch auf der BOOT in Düsseldorf ist jedes Jahr ein Pflichttermin (und für uns die Möglichkeit, unsere Freunde aus Tamariu zu sehen - und zwar fast die ganze Crew), sowie die BAT (Bundesausbildertagung des VDST).
Am folgenden Sonntag hatten wir noch einen interessanten "Schrauberkurs" beim Jogi, der unser tauchtechnisch theoretisches und praktisches Wissen ein wenig auf Vordermann brachte.
Tja, und dann kam meine Schwiegermutter noch ins Krankenhaus (gottlob geplant und nicht wirklich tragisch) und ich fuhr ein bisschen Taxi.
Die Klamotten für die Karibik mussten zusammengetragen und gepackt werden und außerdem wollten wir sicherstellen, dass wir bei unserer Rückkehr nicht Hungers sterben würden.
Schließlich fiel mir ein, dass ich ja auch wieder einmal einen Reisebericht erstellen könnte - und, siehe da, meinen Account gab´s tatsächlich noch.
Die Reiseunterlagen sind komplett, die Tauchtaschen gepackt. Eigentlich 
kann´s los gehen ...
Freitag, 9.2.2018
Noch ein Tag bis zum Abflug. Da ich unsere DTGs noch in den Kompressorraum bringen muss, wegen eines zwischenzeitlich stattfindenden TÜV-Termins, nehme ich nur ein kleines Frühstück zu mir. Außerdem muss ich noch bei unserer Hausbank vorbei, wo ich am Montag online noch einige Dollars bestellt habe. Auf dem Rückweg von beidem bringe ich mir ein zweites kleines Frühstückchen mit und bei dessen Verzehr passiert das Unaussprechliche: es macht "knack" und ein Teil meiner Brücke ist mir aus dem Gebiss gefallen. Panik!! Mein ständiger Zahnarzt sitzt in Frankfurt. Meine ehemalige Zahnärztin hier vor Ort hat schon Wochenende und ein zahnärztlicher Notdienst ist nicht zu erreichen (Anrufbeantworter). Ich finde schließlich eine Praxis in Büdingen, die um 14:00 Uhr wieder öffnet.
Pünktlich um 2 stehe ich auf der Matte und tatsächlich habe ich um 15:00 Uhr wieder alle Zähne im Mund. Nur essen darf ich 2 Stunden lang nix.
Aber immerhin besser, als ein Urlaub mit ohne Zähne ;o))
Als ich meinem Weib am Telefon erzähle, was mir passiert ist, gibt sie sich doch sehr mitfühlend. Ich bin getröstet und packe die letzten Kleinigkeiten, nachdem ich bereits bei KLM online eingecheckt habe.
Ursprünglich hat mein Weib gemeint, sie käme so zwischen 17 und 18:00 Uhr nach Hause. Letztendlich wird es aber 11:00 Uhr nachts und mein für den heutigen Abend eigentlich noch geplanter Haarschnitt fällt nun doch ins Wasser. Wir sitzen zwar noch einen Moment zusammen, aber die Nacht wird eh kurz und der Wecker weckt uns schließlich um 5:30 Uhr.
Entsprechend hellwach sehen wir aus, als wir in Richtung Mühlheim fahren, wo wir am Bahnhof das Gepäck ausladen und Ruth das Auto noch zu den Hofmanen fährt, wo es die nächsten 14 Tage stehen wird. Dann dauert es noch einen Moment, bis der Zug kommt und wir kommen rechtzeitig am Flughafen an. Dort geben wir unser Gepäck auf und gönnen uns noch einen Kaffee in einem der Flughafen-Cafés.
Uns ist bewusst, dass es mit der Zeit in Amsterdam nicht so großzügig sein wird. Das bewahrheitet sich dann auch. Erstmal fliegt unser Flieger in Frankfurt nicht ganz pünktlich los und dann bewegen wir uns im Laufschritt durch Schiphol, weil unser Gate E17 am anderen Ende des nicht gerade kleinen Geländes liegt. Außerdem müssen wir noch durch 3 Sicherheitsschleusen, wo wir jedes Mal wieder den Pass einlegen und fotografiert werden müssen. Schließlich kommen wir kurz vor Toresschluss am Gate an und werden noch gnädig im Flieger empfangen.
Die Trainingseinheit für heute glauben wir, hinter uns zu haben.
Aber jetzt ist es uns egal, weil wir auf dem Weg nach Bonaire sind – und nichts uns jetzt noch aufhalten kann. 
Wir machen noch einen kurzen technischen Zwischenstopp auf Aruba, wo wir zwar unser Gepäck im Flugzeug lassen können, dann aber in einer nicht enden wollenden Schlange quer über den gottlob nicht ganz so großen Flughafen von Aruba geschoben werden. Nach einer neuerlichen Sicherheitsschleuse, in der wir sogar die Schuhe noch ausziehen müssen (könnt´ ja ne Bombe drin sein !), geht es wieder in den inzwischen gereinigten  Flieger und jetzt sind es tatsächlich nur noch 30 Minuten, bis wir auf Bonaire landen. Sowohl Helga und Erwin, als auch Dani und Tina haben wir natürlich schon vorher begrüßt und erfahren jetzt erst, dass Tina am morgigen Tag Geburtstag hat.
Der Empfang des Gepäcks ist dann nochmal ein kleines Abenteuer. Das Gepäckband ist winzig (Größe etwa Kinderkarussell) und sehr viele Leute wollen möglichst als Erste ihre Koffer haben. Aber schließlich sind wir draußen, alles ist da und Elisabeth holt uns mit´m Taxi-Van ab und chauffiert uns zum Buddy Dive Resort, das für die nächsten 14 Tage uns Zuhause sein wird. Einchecken werden wir erst morgen.
Tom und Mary erwarten uns bereits, begrüßen uns freudig und haben auch ein Willkommensbier kalt gestellt, das wir noch zu uns nehmen. Dann stürzen wir zu Bett und den Rest verschieben wir auf den Sonntag.
Wir haben uns inzwischen gut eingelebt. Am ersten Morgen war es noch etwas ungewohnt. Das „Frühstückszimmer“ liegt direkt über den Basisräumen und wird – neben den Touris – von jeder Menge Geflügel besucht, die nur darauf warten, dass irgendwas von den Tischen abfällt. Und passt man nicht auf, so hüpfen sie auf die Teller und fressen sich satt. Nebenher kacken sie alles voll. Deshalb muss immer einer den Tisch bewachen, während der Rest sich mit Frühstück versorgt. Am ersten Morgen gibt es noch eine intensive Einweisung von Augusto, dem Chef der Basis, der drastisch klarlegt, was passiert, wenn man die 3 Grundregeln „don´t touch, don´t break, don´t bring“ missachtet. Böse, böse !!!
Dann checken wir an der Rezeption ein und erhalten noch weitere Zimmerschlüssel und dann ein Auto, das von außen noch sehr gut aussieht und von innen einer Rostlaube ähnelt. Man sieht sehr deutlich, was Salzwasser mit Autoblech macht.
Unseren ersten Tauchgang machen wir im Buddy´s Reef (Hausriff), wo Mary uns gleich mit den Seepferdchen bekannt macht. Ins Logbuch trage ich das auch gleich ein, neben: Muränen u.d.Ü. (und das Übliche…). Der mittägliche Tauchgang findet wiederum am Hausriff statt, nur diesmal Richtung Norden. Hier finden wir neben dem Üblichen ein Wrack, sowie einen großen Rotfeuerfisch und getüpfelte Schlangenaale.
Am Abend sitzen wir dann zusammen, nehmen das ein und andere Feierabendbier und lachen viel. So muss Urlaub sein!
Am nächsten Tag machen wir den ersten Tauchgang von Land aus Richtung Norden beim „Oil Slick“. Hier finden wir neben dem Üblichen eine Schildkröte, einen Bärenkrebs, sowie eine Seespinne.
Den zweiten Tauchgang machen wir bei „Andrea II“, wo wir – wiederum neben d.Ü. große und kleine Barrakudas, Schlangenaal und Putzergarnelen finden. Dani hat Probleme mit ihrem Rücken, so dass wir ihr für die nächsten Tauchgänge die Flasche zum Meer tragen. Mary macht – wie immer – viele Bilder, die wir abends auf dem Laptop betrachten.
Das Abendessen findet an der Strandbar statt. Wir haben einen Tisch für acht Personen reserviert. Zu trinken bekommen wir relativ zügig, aber bis das Essen kommt, dauert es fast 1 ½ Stunden, so dass wir fast verhungert sind.
Am nächsten Morgen fahren wir zu den „1.000 Steps“, die in Wahrheit lediglich 70 sind, aber schon eine sportliche Herausforderung darstellen. Als wir fertig und wieder oben sind, fängt es an zu regnen und wir fahren zurück bis zum Tauchplatz „Webers Joy“, wo es ein Haus mit Dach gibt, das wir aber nicht mehr benötigen, weil der Regen schon wieder aufgehört hat. Nach dem Tauchgang wirft eine Welle Dany um und verdreht ihr das Bein, was für sie sehr schmerzhaft ist und letztendlich dazu führt, dass sie am nächsten Morgen nicht mit zum Tauchen kann. Tom organisiert einen Termin in der Notaufnahme und wir machen zwischendurch wieder einen Tauchgang am Hausriff, wo neben dem obligaten Seepferdchen eine tiefenentspannte Schildkröte ein hervorragendes Fotomotiv darstellt. Und daneben – wie immer das Übliche – und Tarpune und ein großer Barrakuda nahe dem Ausstieg.Wieder ein Tauchgang, wie er sein soll.

In den nächsten Tagen stellt sich eine gewisse Routine ein. Wir frühstücken gemütlich, machen uns dann fertig und Erwin und ich fahren zum „Drive-Through“, wo wir die Flaschen für den jeweiligen Tag vorbereiten, beziehungsweise einladen. Vorbereiten heißt, dass wir die Flaschen, die mit Nitrox gefüllt sind, checken und auf Banderolen beschriften. Unsere weiblichen Mitstreiter begeben sich inzwischen zur Basis und holen die Tauchklamotten, die wir in unsere fahrbaren Untersätze laden. Helga fährt in der Regel mit und bewacht die Wertsachen.Und dann fahren wir die Westküste hinauf oder hinab zu einem der vielen Tauchplätze, die mit gelb angestrichenen Steinen mit dem Namen des Tauchplatzes beschriftet sind. Der Gang ins Wasser ist nicht immer ganz einfach, da es teilweise keine befestigten Einstiege gibt und die Brandung auf dieser Seite der Insel zwar nicht gefährlich, aber doch deutlich spürbar ist. Dafür werden wir dann unter Wasser mit hervorragender Sicht und großem Fischreichtum entschädigt. Die Zeit vergeht schnell, aber da wir nicht tiefer als 30 Meter tauchen, brauchen wir uns keine Gedanken um eventuelle Dekozeiten zu machen.
Einzig unsere Fahrten zum Salt Pier sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Der erste Tauchgang dort war sehr schön, weil die Pfeiler der Pier schön bewachsen sind und Lebensraum für viele Schwarmfische darstellen. Aber beim nächsten Versuch liegt ein riesiger Tanker dort und wird gerade über ein riesiges Förderband mit Salz beladen. Während der Ladezeiten ist das Tauchen dort nicht erlaubt. Es gibt aber gottlob viele alternative Möglichkeiten. Tom hat eine App ausfindig gemacht, mit deren Hilfe man bereits am Frühstückstisch feststellen kann, ob der Tanker noch vor Ort liegt.
Zwischendurch machen wir auch Tagesausflüge zu weiteren sehenswerten Zielen auf der Insel: Mangrovenwald, Lagunen, Ostseite mit Wahnsinns-Brandung, Cadushys-Distillerie (mit Verkostung des Kaktuslikörs), Aussichtspunkte und so weiter …
Im Nu sind die Tage verflogen, deren Abende wir mit braunem und weißem Rum verbringen, nachdem wir festgestellt haben, wie gut das Zeug schmeckt. Dazu lernen wir ein neues Trinkritual kennen (Koontakt – Zentrale – Prost) und wir verbringen die Zeit mit netten Gesprächen.
Manchmal wird dabei sogar gelacht …
Und dann ist bereits der vorletzte Tag angebrochen. Wir machen ein letzten „Flachköpper“, weil´s dann ja zum Flieger geht, waschen die Gerätschaften mit Süßwasser aus und hängen sie zum Trocknen auf, in der Hoffnung, dass keine tropischer Regenguss sie erneut benetzt.
Am letzten Tag müssen wir bis 12 Uhr ausgecheckt haben, werden aber erst um 18 Uhr Richtung Flughafen abgeholt. Daher geht Helga frühzeitig los um die Handtücher, die wir noch nutzen dürfen, auf den Liegen zu verteilen. Dann nehmen wir noch einen letzten Longdrink zu uns und füttern Charly, den Hausleguan, mit Pommes. So was habe ich vorher auch noch nicht gesehen. Er nimmt die Kartoffelstäbchen tatsächlich vorsichtig aus der Hand.
Pünktlich erreichen wir schließlich den Flughafen und der Sicherheitscheck nimmt geraume Zeit in Anspruch. Obwohl wir der Sonne entgegenfliegen, zieht sich der Flug nach Amsterdam doch wieder ganz erbärmlich. Dort verabschieden wir uns von Helga, Erwin, Dani und Tina. Von hier aus geht es in unterschiedlichen Richtungen weiter. Dani Richtung Düsseldorf, Tina Richtung Stuttgart, Helga und Erwin Richtung München und Ruth und ich Richtung Frankfurt.
Eigentlich klappt alles auch ganz gut, nur mein Tauchgepäck läuft am Band nicht auf, so dass wir erst einen Nachforschungsauftrag auf den Weg bringen müssen (am nächsten Tag wird´s dann aber per UPS Zuhause vorbeigebracht).

Wir fahren mit der S-Bahn nach Mühlheim, wo unser Auto auf uns wartet und melden uns bei den Hofmanen zurück, die uns freundlicherweise mit Essbarem versorgt haben. Hier müssen wir natürlich erst mal die ersten Berichte von uns geben und fahren schließlich die letzten Kilometer nach Hause, wo wir als Erstes die Heizung hochdrehen, weil sich die hiesigen Temperaturen von den karibischen doch gravierend unterscheiden.

Und hier geht´s zu den Bildern: Bonaire 2018

Unsere Tauchplätze:
Buddy´s Reef
Oil Slick
Weber´s Joy
Andrea II
1000 Steps
Salt Pier
Bachelors Beach
Aquarius
Karpata
Hilma Hooker
Angel City
Something special
Hands off (auf Klein Bonaire)
Alice in Wonderland